Millionen Euro
Eigene ProduktionsfirmaAppian Way, gegründet 2004
OscarBester Hauptdarsteller 2016 für „The Revenant“
Höchste bekannte Einzelgage59 Millionen US-Dollar für „Inception“, inklusive Gewinnbeteiligung
Einnahmen aus „Titanic“über 40 Millionen US-Dollar, davon 2,5 Millionen Grundgage
Geburtsdatum11. November 1974 (51 Jahre alt)
Geboren inLos Angeles, Kalifornien, USA
NationalitätUSA
BerufSchauspieler, Produzent
Voller NameLeonardo Wilhelm DiCaprio
Größe1.83 m

Leonardo DiCaprio stand mit fünfzehn erstmals vor der Kamera und gehört seit über zwei Jahrzehnten zu den bestbezahlten Schauspielern der Welt. Sein Geld verdient er dabei auf zwei Wegen, die sich deutlich unterscheiden: als Darsteller und als Produzent seiner eigenen Filme. Wir schätzen das Vermögen von Leonardo DiCaprio auf rund 250 Millionen Euro.

Wie hoch ist das Vermögen von Leonardo DiCaprio?

Leonardo DiCaprio Vermögen Nach unserer Schätzung kommt DiCaprio auf rund 250 Millionen Euro. Damit steht er unter den vermögendsten Schauspielern, bleibt aber hinter Kollegen zurück, die neben dem Schauspiel eine eigene Marke aufgebaut haben. George Clooney etwa verdiente an einer Tequila-Marke mehr als an allen seinen Filmen zusammen.

DiCaprio hat diesen Weg nicht gewählt. Seine Einnahmen stammen fast vollständig aus Filmen, dazu kommen Beteiligungen an Unternehmen, in die er investiert hat. Werbung spielt bei ihm eine kleinere Rolle als bei den meisten Stars seiner Größenordnung, weil er Kampagnen über Jahre auf wenige Märkte begrenzt hat.

Die Zusammensetzung ist also überschaubar: Gagen, Gewinnbeteiligungen, Produzentenanteile, Investments und Immobilien. Interessant wird es beim zweiten Punkt.

Woher das Geld kommt: Gagen und Beteiligungen

DiCaprio wuchs in Los Angeles auf und stand als Kind in Werbespots vor der Kamera. Der Durchbruch kam 1993 mit „Gilbert Grape“, wo er neben Johnny Depp spielte und mit neunzehn Jahren seine erste Oscar-Nominierung erhielt. Bezahlt wurde er dafür mit 75.000 US-Dollar.

Der Mechanismus, der den Unterschied macht

Vier Jahre später kam „Titanic“, und an diesem Film lässt sich sein gesamtes Verdienstmodell ablesen. Seine Grundgage betrug 2,5 Millionen US-Dollar, eine gewöhnliche Summe für einen aufstrebenden Hauptdarsteller. Entscheidend war der zweite Teil des Vertrags: Er ließ sich 1,8 Prozent der Bruttoeinnahmen zusichern und kam damit auf über 40 Millionen US-Dollar.

Das ist mehr als das Sechzehnfache seines Honorars, und es erklärt, warum die reinen Gagen bei ihm nur die halbe Geschichte sind. Wer am Umsatz beteiligt ist, verdient weiter, solange ein Film läuft, im Kino, im Fernsehen und im Streaming. Wer ein festes Honorar nimmt, ist mit dem Drehschluss fertig.

Dieses Muster hat DiCaprio danach immer wieder angewandt. Bei „Inception“ verzichtete er 2010 auf eine hohe Festgage und nahm stattdessen Anteile am Ergebnis, was ihm insgesamt 59 Millionen US-Dollar einbrachte. Denselben Weg gehen wenige Schauspieler so konsequent; Tom Cruise und Robert Downey Jr. gehören dazu.

Die Filme mit belegter Gage

Die folgenden Beträge sind Grundgagen, sofern nicht anders angegeben. Beteiligungen kommen bei mehreren Filmen hinzu und sind nur dort ausgewiesen, wo die Gesamtsumme bekannt ist:

  • Gilbert Grape (1993) – 75.000 US-Dollar
  • The Basketball Diaries (1995) – 1 Million US-Dollar
  • Titanic (1997) – 2,5 Millionen Grundgage, insgesamt über 40 Millionen US-Dollar
  • The Beach (2000) – 20 Millionen US-Dollar
  • Gangs of New York (2002) – 18 Millionen US-Dollar
  • Catch Me If You Can (2002) – 20 Millionen US-Dollar
  • The Aviator (2004) – 20 Millionen US-Dollar
  • The Departed (2006) – 20 Millionen US-Dollar
  • Blood Diamond (2006) – 20 Millionen US-Dollar
  • Inception (2010) – 59 Millionen US-Dollar inklusive Beteiligung
  • J. Edgar (2011) – 2 Millionen US-Dollar
  • The Great Gatsby (2013) – 20 Millionen US-Dollar
  • The Revenant (2015) – 20 Millionen US-Dollar
  • Once Upon a Time in Hollywood (2019) – 10 Millionen US-Dollar
  • Don’t Look Up (2021) – 30 Millionen US-Dollar
  • Killers of the Flower Moon (2023) – 30 Millionen US-Dollar

An der Liste fällt ein Ausreißer nach unten auf: Für „J. Edgar“ nahm er zwei Millionen, ein Zehntel seines damaligen Marktpreises. Solche Abschläge macht er bei Projekten, die ihn inhaltlich interessieren, und sie sind bei Spitzendarstellern üblich. Bei „Once Upon a Time in Hollywood“ lag die Gage ebenfalls unter seinem Satz, dort teilte er die Hauptrolle mit Brad Pitt.

Zum Vergleich: Adam Sandler kommt auf ähnliche Summen je Film, allerdings über deutlich mehr Produktionen und mit einem festen Vertrag bei einem Streamingdienst.

Appian Way und die Arbeit als Produzent

Leonardo DiCaprio und Martin Scorsese

Leonardo DiCaprio und Martin Scorsese

2004 gründete DiCaprio die Produktionsfirma Appian Way. Über sie entstanden unter anderem „The Aviator“, „Shutter Island“ und „The Wolf of Wall Street“, dazu Dokumentarfilme zum Klimawandel.

Als Produzent verdient er anders als als Darsteller. Es gibt ein Produzentenhonorar, dazu einen Anteil am Gewinn des Projekts, und beides fällt unabhängig davon an, ob er selbst mitspielt. Bei „The Wolf of Wall Street“, der Verfilmung der Geschichte von Jordan Belfort, war er 2014 doppelt für den Oscar nominiert, als Hauptdarsteller und als Produzent. Wirtschaftlich bedeutet diese Doppelrolle, dass er am selben Film zweimal beteiligt ist.

Die Zusammenarbeit mit Scorsese

Sechs Filme hat DiCaprio mit Martin Scorsese gedreht, von „Gangs of New York“ 2002 bis „Killers of the Flower Moon“ 2023. Eine solche feste Verbindung ist mehr als eine künstlerische Vorliebe: Sie sorgt dafür, dass Projekte finanziert werden, und sie verschafft dem Darsteller Verhandlungsmacht, weil das Studio das Paket aus Regisseur und Hauptrolle kauft. Auch mit Steven Spielberg hat er gearbeitet, bei „Catch Me If You Can“.

Der lange Weg zum Oscar

Fünf Nominierungen blieben ohne Erfolg, und DiCaprio wurde in dieser Zeit regelmäßig in Listen der Schauspieler ohne Oscar geführt. 2016 gewann er ihn schließlich als bester Hauptdarsteller für „The Revenant“.

Ein Oscar erhöht das Honorar nicht automatisch, er stabilisiert aber die Position: Wer ihn hat, wird für Projekte mit großen Budgets weiter besetzt, auch jenseits der vierzig.

Beteiligungen, Immobilien und Stiftung

Leonardo DiCaprio Verdienst

Premiere von „The Wolf of Wall Street“

Einen Teil seiner Gagen hat DiCaprio in Unternehmen gesteckt, die zu seinem Umweltengagement passen: Hersteller von Fleischalternativen, Anbieter erneuerbarer Energien, Wasseraufbereitung. Solche Beteiligungen sind schwer zu bewerten, solange sie nicht verkauft werden, können bei einem Verkauf aber mehr einbringen als mehrere Filme.

Auffällig ist, was bei ihm fehlt. Es gibt keine Modelinie, kein Parfüm, keinen Spirituosenhersteller und keine Yacht in seinem Besitz, obwohl er in der Klasse der größten Luxusyachten mitspielen könnte. Sein Konsum ist für diese Einkommensklasse ungewöhnlich zurückhaltend.

Die Insel und die Stiftung

2005 kaufte er die Insel Blackadore Caye vor Belize, rund 420.000 Quadratmeter, für einen einstelligen Millionenbetrag. Geplant war dort ein Resort, das ökologische Maßstäbe setzen sollte.

Dazu kommt seine Stiftung, über die er Umwelt- und Artenschutzprojekte fördert. 2019 spendete er fünf Millionen US-Dollar für den Amazonas, nachdem dort große Waldbrände gewesen waren.

Häufige Fragen zu Leonardo DiCaprio

Wie hoch ist das Vermögen von Leonardo DiCaprio?

Wir schätzen es auf rund 250 Millionen Euro. Den größten Teil machen Gagen und Gewinnbeteiligungen aus seinen Filmen aus, dazu kommen Produzentenanteile über seine Firma Appian Way sowie Beteiligungen und Immobilien.

Was hat er für Titanic verdient?

Seine Grundgage betrug 2,5 Millionen US-Dollar. Weil er zusätzlich 1,8 Prozent der Bruttoeinnahmen erhielt, kamen insgesamt über 40 Millionen US-Dollar zusammen.

Was war seine höchste Gage für einen Film?

59 Millionen US-Dollar für „Inception“ von 2010. Darin ist eine Beteiligung am Ergebnis enthalten, es war also kein reines Honorar.

Was ist Appian Way?

Seine 2004 gegründete Produktionsfirma. Als Produzent erhält er ein Honorar und einen Gewinnanteil, unabhängig davon, ob er in dem Film mitspielt.

Wann hat DiCaprio seinen Oscar gewonnen?

2016 als bester Hauptdarsteller für „The Revenant“, nach fünf vorherigen Nominierungen.

Womit verdient er neben dem Schauspiel Geld?

Mit Produzentenanteilen, mit Beteiligungen an Unternehmen aus dem Umweltbereich und mit Immobilien. Werbeverträge spielen bei ihm eine kleinere Rolle als bei vergleichbaren Stars.

Bildquellen:
Debby Wong + kathclick / Bigstock.com