Millionen Euro
Vertragseit 2011 exklusiv bei ARD und NDR, 2023 um drei Jahre verlängert
FormatideeWer weiß denn sowas? geht auf seine Idee zurück, produziert wird es von einem fremden Haus
Sendungenrund 200 im Jahr nach eigener Angabe
Eigene Firmaeine Gesellschaft zur Verwertung seiner Persönlichkeitsrechte, seit 1997
WohnsitzGrünwald bei München
Geburtsdatum27. Mai 1967 (59 Jahre alt)
Geboren inHalle an der Saale, Deutschland
NationalitätDeutschland
Familienstandverheiratet mit Ilke Pflaume (seit 1996)
BerufFernsehmoderator
Kinder2

Kai Pflaume steht seit 1993 durchgehend in der ersten Reihe des deutschen Fernsehens und moderiert nach eigener Angabe rund 200 Sendungen im Jahr. Sein Vermögen entsteht nicht aus einzelnen Spitzengagen, sondern aus Stückzahl über drei Jahrzehnte. Wir schätzen das Vermögen von Kai Pflaume auf rund 18 Millionen Euro.

Wie hoch ist das Vermögen von Kai Pflaume?

Was 200 Sendungen im Jahr wert sind

Einkommen von Kai Pflaume Wer ihn für einen Moderator mit einer Handvoll Shows im Jahr hält, unterschätzt seinen wichtigsten Karriereabschnitt. Der beginnt 2015 und läuft bis heute.

Tatsächlich läuft seit 2015 eine tägliche Rateshow im Vorabend, die inzwischen mehr als 1.400 Folgen erreicht hat, dazu die Samstagabendformate und ein Exklusivvertrag mit einem öffentlich-rechtlichen Sender. Wer über dreißig Jahre ohne Unterbrechung sendet und dabei sein Pensum steigert statt es zu senken, sammelt mehr an als jemand mit wenigen glanzvollen Jahren. Unter deutschen Moderatoren liegt er damit klar über Kollegen wie Barbara Schöneberger und Markus Lanz, aber deutlich unter Günther Jauch.

Es gibt keine einzige veröffentlichte Gage

Das muss deutlich gesagt werden, weil im Netz Gagentabellen und Monatseinkommen zu ihm kursieren. Zu Kai Pflaume ist kein Honorar veröffentlicht, kein Betrag pro Sendung, kein Vertragsvolumen, keine Werbesumme.

Jede Zahl, die neben seinem Namen steht, ist geschätzt oder erfunden, und wir nennen deshalb keine. Belegt ist die Vertragslage: Seit 2011 arbeitet er exklusiv für ARD und NDR, 2013 wurde daraus ein langfristiger Vertrag, 2023 folgte eine Verlängerung um drei Jahre. Belegt ist auch seine eigene Aussage über das Pensum, und die stammt aus dem Jahr 2020.

Gesicht oder Rechteinhaber

Er hat keine Produktionsfirma

Hier liegt der entscheidende Punkt für jede Vermögensrechnung, und die Antwort ist bei ihm ungewöhnlich klar. Ein Moderator bekommt ein Honorar pro Sendung, ein Rechteinhaber verdient an jeder Wiederholung und an jeder Auslandslizenz.

Er hat in einem Interview ausdrücklich erklärt, warum er keine eigene Produktionsfirma aufgebaut hat. Seine Formate werden von zwei großen Auftragsproduzenten hergestellt, die Rechte liegen bei den Sendern und den Produktionshäusern. Damit fehlt ihm die Ebene, die bei Kollegen wie Oliver Pocher oder Thomas Gottschalk einen Teil des Vermögens trägt.

Die Ausnahme ist seine eigene Idee

Genau eine Sache unterscheidet ihn von einem reinen Auftragsmoderator, und sie ist wirtschaftlich potenziell die wichtigste seiner Laufbahn. Die Rateshow, die ihn seit über zehn Jahren jeden Vorabend trägt, geht auf eine Idee von ihm selbst zurück und wurde von der Produktionsfirma daraus entwickelt.

