Millionen Euro
Euro
Geburtsdatum17. Juli 1966 (60 Jahre alt)
Geboren inDorsten, Deutschland
NationalitätDeutschland
Familienstandgeschieden von Claudia Rosin (seit 2006 bis 2019)
Beruf(TV)-Koch, Gastronom, Unternehmer, TV-Persönlichkeit
Kinder3

Wie hoch ist das Vermögen von Frank Rosin?

Frank Rosin verdient sein Geld damit, anderen Gastronomen zu erklären, warum sie keines verdienen. Das ist keine Polemik, sondern die Beschreibung seines Geschäftsmodells: Sein Format lebt davon, dass er in Betriebe geht, die nicht rentabel arbeiten, und ihnen die Rechnung vorführt. Das geschätzte Vermögen von Frank Rosin: 8 Millionen Euro.

Sein bekanntestes Argument ist die Currywurst für drei Euro. Bei diesem Preis, so seine Rechnung, ist entweder die Ware schlecht oder der Wirt verdient nichts. Genau diese Kalkulation erklärt auch, warum sein eigenes Vermögen nicht aus der Gastronomie stammt, sondern aus dem Fernsehen.

Vom Imbiss der Mutter in die eigene Küche

Das Einkommen von Rosin mit seinem Restaurant Rosin wurde 1966 geboren und kam über das Elternhaus zum Beruf: Der Vater arbeitete als Großhändler für Gastronomiebedarf, die Mutter betrieb einen Imbissstand. Von 1982 bis 1985 machte er seine Lehre in Gelsenkirchen, danach folgten Gesellenjahre in verschiedenen Häusern, unter anderem in Spanien und Kalifornien. Erster stellvertretender Küchenchef wurde er auf einem Kreuzfahrtschiff.

1990 machte er sich mit einem eigenen Restaurant in Dorsten selbständig, das er bis heute betreibt. Das Haus war über Jahre mit Michelin-Sternen ausgezeichnet, 2009 wählte es die Zeitschrift „Der Feinschmecker“ zum Restaurant des Jahres.

Für seine Laufbahn war dieses Restaurant die Eintrittskarte. Ohne eigenes ausgezeichnetes Haus wäre er als Fernsehberater nicht glaubwürdig, denn seine Autorität in der Sendung beruht darauf, dass er selbst einen Betrieb führt und die Probleme aus eigener Erfahrung kennt. Das Restaurant ist damit weniger Ertragsquelle als Voraussetzung für alles andere, ein Muster, das sich bei fast allen Fernsehköchen findet.

Warum ein Restaurant so wenig abwirft

Die Zahlen, mit denen Rosin in seiner Sendung arbeitet, gelten für die ganze Branche. Von jedem Euro Umsatz gehen in einem normalen Restaurant rund 30 Prozent für Ware weg, ein ähnlicher Anteil für Personal, dazu Miete, Energie, Versicherungen und Abschreibungen. Was am Ende bleibt, liegt im einstelligen Prozentbereich, und das nur bei guter Auslastung.

Bei Spitzengastronomie verschärft sich das. Mehr Personal pro Gast, teurere Ware, kleinere Portionen und wenige Verkaufsstunden am Abend führen dazu, dass ein Sternehaus oft nur mit einem zweiten Geschäft daneben funktioniert. Genau das ist der Grund, warum bekannte Köche wie Johann Lafer und Tim Mälzer ihr Geld über Fernsehen, Bücher und Produkte verdienen und nicht am Tisch.

Wer diese Rechnung verstanden hat, versteht auch das Format. Rosin verkauft nicht Kochkunst, sondern Betriebswirtschaft in unterhaltsamer Form, und das ist ein deutlich größerer Markt.

Was ein Betrieb braucht, um zu überleben

In der Sendung wiederholen sich die Befunde, und sie sind selten kulinarisch. Die typischen Fehler liegen in der Karte, die zu groß ist und dadurch Ware verderben lässt, in Preisen, die den Wareneinsatz nicht decken, in einem Personalschlüssel, der zur Auslastung nicht passt, und in fehlender Buchhaltung.

Wirtschaftlich lässt sich das auf eine Kennzahl zusammenziehen: Umsatz pro Sitzplatz und Öffnungstag. Ein Betrieb mit vierzig Plätzen, der an fünf Abenden pro Woche zur Hälfte besetzt ist, hat eine kalkulierbare Obergrenze, und wenn die Fixkosten darüber liegen, hilft kein besseres Rezept. Genau deshalb beginnt Rosin in vielen Folgen nicht in der Küche, sondern mit den Zahlen des Wirts.

Ein Punkt bleibt dabei offen, und er wird in der Sendung selten gezeigt: Ein erheblicher Teil der besuchten Betriebe hat später trotzdem geschlossen. Eine Beratung über wenige Tage kann eine Karte straffen und eine Küche neu ordnen, aber sie kann keinen zu teuren Mietvertrag und keine zu geringe Lauflage korrigieren.

Das Fernsehen als eigentliche Einnahmequelle

Das Vermögen von Frank Rosin Den Einstieg brachte 2008 ein Kochduell-Format, kurz darauf folgte seine eigene Sendung, in der er angeschlagene Restaurants besucht. Sie läuft bis heute bei Kabel Eins, neue Folgen sind ab Juli 2026 angekündigt, donnerstags zur Hauptsendezeit und zusätzlich in der Mediathek.

Für einen Drehtag werden bei ihm bis zu 20.000 Euro genannt. Das ist die entscheidende Zahl seines Vermögens, denn eine Dokusoap mit vielen Folgen bedeutet viele Drehtage. Eine Staffel mit einem Dutzend Betrieben, jeder über mehrere Tage begleitet, ergibt eine Summe, für die ein Restaurant jahrelang arbeiten müsste.

Dazu kommen weitere Formate. Seit 2013 ist er Coach in einer Kochshow bei Sat.1, in der er über die Jahre neben Alexander Herrmann, Cornelia Poletto, Roland Trettl und Tim Raue saß. Für 2026 und 2027 ist außerdem eine weitere Staffel einer Reisereihe angekündigt, in der er mit zwei Kollegen kulinarisch durch Japan fährt.

Dass sein Hauptformat seit rund fünfzehn Jahren läuft, hat auch mit der Rechnung des Senders zu tun. Eine Dokusoap ist im Vergleich zu einer Studioshow günstig: kein Publikum, kein Bühnenbau, kleines Team, gedreht wird im Betrieb des Gastwirts. Dafür entstehen viele Folgen, die sich beliebig wiederholen lassen und im Nachmittagsprogramm weiterlaufen. Für den Sender ist das ein planbares Regal, für den Protagonisten eine Serie von Drehtagen, die sich jedes Jahr wiederholt.

Diese Vielzahl ist kein Zufall, sondern Absicherung. Wer nur ein Format hat, ist von einer Programmentscheidung abhängig. Wer in vier Sendungen vorkommt, überlebt die Absetzung einer davon. Das internationale Vorbild dieses Modells ist Gordon Ramsay, der dieselbe Idee vom sanierenden Sternekoch weltweit vermarktet hat.

Bücher, Produkte und Immobilien

Sein erstes Kochbuch erschien 2004, seither sind zahlreiche weitere gefolgt:

  • Schmackofatz! Einfach gut kochen, 2004
  • Das Kochbuch. Kreative Rezepte mit einfachen Zutaten, 2010
  • Neue Deutsche Küche, 2013
  • Rosins Rezepte: Essen wie bei mir zu Hause, 2014
  • Modern German Cookbook, 2015
  • Rosins Restaurants: So wird es perfekt, 2016
  • Grillen mit Frank Rosin, 2016
  • Gesund und fit mit Frank Rosin, 2019

Bei einem Fernsehkoch sind Bücher ein besonders verlässliches Geschäft. Der Verlag trägt Produktion und Vertrieb, der Autor bekommt Honorar und Umsatzbeteiligung, und die Sendung liefert die Werbung kostenlos mit.

Dazu kommen zwei weitere Bereiche. Gemeinsam mit einem früheren Fußballprofi gründete Rosin 2018 eine Marke für vegetarische und vegane Produkte, an der beide Anteile halten. Und auf Mallorca investierte er in ein Mehrfamilienhaus mit Ferienwohnungen, das sich vermieten lässt.

Beides folgt demselben Muster wie bei anderen Fernsehköchen: Der Name verkauft ein Produkt, das jemand anders herstellt, und die Immobilie erzeugt Einnahmen ohne Anwesenheit. Für Werbespots stand er ebenfalls vor der Kamera, unter anderem für einen Haushaltsartikel.

Häufige Fragen zum Vermögen von Frank Rosin

Was verdient Frank Rosin an einem Drehtag?

Genannt werden bis zu 20.000 Euro. Bei einer Dokusoap mit vielen Folgen kommt so über eine Staffel eine erhebliche Summe zusammen.

Verdient er mit seinem Restaurant Geld?

Das Restaurant ist sein Aushängeschild und die Grundlage seiner Glaubwürdigkeit im Fernsehen. Wirtschaftlich tragen ihn die Sendungen, Bücher und Beteiligungen.

Läuft seine Sendung noch?

Ja, neue Folgen sind für Juli 2026 bei Kabel Eins angekündigt. Dazu kommt eine weitere Staffel einer Reisereihe für 2026 und 2027.

Warum ist die Gastronomie so unrentabel?

Weil Ware und Personal zusammen den größten Teil des Umsatzes verbrauchen und Miete, Energie und Abschreibungen fest anfallen, unabhängig davon, wie viele Gäste kommen.

Halten die Sanierungen aus der Sendung?

Nicht immer. Ein erheblicher Teil der besuchten Betriebe hat später geschlossen. Eine Beratung über wenige Tage kann Karte und Abläufe verbessern, aber keinen zu teuren Mietvertrag und keinen schlechten Standort ausgleichen.

Welche Geschäfte hat er außerhalb des Fernsehens?

Ein Restaurant, Kochbücher, eine Beteiligung an einer Marke für vegetarische Produkte, Ferienimmobilien auf Mallorca und Werbeverträge.

Bildquellen:
Frank Rosin: Udo Grimberg derivative work:Alupus [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
Restaurant: Simplex2 (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons