Millionen Euro
Eigenes LabelHomerun Records, gegründet 2005
Gold- und Platin-AuszeichnungenPlatin in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, Schweden und Dänemark
Music Industry Awardself Preise zwischen 2007 und 2012
Geburtsdatum14. Juli 1981 (45 Jahre alt)
Geboren inBorgerhout, Belgien
NationalitätBelgien
Familienstandliiert mit Laura Van Bouchout
BerufSänger, Songwriter, Labelbetreiber
Voller NameJonathan Ivo Gilles Vandenbroeck
SpitznameMilow
Kinder2

Milow ist der international bekannteste belgische Singer-Songwriter seiner Generation. Jonathan Ivo Gilles Vandenbroeck, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, veröffentlichte sein Debüt 2006 auf einem Label, das er selbst gegründet hatte, und hat an dieser Konstruktion nichts geändert: Er schreibt seine Titel, verlegt sie und bringt sie über die eigene Firma heraus. Sein Geld kommt aus drei Richtungen, aus den Erlösen der eigenen Aufnahmen, aus dem Konzertgeschäft und aus den Anteilen, die ihm als Autor und Verleger zufließen. Wir schätzen das Vermögen von Milow auf rund 9 Millionen Euro.

Milow - Verdienst mit Spotify

Milow kommt bei Spotify als Hauptact auf rund 575,33 Millionen Streams. Bei einer Ausschüttung von rund 0,0035 Euro pro Stream entspricht das etwa 2,01 Millionen Euro. Das ist allerdings die Summe an alle Rechteinhaber, je nach Vertrag bleiben davon 15 bis 80 Prozent bei ihm.

Gesamteinnahmen über Spotify 2,01 Millionen Euro
Streams gesamt 617,97 Millionen Streams
Gesamte Streams als Hauptact575,33 Millionen
Ausschüttung insgesamt2,01 Millionen Euro
Einnahmen pro Tag302 Euro
Einnahmen pro Monat9.195 Euro
Einnahmen pro Jahr110.328 Euro
Erfolgreichste Songs bei Spotify
Ayo Technology 598.000 Euro
Howling at the Moon 259.000 Euro
Whatever It Takes 124.000 Euro
You Don't Know (Single Version) 120.000 Euro
ASAP 102.000 Euro
Feels Like Home Feature 79.000 Euro
First Day Of My Life 50.000 Euro
You And Me (In My Pocket) 50.000 Euro
Nobody Needs You Like I Do 49.000 Euro
Lay Your Worry Down (feat. Matt Simons) 48.000 Euro
Have You Ever Seen The Rain Feature 38.000 Euro
Summer Days 31.000 Euro
Is Dit Nu Later 29.000 Euro
Little In The Middle 26.000 Euro
Christmas Is Finally Here 23.000 Euro
Giving Up On You 21.000 Euro
How Love Works 20.000 Euro
When The Sun Goes Down 19.000 Euro
Best Part Of Me Feature 18.000 Euro
Morgen Komt Het Goed 17.000 Euro

Rechne selbst

Davon bleiben rund 402.734 Euro bei ihm.

Berechnungsgrundlage anzeigen

Grundlage sind die Streams als Hauptact, Stand 04.09.2026, multipliziert mit rund 0,0035 Euro pro Stream. Das ist die Ausschüttung an alle Rechteinhaber, nicht das Einkommen. Bei einem Major-Vertrag bleiben davon 15 bis 25 Prozent, bei eigenem Katalog 50 bis 80 Prozent. Songs, auf denen Milow nur als Gast auftritt, bringen am Master in der Regel nichts und zählen deshalb nicht mit.

Wie hoch ist das Vermögen von Milow?

Einkommen von Milow Nach unserer Schätzung kommt Milow auf rund 9 Millionen Euro. Den größten Teil tragen zwei Jahrzehnte Konzertgeschäft und die Erlöse aus den Aufnahmen, die ihm selbst gehören, dazu kommen Urheber- und Verlagsanteile an den Titeln, die er geschrieben hat. Was ihn von den meisten Künstlern seiner Größenordnung unterscheidet, ist nicht die Reichweite, sondern die Eigentumsfrage: Ihm gehören der Katalog, die Aufnahmen und die Marke.

Warum Eigentum mehr wiegt als Reichweite

Wer bei einem Konzern unter Vertrag steht, erhält vom Erlös einer Aufnahme einen Künstleranteil im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Wem die Aufnahme selbst gehört, dem bleibt nach Vertrieb und Kosten ein Vielfaches davon. Deshalb kann ein Musiker mit mittlerer Reichweite und eigenem Katalog wirtschaftlich an einem Künstler vorbeiziehen, der ungleich mehr Platten verkauft, dabei aber bei einem Major unter Vertrag steht. Bei Lena Meyer-Landrut und Tim Bendzko läuft das Tonträgergeschäft über einen Konzern, bei Milow über die eigene Firma. Im deutschen Rap kennt man dieselbe Konstruktion von Kool Savas, der die Rechteebene ebenfalls selbst hält.

