Millionen Euro
WohnortBerlin, Hessen
Frühere BandReamonn (1998 bis 2010)
Coach bei The Voice of GermanyNeun Staffeln (2011 bis 2026)
Rateteam bei The Masked SingerSechs Staffeln (2020 bis 2024)
SoloalbenSechs, zuletzt Halo (2024)
Gold- und Platin-AuszeichnungenÜber 1,4 Millionen Einheiten
Management und VerlagJewel Music, Berlin
Geburtsdatum03. Mai 1973 (53 Jahre alt)
Geboren inTralee, Irland
NationalitätIrland
Familienstandverheiratet mit Josephine Garvey (seit 2002)
BerufSänger, Songwriter, TV-Coach
Voller NameRaymond Michael Garvey
SpitznameRea
Kinder1 (Aamor)

Der bekannteste Titel von Rea Garvey stammt aus einer Band, die es seit 2010 nicht mehr gibt, und seinen zweiten großen Lauf hatte er ohne ihn: „Supergirl“ erschien im März 2000 als erste Single von Reamonn und kehrte 2015 als Coverversion dreier deutscher Acts monatelang in die Charts zurück, gesungen von jemand anderem. Garvey steht auf beiden Fassungen als einer von vier Autoren, und dieser Anteil wird ausgeschüttet, gleich wer den Song einspielt. Das planbarste Geld verdient der Ire aus Tralee trotzdem nicht mit Musik, sondern auf einem roten Stuhl im Privatfernsehen. Wir schätzen das Vermögen von Rea Garvey auf rund 15 Millionen Euro.

Rea Garvey - Verdienst mit Spotify

Rea Garvey kommt bei Spotify als Hauptact auf rund 389,48 Millionen Streams. Bei einer Ausschüttung von rund 0,0035 Euro pro Stream entspricht das etwa 1,36 Millionen Euro. Das ist allerdings die Summe an alle Rechteinhaber, je nach Vertrag bleiben davon 15 bis 80 Prozent bei ihm.

Gesamteinnahmen über Spotify 1,36 Millionen Euro
Streams inkl. Features 443,39 Millionen Streams
Gesamte Streams als Hauptact389,48 Millionen
Ausschüttung insgesamt1,36 Millionen Euro
Einnahmen pro Tag265 Euro
Einnahmen pro Monat8.072 Euro
Einnahmen pro Jahr96.859 Euro
Erfolgreichste Songs bei Spotify
The One 248.000 Euro
Kiss Me 193.000 Euro
Is It Love? 169.000 Euro
Best Bad Friend Feature 74.000 Euro
Oh My Love 74.000 Euro
Free Like The Ocean 56.000 Euro
Can't Say No 51.000 Euro
Wild Love 46.000 Euro
Let Go - New Single Version Feature 45.000 Euro
Talk To Your Body 41.000 Euro
Halo 38.000 Euro
Somewhere Close To Heaven 34.000 Euro
It's A Good Life 27.000 Euro
Love Makes You Shine 25.000 Euro
Armour 22.000 Euro
Let's Be Lovers Tonight 21.000 Euro
Happy Christmas 21.000 Euro
Each Tear - German Version Feature 21.000 Euro
Hey Hey Hey 20.000 Euro
Not Easy To Love 19.000 Euro

Rechne selbst

Davon bleiben rund 272.639 Euro bei ihm.

Berechnungsgrundlage anzeigen

Grundlage sind die Streams als Hauptact, Stand 25.08.2026, multipliziert mit rund 0,0035 Euro pro Stream. Das ist die Ausschüttung an alle Rechteinhaber, nicht das Einkommen. Bei einem Major-Vertrag bleiben davon 15 bis 25 Prozent, bei eigenem Katalog 50 bis 80 Prozent. Songs, auf denen Rea Garvey nur als Gast auftritt, bringen am Master in der Regel nichts und zählen deshalb nicht mit.

Wie hoch ist das Vermögen von Rea Garvey?

Zwei Laufbahnen tragen die Schätzung, und die jüngere ist inzwischen die längere: Reamonn lief von 1998 bis 2010, die Solokarriere läuft seit 2011. Zusammen weisen die Gold- und Platin-Auszeichnungen beider Laufbahnen mehr als 1,4 Millionen Einheiten aus, gut 900.000 davon aus der Bandzeit. Das ist für den deutschsprachigen Markt eine Menge und trotzdem der kleinere Posten, denn die Aufnahmen gehören den Plattenfirmen, und vom Erlös je Tonträger oder je Abruf bleibt dem Interpreten nur ein Bruchteil.

Schwerer wiegen zwei andere Dinge. Als Miturheber seiner Lieder bekommt er einen Anteil, der über die Verwertungsgesellschaft läuft, vom Plattenvertrag unabhängig ist und bei einem Radiodauerbrenner über Jahrzehnte zahlt. Und das Fernsehen liefert seit 2011 fast jedes Jahr ein Honorar, das nicht davon abhängt, ob ein Album gut läuft. Gedämpft wird die Schätzung dadurch, dass ihm weder die Bandaufnahmen noch seine Soloaufnahmen selbst gehören.

Reamonn: wem die Aufnahmen und die Songs gehören

Von der Zeitungsannonce zum Plattenvertrag

Einkommen von Rea Garvey Garvey kam 1998 aus Irland nach Deutschland und verdiente sein Geld zunächst als Roadie und als T-Shirt-Verkäufer auf Festivals. Im selben Jahr gab er eine Zeitungsannonce auf, in der ein Sänger eine Band für Platte und Tour suchte. Es meldeten sich Mike Gommeringer, Sebastian Padotzke, Uwe Bossert und Philipp Rauenbusch, im November 1998 stand die Gruppe.

Nach einem Showcase im April 1999 folgte im Juni 1999 ein Vertrag bei Virgin Records. Das Debütalbum „Tuesday“ erschien im Mai 2000, im selben Jahr spielte die Band über 200 ausverkaufte Konzerte. Wirtschaftlich war das der Bruch: Aus einem Mann, der Hemden verkaufte, wurde binnen zwei Jahren der Sänger einer Band mit Plattenvertrag und vollem Tourkalender.

Der Autorenanteil, der ein zweites Mal gezahlt hat

„Supergirl“ wurde von vier der fünf Bandmitglieder geschrieben, neben Garvey von Gommeringer, Padotzke und Rauenbusch. Auf ihn entfällt damit ungefähr ein Viertel des Urheberanteils an dem Titel, der die Band bekannt gemacht hat.

Interessant ist daran weniger das Jahr 2000 als das Jahr 2015. Damals nahmen Anna Naklab, Alle Farben und Younotus den Song neu auf, die Fassung hielt sich 42 Wochen in den deutschen Charts und schaffte es in die Jahreswertung. Die Autoren blieben dieselben. Ein Urheberanteil wandert nicht mit, wenn ein anderer Künstler einen Titel einspielt: Er wird jedes Mal fällig, wenn das Lied im Radio, im Fernsehen, in einem Werbespot oder im Stream läuft. Damit ist der Autorenanteil an diesem einen Titel ein eigener Posten, der die Bandzeit überdauert hat.

Was nach dem Ende der Band blieb

Im Februar 2006 wechselte Reamonn von Virgin zu Universal, im April 2006 erschien das Album „Wish“. Ende August 2010 gab die Gruppe ihre Trennung bekannt, das Best-of „Eleven“ war die letzte Veröffentlichung, das letzte Konzert spielte sie am 6. November 2010 in Hannover.

