So viel verdienen die NBA-Profis wirklich
Der Basketballsport und vor allem die US-Superliga NBA (National Basketball Association) begeistert Millionen von Menschen. Auch in Europa wird die Liga immer populärer. Kein Wunder, dass die Superstars der 30 NBA-Teams die höchsten Gehälter im Weltsport kassieren: Gemessen am Durchschnittsgehalt je Spieler ist die NBA die bestbezahlte Sportliga überhaupt und rangiert damit noch vor der NFL. Der Medienrechtevertrag, der ab der Saison 2025/2026 greift, bringt der Liga rund 76 Milliarden US-Dollar über elf Jahre, und dieses Geld landet über den Salary Cap direkt in den Gehältern.
Jedes Team unterliegt dabei dem Salary Cap, der die Gehaltssumme eines gesamten Kaders begrenzt. Für die Saison 2026/2027 setzte die Liga ihn auf 164,961 Millionen US-Dollar fest. Wer über Jahre auf diesem Niveau verdient, baut entsprechend Vermögen auf, wie der Blick auf die reichsten NBA-Spieler aller Zeiten zeigt.
Die NBA Gehaltsliste: Topverdiener und Bestverdiener der Liga
Diese Basketball-Spieler verdienen in der laufenden NBA-Saison am meisten Geld. Die Werte beziffern das Gehalt, das einem Spieler in der Saison 2026/2027 tatsächlich ausbezahlt wird. Die Gehaltsliste erfasst alle Profis mit einem Vertrag in der Liga, vom Supermax-Verdiener an der Spitze bis zum Rookie am Mindestgehalt. Wie sich ein NBA Gehalt über eine ganze Karriere entwickelt, lässt sich an den Verläufen von Dirk Nowitzki und dem deutschen Nationalspieler Dennis Schröder nachvollziehen.
Die bestbezahlten NBA-Spieler an der Spitze
Topverdiener der Gehaltsliste war in der Saison 2026/2027 Stephen Curry mit rund 62,59 Millionen US-Dollar. Dahinter folgten Nikola Jokic mit rund 59,03 Millionen sowie Giannis Antetokounmpo, Anthony Davis und Jayson Tatum mit jeweils rund 58,46 Millionen US-Dollar. Joel Embiid kam auf knapp 58 Millionen, Devin Booker, Jaylen Brown und Karl-Anthony Towns auf jeweils rund 57,08 Millionen. Mehr als 15 Profis ĂĽberschritten in dieser Saison die Marke von 50 Millionen US-Dollar Jahresgehalt.
Diese Beträge sind Bruttowerte, und das ist der wichtigste Vorbehalt bei jeder Gehaltsliste. Wer für ein Team in Kalifornien oder im Staat New York spielt, gibt zwischen 40 und 50 Prozent an Bundes- und Staatssteuern ab, dazu kommt die sogenannte Jock Tax, die auf Auswärtsspiele in anderen Bundesstaaten anfällt. Nach Steuern, Agentenhonorar und den Abgaben an den Spielerfonds bleibt von einem Spitzengehalt grob die Hälfte übrig. Genau darin unterscheiden sich eine Gehaltsliste und der tatsächliche Vermögensaufbau eines Profis.
Salary Cap, Luxury Tax und die beiden Aprons
Anders als die NFL kennt die NBA keinen harten Deckel. Teams dürfen den Salary Cap überschreiten, zahlen dafür aber eine Strafsteuer, und ab bestimmten Grenzen verlieren sie zusätzlich sportliche Handlungsfreiheit bei Transfers und Vertragsverlängerungen. Für die Saison 2026/2027 galten diese Werte:
- Salary Cap: 164,961 Millionen US-Dollar
- Luxury Tax, also die Steuergrenze: 200,428 Millionen US-Dollar
- First Apron: 209,015 Millionen US-Dollar
- Second Apron: 221,686 Millionen US-Dollar
- Salary Floor, also das Mindestbudget: 148,465 Millionen US-Dollar
Warum einzelne Spieler so weit oben stehen
Die NBA begrenzt nicht nur die Gehaltssumme eines Teams, sondern auch das Gehalt des einzelnen Spielers. Das Maximum hängt an einem Prozentsatz des Salary Cap und an der Anzahl der Profijahre: Bis zu sechs Jahren sind 25 Prozent möglich, ab sieben Jahren 30 Prozent und ab zehn Jahren 35 Prozent. Wer lange im gleichen Team spielt und die Kriterien für einen sogenannten Supermax-Vertrag erfüllt, darf deutlich mehr verdienen als ein gleich guter Spieler mit weniger Dienstjahren.
Weil das Maximum am Salary Cap hängt, steigen die Spitzengehälter automatisch mit, sobald die Liga mehr Fernsehgeld einnimmt. Ein Vertrag, der bei Abschluss als Rekord galt, rutscht deshalb nach wenigen Jahren in der Gehaltsliste nach unten, ohne dass der Spieler weniger verdient. Michael Jordan kassierte in der Saison 1997/1998 mit 33,14 Millionen US-Dollar das damals höchste Einzelgehalt der NBA, in der Saison 2026/2027 hätte dieselbe Summe nur noch für das obere Mittelfeld der Gehaltsliste gereicht. Was dabei über eine ganze Laufbahn zusammenkommt, zeigen die Karrieren von LeBron James aus dem Draft-Jahrgang 2003 und Kevin Durant, der 2007 in die Liga kam.
