Elton, bürgerlich Alexander Duszat, geboren am 2. April 1971 in West-Berlin, gehört zu den bekanntesten Spielshow-Moderatoren des deutschen Fernsehens. Angefangen hat Alexander Duszat beim Regionalsender Hamburg 1, bundesweit bekannt wurde er ab Februar 2001 als Sidekick von Stefan Raab in der ProSieben-Sendung „TV total“, seit Oktober 2010 moderiert er eigene Formate bei ZDF, NDR und RTL. Wir schätzen das Vermögen von Elton auf rund 5 Millionen Euro. Wer den britischen Musiker sucht, findet dessen Einnahmen im Artikel zum Vermögen von Elton John. Die beiden haben außer dem Künstlernamen nichts miteinander zu tun, ihre Einnahmen liegen um mehrere Größenordnungen auseinander.
Wie hoch ist das Vermögen von Elton?
Nach unserer Schätzung kommt Alexander Duszat auf rund 5 Millionen Euro. Die Zahl setzt sich aus rund 25 Jahren Moderationshonoraren zusammen, dazu kommen Werbung, ein Buch, Synchronrollen, zwei Singles und seit 2022 ein Podcast samt Merchandising.
Warum die Gagen nicht öffentlich sind
Belastbar sind bei ihm Sender, Formate und Zeiträume, nicht die Beträge. Deutsche Fernsehmoderatoren verhandeln ihre Honorare vertraulich, und anders als bei Sportlern gibt es keine Statistik, aus der sich ein Gehalt ableiten ließe. Das gilt für Günther Jauch und Thomas Gottschalk ebenso wie für ihn. Wir rechnen deshalb offen mit Größenordnungen.
Eine einzige veröffentlichte Zahl gibt es. Die „Bild“-Zeitung nannte im April 2024 zum Ende seines Engagements bei „Schlag den Star“ eine Gage von 35.000 Euro je Ausgabe bei rund zehn Sendungen im Jahr, also etwa 350.000 Euro jährlich allein aus diesem Format. ProSieben hat die Zahl nie bestätigt, andere Berichte nannten höhere Beträge. Wir behandeln sie als Anhaltspunkt, nicht als Beleg.
Die Hochrechnung von unten
Rechnet man von unten, ergibt sich folgendes Bild, ausdrücklich als Schätzung: Für die Jahre als Sidekick mit den ersten eigenen ProSieben-Formaten zwischen 2001 und 2009 sind 150.000 bis 250.000 Euro jährlich plausibel. Von 2010 bis 2015 kamen mit „1, 2 oder 3“ und „Wer weiß denn sowas?“ feste Reihen hinzu, hier setzen wir rund 400.000 Euro an. Für 2016 bis 2024 mit „Schlag den Star“, den Ablegern und den Sendungen bei ZDF, ARD und NDR halten wir 700.000 bis 900.000 Euro für realistisch, seit der Verlagerung zu RTL wieder rund 500.000 Euro.
Über 25 Jahre summiert sich das auf grob 12 Millionen Euro brutto. Nach deutscher Steuerlast von etwa 45 Prozent auf Honorareinkünfte bleiben rund 6,5 Millionen Euro, abzüglich konservativ angesetzter 100.000 bis 120.000 Euro Lebenshaltung im Jahr etwa 3,5 bis 4 Millionen Euro. Mit dem Wertzuwachs von Immobilien- und Kapitalanlagen sowie den Nebeneinnahmen landet man bei der Größenordnung, die wir ansetzen. Wir haben die Schätzung angehoben, weil der bisherige Wert aus einer Zeit stammte, in der die einträglichste Phase seiner Laufbahn noch nicht abgeschlossen war.
Vom Showpraktikanten zum eigenen Format
Die Karriere beginnt nicht vor der Kamera, sondern in der Technik. Nach dem Realschulabschluss machte Alexander Duszat eine Ausbildung zum Radio- und Fernsehtechniker und arbeitete im Hamburger Hafen. Die verbreitete Angabe, er habe Abitur gemacht, hat er selbst öffentlich korrigiert.
Die Anfänge bei delta radio und Hamburg 1
Der Einstieg in die Medien lief über ein Praktikum in der Musik- und Sportredaktion von delta radio in Kiel. Anschließend wechselte er als Volontär zum Regionalsender Hamburg 1 und moderierte dort mehrere Sendungen, darunter die Reihe „Elton Street“ mit Straßenumfragen. Hier trat er erstmals unter dem Künstlernamen Elton auf. Wirtschaftlich war diese Phase unbedeutend, ihr Wert lag darin, dass die Straßenumfragen als Bewerbungsmaterial für ProSieben dienten.
Vierzehn Jahre Sidekick bei TV total
Am 6. Februar 2001 trat Elton erstmals als „Showpraktikant“ in „TV total“ bei ProSieben auf. Die Rolle behielt er bis zur Einstellung der Sendung im Dezember 2015, moderierte darin eigene Beiträge und leitete bei „Schlag den Raab“ das Spiel „Blamieren oder Kassieren“.
Für den Vermögensaufbau ist entscheidend, dass ProSieben ihm parallel eigene Sendungen gab: von 2001 bis 2003 „elton.tv“, 2004 und 2005 die Reality-Formate „Die Alm“ und „Die Burg“, von 2004 bis 2006 die Sketch-Reihe „Elton vs. Simon“, aus der 2008, 2010 und 2012 abendfüllende Shows hervorgingen, 2011 „Elton reist“ und 2013 die Livefassung von „Elton zockt“.
Der Aufstieg zur Samstagabendshow
Der Schritt in die erste Reihe gelang im April 2016 mit „Schlag den Star“, die er bis März 2024 moderierte. Von 2017 bis 2018 kam achtmal der Ableger „Schlag den Henssler“ hinzu, seit 2019 moderiert er „Schlag den Besten“, von 2018 bis 2020 lief „Alle gegen Einen“. Damit spielte er in derselben Liga wie Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf, in deren Format er ab 2019 mehrfach als Gast auftrat.
Die Sender nach dem Ende bei ProSieben
Was der Verlust wirtschaftlich bedeutet
Betroffen war der lukrativste Einzelposten seines Portfolios: Mit rund zehn Ausgaben im Jahr war „Schlag den Star“ über acht Jahre eine planbare Größe. Ein Einnahmeeinbruch war es dennoch nicht, weil er bereits vorher bei RTL und im öffentlich-rechtlichen Fernsehen unter Vertrag stand, und genau diese Parallelverträge waren nach Darstellung des Senders der Anlass der Trennung.
Die Formate bei RTL
Von 2023 bis April 2024 moderierte er die RTL-Auskopplung von „Blamieren oder Kassieren“. Seit September 2024 tritt er als Spielemoderator in „Du gewinnst hier nicht die Million bei Stefan Raab“ auf, seit November 2024 moderiert er die von Raab Entertainment produzierte Spielshow „Eltons 12“. Dazu kommen „Drei gegen Einen“ und „Stefan & Bully gegen irgendson Schnulli“, beide seit 2024, sowie „Schlag den Besten“, das seit 2024 bei RTL läuft. 2025 saß er neben Stefan Raab und Yvonne Catterfeld in drei Sendungen der ESC-Vorentscheidung „Chefsache ESC 2025“ in der Jury. Damit ist RTL sein wichtigster Auftraggeber, getragen von der Produktionsfirma seines früheren Kollegen.
ZDF, NDR und das Erste
Seit Oktober 2010 moderiert er im ZDF die Kinderspielshow „1, 2 oder 3“, wo er auf Daniel Fischer folgte. Die Reihe läuft auch bei ORF 1 und ist die langlebigste Verpflichtung seiner Laufbahn. Beim NDR lief von 2016 bis 2018 „Die Superpauker“, seit 2021 „Na siehste! – Das TV-Kult-Quiz mit Elton“.
Im Ersten leitete er von Juni 2015 bis 2025 neben Bernhard Hoëcker unter der Moderation von Kai Pflaume ein Quizteam in „Wer weiß denn sowas?“. Im März 2025 gab er seinen Ausstieg bekannt, verabschiedet wurde er in einer Sondersendung am 26. April 2025.
Werbung, Nebeneinnahmen und Beteiligungen
Neben den Moderationshonoraren gibt es kleinere Einnahmequellen, die sich über zwei Jahrzehnte summieren, belegt allerdings überwiegend dem Grunde nach und nicht der Höhe nach.
Werbevertrag, Buch und Musik
Ab Februar 2011 war Elton Werbegesicht der Marke Katjes und deren „Ahoj“-Brause, wo er Hape Kerkeling ablöste. Testimonialverträge dieser Art liegen bei bundesweit bekannten Fernsehgesichtern erfahrungsgemäß im mittleren sechsstelligen Bereich pro Kampagnenjahr, eine belegte Zahl für diesen Vertrag gibt es nicht.
2010 erschien sein Buch „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Zum Glück bin ich keins!“, das er auch als Hörbuch einsprach. 2008 und 2010 veröffentlichte er zur Fußball-Europameisterschaft und zur Weltmeisterschaft je eine Single mit der Rockband Peilomat. Dazu kommen Synchronrollen in Kinofilmen wie „Beverly Hills Chihuahua“ 2008 und „Der gestiefelte Kater“ 2011.
Der Podcast als eigenes Geschäft
Seit Februar 2022 produziert er gemeinsam mit Björn Hansen und Nils Eppmann den wöchentlichen Podcast „Eltonabend“. Anders als eine Fernsehmoderation ist das ein eigenes Produkt: Die Erlöse stammen aus Werbeplatzierungen und einem eigenen Merchandising-Shop, die Rechte liegen bei den Machern. Diesen Weg sind auch Oliver Pocher und Barbara Schöneberger gegangen.
Podcasts dieser Reichweite erzielen im deutschsprachigen Markt Werbeerlöse im niedrigen bis mittleren sechsstelligen Bereich pro Jahr, die sich die Beteiligten teilen. Belegte Zahlen gibt es nicht, weshalb wir den Posten niedrig ansetzen.
Firmen, Stiftung und Wohnsitz
Bei Fernsehleuten laufen Honorare häufig über eine eigene Gesellschaft. Auf Alexander Duszat läuft keine Kapitalgesellschaft, er arbeitet als Einzelunternehmer. Seine Honorare fallen damit unmittelbar bei ihm an, wirtschaftlich ist er Auftragnehmer der Sender und nicht Unternehmer.
Seit 2009 besteht unter dem Dach der GLS Treuhand die Treuhandstiftung „Elton hilft“. Zum Immobilienbesitz gibt es keine öffentlichen Angaben. Die Familie lebt in Boostedt bei Neumünster in Schleswig-Holstein.
Häufige Fragen zu Elton
Wie hoch ist das Vermögen von Elton?
Wir schätzen das Vermögen des Moderators Alexander Duszat auf rund 5 Millionen Euro. Grundlage sind rund 25 Jahre Moderationshonorare bei ProSieben, ZDF, ARD, NDR und RTL sowie Nebeneinnahmen aus Werbung, Buch und Podcast.
Ist Elton derselbe wie der Sänger Elton John?
Nein. Elton ist der Künstlername des deutschen Fernsehmoderators Alexander Duszat, den er beim Sender Hamburg 1 annahm. Sir Elton Hercules John ist ein britischer Musiker, geboren 1947 in Pinner bei London. Die beiden verbindet nichts außer dem Namen, ihre Vermögen liegen um mehrere Größenordnungen auseinander. Wer den Musiker sucht, findet die Zahlen im Artikel zum Vermögen von Elton John.
Wie viel verdient ein Moderator einer Samstagabendshow?
Deutsche Sender veröffentlichen Moderationsgagen nicht. Für „Schlag den Star“ nannte die „Bild“-Zeitung im April 2024 eine Gage von 35.000 Euro je Ausgabe, bestätigt wurde das nie. Als Größenordnung gilt ein mittlerer bis hoher fünfstelliger Betrag je Ausgabe einer aufwendigen Primetime-Show, während Vorabend- und Kindersendungen deutlich darunter liegen und über Staffelverträge abgerechnet werden.
Woher stammt das Vermögen von Elton?
Der weitaus größte Teil stammt aus Moderationshonoraren. Dazu kommen der Werbevertrag mit Katjes ab 2011, das Buch von 2010, zwei Singles mit der Band Peilomat, Synchronrollen sowie seit 2022 der Podcast „Eltonabend“ samt Merchandising.
Bildquellen:
Titelbild: Superbass [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons
9EkieraM1 [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons