Millionen Euro
Millionen US-Dollar
Höchste belegte Filmgage25 Millionen US-Dollar (Don't Look Up, 2021)
Oscar Gewinn2013
ProduktionsfirmaExcellent Cadaver (seit 2018)
WerbepartnerDior (seit 2012)
Geburtsdatum15. August 1990 (36 Jahre alt)
Geboren inLouisville, Kentucky, USA
NationalitätUSA
Familienstandverheiratet mit Cooke Maroney (seit 2019)
BerufSchauspielerin, Filmproduzentin
Voller NameJennifer Shrader Lawrence
SpitznameJ-Law, JLaw, Jen
Kinder2
Größe1.75 m

Jennifer Lawrence gehört zu den Schauspielerinnen, deren Marktwert sich innerhalb weniger Jahre vervielfacht hat. Nach dem Durchbruch mit dem Independent-Drama „Winter’s Bone“ (2010) wurde sie als Katniss Everdeen in der Reihe „Die Tribute von Panem“ und als Mystique in den „X-Men“-Filmen zu einer der meistbeschäftigten Hauptdarstellerinnen Hollywoods; für „Silver Linings“ erhielt sie 2013 den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Ihr Geld stammt heute aus drei Quellen: Filmgagen samt Gewinnbeteiligungen, einer eigenen Produktionsfirma und einem langlaufenden Werbevertrag mit einem Luxushaus. Wir schätzen das Vermögen von Jennifer Lawrence auf rund 155 Millionen Euro.

Wie hoch ist das Vermögen von Jennifer Lawrence?

Belastbar sind bei Schauspielerinnen die Einzelgagen, nicht das Gesamtvermögen: Gewinnanteile, Werbehonorare und Anlagevermögen sind nicht öffentlich. Nach unserer Schätzung kommt Jennifer Lawrence auf rund 155 Millionen Euro. Die Zahl stützt sich auf die belegten Honorare ihrer Hauptrollen, auf zwei Jahre an der Spitze der bestbezahlten Schauspielerinnen und auf ein Immobilienportfolio in Los Angeles und New York.
Das Vermögen der Schauspielerin Jennifer Lawrence Den größten Block machen die Filmhonorare aus. Allein die belegten Einzelgagen ihrer Hauptrollen summieren sich auf mehr als 140 Millionen US-Dollar vor Steuern, dazu kommen Erfolgsboni und Gewinnanteile, die beim Abschluss der „Tribute von Panem“-Reihe ein Vielfaches der Grundgage erreichten. Zweite Säule ist der Werbevertrag mit Dior, dritte die Produktionsfirma Excellent Cadaver, über die sie an der Verwertung ihrer eigenen Projekte beteiligt ist.

Gegenläufig wirken die Abzüge, und sie sind bei US-Schauspielerinnen erheblich. Ihre Einkünfte fallen in Kalifornien und New York an, wo Bundes-, Staats- und Stadtsteuer zusammen eine Belastung im Bereich von 45 bis 50 Prozent ergeben, dazu kommen die branchenüblichen Anteile für Agentur, Management und Rechtsberatung. Von einer Gage über 20 Millionen US-Dollar bleibt damit weniger als die Hälfte. Wer ihr Vermögen aus der Summe der Gagen hochrechnet, landet deshalb zwangsläufig zu hoch, und wer nur die Gagen zählt, zu niedrig, weil Werbung und Produktion fehlen.

Die Filmgagen als wichtigste Einnahmequelle

Vom Wochenlohn zur Millionengage

Für „Winter’s Bone“ wurde Lawrence nach Mindesttarif bezahlt, rund 3.000 US-Dollar pro Woche. Für den ersten Teil von „Die Tribute von Panem“ (2012) standen 500.000 US-Dollar im Vertrag, dazu Boni von etwa einer weiteren Million. Der Erfolg der Reihe verschob ihre Verhandlungsposition grundlegend: Für den zweiten Teil erhielt sie 10 Millionen US-Dollar, für den dritten 15 Millionen. Für den vierten und letzten Teil (2015) wurden 30 bis 40 Millionen US-Dollar aus Grundgage und Erfolgsbeteiligung berichtet, die Angaben gehen dort auseinander.

