Elena Kamperi verkauft ihre Reichweite direkt an ihr Publikum, nicht über ein eigenes Produkt. Seit 2018 arbeitet sie als Model über eine Agentur, seit 2020 verkauft sie zusätzlich kostenpflichtige Abos auf OnlyFans und MYM. Ein eigener Shop unter ihrem Namen hat existiert und ist wieder verschwunden. Genau diese Mischung erklärt, warum ihre Zahl im einstelligen Millionenbereich liegt und nicht darüber. Wir schätzen das Vermögen von Elena Kamperi auf rund 3 Millionen Euro.
Wie hoch ist das Vermögen von Elena Kamperi?
Woraus sich die Schätzung speist
Was fehlt, ist ein Verkauf. Sie hat kein Unternehmen abgegeben, keine Marke lizenziert und keine Produktlinie aufgebaut, die ohne sie weiterläuft. Wer ausschließlich Honorare und Abo-Erlöse einnimmt, baut Vermögen linear auf. Ein Sprung entsteht erst durch einen Vermögensgegenstand, und den gibt es bei ihr nicht.
Warum Reichweite hier nicht die Rechengröße ist
Instagram ist ihr größter Kanal, mit deutlichem Abstand zu allen anderen. Ihr YouTube-Kanal läuft seit April 2025 praktisch nicht mehr, die Zahl der Videos steht seit dem still.
Beides sagt über ihr Einkommen wenig. Entscheidend ist nicht, wie viele Menschen sie erreicht, sondern wem das Geschäft gehört, mit dem sie diese Menschen monetarisiert. Bei ihr gehört ein großer Teil davon anderen. Das unterscheidet sie von Caro Daur und Dagi Bee, die eigene Produktfirmen halten und deshalb in einer anderen Größenordnung stehen.
Das Abogeschäft ist der Kern
OnlyFans und MYM statt Werbevertrag
Über ihren eigenen Link-Hub sind zwei Abostufen bei OnlyFans erreichbar, dazu ein Konto bei MYM und eines bei Brezzels. Daneben liegen die kostenlosen Kanäle: Instagram, TikTok, Telegram und YouTube. Die kostenlosen Kanäle sind der Trichter, verdient wird hinter der Bezahlschranke.
MYM hat sie am 16. Oktober 2024 als Creator of the Day auf der Startseite ausgespielt. Ihr Konto dort wurde bis März 2026 durchgehend bespielt. Preise, Abonnentenzahlen und Umsätze sind zu keiner der Plattformen veröffentlicht, weder von ihr noch von den Betreibern.
Wirtschaftlich ist dieser Teil trotzdem der interessanteste, und zwar wegen der Struktur. Bei einem Agenturjob wird eine Leistung einmal bezahlt, danach ist der Auftrag zu Ende. Ein Abo läuft weiter, solange nicht gekündigt wird, und die Plattform behält einen Anteil im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Der Rest bleibt bei der Creatorin. Dasselbe Modell trägt bei Nicole Dobrikov den größten Teil der Einnahmen.
Modeljobs über eine Agentur
Sie ist dort Auftragnehmerin und hält keine Anteile. Zu ihren eigenen Tagessätzen ist keine Zahl veröffentlicht. Im deutschen Commercial-Segment liegen Tageshonorare überwiegend zwischen 500 und 2.500 Euro, Jahreseinkommen bei 42.000 bis 47.000 Euro, und Nutzungsrechte werden getrennt vergütet. Das ist die Größenordnung, in der ein einzelner Modeljob abgerechnet wird, und sie zeigt, warum diese Säule allein kein Millionenvermögen erklärt.
Was ihr nicht gehört
Die Bildbände sind das Geschäft des Fotografen
Zwei Fotobände tragen ihren Namen im Titel, verkauft werden sie aber nicht von ihr. Verkäufer ist der Fotograf, mit dem sie sie produziert hat, über seinen eigenen Shop und als Einzelunternehmer.
Ihr Name steht auf dem Buch, die Marge bleibt bei ihm. Ob sie beteiligt ist und in welcher Höhe, ist nicht veröffentlicht. Belegt sind nur die Preise: 250 Euro für den Band, 450 Euro für die limitierte Box mit Begleitmagazin.
Der Kalender lief über sie, und der Shop ist weg
Ein Fall sieht anders aus, und er ist der interessanteste des ganzen Artikels. Den signierten Kalender von 2021 verkaufte sie selbst, über einen eigenen Shop unter der Marke bykamperi, fotografiert von einem Schweizer Fotografen. Limitiert, im Großformat, mit kostenlosem Versand in Europa.
