Millionen Euro
Bekannt durchDeadly 60 (BBC)
Eigene GesellschaftSteve Backshall Limited, seit 2011
AuszeichnungenZwei BAFTA (2011), MBE (2020)
WohnortCornwall, England
Geburtsdatum21. April 1973 (53 Jahre alt)
Geboren inBagshot, Surrey, England
NationalitätEngland
Familienstandverheiratet mit Helen Glover (seit 2016)
BerufNaturforscher, Tierfilmer, TV-Moderator, Autor
Voller NameStephen James Backshall
SpitznameSteve
Kinder3 (Logan, Kit, Willow)

Steve Backshall ist Tierfilmer, Naturforscher und Moderator, und die Sendung, mit der er in Großbritannien bekannt wurde, gehört ihm nicht: „Deadly 60“ ist eine Produktion der BBC, er steht dort als Moderator vor der Kamera. Sein Geld verdient der 1973 in Surrey geborene Naturforscher deshalb auf vielen Wegen gleichzeitig, mit Honoraren von mehreren Sendern, mit Kinder- und Sachbüchern, mit Live-Shows in Theatern und Arenen und mit Vorträgen vor Firmenpublikum. Fast alles davon läuft über eine eigene Gesellschaft, die er seit 2011 führt. Wir schätzen das Vermögen von Steve Backshall auf rund 5 Millionen Euro.

Wie hoch ist das Vermögen von Steve Backshall?

Einkommen von Steve Backshall Nach unserer Schätzung kommt Steve Backshall auf rund 5 Millionen Euro. Das ist das Ergebnis von fast drei Jahrzehnten vor der Kamera, in denen er nie an einen einzigen Arbeitgeber gebunden war. Er arbeitet als Auftragnehmer: Die Sender bezahlen ihn für Moderation und Mitarbeit, die Rechte an den Sendungen bleiben in der Regel bei den Produzenten. Wer an einem weltweit verkauften Format nicht beteiligt ist, wird mit dem Erfolg nicht automatisch reicher, sondern nur gefragter.

Diese Nachfrage macht er zu Geld, und zwar dort, wo er selbst Eigentümer ist. Bücher, Live-Shows und Vorträge rechnet er über seine Gesellschaft ab, in der er die beherrschende Person ist. Ein Teil der Gewinne bleibt dort über Jahre stehen, statt ausgeschüttet zu werden, was bei britischen Moderatoren mit eigener Firma üblich ist und die Steuerlast verteilt. Honorare für einzelne Sendungen sind nicht veröffentlicht.

Was in die Schätzung eingeht und was nicht

In die Schätzung gehen die Rücklagen seiner Gesellschaft ein, sein Anteil an den Wohnsitzen der Familie und das, was ein Moderator mit durchgehend gut bezahlten Aufträgen seit Ende der 1990er Jahre privat angespart haben kann. Nicht eingerechnet ist das Geld seiner Frau, der zweifachen Rudern-Olympiasiegerin Helen Glover. Sie verdient mit Sport, Sponsoren, Fernsehen und Vorträgen eigenes Geld, und ein Paarvermögen wäre eine andere Zahl als die, nach der gesucht wird.

Zum Vergleich: Der Extremsportler Joey Kelly lebt ebenfalls von Fernsehen, Büchern und Vorträgen, hatte aber zusätzlich die Tourneen der Kelly Family. Der Abenteurer Bear Grylls spielt in einer anderen Liga, weil er an eigenen Formaten und Marken beteiligt ist. Backshall liegt dazwischen, näher an Kelly als an Grylls.

Vom Rucksackreisenden zum Gesicht der BBC

Aufgewachsen ist Backshall in Bagshot in Surrey auf einem kleinen Hof, auf dem die Familie gerettete Tiere hielt. Die Eltern arbeiteten für British Airways. Nach dem College reiste er allein mit dem Rucksack durch Asien, Indien und Afrika, studierte danach Englisch und Theaterwissenschaft an der University of Exeter und lebte ein Jahr in Japan, wo er den schwarzen Gürtel im Judo erwarb. Sein erstes Geld als Autor verdiente er mit Beiträgen für den Reiseführerverlag Rough Guides, unter anderem für den Band über Indonesien.