Das Format läuft inzwischen in mindestens zehn Ländern unter einem eigenen internationalen Titel. Ob und in welcher Höhe er daran beteiligt ist, hat niemand veröffentlicht. Wir rechnen diese Beteiligung deshalb nicht ein, und wenn sie existiert, liegt die Schätzung eher zu niedrig als zu hoch.

Seine Firma verwaltet nur seinen Namen

Er hält seit den späten Neunzigern eine eigene Gesellschaft, und ihr eingetragener Zweck beschreibt sein Geschäftsmodell besser als jede Analyse: die Verwertung seines Namens und seiner Persönlichkeitsrechte.

Dort laufen also Werbe- und Lizenzeinnahmen zusammen, nicht Produktionsgewinne. Die Gesellschaft legt seit fast zwanzig Jahren durchgehend Jahresabschlüsse offen, Umsatz- und Ergebniszahlen sind allerdings nicht frei zugänglich. Beteiligungen an anderen Unternehmen hält sie nicht.

Warum bei ihm die Menge zählt

Eine Daily zahlt pro Stück wenig

Sein größter Block ist mengenmäßig auch der unauffälligste. Die Vorabendshow wird industriell produziert: An einem Drehtag entstehen drei Ausgaben, die Staffeln werden in Blöcken von über hundert Folgen bestellt.

Bei diesem Format ist die Gage pro Sendung niedrig und die Jahressumme trotzdem hoch, weil die Stückzahl alles andere schlägt. Die 1.000. Folge lief 2023, seither sind mehrere Hundert dazugekommen, dazu über vierzig Primetime-Sonderausgaben. Kein anderes deutsches Fernsehgesicht hat in einem einzigen Format eine vergleichbare Folgenzahl erreicht.

Der Samstagabend ist das Gegenteil

Parallel läuft seit 2011 ein Duellformat in der Primetime, das nach Senderangabe im Schnitt über fünf Millionen Zuschauer erreicht. Hier ist die Stückzahl klein und die Gage pro Ausgabe entsprechend hoch.

Diese Mischung aus Daily und Samstagabend ist die eigentliche Erklärung für seine Zahl. Dazu kommen weitere Rateformate beim NDR und in der Vergangenheit achtzehn Jahre einer Kuppelshow, die ihn überhaupt erst bekannt gemacht hat. Wie es aussieht, wenn ein Moderator zwar viel sendet, aber nichts besitzt, zeigt der Vergleich mit Hugo Egon Balder.

Der Start war eine Kandidatur

Eine Pointe seiner Biografie, die für die Vermögensfrage mehr erklärt als jeder Preis: Er saß 1991 selbst als Kandidat in einer Kuppelshow, bevor er zwei Jahre später über ein Casting die Moderation eines ähnlichen Formats bekam.

Vor dem Fernsehen war er ausgebildeter Wertpapierhändler und arbeitete selbstständig als Veranstaltungsmoderator. Die Ausbildung ist für die Schätzung nicht unwichtig: Wer seit den Neunzigern regelmäßig anlegt und dabei weiß, was er tut, hat über drei Jahrzehnte einen Zinseffekt, der jede einzelne Gage übersteigt. Nachprüfbar ist das nicht, deshalb steht dazu keine Zahl. Was ein Fernsehgesicht in vergleichbarer Zeit ohne diese Konstanz aufbaut, zeigt die Übersicht der reichsten Moderatoren.

Was daneben läuft und was nicht

Werbung ohne eine einzige Zahl

Vermögen von Kai Pflaume Er ist seit Jahrzehnten Werbegesicht, unter anderem für einen Automobilhersteller, einen Modekonzern, einen Sportartikelhersteller, einen Konsumgüterkonzern, eine Fluglinie und einen Teehersteller.

Belegt ist die Wirkung, nicht sein Honorar: Bei einer Teesorte, die seinen Namen im Titel trug, stieg der Absatz nach Herstellerangabe um mehrere Hundert Prozent. Was er dafür bekommen hat, ist zu keiner einzigen dieser Partnerschaften veröffentlicht. Dazu kommt seit 2020 ein eigener Videokanal, der binnen zwei Monaten zweistellige Millionenabrufe erreichte.

Die gescheiterte Beteiligung

Er war an einer Firma für Prominentenvermarktung beteiligt, und im Netz steht bis heute, er verdiene daran mit. Das ist seit Jahren falsch.

Die Gesellschaft ging in die Insolvenz und wurde 2016 wegen Vermögenslosigkeit aus dem Register gestrichen. Das Verfahren war zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen und verteilt. Für die Vermögensfrage heißt das: Diese Beteiligung ist kein Posten, sondern ein Verlust, und sie war sein einziger Ausflug in ein Geschäft außerhalb seines eigenen Namens.

Kein Buch, kein Wegzug, keine Stiftung

Drei Negativbefunde, die im Netz falsch dargestellt werden. Er hat kein eigenes Buch geschrieben und das ausdrücklich abgelehnt, weder Biografie noch Ratgeber. Die Bücher, Kalender und Spiele zu seiner Rateshow sind Formatprodukte, bei denen sein Name als Lizenz auftaucht.

Er lebt seit Jahren bei München, dort sitzt auch seine Gesellschaft. Ein Wegzug ins Ausland ist nicht erkennbar, er versteuert in Deutschland, und das begrenzt die Schätzung nach oben. Bei der Suchtpräventionsstiftung, die ihm oft zugeschrieben wird, ist er Schirmherr und Botschafter, nicht Stifter. Deren Vermögen gehört ohnehin der Stiftung und nicht ihm.

Häufige Fragen zum Vermögen von Kai Pflaume

Wie hoch ist das Vermögen von Kai Pflaume?

Wir schätzen es auf rund 18 Millionen Euro. Die Summe kommt aus über dreißig Jahren Moderation mit rund 200 Sendungen im Jahr, aus Werbeverträgen und aus einem seit den Neunzigern angelegten Kapitalstock.

Was verdient er pro Sendung?

Dazu gibt es keine veröffentlichte Zahl, und wir nennen deshalb keine. Wirtschaftlich entscheidend ist die Mechanik: Eine tägliche Vorabendshow zahlt pro Ausgabe wenig, weil an einem Drehtag drei Folgen entstehen, bringt aber über hundert Folgen im Jahr.

Gehört ihm Wer weiß denn sowas?

Die Idee zum Format geht auf ihn zurück, entwickelt und produziert wird es aber von einem fremden Produktionshaus für die ARD. Ob er an der internationalen Verwertung beteiligt ist, hat niemand veröffentlicht, deshalb rechnen wir es nicht ein.

Hat er eine eigene Produktionsfirma?

Nein, und er hat das selbst erklärt. Seine einzige Gesellschaft dient der Verwertung seiner Persönlichkeitsrechte, also Werbung und Lizenzen. Produktionsgewinne fallen dort nicht an.

Wie fing seine Karriere an?

1991 als Kandidat in einer Kuppelshow, 1993 über ein Casting als Moderator eines ähnlichen Formats bei RTL, ab 1995 bei Sat.1. Vorher war er ausgebildeter Wertpapierhändler und selbstständiger Veranstaltungsmoderator.

Wo lebt er?

In Grünwald bei München, verheiratet seit 1996, zwei Söhne. Dort hat auch seine Gesellschaft ihren Sitz. Ein Wohnsitz im Ausland ist nicht erkennbar.

Wie viel Kandidaten in solchen Formaten selbst bekommen, zeigt unsere Übersicht zu den Gagen von TV-Kandidaten.

Bildquellen:
Titelbild: Frank Schwichtenberg [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
Martin Kraft [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons