Die Rolle des Nachrichtensprechers Ron Burgundy hat Will Ferrell berühmt gemacht, reich gemacht haben ihn andere Filme. Für Anchorman bekam er 2004 rund 7 Millionen US-Dollar, ein Jahr später für die Fußballkomödie Kicking & Screaming fast das Dreifache. Ab 2006 hat er sich Stück für Stück vom gut bezahlten Darsteller zum Produzenten, Mitgründer einer Comedy-Website und Teilhaber zweier Fußballklubs entwickelt. Wir schätzen das Vermögen von Will Ferrell auf rund 160 Millionen Euro.
Wie hoch ist das Vermögen von Will Ferrell?
Der zweite Block ist weniger sichtbar und wiegt langfristig schwerer. Seit 2006 verdient Ferrell als Produzent mit, erst über Gary Sanchez Productions, seit dem Ende dieser Firma über Gloria Sanchez Productions. Dazu kommen Anteile an der Comedy-Website Funny or Die, am Los Angeles FC und an Leeds United. Keiner dieser Anteile ist beziffert, deshalb gehen sie nur mit einer vorsichtigen Größenordnung in die Schätzung ein, ebenso das Anwesen in den Hollywood Hills.
Damit gleicht sein Weg dem von Ben Stiller, der zur selben Komikergeneration gehört. Beide haben in den Nullerjahren die hohen Festgagen mitgenommen und ihr Geschäft danach hinter die Kamera verlegt, wo nicht mehr die einzelne Rolle bezahlt wird, sondern die Beteiligung an der Verwertung.
Die Filmgagen von Will Ferrell
Der Anfang bei Saturday Night Live
Ferrell kam 1995 zur Sketchshow Saturday Night Live, im selben Jahr, in dem Adam Sandler das Ensemble verließ. Er blieb sieben Staffeln und erhielt 2001 rund 17.500 US-Dollar pro Folge, bei 21 Folgen also etwa 367.500 US-Dollar für die Staffel. Seine Parodie auf George W. Bush brachte er 2009 als Soloprogramm an den Broadway.
Kleinere Filmrollen liefen schon während der Fernsehjahre, etwa 1997 in Austin Powers. Den Sprung zur ersten großen Hauptrolle schaffte er erst nach dem Abschied von der Show 2002, und zwar gleich doppelt: 2003 kamen Old School und die Weihnachtskomödie Elf in die Kinos.
Belegte Gagen
Für sechs Filme sind die Gagen berichtet. Die Reihe zeigt, wie schnell sich sein Preis nach diesen beiden Erfolgen verändert hat:
| Jahr | Film | Gage |
|---|---|---|
| 2004 | Anchorman | 7 Millionen US-Dollar |
| 2005 | Kicking & Screaming | 20 Millionen US-Dollar |
| 2005 | Verliebt in eine Hexe | 20 Millionen US-Dollar |
| 2006 | Talladega Nights | 20 Millionen US-Dollar |
| 2008 | Semi-Pro | 20 Millionen US-Dollar |
| 2009 | Die fast vergessene Welt | 20 Millionen US-Dollar |
Der Sprung von 7 auf 20 Millionen kam innerhalb eines Jahres, danach blieb der Betrag fünf Filme lang gleich. Das war dieselbe Marke, die in diesen Jahren auch Will Smith für seine Hauptrollen verlangte. Alle sechs Beträge sind Festgagen, eine Beteiligung an den Einspielergebnissen ist zu keinem dieser Filme veröffentlicht.
Zu späteren Rollen, etwa in The Other Guys neben Mark Wahlberg 2010 oder in Barbie 2023, ist keine Gage veröffentlicht. Bei den eigenen Projekten verschob sich sein Einkommen ohnehin vom Festbetrag zu Produzentenhonoraren und Anteilen an der Auswertung.
Das Angebot für eine Fortsetzung von Elf
Eine Zahl aus seiner Laufbahn steht für eine Gage, die er nie kassiert hat. Für eine Fortsetzung von Elf wurden ihm 29 Millionen US-Dollar angeboten. Ferrell lehnte ab, weil ihn die Geschichte nicht überzeugte und er nach eigener Aussage keinen Film bewerben wollte, hinter dem er nicht steht. In die Schätzung geht das Angebot nicht ein, es zeigt aber, welchen Preis er auf dem Höhepunkt seiner Kinojahre verlangen konnte.
Produktionsfirmen und die Comedy-Website Funny or Die
Gary Sanchez Productions
2019 gaben Ferrell und McKay bekannt, ihre Geschäftspartnerschaft zu beenden. Die Firma schloss die laufenden Projekte ab und lief danach aus, verkauft wurde sie nicht.
Gloria Sanchez Productions
Seit 2014 gibt es mit Gloria Sanchez Productions eine Schwesterfirma, die Ferrell mit der Produzentin Jessica Elbaum führt und die sich auf Filme und Serien von Autorinnen und Regisseurinnen konzentriert. Nach dem Ende von Gary Sanchez wurde sie seine wichtigste Firma. Zu ihren Produktionen gehören Booksmart und Hustlers von 2019, die Serie Dead to Me und May December von 2023.
