Millionen Euro
Gage für Walking Tall (2004)5 Millionen US-Dollar
Eigene ProduktionsfirmenDickhouse Productions, Hello Junior
Erfolgreichster Film der ReiheJackass 3D, rund 172 Millionen US-Dollar
Geburtsdatum11. März 1971 (55 Jahre alt)
Geboren inKnoxville, Tennessee, USA
NationalitätUSA
Familienstandgeschieden von Naomi Nelson (seit 2024)
BerufSchauspieler, Filmproduzent, Stuntman
Kinder3 (Madison Clapp, Rocko Akira Clapp, Arlo Clapp)

Johnny Knoxville hat aus einem Einfall für ein Skateboard-Magazin eine Marke gemacht, die zwei Jahrzehnte im Kino lief. Bekannt wurde er als Anführer der MTV-Stuntshow Jackass, sein Geld verdient er aber nur zum kleineren Teil vor der Kamera. Er ist Mitgründer der Produktionsfirma hinter der Reihe und stand bei jedem Kinofilm als Produzent in den Credits. Dieser Unterschied zwischen Darsteller und Miteigentümer wird bei ihm von außen regelmäßig falsch eingeschätzt. Wir schätzen das Vermögen von Johnny Knoxville auf rund 58 Millionen Euro.

Wie hoch ist das Vermögen von Johnny Knoxville?

Einkommen von Johnny Knoxville Der größte Teil der Summe stammt aus der Jackass-Verwertung, aus zwei Töpfen: der Darstellergage und, deutlich gewichtiger, seinem Anteil an der Produktionsseite. Er gehört zu den drei Gründern der Firma, die die Reihe entwickelt und produziert hat. Wer als Produzent beteiligt ist, verhandelt nicht über ein Honorar, sondern über einen Anteil an dem, was der Film abwirft.

Dazu kommen Rollen außerhalb der Reihe, Fernseharbeiten, Sprecherrollen und einzelne Werbekampagnen. Bremsend wirken zwei Scheidungen, ein Projekt, das nie zustande kam, und der schwächste Kinostart der Reihe. Wer ihn mit Gagendarstellern wie Jason Statham vergleicht, übersieht das: Statham verdient an einem Takt hoher Festgagen, Knoxville an der Verwertung einer Marke.

Wem Jackass gehört und was Knoxville daran verdient

Vom Selbstversuch zur Sendung

Johnny Knoxville heißt bürgerlich Philip John Clapp Jr., der Künstlername stammt aus seinem zweiten Vornamen und seiner Geburtsstadt Knoxville in Tennessee. Nach dem Schulabschluss 1989 zog er nach Kalifornien und hielt sich mit Werbespots und Komparsenrollen über Wasser. Weil die Rollen ausblieben, verkaufte er Ideen an Magazine, darunter den Vorschlag an das Skateboard-Heft Big Brother, Pfefferspray und Elektroschocker an sich selbst zu testen; die gefilmten Tests landeten 1998 im Video Big Brother: Number Two. Gemeinsam mit dem Redakteur Jeff Tremaine und dem Regisseur Spike Jonze entwickelte er daraus eine Sendung. Ein Angebot von Saturday Night Live lehnten die drei zugunsten von MTV ab, weil es dort eine eigene Show und mehr kreative Kontrolle gab.

Jackass lief ab Oktober 2000 und endete nach 24 Folgen im August 2001. Wirtschaftlich war diese Phase mager, weil die Beteiligten als Auftragnehmer bezahlt wurden und an der Auswertung nicht teilhatten. Steve-O hat die Größenordnung selbst beziffert: vergütet wurde je Beitrag, mit 500 US-Dollar für einen gefährlichen Gag und 200 US-Dollar für einen bloß komischen, macht für die gesamte erste Staffel weniger als 1.500 US-Dollar. Der Sender trug das Risiko und behielt die Erlöse.

Die Kinofilme sind die eigentliche Eigentumsfrage

Nach dem Ende der Serie gründeten die drei Dickhouse Productions. Über diese Firma laufen die Rechte an der Marke, und über sie wurden sämtliche Kinofilme produziert; Vertrieb und Kinoauswertung liegen bei Paramount Pictures, dem Schwesterunternehmen von MTV. Die naheliegende Annahme, das Studio besitze die Reihe und Knoxville sei dort der bezahlte Hauptdarsteller, trifft also nicht zu: Er ist bei den Filmen Auftragnehmer und Miteigentümer zugleich, und der zweite Teil wiegt schwerer.

