Millionen Euro
Jahresgehalt bei Juventus Turin (2015 bis 2021)4 Millionen Euro netto pro Saison, ab 2018 rund 6 Millionen Euro
Gehalt bei Hertha BSC (Rückrunde 2020/21)rund 2 Millionen Euro
Ablösesumme zu Real Madrid (2010)rund 14 Millionen Euro
Karriereende als ProfiMai 2021
Stationen als ProfiVfB Stuttgart, Real Madrid, Juventus Turin, Hertha BSC
Größte TitelWeltmeister 2014, Champions League 2014, fünf Meistertitel in Italien
Länderspiele für Deutschland77 (7 Tore)
Geburtsdatum04. April 1987 (39 Jahre alt)
Geboren inStuttgart, Deutschland
NationalitätDeutschland
Familienstandsingle
BerufEhemaliger Fußballprofi, TV-Experte
Größe1.89 m
Gewicht81 kg

Sami Khedira gehörte zu den Mittelfeldspielern, die den deutschen Fußball zwischen 2010 und 2018 geprägt haben. Ausgebildet beim VfB Stuttgart, gewann er dort 2007 die Meisterschaft, spielte anschließend fünf Jahre für Real Madrid und sechs Jahre für Juventus Turin, dazwischen wurde er 2014 Weltmeister und gewann die Champions League. Sein Geld stammt fast vollständig aus Vereinsgehältern bei zwei der reichsten Klubs Europas, dazu kamen Prämien des Deutschen Fußball-Bundes und Werbeverträge. Im Mai 2021 beendete er seine Laufbahn. Wir schätzen das Vermögen von Sami Khedira auf rund 35 Millionen Euro.

Wie hoch ist das Vermögen von Sami Khedira?

Sami Khedira Vermögen Khedira hat sein Vermögen als Angestellter verdient. Fünfzehn Jahre Profivertrag, davon elf bei Real Madrid und Juventus Turin, dazu die Prämien der Nationalmannschaft und Einnahmen aus Werbeverträgen, deren Volumen nicht veröffentlicht ist. Sichtbar sind damit Einkünfte aus Verträgen und nicht aus Eigentum: Er verdiente als Spieler, nicht als Rechteinhaber oder Unternehmer. Nach unserer Schätzung kommt Sami Khedira auf rund 35 Millionen Euro.

Warum brutto und netto weit auseinanderliegen

Bei Gehaltszahlen aus dem Fußball entscheidet die Liga darüber, ob ein Brutto- oder ein Nettobetrag gemeint ist. Die deutschen Angaben zu Khedira sind Bruttowerte, von denen nach Steuern und Abgaben etwa die Hälfte übrig bleibt. Für die Serie A gilt das Gegenteil: Dort werden die Nettogehälter veröffentlicht, die Steuer darauf trägt der Klub zusätzlich. Die Turiner Beträge sind also schon das, was bei Khedira ankam, die deutschen nicht. Versteuert wird dort, wo der Verein sitzt, weshalb er elf Jahre lang in Spanien und Italien steuerpflichtig war. Wer die Jahresgehälter einer langen Profikarriere addiert, ohne diesen Unterschied zu machen, rechnet an beiden Enden falsch, und dazu kommt der Verbrauch aus fünfzehn Jahren Lebenshaltung.

Was die Schätzung stützt und was sie begrenzt

Für die Höhe sprechen die Vertragslaufzeiten. Bei Real Madrid unterschrieb Khedira im Juli 2010 einen Vertrag über fünf Jahre und spielte ihn vollständig aus, bei Juventus Turin kamen von 2015 bis 2021 sechs weitere Jahre hinzu, im September 2018 verlängert bis zum 30. Juni 2021. Beide Wechsel brachten ihm zusätzlich Verhandlungsmacht: Sein Madrider Vertrag lief am 30. Juni 2015 aus, nach Turin und später nach Berlin wechselte er ablösefrei. Wo keine Ablösesumme fließt, verschiebt sich Geld vom abgebenden Verein zum Spieler, als Handgeld und als höheres Gehalt.

Gegen eine größere Zahl spricht die zweite Hälfte seiner Laufbahn. Khedira fiel immer wieder monatelang aus, unter anderem nach einem Kreuzbandriss im November 2013, und in seiner letzten Saison bei Juventus kam er in keinem Pflichtspiel mehr zum Einsatz. Bezahlt wurde er trotzdem: Er lehnte die vorzeitige Auflösung seines Vertrags ab und stand bis zum 1. Februar 2021 auf der Gehaltsliste. Ein Vertrag, der ohne Gegenleistung ausbezahlt wird, zählt für das Vermögen voll.

Die Stationen und woher das Gehalt kam

Khediras Verdienstkurve steigt spät, hält lange auf hohem Niveau und bricht am Ende innerhalb weniger Monate ab.

VfB Stuttgart: Durchbruch und Meistertitel

1995 holten Talentspäher des VfB Stuttgart ihn vom TV Oeffingen nach Stuttgart, wo er die Jugendabteilungen durchlief und nach zwei Knieoperationen im Herbst 2006 in den Profikader aufstieg. Sein Bundesligadebüt gab er am 1. Oktober 2006 bei Hertha BSC, vier Wochen später traf er gegen Schalke 04 doppelt.

Am 29. Januar 2007 unterschrieb er seinen ersten Profivertrag, gültig bis zum Sommer 2009, im Juli 2008 verlängerte er bis Juni 2011. Am letzten Spieltag der Saison 2006/07 köpfte er das 2:1 gegen Energie Cottbus, mit dem der VfB die deutsche Meisterschaft gewann. Verdient hat er in Stuttgart nach den Maßstäben seiner späteren Stationen wenig, entscheidend war der Marktwert, den er sich dort erarbeitete.

Real Madrid: der Wechsel, der die Verdienstkurve verschob

Sami Khedira Gehalt Am 30. Juli 2010 gaben der VfB Stuttgart und Real Madrid die Einigung über den Transfer bekannt, Khedira unterschrieb in Madrid für fünf Jahre. Zur Ablösesumme machte der VfB keine Angaben, berichtet wurden rund 14 Millionen Euro. Im selben Sommer wechselte mit Mesut Özil ein zweiter deutscher Nationalspieler zu den Königlichen, und unter Trainer José Mourinho wurde Khedira neben Xabi Alonso schnell Stammspieler.

Sportlich war das die ergiebigste Zeit seiner Laufbahn: Copa del Rey im April 2011, spanische Meisterschaft 2012, im Mai 2014 die Champions League. Im Endspiel gegen Atlético Madrid stand er nach seiner schweren Knieverletzung wieder in der Startelf und wurde nach 59 Minuten ausgewechselt, im Dezember 2014 folgte die Klub-Weltmeisterschaft. Mit der Verpflichtung von Toni Kroos verlor er seinen Stammplatz, seinen auslaufenden Vertrag verlängerte er nicht und war ab dem 1. Juli 2015 vertragslos.

Zu seinem Madrider Grundgehalt hat der Klub nie eine Zahl veröffentlicht, sein Preis wurde erst über die Verlängerung sichtbar, die nie zustande kam. Im Dezember 2014 war berichtet, Khedira habe zwei Angebote abgelehnt, zuerst eines über 4 Millionen Euro Jahresgehalt, dann eines über 4,5 Millionen, und ein drittes über 5 Millionen liege ihm vor. Angenommen hat er keines davon. Die Spanne von 4 bis 5 Millionen Euro, die im Netz als sein Madrider Gehalt kursiert, ist damit keine Gehaltsangabe, sondern die Spanne der Verlängerungsangebote. Spitzengehälter blieben unter Präsident Florentino Pérez ohnehin den Vermarktungsstars vorbehalten, und dazu zählte Khedira nicht.

Juventus Turin: sechs Jahre und eine Saison ohne Einsatz

Am 9. Juni 2015 machte Juventus Turin die Verpflichtung offiziell, der Vertrag lief zunächst bis Juni 2019, eine Ablöse wurde nicht fällig. Der Vierjahresvertrag hatte ein Volumen von 16 Millionen Euro, also 4 Millionen Euro netto pro Saison, dazu kam rund 1 Million Euro Handgeld für den ablösefreien Wechsel. Damit gehörte Khedira zu den Bestverdienenden der Serie A. In Turin spielte er an der Seite von Paul Pogba und Claudio Marchisio und gewann fünf italienische Meistertitel von 2016 bis 2020 sowie drei Mal die Coppa Italia. Im Juni 2017 verlor er das Champions-League-Finale gegen seinen früheren Klub Real Madrid mit 1:4.

