Millionen Euro
Gagensumme der sieben Kinderfilme (1989 bis 1994)23,5 Millionen US-Dollar
Gage für Kevin – Allein in New York (1992)4,5 Millionen US-Dollar plus Gewinn- und Merchandising-Beteiligung
Geburtsdatum26. August 1980 (46 Jahre alt)
Geboren inNew York City, New York, USA
NationalitätUSA
Familienstandverlobt mit Brenda Song (seit 2022)
BerufSchauspieler
Voller NameMacaulay Carson Culkin
Kinder2 (Dakota Song Culkin, Carson Song Culkin)

Macaulay Culkin war zu Beginn der 1990er Jahre der bestbezahlte Kinderdarsteller Hollywoods. Sieben Filme zwischen 1989 und 1994 brachten ihm Gagen von zusammen 23,5 Millionen US-Dollar, bei „Kevin – Allein in New York“ kamen eine Gewinnbeteiligung und ein Anteil am Merchandising dazu. 1994 hörte er auf und stand fast ein Jahrzehnt nicht mehr vor einer Kinokamera. Sein Geld stammt deshalb aus einem Fenster von sechs Jahren, und wer damals darüber verfügen durfte, hat ein Gericht entschieden. Wir schätzen das Vermögen von Macaulay Culkin auf rund 25 Millionen Euro.

Wie hoch ist das Vermögen von Macaulay Culkin?

Macaulay Culkin heute

Macaulay Culkin

Die Schätzung ruht auf drei Blöcken. Der erste sind die Kindergagen, 23,5 Millionen US-Dollar an Festhonoraren, von denen ein erheblicher Teil an Abgaben und an die Vertretung ging. Der zweite ist die Beteiligung an „Kevin – Allein in New York“, die aus dem Film ein Vielfaches der Festgage machte. Der dritte sind Immobilien, und nur dieser Block ist zuletzt noch kräftig gewachsen.

Was die Zahl nicht trägt, ist ein laufendes Schauspielergehalt in der Größenordnung seiner Kinderjahre. Er spielt Neben- und Gastrollen, dazu kommen Werbeaufträge, eine eigene Medienmarke und eine Bühnenreihe: ein gutes Einkommen, aber kein zweites Vermögen. Einordnen lässt sich das an früh gestarteten Karrieren: Bei Daniel Radcliffe und Emma Watson ging der Kinderverdienst in eine weiterlaufende Karriere über, bei Angus T. Jones endete sie mit dem Serienvertrag. Culkin liegt dazwischen.

Die Gagen aus der Zeit als Kinderstar

Vom Nebendarsteller zum Millionenhonorar

Für „Allein mit Onkel Buck“ bekam er 1989 noch 40.000 US-Dollar. Ein Jahr später spielte er Kevin McCallister in „Kevin – Allein zu Haus“, einem Film mit 18 Millionen US-Dollar Budget, der weltweit 476 Millionen einspielte. Seine Gage dafür: 110.000 US-Dollar, ohne jede Beteiligung am Erfolg.

Damit war die Verhandlungslage umgedreht. 1991 bekam er eine Million US-Dollar für „My Girl“ und war im Musikvideo zu „Black or White“ von Michael Jackson zu sehen, 1992 folgten 4,5 Millionen für die Fortsetzung, das höchste Honorar, das bis dahin ein Kinderdarsteller bekommen hatte. 1994 stand er zweimal bei acht Millionen und hörte danach auf.

Die belegten Gagen im Überblick

  • Allein mit Onkel Buck (1989) – 40.000 US-Dollar
  • Kevin – Allein zu Haus (1990) – 110.000 US-Dollar
  • My Girl – Meine erste Liebe (1991) – 1 Million US-Dollar
  • Kevin – Allein in New York (1992) – 4,5 Millionen US-Dollar plus Beteiligung
  • Das zweite Gesicht (1993) – 1,5 Millionen US-Dollar
  • Allein mit Dad & Co (1994) – 8 Millionen US-Dollar
  • Richie Rich (1994) – 8 Millionen US-Dollar

Die Beteiligung an der Fortsetzung

Der Vertrag zum zweiten Kevin-Film ist der wichtigste seiner Laufbahn, und Culkin hat ihn 2025 in einem Interview selbst beschrieben: Er halte fünf Prozent am Nettogewinn des Films und bekomme 15 Prozent des Merchandisings, also auch an jedem verkauften Talkboy, dem Aufnahmegerät aus dem Film. Realistisch gerechnet ergibt das rund 16 Millionen US-Dollar aus der Gewinnbeteiligung und etwa eine Million aus dem Merchandising, mit der Festgage rund 20 Millionen US-Dollar aus einem Film.