Wie viel dieser Anteil wert ist, hängt an den Margen, und die sind hier ungewöhnlich hoch: Die Filme brauchen keine Computereffekte, keine teure Besetzung, keine langen Drehzeiten. Denselben Unterschied zwischen Honorar und Beteiligung zeigt Vin Diesel, der in seiner Reihe ebenfalls als Produzent auftritt, und noch deutlicher Ryan Reynolds, dessen Vermögen überwiegend aus Eigentum an Marken stammt und nicht aus Gagen. 2014 gründete Knoxville mit dem Jackass-Produzenten Derek Freda die zweite Firma Hello Junior, die einen exklusiven Vertrag mit Paramount Pictures abschloss. Über Dickhouse entstanden außerdem Wildboyz und Nitro Circus.

Was die Reihe eingespielt hat

Diese Zahlen sind nicht sein Verdienst, sondern der Umsatz der Filme und damit die Grundlage jeder Beteiligung:

  • Jackass: The Movie (2002) – rund 79 Millionen US-Dollar bei 5 Millionen Budget
  • Jackass: Nummer Zwei (2006) – rund 85 Millionen US-Dollar bei 11,5 Millionen Budget
  • Jackass 3D (2010) – rund 172 Millionen US-Dollar bei 20 Millionen Budget
  • Jackass Presents: Bad Grandpa (2013) – rund 152 Millionen US-Dollar bei 15 Millionen Budget
  • Jackass Forever (2022) – rund 80 Millionen US-Dollar
  • Jackass: Best and Last (2026) – rund 27 Millionen US-Dollar bei 10 Millionen Budget

Jackass 3D bleibt der erfolgreichste Film der Reihe, der wirtschaftlich interessanteste ist Bad Grandpa: Knoxville verband dort Hauptrolle und Co-Produktion, und der Film machte aus 15 Millionen Dollar Produktionskosten das Zehnfache.

Einnahmen neben der Reihe

Filmrollen und die eine belegte Gage

Verdienst von Johnny Knoxville Der Erfolg der Show öffnete ihm das Kino. Allein 2002 war er in Jede Menge Ärger, Deuces Wild und neben Will Smith in Men in Black II zu sehen. Es folgten Walking Tall mit Dwayne Johnson, 2005 die Hauptrollen in The Ringer und Ein Duke kommt selten allein, später The Last Stand neben Arnold Schwarzenegger, Skiptrace mit Jackie Chan und 2018 Action Point.

Für seine Rolle in Walking Tall bekam Knoxville 5 Millionen US-Dollar, und das ist die einzige seiner Filmgagen, für die ein Betrag dokumentiert ist. Für die übrigen Rollen sind keine Beträge veröffentlicht. Was sich einordnen lässt: Er ist außerhalb der Reihe nie in die Klasse aufgestiegen, in der zweistellige Millionengagen normal sind. Das Geld steckt bei ihm nicht in der Filmografie, sondern in der einen Marke.

Fernsehen, Sprecherrollen und der Ring

Von Mai bis September 2023 saß er für ABC in der Jury der Prank-Show The Prank Panel. Im Juni 2025 gab FOX bekannt, dass er die Neuauflage von Fear Factor moderiert; die Sendung startete am 11. Januar 2026 als Fear Factor: House of Fear. Eine Moderation ist seine verlässlichste laufende Einnahme, weil sie nicht vom Kinoerfolg abhängt. Das Muster kennt man von Ashton Kutcher, der seine MTV-Prank-Show ebenfalls in ein Produzentengeschäft überführt hat.

Dazu kommen Sprecherrollen, die wenig Drehzeit kosten: 2014 Leonardo in Teenage Mutant Ninja Turtles, dazu Johnny Krill in SpongeBob Schwammkopf und Bobby Ray in Agent Elvis. 2022 ging er in den Wrestling-Ring: Er trat im Januar beim Royal Rumble an und gewann im April bei WrestleMania 38 gegen Sami Zayn, abgestimmt auf den Start von Jackass Forever.

Werbung

Werbeverträge spielen bei ihm eine kleinere Rolle als bei vergleichbar bekannten Gesichtern und sind meist an ein Produkt gebunden statt an eine mehrjährige Botschafterrolle. Im Juni 2026 trat er in einer KFC-Kampagne auf, die unter Regie von Jeff Tremaine vor Feuerwerk warnte und an den Kinostart von Jackass: Best and Last gekoppelt war. Seine Nähe zur Skateboard-Szene hat er nie in ein Lizenzgeschäft überführt, wie es Tony Hawk getan hat.