Das ist der einzige belegte Fall, in dem sie nicht Auftragnehmerin, sondern Verkäuferin war. Der Shop ist heute nicht mehr erreichbar, die Marke wird nicht weitergeführt. Damit ist der eine Versuch, ein eigenes Produkt aufzubauen, wieder eingestellt, und genau das begrenzt ihre Zahl.
Die Gesellschaft mit ihrem Nachnamen
Es gibt ein Unternehmen, das ihren Nachnamen trägt und dessen Zweck Mode, Kosmetik und Markenentwicklung ist. Gegründet wurde es von zwei Leuten einer Berliner Marketingagentur, geführt wird es von einem Dritten. Geschäftsführerin war sie dort nie.
Wer diese Firma als ihr Unternehmen einrechnet, rechnet fremdes Vermögen in ihre Zahl. Eine eigene operative Gesellschaft, in der Gewinne liegen könnten, hat sie nicht.
Was die Zahl nach oben begrenzt
Für ein großes Vermögen ist die Zeit zu kurz
Sie verdient seit 2018 professionell Geld. Gemessen an den Namen, mit denen sie im Netz verglichen wird, ist das eine kurze Laufbahn.
Wer seit 2018 gut, aber nicht außerordentlich verdient und dabei nichts verkauft hat, kann kein zweistelliges Millionenvermögen haben, egal wie groß die Reichweite ist. Pamela Reif hat für ihre Größenordnung zehn Jahre und eine eigene Produktreihe gebraucht. Die Übersicht der reichsten Models zeigt, wie lange die Spitzenwerte dort gewachsen sind.
Kein Reality-Format, und das kostet
Sie war 2021 Teil des festen Casts einer Comedy-Spielshow bei einem Streamingdienst und 2019 Tänzerin im Musikvideo von Capital Bra. Zu keinem dieser Engagements ist ein Honorar veröffentlicht.
Ein Reality-Format hat sie dagegen nie gemacht. 2021 wurde sie für eine bekannte Sendung gehandelt, nahm dann aber nicht teil. Damit fehlt bei ihr der Posten, der in diesem Segment die größten Einzelgagen bringt. Wie stark er wirkt, zeigt Evelyn Burdecki, und wie eine Creatorin mit eigener Marke daneben aussieht, Sarah Harrison.
Der Wechsel nach Los Angeles ist kein Steuermodell
Bei Reichweitenstarken ihrer Generation ist der Wegzug in ein Niedrigsteuerland der naheliegende Verdacht, meist in Richtung Golfregion. Bei ihr trifft das nicht zu.
Sie gibt seit etwa 2022 Los Angeles als Lebensmittelpunkt an, neben Berlin als zweitem Standort. Die Vereinigten Staaten sind kein Niedrigsteuerland, ein steuerliches Motiv ist nicht erkennbar. Für die Vermögensrechnung ändert der Wechsel ohnehin wenig, weil ihre Einnahmen ortsunabhängig entstehen.
Häufige Fragen zum Vermögen von Elena Kamperi
Wie hoch ist das Vermögen von Elena Kamperi?
Wir schätzen es auf rund 3 Millionen Euro. Die Summe kommt aus Modelhonoraren seit 2018, Werbekooperationen und vor allem aus kostenpflichtigen Abos auf OnlyFans und MYM, wo sie direkt an ihr Publikum verkauft.
Womit verdient sie das meiste Geld?
Mit den kostenpflichtigen Abos. Ein Modeljob wird einmal bezahlt, ein Abo läuft weiter, und die Plattform behält davon nur einen Anteil im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.
Gehören ihr die Bildbände mit ihrem Namen?
Nein. Verkauft werden sie vom Fotografen über dessen eigenen Shop, der Band für 250 Euro und die limitierte Box für 450 Euro. Ihr Name steht im Titel, das Geschäft gehört ihm.
Hat sie eine eigene Firma oder Marke?
Nein. Eine Gesellschaft mit ihrem Nachnamen wurde von Agenturleuten gegründet und wird von einem Dritten geführt, Geschäftsführerin war sie dort nie. Ihren eigenen Shop unter der Marke bykamperi gibt es nicht mehr.
Wie viel verdient ein Werbemodel in Deutschland?
Tageshonorare liegen im Commercial-Segment überwiegend zwischen 500 und 2.500 Euro, Jahreseinkommen bei 42.000 bis 47.000 Euro. Nutzungsrechte werden getrennt vergütet, Spesen kommen dazu.
Lebt sie noch in Deutschland?
Sie gibt seit etwa 2022 Los Angeles als Lebensmittelpunkt an, führt Berlin aber weiter als zweiten Standort.
Bildquellen:
@elenakamperi / Instagram