Millionen Euro
Amtszeit als Bundestrainer12. Juli 2006 bis 29. Juni 2021
Gehalt als Bundestrainer bis 2021kolportiert rund 3,8 Mio. Euro pro Jahr
Größter ErfolgWeltmeister 2014 in Brasilien
Werbepartner als BundestrainerNivea Men, TUI
Lebensmittelpunkt als BundestrainerFreiburg im Breisgau
Geburtsdatum03. Februar 1960 (66 Jahre alt)
Geboren inSchönau im Schwarzwald / Deutschland
NationalitätDeutschland
Familienstandverheiratet mit Daniela Löw (seit 1986)
Berufehemaliger Bundestrainer
Voller NameJoachim Löw
SpitznameJogi
Größe1.81 m

Joachim Löw war 15 Jahre lang Bundestrainer der deutschen Fußballnationalmannschaft und führte sie am 13. Juli 2014 in Rio de Janeiro zum WM-Titel. Am 29. Juni 2021 endete seine Amtszeit mit dem verlorenen EM-Achtelfinale gegen England. Sein Vermögen schätzen wir auf rund 28 Millionen Euro. Der größte Teil davon stammt aus den Jahren beim DFB und aus den Werbeverträgen, die er in dieser Zeit hielt. Ein neues Traineramt übernahm er nach 2021 nicht.

Wie hoch ist das Vermögen von Joachim Löw?

Joachim Löw Vermögen Wir schätzen das Vermögen von Joachim Löw auf rund 28 Millionen Euro. Den größten Teil machen die Einnahmen aus der Zeit als Bundestrainer aus, dazu kommen die Werbeverträge mit Nivea Men und TUI sowie die Jahre als Klubtrainer davor.

Die Größenordnung lässt sich nachrechnen. Für die Amtszeit vom 12. Juli 2006 bis zum 29. Juni 2021 nannten Medien Jahresgehälter zwischen 2,5 und 3,8 Millionen Euro. Über 15 Jahre summiert sich das auf brutto etwa 45 bis 50 Millionen Euro. Nach deutscher Spitzenbesteuerung von rund 47 Prozent bleiben davon grob 24 bis 26 Millionen Euro.

Dazu kommen die Werbeeinnahmen, für die Medien in den erfolgreichsten Jahren rund 2 Millionen Euro brutto pro Jahr ansetzten, netto also ein einstelliger Millionenbetrag über die gesamte Vertragsdauer. Abzüglich Lebenshaltung über zwei Jahrzehnte ergibt das die Schätzung. Es handelt sich um unsere eigene Hochrechnung, nicht um eine bestätigte Angabe.

Das Gehalt als Bundestrainer beim DFB

Der Deutsche Fußball-Bund hat die Gehälter seiner Trainer nie offengelegt, auch Löw selbst äußerte sich dazu nicht. Alle Zahlen sind deshalb kolportiert.

Für den Amtsstart im Juli 2006 nannten Medienberichte rund 2,5 Millionen Euro brutto im Jahr, also etwa 208.000 Euro im Monat. Nach der Vertragsverlängerung im Oktober 2016, die zunächst bis 2020 lief, sprachen mehrere Medien von rund 3,8 Millionen Euro jährlich. Im Vorfeld der WM 2018 in Russland wurde der Vertrag bis 2022 ausgedehnt. Am 9. März 2021 gab Löw bekannt, ihn vorzeitig nach der EM 2021 aufzulösen.

Gemessen an den Spitzenverdienern im Klubfußball blieb das moderat. Trainer wie José Mourinho, Louis van Gaal oder Pep Guardiola lagen in derselben Zeit deutlich darüber.

Die Werbeverträge aus der Zeit als Bundestrainer

Joachim Löw Gehalt Löw war ab 2008 Werbegesicht von Nivea Men und drehte für die Marke mehrere Spots. Ein zweiter großer Partner war der Reisekonzern TUI. Beide Engagements liefen parallel zu seiner Rolle beim DFB, für die Werbeeinnahmen in Summe nannten Medien rund 2 Millionen Euro pro Jahr.

Dieser Teil des Einkommens hing unmittelbar am Amt. Ein Bundestrainer, der eine Weltmeisterschaft gewonnen hat, ist als Testimonial deutlich teurer als ein Trainer ohne Verein. Neue Werbeverträge nach 2021 sind nicht belegt.

Vom Rekordtorschützen in Freiburg zum Cheftrainer

Seine Spielerlaufbahn begann Löw 1978 beim SC Freiburg in der 2. Bundesliga. 1980 wechselte er zum VfB Stuttgart und damit erstmals ins Oberhaus, später spielte er für Eintracht Frankfurt und den Karlsruher SC, dazu in der Schweiz für den FC Schaffhausen und den FC Winterthur. In der 1. Bundesliga blieb es bei sieben Toren, in Freiburg dagegen ist er mit 81 Treffern in 252 Spielen Rekordtorschütze des Vereins. Hinzu kamen vier Einsätze in der U 21.

Das große Geld verdiente er erst auf der Bank. Als Cheftrainer arbeitete er beim VfB Stuttgart, mit dem er 1997 den DFB-Pokal gewann, danach unter anderem bei Fenerbahçe Istanbul, beim FC Tirol Innsbruck und bei Austria Wien. 2004 holte ihn Jürgen Klinsmann als Assistenten zum DFB, nach der WM 2006 im eigenen Land rückte Löw am 12. Juli 2006 zum Bundestrainer auf.

Die Bundestrainer und ihre Gehälter

Die Bezahlung des Postens ist über die Jahrzehnte stark gestiegen. Für Sepp Herberger wurden umgerechnet rund 1.500 Euro Monatsgehalt kolportiert. Unter Franz Beckenbauer waren es Mitte der 1980er-Jahre etwa 18.500 Euro im Monat, unter seinem Nachfolger Berti Vogts rund 21.000 Euro. Erich Ribbeck soll bei ungefähr 50.000 Euro monatlich gelegen haben, Rudi Völler bei rund 125.000 Euro und Jürgen Klinsmann bei etwa 250.000 Euro. Löw übertraf das alles und war damit der bis dahin höchstbezahlte Bundestrainer.

Der WM-Titel 2014 und die Auszeichnungen

Deutsche Nationalmannschaft beim Training

Deutsche Nationalmannschaft beim Training

Der größte Erfolg seiner Amtszeit war der Weltmeistertitel am 13. Juli 2014 im Maracanã von Rio de Janeiro, ein 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien. Im Kader standen unter anderem Philipp Lahm, Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger. Die DFB-Prämie lag bei rund 300.000 Euro pro Spieler.

Für den Titel wurde Löw zum deutschen Trainer des Jahres 2014 gewählt, Anfang 2015 kam die Auszeichnung als FIFA-Welttrainer des Jahres 2014 hinzu. Vor ihm hatte zuletzt Franz Beckenbauer als Teamchef einen WM-Titel nach Deutschland geholt, 1990 in Rom.

Was nach dem Abschied beim DFB kam

Am 9. März 2021 kündigte Löw seinen Rückzug an, am 29. Juni 2021 war nach dem 0:2 im EM-Achtelfinale gegen England in Wembley Schluss. Damit endeten 15 Jahre als Bundestrainer und 17 Jahre beim DFB.

Die Nachfolge übernahm Hansi Flick, dessen erstes Pflichtspiel im September 2021 stattfand. Im September 2023 folgte Julian Nagelsmann, und seit dem 24. Juli 2026 ist Jürgen Klopp Bundestrainer. Was Hansi Flick und seine Nachfolger beim DFB verdienten, hat der Verband ebenfalls nicht bestätigt.

Löw selbst kehrte nicht auf eine Trainerbank zurück und lehnte nach 2021 mehrere Angebote als Cheftrainer ab. Im April 2026 kursierte über ein ghanaisches Portal die Meldung, er sei Favorit auf den vakanten Posten der Nationalmannschaft von Ghana. Löw wies das gegenüber Sky Sport zurück und erklärte, offiziell habe niemand aus Ghana mit ihm gesprochen. Im Mai 2026 nannte er eine Rückkehr als Trainer „eher unwahrscheinlich“ und begründete das damit, dass ihm das innere Feuer fehle. Ein interessantes Angebot eines Nationalteams schloss er dabei nicht vollständig aus.

Ein laufendes Gehalt ist für die Zeit nach dem DFB damit nicht belegt, ebenso keine neuen Werbe- oder Beratermandate. Sein Vermögen speist sich nach unserer Einschätzung aus dem, was bis 2021 verdient und angelegt wurde. Während der Zeit als Bundestrainer blieb Freiburg im Breisgau sein Lebensmittelpunkt, geboren wurde er 1960 in Schönau im Schwarzwald.

Häufige Fragen zu Joachim Löw

Wie hoch ist das Vermögen von Joachim Löw?

Wir schätzen es auf rund 28 Millionen Euro. Die Zahl ist eine Hochrechnung aus dem kolportierten DFB-Gehalt, den Werbeeinnahmen und der deutschen Steuerlast, keine bestätigte Angabe.

Wie viel verdiente Joachim Löw als Bundestrainer?

Zum Amtsstart 2006 nannten Medien rund 2,5 Millionen Euro brutto im Jahr, nach der Vertragsverlängerung 2016 rund 3,8 Millionen Euro. Der DFB hat keine dieser Zahlen bestätigt.

Wann endete die Amtszeit von Joachim Löw als Bundestrainer?

Am 29. Juni 2021, mit dem 0:2 im EM-Achtelfinale gegen England. Angekündigt hatte er den Rückzug am 9. März 2021, im Amt war er seit dem 12. Juli 2006.

Welche Werbepartner hatte Joachim Löw als Bundestrainer?

Die bekanntesten waren Nivea Men, für die er ab 2008 warb, und der Reisekonzern TUI. Für die Werbeeinnahmen wurden rund 2 Millionen Euro pro Jahr kolportiert.

Wer wurde nach Joachim Löw Bundestrainer?

Zunächst Hansi Flick ab 2021, dann Julian Nagelsmann ab September 2023. Seit dem 24. Juli 2026 ist Jürgen Klopp Bundestrainer.

Woher stammt das Vermögen von Joachim Löw?

Aus 15 Jahren Gehalt als Bundestrainer, aus den Werbeverträgen mit Nivea Men und TUI sowie aus den Trainerjahren beim VfB Stuttgart, bei Fenerbahçe, in Innsbruck und in Wien. Die Spielerkarriere in den 1980er-Jahren trug dagegen wenig bei.

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