Was das Vermögen gebremst hat

Das Ende der schweren Stunts

Nach den Dreharbeiten zu Jackass Forever erklärte Knoxville öffentlich, keine schweren Stunts mehr zu übernehmen. Wirtschaftlich ist das der wichtigste Einschnitt seiner Laufbahn: Er gab damit die Leistung ab, die seine Rolle vor der Kamera überhaupt bezahlbar machte, und verlagerte seinen Anteil an der Marke ganz auf die Produzentenseite.

Ein Projekt, das nie kam, und ein schwacher Abschluss

Im Mai 2022 kündigte der Paramount-Konzern eine neue Jackass-Serie für den eigenen Streamingdienst an. Die Serie ist nie entstanden. Steve-O erklärte 2023, die Ankündigung sei ohne Rücksprache mit der Besetzung an die Presse gegangen. Eine Streamingserie wäre für die Rechteinhaber die naheliegende Zweitverwertung der Marke gewesen, ihr Ausbleiben ist eine reale entgangene Einnahme.

Der Abschluss der Kinoreihe fiel ebenfalls schwächer aus als erwartet. Jackass: Best and Last startete am 26. Juni 2026 und kam auf 8,4 Millionen US-Dollar am Startwochenende in den USA, das schwächste Startergebnis der Reihe; weltweit blieb der Film bei rund 27 Millionen US-Dollar. Jackass Forever hatte vier Jahre zuvor allein am Startwochenende 23 Millionen US-Dollar eingespielt. Für einen Miteigentümer schlägt das unmittelbar durch, weil seine Beteiligung am Erlös hängt und nicht an einer Festgage.

Zwei Scheidungen und der Immobilienbesitz

Knoxville war zweimal verheiratet. Die erste Ehe mit Melanie Lynn Cates wurde 1995 geschlossen und 2009 geschieden. Die zweite mit Naomi Nelson begann 2010; im Juni 2022 reichte er die Scheidung ein, der Vergleich über die Vermögensauseinandersetzung kam im August 2024 zustande. Die Beträge sind nicht öffentlich. Nach kalifornischem Recht wird während der Ehe erworbenes Vermögen grundsätzlich hälftig geteilt, und diese Ehe umfasste die Jahre der drei umsatzstärksten Filme der Reihe. Zwei Vermögensteilungen innerhalb von fünfzehn Jahren erklären, warum sein Vermögen unter dem liegt, was die Einspielergebnisse nahelegen. Auch beim Grundbesitz ist er zurückhaltend geblieben: Ein 2002 für 750.000 US-Dollar gekauftes Haus in Los Angeles ging 2011 für 1,7 Millionen US-Dollar weg, ein Objekt in Hollywood 2008 für 1,8 Millionen US-Dollar.

Häufige Fragen zum Vermögen von Johnny Knoxville

Wie hoch ist das Vermögen von Johnny Knoxville?

Wir schätzen es auf rund 58 Millionen Euro. Den größten Teil macht die Verwertung der Jackass-Marke aus, überwiegend über seinen Anteil an der Produktionsfirma und nicht über Darstellergagen.

Gehört Johnny Knoxville das Jackass-Franchise?

Nicht allein. Die Rechte liegen bei Dickhouse Productions, die er mit Jeff Tremaine und Spike Jonze gegründet hat, die Kinoauswertung übernimmt Paramount Pictures. Er ist Miteigentümer der Marke und zugleich Auftragnehmer des Studios.

Wie viel verdiente die Jackass-Crew bei MTV?

Sehr wenig. Steve-O hat für die erste Staffel nach eigener Angabe unter 1.500 US-Dollar bekommen. Die Serie gehörte dem Sender; das Geld entstand erst mit den Kinofilmen und der eigenen Produktionsfirma.

Welche Filmgage von Johnny Knoxville ist belegt?

Nur eine: 5 Millionen US-Dollar für Walking Tall aus dem Jahr 2004. Für seine übrigen Kinorollen sind keine Beträge veröffentlicht.

Womit verdient Johnny Knoxville neben Jackass Geld?

Mit Nebenrollen im Kino, Sprecherrollen, Arbeiten als Fernsehproduzent und Moderationen, dazu einzelne Werbekampagnen.

Bildquellen:
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