Im Netz kursieren daraus abgeleitete Summen von über 200 Millionen US-Dollar allein für das Spielzeug. Sie entstehen, indem eine Stückzahl von 45 Millionen Geräten angenommen und der Ladenpreis mit seinem Anteil multipliziert wird. Beides ist falsch: Die Stückzahl geht auf eine verdrehte Angabe zu einem Nachfolgeprodukt zurück, und eine Merchandising-Beteiligung bemisst sich am Lizenzertrag des Studios, nicht am Ladenpreis. Der Hebel solcher Klauseln ist echt, wie bei Leonardo DiCaprio.

Was ihm an Wiederholungen und Streaming zusteht

Beide Kevin-Filme laufen jedes Jahr zur Weihnachtszeit im Fernsehen und stehen bei den Streamingdiensten weit oben. Am ersten Teil verdient Culkin daran nichts über die üblichen Wiederholungsvergütungen der Schauspielergewerkschaft hinaus, denn sein Vertrag von 1990 sah eine Festgage vor und sonst nichts. Was laufend etwas abwirft, hängt allein am zweiten Teil.

Auch dort ist der Streaming-Anteil kein Selbstläufer. Die Verträge von 1990 und 1992 kennen diese Verwertungsform nicht, und seit der Übernahme des Filmstudios durch Disney im Jahr 2019 lizenziert der Rechteinhaber die Filme an den eigenen Dienst. Für einen am Nettogewinn Beteiligten entsteht dabei regelmäßig nichts. Und das Merchandising ist versiegt: Der Talkboy wurde 1999 eingestellt.

Wie das Geld des Kindes verwaltet wurde

Der Streit um die Verfügungsgewalt

Bis zur Volljährigkeit gehört das Geld eines Kinderdarstellers ihm, verwalten dürfen es die Erziehungsberechtigten. Daran entzündete sich der Konflikt, als sich seine Eltern trennten. Beide hatten ihn als Manager vertreten und dafür je 15 Prozent der Gagen bekommen.

1997 entzog ein New Yorker Gericht beiden Elternteilen die Verfügungsgewalt über das Treuhandvermögen und setzte den langjährigen Buchhalter der Familie als Verwalter ein. Das Verfahren bezifferte das Vermögen auf bis zu 17 Millionen US-Dollar, andere Angaben daraus nennen 15 bis 20 Millionen. Der Verwalter führte das Geld, bis Culkin im August 1998 volljährig wurde. In derselben Entscheidung erlaubte das Gericht, aus seinem Geld eine Wohnung für die Familie zu bezahlen, der eine Räumung drohte.

Warum von 23,5 Millionen weniger übrig blieb

Die Gagensumme ist eine Bruttozahl. Davon gingen die 15 Prozent für jeden der beiden Manager ab, dazu die Agentur, die Anwälte und die Abgaben, die in New York und Kalifornien am oberen Rand der Vereinigten Staaten liegen. Von einer Schlagzeilenzahl bleibt so selten mehr als die Hälfte. Ein Sperrkonto nach kalifornischem Vorbild, das einen Teil der Gage dem Zugriff der Eltern entzieht, gab es für ihn nicht; diesen Schutz ersetzte erst der Gerichtsbeschluss. Um die Kontrolle über fremdes Geld ging es später auch bei Britney Spears.

Womit er nach dem Comeback verdient

Rollen, Bühne und Auszeichnungen

Macaulay Culkin Vermögen Der Wiedereinstieg kam in Schritten: 2019 eine Rolle in „Changeland“, 2021 eine der Hauptrollen in der zehnten Staffel von „American Horror Story“, 2022 zwei Folgen „The Righteous Gemstones“. 2025 folgten der Animationsfilm „Zootopia 2“ und die zweite Staffel der Serie „Fallout“, seine größte Aufgabe seit den Kinderjahren. Am 1. Dezember 2023 bekam er einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Diesen Weg ging auch Robert Downey Jr., und Joaquin Phoenix begann ebenfalls als Kind.

Dazu kommt ein Format, das seine bekannteste Rolle unmittelbar zu Geld macht: Im November und Dezember 2025 tourte er mit „A Nostalgic Night with Macaulay Culkin“ durch amerikanische Theater, mit einer Vorführung von „Kevin – Allein zu Haus“ und einem Gespräch danach. Solche Abende laufen auf Garantie oder auf eine Beteiligung am Kartenverkauf.

Werbeverträge

Der einträglichste Werbeauftritt ist datiert und beziffert: Für einen Weihnachtsspot von Google, veröffentlicht am 19. Dezember 2018, spielte er Kevin McCallister als Erwachsenen nach und bekam dafür kolportierte eine Million US-Dollar. Davor stand er im Juli 2016 für einen britischen Vergleichsdienst vor der Kamera. Beide Verträge sind abgelaufen, tauchen in Profilen aber weiter als laufende Partnerschaften auf.

Danach kamen zwei Kampagnen: 2024 ein Weihnachtsspot der Bank Chase und ab dem 1. November 2025 die Reihe „Home But Not Alone“ eines amerikanischen Pflegedienstes, wieder in seiner alten Rolle. Das Muster erklärt die Honorare: Bezahlt wird die Wiedererkennung einer Figur aus dem Jahr 1990.

Die eigene Marke

Anfang 2018 gründete er die Website und den Podcast Bunny Ears, eine Parodie auf die Lebensstilmarken Prominenter, und führt beides als Herausgeber; verdient wird über Werbung und Merchandising. Zwischen 2013 und 2016 spielte er in der Spaßband The Pizza Underground. Für die Schätzung ist beides Nebensache, es zeigt aber das Muster: Was er selbst aufsetzt, gehört ihm.

Immobilien

Der größte Zuwachs der vergangenen Jahre kommt nicht aus dem Filmgeschäft. 1999 kaufte er für 1,73 Millionen US-Dollar ein Loft in New York und verkaufte es im Januar 2025 für 7,75 Millionen. Im August 2022 erwarb er mit seiner Verlobten ein Anwesen in Toluca Lake bei Los Angeles für acht Millionen US-Dollar; verkauft wurde es Anfang 2026 für 14,25 Millionen, ein Aufschlag von 6,25 Millionen in weniger als vier Jahren.

Ein Teil des Erlöses ging umgehend wieder in Grundbesitz: Für 10,3 Millionen US-Dollar kaufte das Paar 2026 ein Haus in Sherman Oaks. Aus beiden Verkäufen stehen rund zwölf Millionen US-Dollar realisierter Gewinn, und das ist der Grund, warum die Schätzung höher ausfällt, als es die stille Phase seiner Laufbahn vermuten ließe. Jüngere Kollegen wie Tom Holland gehen den umgekehrten Weg.

Häufige Fragen zu Macaulay Culkin

Wie hoch ist das Vermögen von Macaulay Culkin?

Nach unserer Schätzung kommt Macaulay Culkin auf rund 25 Millionen Euro. Der Grundstock stammt aus seinen Kinderjahren, gewachsen ist er über Immobilien und die Beteiligung an einem einzigen Film.

Woher kommt das Vermögen von Macaulay Culkin?

Aus drei Quellen: den Filmgagen zwischen 1989 und 1994 von zusammen 23,5 Millionen US-Dollar, der Beteiligung an „Kevin – Allein in New York“ und zwei Immobilienverkäufen mit rund zwölf Millionen US-Dollar Gewinn.

Wie viel bekam Macaulay Culkin für die beiden Kevin-Filme?

Für den ersten Teil 110.000 US-Dollar als reine Festgage. Für die Fortsetzung 4,5 Millionen plus fünf Prozent am Nettogewinn und 15 Prozent am Merchandising, woraus insgesamt etwa 20 Millionen US-Dollar wurden.

Verdient Macaulay Culkin an Wiederholungen und am Streaming mit?

Nur eingeschränkt. Am ersten Teil bekommt er über die branchenüblichen Wiederholungsvergütungen hinaus nichts, weil sein Vertrag keine Beteiligung vorsah. Am zweiten Teil hält er einen Anteil am Nettogewinn, Streaming war 1992 vertraglich aber nicht vorgesehen.

Wer verwaltete das Geld des Kinderstars?

Zunächst die Eltern als seine Manager, die je 15 Prozent der Gagen bekamen. 1997 entzog ein New Yorker Gericht beiden die Verfügungsgewalt und setzte den Buchhalter der Familie als Verwalter ein, bis Culkin 1998 volljährig wurde.

Bildquellen:
Als Junge: Wild1 / PR Photos
Erwachsen: Paul Froggatt / PR Photos