Durchschnittsgehalt und Mindestgehalt in der NBA
Das Durchschnittsgehalt eines NBA-Profis erreichte in der Saison 2026/2027 rund 12,6 Millionen US-Dollar. Dieser Wert wird von den Maximalverträgen an der Spitze stark nach oben gezogen. Aussagekräftiger ist deshalb der Median, also der Wert genau in der Mitte des Feldes: Er erreichte rund 6,2 Millionen US-Dollar. Die halbe Liga verdiente damit weniger als ein Zehntel dessen, was der Bestverdiener kassierte.
Am unteren Ende greift das Mindestgehalt. Es ist an den Salary Cap gekoppelt, steigt also jedes Jahr im gleichen Verhältnis mit, und richtet sich nach den absolvierten Profijahren. Für neue Mindestverträge der Saison 2026/2027 waren unter anderem diese Stufen vorgesehen:
- Rookie ohne NBA-Erfahrung: rund 1,36 Millionen US-Dollar
- Spieler mit zwei Profijahren: rund 2,44 Millionen US-Dollar
- Spieler mit zehn oder mehr Profijahren: knapp 3,9 Millionen US-Dollar
- Two-Way-Vertrag zwischen NBA und G League: 678.882 US-Dollar
Selbst das niedrigste NBA Gehalt übertrifft damit, was Spitzenverdiener in den meisten europäischen Basketballligen bekommen.
Aufsteiger und junge Profis in der Gehaltsliste
Nicht nur die Spitze der Liste zieht Aufmerksamkeit. Alperen Sengun, in türkischer Schreibweise Alperen Şengün, verdiente bei den Houston Rockets in der Saison 2026/2027 rund 35,64 Millionen US-Dollar aus der Vertragsverlängerung, die er nach seinem Rookie-Vertrag unterschrieb. Julius Randle kam auf rund 33,33 Millionen US-Dollar. Er wurde im Sommer 2026 in einem Tausch über drei Teams von Minnesota zu den Brooklyn Nets abgegeben, sein Gehalt wanderte unverändert mit.
Bei den Erstrundenpicks regelt eine feste Rookie-Gehaltstabelle, wie viel fließt. Cooper Flagg, im Draft 2025 an erster Stelle gezogen, stand in seiner zweiten Profisaison bei rund 14,52 Millionen US-Dollar, sein Vierjahresvertrag hat ein Volumen von 62,73 Millionen US-Dollar. Dylan Harper, im gleichen Draft an zweiter Stelle ausgewählt, verdiente rund 12,99 Millionen US-Dollar bei einem Gesamtvolumen von 56,14 Millionen. Beide Verträge steigen jährlich, weil auch die Rookie-Tabelle am Salary Cap hängt.
Die letzten NBA Finals
- Finals 2025/2026: New York Knicks 4:1 gegen die San Antonio Spurs, erster Titel fĂĽr New York seit 1973
- Finals MVP: Jalen Brunson, der im entscheidenden fĂĽnften Spiel 45 Punkte erzielte
- Finals 2024/2025: Oklahoma City Thunder 4:3 gegen die Indiana Pacers
Häufige Fragen zu den NBA Gehältern
Wer ist der Bestverdiener der NBA?
Bestverdiener und damit bestbezahltester NBA-Spieler war in der Saison 2026/2027 Stephen Curry mit rund 62,59 Millionen US-Dollar. Grundlage ist eine Einjahresverlängerung, die er 2024 bei den Golden State Warriors unterschrieb. Curry führte die Gehaltsliste der Liga seit der Saison 2017/2018 durchgehend an.
Wie hoch ist das Durchschnittsgehalt in der NBA?
In der Saison 2026/2027 kam ein NBA-Profi im Schnitt auf rund 12,6 Millionen US-Dollar. Der Median fiel mit rund 6,2 Millionen US-Dollar deutlich niedriger aus, weil einige Maximalverträge den Durchschnitt nach oben ziehen.
Wie hoch ist das Mindestgehalt in der NBA?
Für einen neuen Mindestvertrag der Saison 2026/2027 waren rund 1,36 Millionen US-Dollar für einen Rookie und knapp 3,9 Millionen US-Dollar für einen Spieler mit zehn oder mehr Profijahren vorgesehen. Ein Two-Way-Vertrag zwischen NBA und G League brachte 678.882 US-Dollar. Das Mindestgehalt steigt jedes Jahr im gleichen Verhältnis wie der Salary Cap.
Was verdienen Julius Randle und Alperen Sengun?
Für die Saison 2026/2027 weist die Gehaltsliste für Julius Randle rund 33,33 Millionen US-Dollar aus, für Alperen Sengun rund 35,64 Millionen US-Dollar. Randles Vertrag enthält für die Folgesaison eine Spieleroption über rund 35,8 Millionen US-Dollar.
Was verdienen Rookies wie Cooper Flagg und Dylan Harper?
Cooper Flagg kam in der Saison 2026/2027 auf rund 14,52 Millionen US-Dollar, Dylan Harper auf rund 12,99 Millionen US-Dollar. Beide wurden 2025 an den ersten beiden Stellen gedraftet, ihre Gehälter ergeben sich aus der Rookie-Gehaltstabelle und nicht aus einer Verhandlung.
Wie begrenzt der Salary Cap die NBA Gehälter?
Der Salary Cap deckelt die Gehaltssumme eines Teams, in der Saison 2026/2027 bei 164,961 Millionen US-Dollar. Ein harter Deckel ist er aber nicht: Teams dürfen ihn überschreiten, zahlen darüber die Luxury Tax und verlieren ab dem First und Second Apron zusätzlich Spielraum bei Transfers und Vertragsverlängerungen. Weil der Cap an den Einnahmen der Liga hängt, steigen mit ihm auch die maximal erlaubten Einzelgehälter.
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