Die Aufnahmen blieben, wo sie waren. Nachdem Universal 2012 das Tonträgergeschäft von EMI und damit auch Virgin übernommen hatte, liegt der komplette Bandkatalog bei einem einzigen Konzern, von der ersten bis zur letzten Platte. Die Kompositionen dagegen blieben bei den Urhebern, und das ist der Unterschied, der die Einnahmen aus elf Jahren Band am Leben hält. Vom Geld der guten Jahre ging auch etwas wieder heraus: Im Februar 2001 übergaben drei Bandmitglieder einem Kinderkrebskrankenhaus in Minsk einen Scheck über mehr als 120.000 D-Mark, im Juli 2007 spendete die Gruppe 20.000 Euro an die Kindernothilfe in Duisburg.

Die Solokarriere und das Geschäft dahinter

Sechs Alben bei einem Major

Das erste Soloalbum „Can’t Stand the Silence“ erschien im September 2011, es folgten „Pride“ (2014), „Prisma“ (2015), „Neon“ (2018), „Hy Brasil“ (2020) und „Halo“ (2024). Alle sechs erschienen bei Island Records und damit innerhalb von Universal. Die vier Alben bis 2018 tragen Auszeichnungen über rund 600.000 Einheiten.

An der Eigentumsfrage ändert die Solokarriere deshalb nichts: Auch diese Aufnahmen gehören dem Label und nicht dem Sänger. Zu einem Verkauf seiner Rechte oder seines Katalogs ist nichts veröffentlicht, und ein eigenes Plattenlabel, das seine Musik herausbringt, gibt es nicht.

Verlag, Management und Merchandising in Berlin

Was es gibt, ist eine Firmengruppe in Berlin, die unter dem Namen Jewel auftritt und von seiner Frau geführt wird. Sie besteht aus drei Teilen mit klar getrennten Aufgaben. Das Management gibt es seit 1999, es hat früher unter anderem Anna Loos, Silly und In Extremo betreut und kümmert sich heute um Garvey. Dazu kommen seit 2011 ein Musikverlag, der Rechte an veröffentlichten Werken erwirbt und abrechnet, und eine Gesellschaft für Rechteverwertung und Merchandising, über die auch der Fanshop läuft.

Das ist wirtschaftlich der interessantere Teil der Konstruktion. Wer nur einen Künstlervertrag hat, bekommt eine Abrechnung. Wer daneben Verlag, Management und Merchandising im eigenen Umfeld hält, behält Margen, die sonst an Dritte gehen, und zwar auf Einnahmen, die ohnehin anfallen.

Die Bühne

Das Konzertgeschäft ist bei ihm der Posten mit den größten Ausschlägen nach oben und nach unten. Die „Neon Tour“ im Herbst 2018 und im Sommer 2019 brachte nach Veranstalterangaben mehr als 250.000 Besucher in ausverkaufte Hallen und zu Open Airs.

Die Arenatournee zum Album „Hy Brasil“ zeigt die andere Richtung. Sie wurde dreimal verschoben und Anfang 2022 schließlich abgesagt, darunter Termine in den großen Hallen von Hamburg, Hannover und Berlin. Wie teuer ein solcher Ausfall wird, hängt an Vorproduktion und Versicherung und ist nicht veröffentlicht.

Fernsehen und Werbung als planbarer Teil

Neun Staffeln auf dem roten Stuhl

Vermögen von Rea Garvey Der Weg ins Fernsehen begann im März 2010 mit einem Jurystuhl bei „Unser Star für Oslo“, neben Stefan Raab und Joy Denalane. Aus dieser Show ging Lena Meyer-Landrut hervor.

Von November 2011 bis Februar 2012 saß Garvey in der ersten Staffel von „The Voice of Germany“, in der zweiten gewann er mit Nick Howard. Es folgten die vierte, die fünfte und die neunte Staffel, 2020 ein Doppelstuhl mit Samu Haber samt Sieg mit Paula Dalla Corte, danach die zwölfte, die fünfzehnte und die sechzehnte. Das sind neun Staffeln, verteilt über anderthalb Jahrzehnte, mit Kollegen wie Mark Forster, Sido, Nico Santos und Shirin David.