Die Filme mit belegter Gage

  • Die Tribute von Panem – The Hunger Games (2012) – 500.000 US-Dollar
  • American Hustle (2013) – 4 Millionen US-Dollar
  • Die Tribute von Panem – Catching Fire (2013) – 10 Millionen US-Dollar
  • X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (2014) – 6 Millionen US-Dollar
  • Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1 (2014) – 15 Millionen US-Dollar
  • Joy – Alles außer gewöhnlich (2015) – 15 Millionen US-Dollar
  • X-Men: Apocalypse (2016) – 8 Millionen US-Dollar
  • Passengers (2016) – 20 Millionen US-Dollar
  • Red Sparrow (2018) – 15 Millionen US-Dollar
  • Don’t Look Up (2021) – 25 Millionen US-Dollar
  • No Hard Feelings (2023) – 25 Millionen US-Dollar

Warum die Gage nicht das Gesamteinkommen ist

Jennifer Lawrence und ihre Gage für Die Tribute von Panem Bei den großen Reihen war die Festgage nur ein Teil der Vergütung. In den Zwölfmonatszeiträumen, die Forbes seiner Rangliste der bestbezahlten Schauspielerinnen zugrunde legte, kam Lawrence auf 52 Millionen und im Folgejahr auf 46 Millionen US-Dollar und führte beide Male die Liste an, deutlich vor Kolleginnen wie Jennifer Aniston und Scarlett Johansson. Der Ausschlag kam fast vollständig aus Gewinnanteilen am Abschluss der Panem-Reihe und nicht aus einer einzelnen Gage.

Dieses Modell ist in Hollywood der eigentliche Hebel. Wer wie Tom Cruise oder Robert Downey Jr. auf einen Anteil an den Erlösen statt auf eine hohe Festgage setzt, kann mit einem einzigen Film mehr verdienen als mit fünf Jahren Grundgagen. Genau an dieser Stelle entstand für Lawrence ein Nachteil, der später öffentlich wurde. Für „Passengers“ (2016) bekam sie 20 Millionen US-Dollar und damit 8 Millionen mehr als ihr Kollege Chris Pratt, womit sie die Marke erreichte, die vor ihr bei Schauspielerinnen fast nur Julia Roberts geschafft hatte.

Die Debatte um gleiche Bezahlung

Was der Sony-Hack offenlegte

Im Dezember 2014 machte ein Angriff auf die Server von Sony Pictures interne E-Mails öffentlich. Darin stand die Verteilung der Gewinnanteile für „American Hustle“ (2013), an dem der Sony-Ableger Columbia Pictures beteiligt war. In einer Mail vom 5. Dezember 2013 listete der zuständige Geschäftsbereichsleiter die Konditionen auf: Regisseur David O. Russell sowie die Darsteller Bradley Cooper, Christian Bale und Jeremy Renner erhielten je 9 Prozent aus dem Erlöspool, Jennifer Lawrence und Amy Adams je 7 Prozent.

Aus derselben Korrespondenz geht hervor, dass Lawrence zunächst bei 5 Prozent gelegen hatte und erst durch Nachverhandeln auf 7 Prozent kam. Auch bei der Festgage lag sie unter ihren männlichen Kollegen, obwohl sie zu dem Zeitpunkt der kommerziell stärkste Name der Besetzung war. Die Antwort der damaligen Studiochefin auf den intern vorgebrachten Einwand, die Ungleichbehandlung sei unfair, ist in den Unterlagen mit drei Worten festgehalten: „there is truth here“.