Der selbst gedrehte Pilotfilm

1997 versuchte er, den Westen Neuguineas allein zu Fuß zu durchqueren, und scheiterte nach drei Monaten im Regenwald. Daraus entstand die Idee, solche Reisen zu filmen. Er kaufte eine Videokamera, drehte im Dschungel Kolumbiens einen Pilotfilm und verkaufte ihn an den National Geographic Channel. Der Sender stellte ihn 1998 als „Adventurer in Residence“ ein, fünf Jahre lang war er dort Moderator und Produzent, unter anderem für die Umweltreihe „EarthPulse“. Für die Reihe „Bootcamp“ absolvierte er den Auswahllehrgang einer israelischen Spezialeinheit.

Von der Really Wild Show zu Deadly 60

Verdienst von Steve Backshall 2003 wechselte er zur BBC-Kindersendung „The Really Wild Show“ und danach ins Expeditionsteam der Naturfilmabteilung, für Reihen wie „Lost Land of the Jaguar“, „Lost Land of the Volcano“ und „Lost Land of the Tiger“. Den Durchbruch brachte 2008 der Auftrag für „Deadly 60“, eine Reihe über Raubtiere, die in 157 Ländern ausgestrahlt wurde. 2011 gewann er zwei BAFTAs, als bester Kindermoderator und für die beste Sachreihe.

Aus dem Format ist eine ganze Markenfamilie geworden, mit Ablegern wie „Deadly Pole to Pole“ und „Deadly Dinosaurs“. Für Backshall bedeutet das über viele Jahre wiederkehrende Aufträge, und genau darin liegt der wirtschaftliche Wert: Ein Moderator, der eine laufende Marke trägt, verhandelt jede neue Staffel aus einer starken Position. Dazu kamen große Live-Übertragungen der BBC wie „Big Blue Live“ 2015 und „Blue Planet Live“ 2019.

Mehrere Sender statt eines Arbeitgebers

Neben der BBC arbeitete er für Sky, für den Discovery Channel und für Channel 5. Die zehnteilige Reihe „Expedition“ lief ab 2019 beim britischen Sender Dave und wurde an Sender in Australien, den USA und Asien weiterverkauft. In Deutschland zeigte DMAX sie als „Expedition am Limit“, auf demselben Sender, auf dem Goldsucher wie Parker Schnabel und Tony Beets oder Autoschrauber wie Sidney Hoffmann laufen.

Diese Streuung schützt sein Einkommen. Als britische Moderatoren wie Jeremy Clarkson und Richard Hammond mit einem einzigen Format groß wurden, hing ihr Verdienst an dieser einen Sendung. Backshall verkauft dagegen seine Person an viele Auftraggeber, von Kinderprogrammen bis zu Tierdokumentationen für das Abendprogramm.

Womit Steve Backshall neben dem Fernsehen verdient

Die Fernsehhonorare sind die Grundlage, die Nebengeschäfte sind der Teil, an dem er selbst verdient. Bei allen dreien gilt dieselbe Mechanik: Die Bekanntheit aus dem Fernsehen füllt Säle und Buchregale, und die Erlöse landen nicht bei einem Sender, sondern in seiner Firma.

Bücher für Kinder und Erwachsene

Vermögen von Steve Backshall Im Februar 2011 gab der Verlag Orion bekannt, eine Reihe von Kinderbüchern mit ihm herauszubringen. Daraus wurde „The Falcon Chronicles“, vier Jugendromane von „Tiger Wars“ 2012 bis „Shark Seas“ 2016. Dazu kommen zahlreiche Sachbücher, vom Begleitband zu „Deadly 60“ über „Venom“ von 2007 bis zu „Deep Blue“ von 2023 und „Deadly“ von 2025. Die Verlagsbedingungen sind nicht veröffentlicht.

Kinderbücher zu einer laufenden Fernsehreihe verkaufen sich über Jahre, weil jede neue Staffel neue Leser bringt. Das macht sie zu einer stetigen Einnahme und nicht zu einem einmaligen Vorschuss.