Zu den Gagen der Coaches ist nichts veröffentlicht, weder vom Sender noch von der Produktionsfirma. Für eine etablierte Coach-Rolle in einer Primetime-Castingshow sind Honorare im hohen sechsstelligen Bereich je Staffel branchenüblich. Über neun Staffeln ist das die verlässlichste Einnahmequelle seiner Laufbahn, unabhängig von Albumverkäufen und von der Auslastung einer Tournee.

Die zweite Show und die Werbeverträge

Dazu kommt ein zweites Format beim selben Senderkreis. Bei „The Masked Singer“ gehörte Garvey ab der zweiten Staffel im Frühjahr 2020 zum festen Rateteam und war dort in sechs Staffeln bis Ende 2024 gesetzt, daneben mehrfach als Gast. Ab der zwölften Staffel im November 2025 wurde das Rateteam neu besetzt.

Werblich trat er erstmals im Januar 2015 auf, gemeinsam mit Samu Haber für den Autohersteller Mazda, in Radio, Print und Fernsehen. Zum Volumen dieses Vertrags ist nichts veröffentlicht. Im Sommer 2022 wurde er das Gesicht einer Kampagne der Hardenberg Distillery; deren Whiskeymarke Beverbach brachte einen Kaffeelikör als „Rea Garvey Edition“ heraus, die Zusammenarbeit war bis Ende 2024 vereinbart. Für die Vermögensfrage zählt dabei die Rolle: Die Marke gehört dem Spirituosenhersteller. Garvey ist dort Werbepartner und weder Eigentümer noch Gesellschafter.

Daneben hat er über die Jahre für andere geschrieben und mit anderen gesungen, etwa mit Xavier Naidoo, für den Soundtrack eines Films von Til Schweiger und gemeinsam mit Kool Savas. Jede dieser Beteiligungen erzeugt einen eigenen kleinen Autorenanteil, der weiterläuft.

Häufige Fragen zu Rea Garvey

Wie hoch ist das Vermögen von Rea Garvey?

Wir schätzen das Vermögen von Rea Garvey auf rund 15 Millionen Euro. Den größten Teil machen die Fernsehhonorare aus anderthalb Jahrzehnten, die Autorenanteile an den Liedern von Reamonn und den Soloalben sowie das Konzertgeschäft aus.

Womit verdient Rea Garvey sein Geld?

Mit vier Dingen: mit Fernsehverträgen, mit Urheberanteilen an seinen Liedern, mit Konzerten und Tonträgern und mit Werbung. Dazu kommen Verlag, Management und Merchandising, die im eigenen Umfeld organisiert sind.

Bekommt Rea Garvey noch Geld für die Songs von Reamonn?

Ja, aber nicht für die Aufnahmen. Die gehören den Plattenfirmen. Als Miturheber mehrerer Bandtitel behält er den Urheberanteil, der über die Verwertungsgesellschaft ausgeschüttet wird, sobald ein Lied gespielt wird. Bei „Supergirl“ gilt das auch für die Coverversion von 2015.

Wie oft war Rea Garvey Coach bei The Voice of Germany?

In neun Staffeln, erstmals in der ersten Staffel ab November 2011. Zweimal gewann ein Talent aus seinem Team, 2012 mit Nick Howard und 2020 im Doppelteam mit Samu Haber.

Gehört Rea Garvey ein eigenes Plattenlabel?

Nein. Seine Alben erscheinen bei Island Records und damit innerhalb von Universal, die Aufnahmen gehören dem Label. Im eigenen Umfeld liegen dagegen Management, ein Musikverlag und eine Gesellschaft für Merchandising und Rechteverwertung.

Bildquellen:
Titelbild: 2014 Bella Lieberberg / Universal Music
© Olaf Heine / Universal Music