Paddy Pimblett, im Käfig als „The Baddy“ bekannt, ist ein englischer Mixed-Martial-Arts-Kämpfer aus Huyton bei Liverpool. 2016 wurde er Federgewichts-Champion der europäischen Liga Cage Warriors, seit 2021 startet er im Leichtgewicht der Ultimate Fighting Championship (UFC). Sein Geld verdient er mit den Börsen und den Bonuszahlungen der UFC, mit Werbeverträgen, mit einem Podcast und einem YouTube-Kanal sowie mit einem eigenen Merchandise-Shop. Wir schätzen das Vermögen von Paddy Pimblett auf rund 3,5 Millionen Euro.
Wie hoch ist das Vermögen von Paddy Pimblett?
Die Schätzung stützt sich auf vier Bausteine: die Kampfbörsen, die Bonuszahlungen der UFC, die Werbeverträge und die eigenen Medienformate. Belastbar sind davon vor allem die Boni, weil die UFC sie nach jeder Veranstaltung selbst bekannt gibt. Die Summe dieser offiziell verkündeten Prämien führt der Steckbrief mit 600.000 US-Dollar.
Bei den Grundgagen ist die Lage schwieriger. Nevada gibt die Börsen der Kämpfer seit 2019 nicht mehr heraus, Florida stellte die Veröffentlichung 2021 ein, Arizona 2022, und die UFC hat die Zahlen gegenüber den Behörden als Geschäftsgeheimnis eingestuft. Im Boxen werden die Einnahmen dagegen regelmäßig öffentlich verhandelt, wie die Zahlen zu Tyson Fury, Anthony Joshua und Oleksandr Usyk zeigen. Für die UFC gilt das nicht. Belegt sind bei Pimblett deshalb nur die Beträge, die er selbst genannt hat: Sein erster UFC-Vertrag lief nach seiner Darstellung über 10.000 US-Dollar Antrittsgage plus 10.000 US-Dollar Siegprämie, für den Kampf in London im März 2022 waren es nach seiner Angabe gegenüber MMA Fighting 12.000 plus 12.000 US-Dollar. Alle Summen, die für die späteren Kämpfe kursieren, stammen aus unbestätigten Berichten von MMA-Portalen und werden hier nicht als Tatsache geführt.
Steuerlich ist Pimblett in England ansässig, der britische Spitzensteuersatz liegt bei 45 Prozent. Börsen und Boni werden meist schon im Veranstaltungsland einbehalten und über die Doppelbesteuerungsabkommen angerechnet, Sponsorengelder fallen am Wohnsitz an. Vom Bruttoeinkommen bleibt nach Steuern, Managementanteil, Trainerhonoraren und Trainingslagern deutlich weniger als die Hälfte für den Vermögensaufbau übrig. Dass unsere Schätzung dennoch klar über dem Wert liegt, den wir früher geführt haben, hat einen einfachen Grund: Die einträglichsten Kämpfe seiner Laufbahn liegen erst in den Jahren 2024 bis 2026.
Börsen und Bonuszahlungen als wichtigste Einnahmequelle
Für sein Debüt am 4. September 2021 gegen Luigi Vendramini erhielt er 50.000 US-Dollar als Performance of the Night, dieselbe Summe folgte am 19. März 2022 gegen Rodrigo Vargas und am 23. Juli 2022 gegen Jordan Leavitt. Der größte Einzelbetrag kam am 27. Juli 2024 in Manchester: Für den Aufgabesieg über King Green in der ersten Runde zahlte der Verband bei der UFC 304 einen doppelten Bonus von 200.000 US-Dollar aus, den Dana White anschließend ausdrücklich mit Pimbletts Zugkraft begründete. Für den Sieg über Michael Chandler am 12. April 2025 kamen 50.000 US-Dollar hinzu, für den Titelkampf gegen Justin Gaethje am 24. Januar 2026 erstmals 100.000 US-Dollar als Fight of the Night und für den Aufgabesieg über Benoît Saint Denis am 11. Juli 2026 noch einmal 100.000 US-Dollar.
Sein Einstieg in die UFC war finanziell dagegen ein Rückschritt: Der erste Vertrag stellte ihn schlechter als sein vorheriger Arbeitgeber Cage Warriors, zwei frühere Angebote des Verbands hatte er deshalb abgelehnt.
Sponsoren und Werbeverträge
Im Oktober 2021, wenige Wochen nach dem UFC-Debüt, unterschrieb Pimblett beim New Yorker Medienunternehmen Barstool Sports. Der Vertrag als Markenbotschafter und Content Creator wurde vom Unternehmen selbst als siebenstellig beschrieben, also mit mehr als einer Million US-Dollar. Er lief bis zu einer Sparrunde bei Barstool und ist inzwischen beendet. Im Mai 2022 sagte Pimblett in einem Interview mit Brendan Schaub, er verdiene außerhalb der UFC mehr als mit dem Kämpfen.
Im Januar 2023 kam das Getränk Body Fuel dazu, das mit seiner Unterstützung in der Kette B&M eingeführt wurde. Weitere Partner aus dem Kampfsport- und Nahrungsergänzungsbereich waren im Lauf der Jahre Venom, Apex Fightwear, Slick Gorilla, Applied Nutrition und Arise Media. Wie lange die einzelnen Verträge liefen, geben weder er noch die Firmen an, weshalb sich für die Werbeeinnahmen keine belastbare Jahreszahl bilden lässt.
Im Dezember 2022 gründete Pimblett zudem die Baddy Foundation, eine Stiftung für die psychische Gesundheit von Männern und gegen Kinderarmut.
Podcast, YouTube und eigener Shop
Seinen YouTube-Kanal betreibt Pimblett seit Ende 2019 mit Vlogs und Fragerunden. Am 7. September 2021 startete er den Podcast „Chattin Pony with Paddy The Baddy“, der auf Spotify, bei Apple Podcasts und als Videoversion auf YouTube läuft. Dazu kommt ein Online-Shop mit Textilien und Fanartikeln. Veröffentlichte Umsatzzahlen gibt es für keinen der drei Kanäle. Ihr wirtschaftlicher Wert liegt weniger im direkten Erlös als darin, dass sie die Reichweite halten, mit der er Sponsorenverträge verhandelt, ähnlich wie bei Jake Paul.
Von Huyton über Cage Warriors in die UFC
Bei Cage Warriors gewann er im September 2016 mit einem Knockout gegen Johnny Frachey in der Echo Arena den Federgewichtstitel und verteidigte ihn im November 2016 gegen Julian Erosa. Im April 2017 verlor er den Gürtel an Nad Narimani und wechselte ins Leichtgewicht, der Kampf um den dortigen Titel ging im September 2018 an den Dänen Søren Bak. Nach zwei weiteren Siegen unterschrieb er 2021 bei der UFC.
Der Aufstieg in der UFC
Die ersten vier UFC-Kämpfe gewann Pimblett alle: gegen Luigi Vendramini im September 2021 durch K. o., gegen Rodrigo Vargas im März 2022 und gegen Jordan Leavitt im Juli 2022 jeweils durch Aufgabegriff, gegen Jared Gordon im Dezember 2022 nach einer Punktentscheidung, die von Medien und Fans stark kritisiert wurde. Es folgten der Punktsieg über Tony Ferguson bei der UFC 296 am 16. Dezember 2023 und der Aufgabesieg über King Green bei der UFC 304 am 27. Juli 2024.
Der wirtschaftlich entscheidende Kampf war der Sieg über den früheren Bellator-Champion Michael Chandler am 12. April 2025 in Miami. Pimblett gewann den auf fünf Runden angesetzten Co-Hauptkampf der UFC 314 durch technischen K. o. in der dritten Runde und rückte damit erstmals in die vorderen Ränge der Leichtgewichts-Rangliste vor. Am 24. Januar 2026 kämpfte er im Hauptkampf der UFC 324 in Las Vegas gegen Justin Gaethje um den Interimstitel und verlor einstimmig nach Punkten, die erste Niederlage seiner UFC-Zeit. Am 11. Juli 2026 kehrte er bei der UFC 329 zurück und beendete den Kampf gegen den Franzosen Benoît Saint Denis nach 52 Sekunden mit einem D’Arce-Würgegriff.
Die folgende Tabelle listet alle UFC-Auftritte von Paddy Pimblett mit Datum, Gegner, Veranstaltung und Ausgang auf. In der dritten Spalte steht jeweils der Bonus, den der Verband nach der Veranstaltung offiziell verkündet hat; die Antrittsgagen und Siegprämien selbst geben die zuständigen Kommissionen nicht heraus.
