Millionen Euro
Euro
FirmaHamid Tailormade Cars
WohnortHamburg
Bekannt ausGRIP - Das Motormagazin (RTLZWEI)
Eigenes FahrzeugMcLaren 720S Spider, Neupreis über 250.000 Euro
Geburtsdatum01. Januar 1979 (47 Jahre alt)
Geboren inTeheran, Iran
NationalitätIran
BerufHändler für Sammlerfahrzeuge, Moderator

Hamid Mossadegh verkauft Autos, für die andere Leute ein Haus kaufen könnten. Der 1979 in Teheran geborene Händler kam als Kind mit seiner Familie nach Deutschland, lebt heute in Hamburg und vermittelt Sammlerfahrzeuge an eine Kundschaft, die den Preis selten zum Thema macht. Bekannt wurde er einem größeren Publikum als Moderator eines Automagazins auf RTLZWEI. Wir schätzen das Vermögen von Hamid Mossadegh auf rund 5 Millionen Euro.

Wie hoch ist das Vermögen von Hamid Mossadegh?

Woraus sich die Schätzung speist

Einkommen von Hamid Mossadegh Den Hauptteil trägt der Handel mit Sammler- und Luxusfahrzeugen, den er seit Anfang der 2000er-Jahre betreibt. Dazu kommen die Honorare aus dem Fernsehen, Einnahmen aus seinem Videokanal samt Kooperationen mit Herstellern und der Wert seiner eigenen Fahrzeuge.

Die Reihenfolge ist wichtig, denn sie wird in der Regel falsch angenommen. Das Fernsehen macht ihn bekannt, verdient wird das Geld im Handel. Die Bekanntheit wirkt dabei zurück auf das Geschäft: Wer als Fachmann im Fernsehen auftritt, bekommt Zugang zu Fahrzeugen und Verkäufern, an die ein anonymer Händler nicht herankommt.

Warum ein Händler anders zu bewerten ist

Bei einem Angestellten ergibt sich das Vermögen aus dem Einkommen. Bei einem Händler ist das anders, weil ein Teil des Vermögens im Warenbestand steckt und dieser Bestand seinen Wert ändert.

Genau das macht die Schätzung hier unsicher, und zwar in beide Richtungen. Ein Sammlerfahrzeug im Bestand kann über Jahre an Wert gewinnen, es kann aber auch monatelang Kapital binden, ohne einen Käufer zu finden. Wer solche Fahrzeuge hält, hat sein Geld nicht auf dem Konto, sondern in der Halle.

Das Geschäft mit Sammlerfahrzeugen

Vom Fiat 500 zum Millionenklassiker

Sein Vater handelte selbst mit Fahrzeugen und nahm ihn zu Händlern und Automärkten mit. Nach der Schule machte Mossadegh zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann und begann Anfang der 2000er-Jahre, selbst mit Autos zu handeln, erst mit Fiat 500, dann mit VW Käfer.

Die Entwicklung der Fahrzeugklassen ist die Geschichte seines Vermögens. Aus dem Kleinwagenhandel wurde der Handel mit einer Corvette, daraus der Handel mit Fahrzeugen wie einem Mercedes 300 SL oder einem Ferrari 250 GT, für die Millionenbeträge gezahlt werden.

Was an einem vermittelten Auto verdient wird

Der Ertrag entsteht auf zwei Wegen, und der Unterschied entscheidet über das Risiko. Kauft der Händler ein Fahrzeug selbst, verdient er die Differenz zum Verkaufspreis und trägt bis dahin das gesamte Risiko. Sucht er es im Auftrag eines Kunden, bekommt er eine Provision und trägt kaum Risiko, verdient aber weniger je Vorgang.

Bei Fahrzeugen im Millionenbereich ist selbst eine niedrige Provision ein hoher Betrag, weshalb wenige Vorgänge im Jahr ein gutes Einkommen ergeben. Dieselbe Rechnung gilt in anderen Sammlermärkten, etwa im Handel mit Luxusuhren, wie ihn Marc Gebauer betreibt.

Die Kundschaft und die eigene Firma

Fußballer als erste Kunden

Der Einstieg in dieses Kundensegment kam Ende der 2000er-Jahre über den niederländischen Fußballprofi Nigel de Jong, damals beim Hamburger SV, der ihn mit der Beschaffung eines Plymouth Barracuda beauftragte. Mossadegh fand das Fahrzeug in den USA, ließ es restaurieren und lieferte es aus.

Daraus entstand 2008 eine gemeinsame Firma, die andere Profis mit Fahrzeugen versorgte, unter ihnen Sami Khedira, Mesut Özil und Jérôme Boateng. 2018 trennten sich die geschäftlichen Wege der beiden Partner nach einem Streit. Wirtschaftlich war diese Phase entscheidend, weil sie ihm einen Kundenkreis verschaffte, der Fahrzeuge nicht als Verkehrsmittel kauft, sondern als Anlage. Bei Profis mit Sammlungen wie Cristiano Ronaldo geht es dabei um Werte, die einzelne Jahresgehälter überschreiten.

Tailormade als Geschäftsmodell

Heute tritt er unter dem Namen Hamid Tailormade Cars auf, und der Name beschreibt das Modell: Der Kunde nennt ein Fahrzeug, der Händler findet und liefert es.

Das ist die kapitalschonende Variante des Autohandels und damit auch der Grund, warum sein Vermögen nicht so hoch liegt, wie die genannten Fahrzeugpreise vermuten lassen. Wer im Auftrag sucht, bewegt viel Geld, das ihm nie gehört. Ein Autohaus mit eigenem Bestand wie das von Karl Geiger bindet dagegen Kapital und hat entsprechend mehr Substanz in der Bilanz.

Warum diese Autos im Wert steigen

Der Markt, in dem er arbeitet, folgt nicht der Logik des normalen Autohandels. Ein Neuwagen verliert vom ersten Tag an, ein gesuchter Klassiker in gutem Zustand gewinnt, weil die Stückzahl feststeht und die Nachfrage wächst.

Entscheidend sind dabei drei Dinge: die gebaute Stückzahl, die Vollständigkeit der Papiere und der Erhaltungszustand. Zwei äußerlich gleiche Fahrzeuge können sich im Preis um den Faktor drei unterscheiden, wenn bei einem die Historie lückenlos dokumentiert ist. Genau diese Bewertung ist die eigentliche Leistung eines Händlers, und sie lässt sich nicht durch eine Suchmaschine ersetzen.

Für seine Kundschaft ist das der Grund, überhaupt bei einem Vermittler zu kaufen. Wer sechs- oder siebenstellige Beträge in ein Fahrzeug legt, zahlt für die Sicherheit, dass die Substanz stimmt. Dieselbe Rolle spielt Michael Manousakis in seinem Segment, wo es um Militär- und Nutzfahrzeuge geht.

Fernsehen und der eigene Kanal

Der Weg ins Automagazin

Verdienst von Hamid Mossadegh

Von November 2014 bis März 2016 moderierte er auf Sport1 eine Sendung über Fahrzeugfunde, gemeinsam mit einem Autoexperten. Über diese Beiträge wurde die Redaktion von GRIP auf ihn aufmerksam, erst für einzelne Filme, später als festes Mitglied des Moderatorenteams.

Fernsehhonorare in diesem Format liegen im vierstelligen Bereich je Drehtag und sind damit nicht der Kern seines Einkommens. Ihr Wert liegt in der Reichweite, wie sie auch Jean Pierre Kraemer und Sidney Hoffmann für ihre Betriebe nutzen.

Was der Videokanal einbringt

Im April 2021 startete Mossadegh einen eigenen Kanal, auf dem er Fahrzeuge zeigt und über seinen Arbeitsalltag berichtet. Die Einnahmen daraus haben zwei Quellen: die Werbeerlöse der Plattform und bezahlte Kooperationen mit Unternehmen.

Der eigentliche Effekt ist aber wieder ein indirekter. Ein Kanal, der Sammlerfahrzeuge zeigt, ist ein Schaufenster für genau die Kundschaft, die solche Fahrzeuge kauft. Wer ein Fahrzeug verkaufen will, sieht dort, wie es präsentiert würde, und wer eines sucht, sieht, was der Händler beschaffen kann. Damit ersetzt der Kanal die klassische Anzeige und kostet dabei nichts außer Arbeitszeit.

Zu seinen eigenen Fahrzeugen gehört ein McLaren 720S Spider, dessen Neupreis über 250.000 Euro lag. Ein solches Auto ist bei ihm zugleich Privatbesitz und Arbeitsmittel, weil es in den Videos auftritt und die Kundschaft anzieht, die er sucht.

Häufige Fragen zum Vermögen von Hamid Mossadegh

Wie hoch ist das Vermögen von Hamid Mossadegh?

Wir schätzen es auf rund 5 Millionen Euro. Den größten Teil trägt der Handel mit Sammlerfahrzeugen, dazu kommen Fernsehhonorare, Einnahmen aus dem Videokanal und der Wert der eigenen Autos.

Womit verdient er sein Geld?

Mit dem An- und Verkauf sowie der Beschaffung von Luxus- und Sammlerfahrzeugen unter dem Namen Hamid Tailormade Cars. Fernsehen und Videokanal kommen dazu, sind aber der kleinere Teil.

Wer sind seine Kunden?

Sammler und wohlhabende Privatkunden, historisch vor allem Fußballprofis. Über eine gemeinsame Firma mit Nigel de Jong belieferte er ab 2008 mehrere Bundesliga-Spieler.

Seit wann ist er bei GRIP zu sehen?

Nach seiner Sendung auf Sport1, die von November 2014 bis März 2016 lief, kam er zunächst für einzelne Beiträge zu dem RTLZWEI-Magazin und wurde später festes Mitglied des Moderatorenteams.

Welche Autos fährt er selbst?

Zu seinen Fahrzeugen zählt ein McLaren 720S Spider mit einem Neupreis von über 250.000 Euro. Sein erstes eigenes Auto war ein Opel Kadett E.

Woher stammt Hamid Mossadegh?

Er wurde 1979 in Teheran geboren und kam als Kind mit seiner Familie nach Deutschland. Heute lebt und arbeitet er in Hamburg.

Bildquellen:
@hamidmossadegh / Instagram