Ihre eigene Antwort und die Folgen für das Honorar

Im Oktober 2015 veröffentlichte Lawrence dazu einen Text im Newsletter Lenny Letter unter dem Titel „Why Do I Make Less Than My Male Co-Stars?“. Ihre Kritik richtete sie darin weniger an das Studio als an sich selbst: Sie habe als Verhandlerin versagt, weil sie zu früh aufgegeben habe, und nicht als „difficult“ oder „spoiled“ gelten wollen. Der Text löste eine Debatte über Honorarverhandlungen in der Branche aus, an die später auch andere Schauspielerinnen anschlossen.

Wirtschaftlich war der Vorgang folgenreich, weil er die Verhandlungslogik offenlegte, die sonst hinter Vertraulichkeitsklauseln bleibt. Ihre eigenen Honorare stiegen danach deutlich, von 4 Millionen US-Dollar für „American Hustle“ auf 20 Millionen für „Passengers“ und 25 Millionen US-Dollar für „Don’t Look Up“ (2021), ihre höchste belegte Einzelgage. Auch dort lag sie 5 Millionen unter ihrem Kollegen Leonardo DiCaprio, wurde im Vorspann aber zuerst genannt. Dieselben 25 Millionen US-Dollar zahlte Sony ihr 2023 für die Komödie „No Hard Feelings“, bei der sie zugleich als Produzentin auftrat.

Werbung, Produktion und Immobilien

Die Produktionsfirma Excellent Cadaver

2018 gründete Lawrence mit Justine Ciarrocchi die Produktionsfirma Excellent Cadaver. Über sie entstanden das Heimkehrerdrama „Causeway“ (2022), die Komödie „No Hard Feelings“ (2023) sowie die Dokumentarfilme „Bread & Roses“ über Frauen in Afghanistan, ausgezeichnet mit einem Peabody Award, und „Zurawski v. Texas“. Der finanzielle Unterschied zur reinen Schauspielrolle ist erheblich: Als Produzentin ist sie an der Verwertung beteiligt und nicht nur an ihrem Honorar. Denselben Weg gingen vor ihr George Clooney und Keanu Reeves, beide mit eigenen Gesellschaften.

Der Werbevertrag mit Dior

Die Gage von Jennifer Lawrence bei Passengers Seit 2012 ist Lawrence Werbegesicht des französischen Modehauses Dior und damit an einen der langlaufendsten Verträge dieser Art in Hollywood gebunden. Für die Verlängerung im Jahr 2015 wurden 15 Millionen US-Dollar über drei Jahre berichtet, die Konditionen der späteren Verlängerungen sind nicht öffentlich. Zu den Kampagnen gehörte der Duft „Joy by Dior“, die erste Parfum-Neueinführung des Hauses seit fast zwei Jahrzehnten. Dass die Verbindung Bestand hat, zeigte ihr Auftritt für das Haus bei der Pariser Schau der Frühjahrskollektion 2026 im Oktober 2025. Ein solcher Dauervertrag ist für Schauspielerinnen die verlässlichste Einnahmequelle überhaupt, ähnlich wie bei Emma Watson.

Immobilien als Anlage und als Verlustgeschäft

2014 kaufte Lawrence für 8,225 Millionen US-Dollar ein Haus in Beverly Hills. In New York lief es nicht durchgehend gut: Ein 2016 für 15,6 Millionen US-Dollar erworbenes Penthouse an der Upper West Side ging 2020 für 9,9 Millionen wieder weg, ein Verlust von mehr als fünf Millionen. Eine 2017 für 9 Millionen gekaufte Wohnung in Tribeca verkaufte sie Anfang 2023 für 9,8 Millionen und damit ohne echten Gewinn. Ihr Hauptwohnsitz ist eine Wohnung im West Village, die sie 2020 für 22 Millionen US-Dollar erwarb.

Die Projekte hinter dem künftigen Verdienst

Ihre Rolle als Katniss Everdeen ist nicht mehr das Zentrum ihrer Karriere, sondern eine Karrierephase, an die sie punktuell anknüpft. 2025 stand das Drama „Die My Love“ im Vordergrund, das sie zugleich produzierte; der Streamingdienst Mubi zahlte im Mai 2025 in Cannes 24 Millionen US-Dollar für die Rechte, die größte Akquisition in der Geschichte des Anbieters, während der Film an den Kinokassen klar hinter den Erwartungen blieb. Für den 20. November 2026 wurde der Kinostart von „The Hunger Games: Sunrise on the Reaping“ angekündigt, in dem sie Berichten vom Dezember 2025 zufolge erneut als Katniss auftritt.

Im Februar 2026 begannen in Tschechien die Dreharbeiten zu Martin Scorseses „What Happens at Night“, in dem sie neben Leonardo DiCaprio spielt und mitproduziert. Angekündigt, aber ohne Starttermin sind der Kriminalfilm „The Wives“ für Apple und A24, die Komödie „One Month Mark“ sowie ein Film um die Muppets-Figur Miss Piggy, den sie gemeinsam mit Emma Stone produzieren soll. Damit ist ihr Verdienst inzwischen breiter aufgestellt als in der Panem-Zeit, in der eine einzige Reihe den Ausschlag gab.

Häufige Fragen zu Jennifer Lawrence

Wie hoch ist das Vermögen von Jennifer Lawrence?

Wir schätzen das Vermögen von Jennifer Lawrence auf rund 155 Millionen Euro. Die Schätzung stützt sich auf ihre belegten Filmgagen, den Werbevertrag mit Dior, die Erlösbeteiligungen über ihre Produktionsfirma und ihren Immobilienbesitz in Los Angeles und New York.

Woher kommt das Vermögen von Jennifer Lawrence?

Der größte Teil stammt aus Filmhonoraren und Gewinnbeteiligungen ihrer Hauptrollen, vor allem aus den Reihen „Die Tribute von Panem“ und „X-Men“ sowie aus Einzelproduktionen wie „Passengers“, „Don’t Look Up“ und „No Hard Feelings“. Dazu kommen Werbeeinnahmen und Erlösanteile aus eigenen Produktionen.

Was war die höchste belegte Filmgage von Jennifer Lawrence?

Belegt sind 25 Millionen US-Dollar, jeweils für „Don’t Look Up“ (2021) und „No Hard Feelings“ (2023). Für den letzten Teil der Panem-Reihe (2015) wurden aus Grundgage und Erfolgsbeteiligung 30 bis 40 Millionen US-Dollar berichtet, dort gehen die Angaben auseinander.

Warum verdiente Jennifer Lawrence bei „American Hustle“ weniger als ihre Kollegen?

Nach den 2014 durch den Sony-Hack öffentlich gewordenen E-Mails erhielten Regisseur und männliche Hauptdarsteller je 9 Prozent aus dem Erlöspool, Lawrence und Amy Adams je 7 Prozent. Lawrence führte das später selbst auf ihr eigenes Verhandlungsverhalten zurück und schrieb im Oktober 2015 einen viel beachteten Text darüber.

Welche Werbeverträge hat Jennifer Lawrence?

Ihr wichtigster Werbepartner ist das Modehaus Dior, für das sie seit 2012 als Werbegesicht auftritt. Für die Verlängerung im Jahr 2015 wurden 15 Millionen US-Dollar über drei Jahre berichtet, spätere Konditionen sind nicht öffentlich.

Was macht die Produktionsfirma von Jennifer Lawrence?

Excellent Cadaver wurde 2018 gegründet und produziert Spielfilme und Dokumentarfilme, darunter „Causeway“, „No Hard Feelings“, „Bread & Roses“ und „Die My Love“. Lawrence ist dort Produzentin und damit an den Erlösen beteiligt, nicht nur an ihrer Gage.

Bildquellen:
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