Der größte Hit bringt den kleineren Anteil

Bekannt über Belgien hinaus machte ihn eine Coverversion. „Ayo Technology“ stammt im Original von 50 Cent, Justin Timberlake und Timbaland. Milow spielte den Song im Februar 2008 in einer Radiosession auf der Akustikgitarre, nahm ihn danach als Single auf und brachte sie im September 2008 heraus.

Wirtschaftlich hat das eine Kehrseite. An der Aufnahme verdient er voll, denn sie gehört seinem Label. Am Lied selbst verdient er nichts: Die Urheber- und Verlagsanteile gehen an die Autoren des Originals, und die fließen bei jeder Ausstrahlung im Radio und bei jedem Abruf weiter. Bei einem Titel dieser Größenordnung ist dieser Strom der beständigere von beiden. Sein bekanntester Song ist also ausgerechnet der, an dem er nur eine der beiden Seiten hält.

Das eigene Label als Kern des Geschäfts

Homerun Records gründete Milow 2005 in Leuven, noch ohne Vertrag bei einer Plattenfirma. Das Label ist bis zum Album „Boy Made Out of Stars“ sein Veröffentlichungsweg geblieben, ab 2011 mit Island als Vertriebspartner.

Der Start ohne Firma im Rücken

Das Debüt „The Bigger Picture“ erschien im Januar 2006 und verschwand nach sieben Wochen wieder aus den belgischen Albumlisten. Erst die neu eingespielte Single „You Don’t Know“ brachte 2007 den Durchbruch in Belgien, danach hielt sich das Album über zwei Jahre in den heimischen Listen. Für die Vermögensfrage ist der Zeitpunkt entscheidend: Milow besaß die Rechte an diesem Erfolg bereits, bevor ein Konzern überhaupt anfragte. Wer erst nach dem ersten Hit unterschreibt, verhandelt aus der schwächeren Position.

Autor, Verleger und Labelinhaber in einer Person

Bei Milow fallen drei Rollen zusammen, die sich sonst auf drei Unternehmen verteilen: der Interpret, der Urheber samt Verlag und der Rechteinhaber an der Aufnahme. Über Jahre hat er sich zusätzlich selbst gemanagt. Jede dieser Rollen trägt einen eigenen Anteil an jedem Euro, der über Radio, Streaming oder einen Tonträger hereinkommt.

Ein eigenes Label ist dabei kein Selbstläufer. Es ist ein Betrieb mit Vorkosten, mit Produktion, Vertrieb und Personal, und es kann Geld verbrennen statt es auszuschütten. Bei Milow trägt die Konstruktion, weil sie seit 2006 durchgehend ein Publikum in mehreren Ländern bedient.

Was die Auszeichnungen zeigen

„Ayo Technology“ wurde in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, Schweden und Dänemark mit Platin ausgezeichnet, in Spanien und den Niederlanden mit Gold. Das Album „Milow“, das 2009 aus „Coming of Age“ hervorging, erhielt Platin in Deutschland und der Schweiz sowie Gold in Frankreich, den Niederlanden und Belgien und verkaufte sich in Kontinentaleuropa und Kanada über 500.000 Mal, noch in der Zeit, in der Alben überwiegend als CD über die Ladentheke gingen. „North and South“ folgte 2011 mit Platin in Belgien und Gold in Deutschland, die Single „You and Me (In My Pocket)“ mit Platin in Deutschland.

Konzerte, Fernsehen und Auszeichnungen

Vermögen von Milow Das Konzertgeschäft ist bei Milow die verlässlichste Einnahmequelle, und es läuft seit dem Durchbruch ohne längere Unterbrechung.

Zwei Jahrzehnte auf Tournee

Bis Ende 2010 hatten Milow und seine Band mehr als 300 Konzerte in Europa gespielt, dazu kamen Auftritte bei Pinkpop, bei Rock am Ring und beim Montreux Jazz Festival. Auf die Veröffentlichung von „North and South“ folgte 2011 eine Tournee mit über 50 Konzerten in zwölf Ländern. Im Dezember 2018 stand er als Headliner der Konzertreihe „Night of the Proms“ in Deutschland und Luxemburg auf der Bühne, unter anderem neben Tim Bendzko. Im Frühjahr 2025 spielte er zum Album „Boy Made Out of Stars“ erneut mehrere Termine in Deutschland.

Für November 2026 sind zehn weitere Konzerte in Deutschland angekündigt, vom 3. bis zum 15. November und in kleinerem Rahmen als zuvor. Gespielt wird unplugged in Klubs und Kulturhäusern in Aalen, Leverkusen, Papenburg, Karlsruhe, Mannheim, Hannover, Oldenburg, Dresden, Nürnberg und Fulda. Wirtschaftlich ist dieses Format attraktiv: Eine kleine Besetzung heißt niedrige Produktionskosten, und davon bleibt beim Künstler ein höherer Anteil des Ticketerlöses als bei einer Hallentournee mit voller Technik.

Auftritte im deutschsprachigen Fernsehen

Den deutschen Markt hat Milow über das Fernsehen zusätzlich erschlossen. 2019 war er Teilnehmer der sechsten Staffel von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ bei VOX. Gastgeber war Michael Patrick Kelly, mit dabei waren unter anderen Jeanette Biedermann, Johannes Oerding und Wincent Weiss.

Solche Formate schaffen vor allem Reichweite. Die Sender veröffentlichen die Honorare nicht, und eine eigene Einnahmesäule wird daraus erst, wenn jemand wie Mark Forster über viele Staffeln hinweg in einer Castingshow sitzt. Bei Milow blieb das Fernsehen ein einzelner Auftritt, der Tickets und Alben verkauft hat.

Preise aus zwei Jahrzehnten

Bei den belgischen Music Industry Awards gewann Milow zwischen 2007 und 2012 elf Preise, darunter zweimal den für das Lied des Jahres. 2010 kamen der Publikumspreis des European Border Breakers Award und der Swiss Music Award als bester internationaler Newcomer dazu, 2012 die Auszeichnung als bester belgischer Act bei den MTV Europe Music Awards und 2017 der Radio Regenbogen Award in der Kategorie Pop International. Preise bringen kein Geld, sie verlängern aber die Zeit, in der ein Titel im Radio läuft.

Was sonst zum Vermögen zählt

Neben Musik und Konzerten gibt es Posten, die für die Einordnung wichtig sind: eine Immobilie, die Geld gekostet hat, ein Produktionsaufwand, den er selbst trägt, und die Arbeit an fremden Veröffentlichungen.

Der Ausflug nach Kalifornien

Im April 2017 kaufte Milow ein Strandhaus in Venice Beach in Los Angeles für 3,19 Millionen US-Dollar, ein Gebäude mit fünf Schlafzimmern und Dachterrasse. Fünf Monate später gab er es wieder ab, für rund 1,8 Millionen Euro. Aus dem Rückzugsort zum Schreiben wurde damit ein Verlust von etwa einer Million, und solche Posten gehören in eine ehrliche Schätzung, weil sie in die Gegenrichtung wirken.

Investitionen in das eigene Produkt

Zum Album „Boy Made Out of Stars“, erschienen am 21. Februar 2025, entstanden Videos zu allen fünfzehn Titeln und ein begleitendes Magazin über die Entstehung der Platte. Das ist Aufwand, den bei einem Konzernkünstler das Label übernimmt und den er selbst finanziert. Auf der Platte steht außerdem ein Lied, in dem die Stimme seines verstorbenen Vaters mithilfe künstlicher Intelligenz eingefügt wurde.

Kooperationen als zweites Standbein

Regelmäßig taucht Milow auf fremden Veröffentlichungen auf. 2010 nahm er „Out of My Hands“ mit der Norwegerin Marit Larsen auf, 2018 folgte „Lay Your Worry Down“ mit Matt Simons und 2022 „Until the Sun Comes Up“ mit Skip Marley. 2025 kam „House on Fire“ mit Linda Elys heraus, im April 2026 „Forever Young“ gemeinsam mit dem belgischen DJ Licious. Für einen Künstler, dem die eigenen Aufnahmen gehören, sind solche Beteiligungen doppelt interessant: Sie bringen Anteile an fremden Erlösen und Aufmerksamkeit für den eigenen Katalog. Ähnlich arbeitet Ed Sheeran, der seine Titel selbst schreibt und an Songs anderer Künstler als Autor beteiligt ist.

Häufige Fragen zu Milow

Wie hoch ist das Vermögen von Milow?

Nach unserer Schätzung kommt Milow auf rund 9 Millionen Euro. Die Zahl speist sich aus zwei Jahrzehnten Konzertgeschäft, aus den Erlösen der Aufnahmen, die ihm selbst gehören, und aus den Urheber- und Verlagsanteilen an seinen eigenen Titeln.

Womit verdient Milow sein Geld?

Mit vier Quellen: Ticketerlösen aus Konzerten, Erlösen aus Tonträgern und Streaming, Urheber- und Verlagsanteilen an den selbst geschriebenen Liedern und Beteiligungen an Veröffentlichungen anderer Künstler.

Verdient Milow an „Ayo Technology“ als Autor?

Nein. Der Titel ist eine Coverversion, geschrieben haben ihn die Urheber des Originals. Milow verdient an seiner eigenen Aufnahme, weil sie über sein Label läuft, nicht aber am Lied selbst.

Was bringt ihm das eigene Label?

Homerun Records hält die Rechte an seinen Aufnahmen. Damit bleibt bei ihm ein deutlich größerer Anteil des Erlöses als bei einem Künstler, der bei einem Konzern unter Vertrag steht und nur eine Künstlerbeteiligung erhält.

Welche Rolle spielt Deutschland für seine Einnahmen?

Eine große. Deutschland ist neben Belgien und den Niederlanden sein wichtigster Markt, hier erhielt er Auszeichnungen für Album und Single, hier laufen regelmäßig Tourneen, und über „Sing meinen Song“ kam 2019 zusätzliche Sichtbarkeit dazu.

Bildquellen:
TVNOW / Markus Hertrich