| Datum | Gegner | Offizieller UFC-Bonus | Veranstaltung | Ort | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| 11.07.2026 | Benoît Saint Denis | 100.000 $ (Performance of the Night) | UFC 329 | Las Vegas | Sieg (Aufgabe, 1. Runde) |
| 24.01.2026 | Justin Gaethje | 100.000 $ (Fight of the Night) | UFC 324 (Interimstitel) | Las Vegas | Niederlage (Punkte, 5 Runden) |
| 12.04.2025 | Michael Chandler | 50.000 $ (Performance of the Night) | UFC 314 | Miami | Sieg (technischer K. o., 3. Runde) |
| 27.07.2024 | King Green | 200.000 $ (doppelte Performance of the Night) | UFC 304 | Manchester | Sieg (Aufgabe, 1. Runde) |
| 16.12.2023 | Tony Ferguson | kein Bonus | UFC 296 | Las Vegas | Sieg (einstimmige Entscheidung) |
| 10.12.2022 | Jared Gordon | kein Bonus | UFC 282 | Las Vegas | Sieg (einstimmige Entscheidung) |
| 23.07.2022 | Jordan Leavitt | 50.000 $ (Performance of the Night) | UFC Fight Night | London | Sieg (Aufgabe, 2. Runde) |
| 19.03.2022 | Rodrigo Vargas | 50.000 $ (Performance of the Night) | UFC Fight Night | London | Sieg (Aufgabe, 1. Runde) |
| 04.09.2021 | Luigi Vendramini | 50.000 $ (Performance of the Night) | UFC Fight Night | Las Vegas | Sieg (K. o., 1. Runde) |
Publikumsliebling als wirtschaftlicher Faktor
Pimblett gehört zu der kleinen Gruppe von Kämpfern, deren Name allein Karten verkauft. Die UFC hat ihn seit 2022 in London, Manchester, Miami und Las Vegas prominent platziert, zuletzt als Haupt- und als Co-Hauptkampf großer Nummernveranstaltungen. Das ist der Hebel, der seine Einnahmen von denen eines sportlich vergleichbaren Kämpfers unterscheidet: Wer eine Halle füllt und Quote bringt, verhandelt bessere Verträge und ist für Sponsoren interessanter. Der doppelte Bonus von 2024 ist dafür ein Beleg, weil der Verband ihn nicht mit dem sportlichen Ergebnis, sondern mit der Aufmerksamkeit begründete.
Umgekehrt bedeutet das eine Abhängigkeit vom eigenen Bild in der Öffentlichkeit, das er mehrfach selbst belastet hat, etwa durch die Diskussion um die Wertung des Kampfes gegen Jared Gordon im Dezember 2022. Wie groß der finanzielle Unterschied zwischen einem guten Kämpfer und einem Zugpferd ausfallen kann, zeigen Conor McGregor im MMA sowie Floyd Mayweather und Mike Tyson im Boxen.
Häufige Fragen zu Paddy Pimblett
Wie hoch ist das Vermögen von Paddy Pimblett?
Wir schätzen es auf rund 3,5 Millionen Euro. Den größten Teil machen die Börsen und Bonuszahlungen aus seinen UFC-Kämpfen aus, dazu kommen die Werbeverträge um Barstool Sports, Venom, Apex Fightwear, Slick Gorilla und Applied Nutrition sowie die Einnahmen aus Podcast, YouTube-Kanal und Merchandise-Shop.
Woher kommt das Vermögen von Paddy Pimblett?
Aus vier Quellen: den Antrittsgagen und Siegprämien der UFC, den Bonuszahlungen des Verbands, den Sponsorenverträgen seit 2021 und den eigenen Medienformaten.
Wie viel verdient Paddy Pimblett mit einem UFC-Kampf?
Für die jüngeren Kämpfe gibt es keine offizielle Zahl, weil Nevada, Florida und Arizona keine Börsen mehr veröffentlichen. Belegt sind nur seine eigenen Angaben aus der Anfangszeit: 10.000 US-Dollar Antrittsgage plus 10.000 US-Dollar Siegprämie im ersten Vertrag und 12.000 plus 12.000 US-Dollar für den Kampf im März 2022.
Wie viel hat Paddy Pimblett an UFC-Bonuszahlungen erhalten?
Die Summe der vom Verband offiziell verkündeten Prämien führt der Steckbrief mit 600.000 US-Dollar. Sie verteilt sich auf sechs Performance-of-the-Night-Auszeichnungen und eine Fight-of-the-Night-Prämie und ist ein Bruttowert vor Steuern.
Welche Sponsoren hat Paddy Pimblett?
Der größte bekannte Vertrag war der siebenstellige Deal mit Barstool Sports ab Oktober 2021, der inzwischen ausgelaufen ist. Weitere Partner waren Venom, Apex Fightwear, Slick Gorilla, Applied Nutrition, Arise Media und ab Januar 2023 das Getränk Body Fuel.
Womit verdient Paddy Pimblett neben der UFC Geld?
Mit Werbeverträgen, mit dem Podcast „Chattin Pony with Paddy The Baddy“ seit September 2021, mit seinem YouTube-Kanal seit Ende 2019 und mit seinem Online-Shop.
Bildquellen:
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