Live-Shows in Theatern und Arenen

Schon mit „Live n Deadly“ zog er Veranstaltungen mit bis zu 14.000 Besuchern an. Seine Bühnenshow „Ocean“ tourte 2024 und 2025 durch Großbritannien und Australien. Im Herbst 2025 folgte mit „Deadly Live!“ seine erste Arenatournee, in den Herbstferien vom 24. Oktober bis 2. November durch Städte wie Newcastle, Manchester, Birmingham, Glasgow und London.

Für einen Moderator ist das wirtschaftlich der interessanteste Teil des Geschäfts. Im Fernsehen bekommt er ein Honorar, auf der Bühne ist er selbst der Veranstalter oder am Kartenumsatz beteiligt. Wie die Erlöse zwischen ihm, den Hallen und dem Tourveranstalter aufgeteilt werden, ist nicht veröffentlicht.

Vorträge vor Firmenpublikum

Mehrere britische Rednerbüros vermitteln ihn für Firmenveranstaltungen, Konferenzen und Gala-Abende, mit Themen wie Risiko, Teamarbeit und Umweltschutz. Solche Auftritte sind planbar, verursachen kaum Kosten und lassen sich zwischen Drehreisen legen. Ähnlich hat es der Bergsteiger Reinhold Messner über Jahrzehnte gehalten, der ebenfalls von Büchern und Vorträgen lebt.

Familie, Wohnsitz und Engagement

Im September 2015 verlobte er sich mit Helen Glover, am 10. September 2016 heirateten die beiden in Prussia Cove in Cornwall. Glover gewann 2012 und 2016 olympisches Gold im Zweier ohne Steuerfrau. Das Paar hat drei Kinder. Gemeinsam standen die beiden für die BBC-Reihe „Japan’s Northern Wilderness“ vor der Kamera.

Wohnsitz zwischen Themse und Cornwall

Anfang 2026 lebte die Familie in Cornwall nahe Land’s End, wo Glover herkommt, davor wohnte sie in einem Haus an der Themse in Berkshire. Kaufpreise zu den Häusern sind nicht veröffentlicht. Wir rechnen Backshall nur seinen Anteil an, weil beide Häuser der Familie gehören und nicht ihm allein.

Spenden und Auszeichnungen

2005 lief er den Marathon des Sables durch die Sahara, um Spenden für den UK Wolf Conservation Trust zu sammeln. 2017 wurden er und Glover als Spendensammler des Jahres ausgezeichnet, nachdem sie für den World Land Trust 360.000 Pfund zusammengebracht hatten. Das Geld ging an den Schutz von Regenwaldflächen und nicht an das Paar. In den New Year Honours 2020 wurde er für seine Verdienste um Wohltätigkeit und Naturschutz zum Member of the Order of the British Empire ernannt, 2019 benannten Forscher eine Krötenart nach ihm.

Häufige Fragen zu Steve Backshall

Wie hoch ist das Vermögen von Steve Backshall?

Wir schätzen es auf rund 5 Millionen Euro. Es speist sich aus fast drei Jahrzehnten Fernsehhonoraren, aus Büchern, Live-Shows und Vorträgen, die über seine eigene Gesellschaft laufen.

Gehört Steve Backshall die Sendung „Deadly 60“?

Nein. Die Reihe ist eine Produktion der BBC, Backshall ist dort Moderator. Er verdient an ihr über sein Honorar und indirekt über die Bekanntheit, die seine Bücher und Live-Shows trägt.

Wird das Vermögen von Helen Glover mitgerechnet?

Nein. Helen Glover verdient als Olympiasiegerin im Rudern, mit Sponsoren und im Fernsehen eigenes Geld. Unsere Schätzung gilt nur für Steve Backshall.

Womit verdient Steve Backshall neben dem Fernsehen?

Mit Kinderromanen wie „The Falcon Chronicles“ und Sachbüchern, mit Bühnenshows wie „Ocean“ und der Arenatournee „Deadly Live!“ sowie mit Vorträgen für Unternehmen.

Für welche Sender arbeitet Steve Backshall?

Vor allem für die BBC, daneben für National Geographic, den Discovery Channel, Sky, Channel 5 und den Sender Dave. In Deutschland liefen seine Expeditionen auf DMAX.

Bildquellen:
Titelbild: Geckochasing [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
Humboldtsquid1000 [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
gemeinfrei, via Wikimedia Commons