Am 12. September 2018 verlängerte Juventus seinen Vertrag um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2021, das Gehalt stieg dabei auf rund 6 Millionen Euro pro Jahr. Den Ausschlag gab ein Angebot des FC Arsenal über drei Jahre zu denselben Konditionen, das Juventus mit der Verlängerung konterte. Wirtschaftlich war das der wichtigste Abschluss seiner Karriere, sportlich der Wendepunkt: Verletzungen kosteten ihn große Teile der letzten beiden Spielzeiten, und in der Saison 2020/21 nominierte Trainer Andrea Pirlo ihn für kein Pflichtspiel mehr. Am 1. Februar 2021 löste er den Vertrag fünf Monate vor dem Ende auf.

Hertha BSC: das halbe Jahr zum Abschluss

Noch am selben Tag stellte Hertha BSC ihn als Neuzugang vor, wieder ohne Ablösesumme. Für die Rückrunde bekam er rund 2 Millionen Euro, gerechnet auf höchstens 15 verbleibende Bundesligaspiele. Sein Debüt gab Khedira am 5. Februar 2021 bei der 0:1-Niederlage gegen den FC Bayern München, bis zum Saisonende kam er auf neun Bundesligaspiele und zwei Torvorlagen. Am 19. Mai 2021 gab er auf einer Pressekonferenz das Ende seiner Profikarriere bekannt, das Spiel gegen die TSG Hoffenheim am 22. Mai 2021 war sein letztes. Für die Vermögensfrage bleibt diese Rückrunde ein kleiner Posten, denn die 2 Millionen Euro sind ein Bruttobetrag für ein halbes Jahr und liegen netto weit unter dem, was Juventus ihm zuletzt gezahlt hatte.

Seine größten Erfolge

  • Weltmeister 2014, Dritter der Weltmeisterschaft 2010
  • Deutscher Meister 2007 (VfB Stuttgart)
  • Champions-League-Sieger 2014 und Klub-Weltmeister 2014 (Real Madrid)
  • Spanischer Meister 2012, spanischer Pokalsieger 2011 (Real Madrid)
  • Italienischer Meister 2016, 2017, 2018, 2019 und 2020 (Juventus Turin)
  • Italienischer Pokalsieger 2016, 2017 und 2018 (Juventus Turin)

Prämien, Werbung und die Zeit nach dem Fußball

Neben dem Vereinsgehalt gab es zwei weitere Einnahmequellen, und beide sind kleiner, als es die öffentliche Aufmerksamkeit vermuten lässt.

Die Nationalmannschaft und die Prämie für den WM-Titel

Sein Debüt in der A-Nationalmannschaft gab Khedira am 5. September 2009, insgesamt kam er auf 77 Länderspiele mit sieben Toren. Bei der Weltmeisterschaft 2010 ersetzte er den verletzten Michael Ballack und erzielte im Spiel um Platz drei den Siegtreffer gegen Uruguay, beim 7:1 im WM-Halbfinale gegen Brasilien traf er zum 5:0. Das Finale verpasste er, weil er sich beim Aufwärmen verletzte und durch Christoph Kramer ersetzt werden musste, Weltmeister wurde er trotzdem.

Für den Titelgewinn zahlte der Deutsche Fußball-Bund jedem Spieler des Kaders eine Prämie von 300.000 Euro. Gemessen an einem Jahresgehalt bei Real Madrid oder Juventus ist das ein kleiner Betrag, die Prämien des DFB fallen für Spitzenverdiener kaum ins Gewicht. Nach dem Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft 2018 teilte Bundestrainer Joachim Löw ihm am 29. August 2018 mit, ihn nicht mehr zu nominieren. Damit endete eine Länderspielzeit, die Khedira gemeinsam mit Bastian Schweinsteiger im zentralen Mittelfeld geprägt hatte.

Was er nach dem Karriereende macht

Die zweite Karriere begann vor der Kamera. Ende Mai 2021 verpflichtete ihn der US-Sender ESPN als Experten für die Europameisterschaft, im Juli 2022 nahm ihn DAZN fest als Fußballexperten unter Vertrag, und die ARD setzte ihn während der Weltmeisterschaft 2022 ein.

Im September 2022 stieg Khedira zusätzlich als sportlicher Berater bei seinem Heimatverein VfB Stuttgart ein, gemeinsam mit Philipp Lahm und Christian Gentner. Das Mandat war auf eine Saison angelegt und endete am 28. Juli 2023. Als Kandidat für einen Sportdirektorenposten beim Deutschen Fußball-Bund wurde er im Jahr 2023 mehrfach gehandelt, gemeinsam mit Per Mertesacker und Benedikt Höwedes. Honorare aus Beratungsmandaten und Fernsehverträgen sind nicht veröffentlicht, sie liegen aber weit unter einem Spielergehalt und verändern die Größenordnung seines Vermögens kaum.

Stiftung, Auszeichnungen und Privates

Khedira gründete die Sami-Khedira-Stiftung für benachteiligte Kinder und Jugendliche und erhielt dafür 2016 den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg. Privat war er von 2011 bis Juli 2015 mit dem Model Lena Gercke zusammen, eine neue Beziehung hat er seither nicht öffentlich gemacht.

Häufige Fragen zu Sami Khedira

Wie hoch ist das Vermögen von Sami Khedira?

Wir schätzen das Vermögen von Sami Khedira auf rund 35 Millionen Euro. Die Schätzung stützt sich auf die Gehälter seiner vier Vereinsstationen, auf die Prämien der Nationalmannschaft und auf Werbeeinnahmen, deren Höhe nicht veröffentlicht ist.

Woher stammt das Vermögen von Sami Khedira?

Der größte Teil kommt aus den elf Jahren bei Real Madrid und Juventus Turin, wo er jeweils die volle Vertragslaufzeit ausschöpfte. Aus den Stuttgarter Jahren und dem halben Jahr bei Hertha BSC stammt vergleichsweise wenig.

Wie viel verdiente Sami Khedira bei Juventus Turin?

Sein erster Turiner Vertrag von 2015 hatte ein Volumen von 16 Millionen Euro für vier Jahre, also 4 Millionen Euro netto pro Saison, dazu kam rund 1 Million Euro Handgeld. Mit der Verlängerung im September 2018 stieg das Gehalt auf rund 6 Millionen Euro pro Jahr.

Wie viel verdiente Sami Khedira bei Real Madrid?

Eine Zahl zu seinem Madrider Grundgehalt hat der Klub nie veröffentlicht. Bekannt sind nur die Verlängerungsangebote, die im Dezember 2014 mit 4, dann 4,5 und schließlich 5 Millionen Euro Jahresgehalt berichtet wurden und die Khedira alle ablehnte. Für seinen Wechsel nach Madrid hatte der VfB Stuttgart 2010 rund 14 Millionen Euro erhalten.

Wann hat Sami Khedira seine Karriere beendet?

Am 19. Mai 2021 gab er sein Karriereende bekannt, sein letztes Profispiel bestritt er am 22. Mai 2021 für Hertha BSC gegen die TSG Hoffenheim. Seit dem Sommer 2021 bezieht er kein Spielergehalt mehr.

Was hat Sami Khedira der Weltmeistertitel eingebracht?

Der Deutsche Fußball-Bund zahlte jedem Spieler des Weltmeisterkaders eine Prämie von 300.000 Euro. Wirtschaftlich wirkte der Titel vor allem indirekt, weil er die Verhandlungsposition bei Werbepartnern und beim nächsten Vereinsvertrag verbesserte.

Was macht Sami Khedira nach seiner Profikarriere?

Er arbeitet als Fußballexperte im Fernsehen, seit dem Sommer 2022 für DAZN. Von September 2022 bis Juli 2023 war er zudem sportlicher Berater beim VfB Stuttgart.

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