2021 schloss die Firma einen dreijährigen Vertrag mit 20th Century Studios, der dem Studio den ersten Zugriff auf ihre Kinoprojekte sichert. Im Juli 2026 startete bei Netflix die Golfserie The Hawk, die Ferrell mitentwickelte und produzierte und in der er die Hauptrolle spielt. Zu keinem dieser Verträge ist ein Betrag veröffentlicht. Einen Verkauf wie bei Reese Witherspoon, die ihre Produktionsfirma 2021 an eine Mediengruppe abgab, hat es bei Ferrell nicht gegeben.
Funny or Die
2007 startete Ferrell mit McKay und Henchy die Comedy-Website Funny or Die, finanziert unter anderem vom Wagniskapitalgeber Sequoia Capital. Den Durchbruch brachte gleich das erste Video, The Landlord, in dem McKays kleine Tochter eine Vermieterin spielt, die bei Ferrell die Miete eintreibt. Später kamen die Interviewreihe Between Two Ferns mit Zach Galifianakis und Fernsehproduktionen dazu. Als Minderheitsgesellschafter stiegen HBO und Turner ein, im November 2016 auch AMC Networks, ohne dass die Höhe der Beteiligungen genannt wurde.
Im Mai 2021 übernahm der Unternehmer Henry R. Muñoz III die Firma vollständig von den bisherigen Anteilseignern, darunter AMC Networks, Turner und Sequoia Capital. Der Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht, ebenso wenig, welcher Anteil zu diesem Zeitpunkt noch bei Ferrell lag. Er blieb der Firma als Berater verbunden.
Fußballklubs, Grundbesitz und Familie
Los Angeles FC
Im Januar 2016 stellte der Los Angeles FC, der damals noch kein einziges Spiel bestritten hatte, Ferrell als Miteigentümer vor. Er ist einer von mehr als zwanzig Teilhabern, zu denen auch Magic Johnson und die frühere Nationalspielerin Mia Hamm gehören. Der Klub nahm 2018 den Spielbetrieb in der Major League Soccer auf, verpflichtete 2022 Gareth Bale und gewann im selben Jahr den MLS Cup. Wie groß Ferrells Anteil ist und was er dafür bezahlt hat, ist nicht veröffentlicht.
Leeds United
Im Mai 2024 wurde bekannt, dass Ferrell sich auch an Leeds United beteiligt hat, und zwar über 49ers Enterprises, die Investmentgesellschaft hinter dem Footballteam San Francisco 49ers, die den englischen Klub kontrolliert. Er gehört dort zu einer Gruppe prominenter Minderheitsgesellschafter, zu der auch der Schauspieler Russell Crowe zählt. Auch hier sind weder die Höhe des Anteils noch der Preis bekannt. Einen ähnlichen Schritt ging Ryan Reynolds 2021 mit dem walisischen Klub Wrexham, allerdings als einer der beiden Haupteigentümer.
Das Anwesen in den Hollywood Hills und die Familie
Im Oktober 2006 kaufte Ferrell Ellen DeGeneres ein Anwesen in den Hollywood Hills ab, berichtet werden 9 bis 9,9 Millionen US-Dollar. Seit August 2000 ist Ferrell mit der schwedischen Schauspielerin Viveca Paulin verheiratet, das Paar hat drei Söhne. Die Verbindung nach Schweden spielte auch beruflich eine Rolle: Den Netflix-Film Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga von 2020 schrieb Ferrell mit, nachdem ihn seine Frau schon Jahre zuvor für den Wettbewerb begeistert hatte.
Häufige Fragen zu Will Ferrell
Wie hoch ist das Vermögen von Will Ferrell?
Wir schätzen das Vermögen von Will Ferrell auf rund 160 Millionen Euro. Den Grundstock bilden die Festgagen der Jahre 2004 bis 2009, dazu kommen die Einnahmen als Produzent und die Anteile an Funny or Die, dem Los Angeles FC und Leeds United.
Was war die höchste Gage von Will Ferrell?
Belegt sind jeweils 20 Millionen US-Dollar für fünf Filme zwischen 2005 und 2009, darunter Talladega Nights von 2006 und Semi-Pro von 2008. Ein Angebot von 29 Millionen US-Dollar für eine Fortsetzung von Elf schlug er aus.
Wie viel bekam Will Ferrell für Anchorman?
Für den ersten Teil von 2004 erhielt er rund 7 Millionen US-Dollar. Zur Fortsetzung von 2013, die er mit seiner eigenen Firma produzierte, ist keine Gage veröffentlicht.
Wem gehört Funny or Die?
Seit Mai 2021 gehört die Comedy-Website vollständig dem Unternehmer Henry R. Muñoz III. Ferrell hatte sie 2007 mit Adam McKay und Chris Henchy gegründet und blieb nach dem Verkauf als Berater dabei, der Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht.
An welchen Fußballklubs ist Will Ferrell beteiligt?
Am Los Angeles FC aus der Major League Soccer, dessen Eigentümergruppe er seit 2016 angehört, und seit 2024 an Leeds United über die Investmentgesellschaft 49ers Enterprises. In beiden Fällen ist er Minderheitsgesellschafter, die Höhe der Anteile ist nicht veröffentlicht.
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