Millionen Euro
Letztes NBA-Gehalt, Saison 2015/1625 Millionen US-Dollar
NBA-Gehälter der gesamten Karriere323.312.307 US-Dollar
Anteil am BodyArmor-Verkauf 2021rund 400 Millionen US-Dollar
Geburtsdatum23. August 1978
Geboren inPhiladelphia, Pennsylvania, USA
NationalitätUSA
Todesdatum26. Januar 2020 († 41 Jahre)
Verstorben inCalabasas, Kalifornien, USA
Familienstandverheiratet mit Vanessa Bryant (seit 2001)
BerufBasketballspieler, Investor
Voller NameKobe Bean Bryant
SpitznameBlack Mamba
Kinder4
Größe1.98 m

Kobe Bryant spielte zwanzig Jahre für die Los Angeles Lakers und starb am 26. Januar 2020 bei einem Helikopterabsturz in Kalifornien, gemeinsam mit seiner dreizehnjährigen Tochter Gianna. Sein Geld stammte nur zum Teil aus dem Basketball: Der größere Anteil kam aus Werbeverträgen und aus einer Beteiligung, die erst nach seinem Tod verkauft wurde. Verwaltet wird das Erbe von seiner Witwe Vanessa Bryant. Der Nachlass wird auf rund 500 Millionen Euro geschätzt.

Wie hoch ist das hinterlassene Vermögen von Kobe Bryant?

Der Nachlass wird auf rund 500 Millionen Euro geschätzt und ist damit größer als das Vermögen, über das Bryant zu Lebzeiten verfügte. Dafür gibt es einen einzelnen Grund: eine Beteiligung an einem Getränkehersteller, die er sechs Jahre vor seinem Tod eingegangen war und die erst danach zu Geld wurde. Erben sind seine Frau und die drei überlebenden Töchter Natalia, Bianka und Capri.

Warum ein Nachlass anders zu bewerten ist als ein laufendes Vermögen

Bei einem lebenden Sportler ist die künftige Verdienstfähigkeit der wichtigste Posten. Wer einen laufenden Vertrag hat, wie aktive Spieler von LeBron James bis Stephen Curry, bringt mit jedem Jahr Geld nach, und jede Schätzung schreibt diesen Zufluss fort. Bei einem Nachlass fällt dieser Teil vollständig weg. Übrig bleibt ein Bestand: Konten, Wertpapiere, Immobilien, Firmenanteile und Rechte.

Dieser Bestand wird bei der Abwicklung nicht fortgeschrieben, sondern zu einem festen Stichtag bewertet. In den USA fällt darauf Bundeserbschaftsteuer mit einem Spitzensatz von 40 Prozent an, während Kalifornien keine eigene Erbschaftsteuer erhebt. Wie hoch die Belastung ausfällt, hängt davon ab, was in Treuhandvermögen liegt und was auf den Ehepartner übergeht. Eine Nachlasszahl ist deshalb nicht unmittelbar mit einer Vermögensschätzung für eine lebende Person vergleichbar.

Der zweite Unterschied ist die Liquidität. Ein Nachlass muss zahlungsfähig sein, um Steuern und Verbindlichkeiten zu bedienen, und das erzeugt Druck, schwer verkäufliche Posten zu Geld zu machen.

Was Rechte an einer Marke nach dem Tod wert sind

Der Teil eines Nachlasses, der weiter Geld einbringt, sind die Rechte. Kalifornien kennt ein vererbliches Persönlichkeitsrecht am eigenen Namen und Bild, das siebzig Jahre über den Tod hinaus fortbesteht. Wer Name, Signatur oder Konterfei für ein Produkt nutzen will, braucht dafür eine Lizenz der Erben.

Bryants Nachlass hat diese Position ausgebaut. Seit 2020 wurden mehr als ein Dutzend Marken angemeldet, darunter „Mamba“, „Mambacita“ und „Play Gigi’s Way“. Die Rechte am Mamba-Logo liegen beim Nachlass, das bei den Nike-Produkten verwendete Sheath-Logo gehört beiden Seiten gemeinsam.

Wirtschaftlich ist das der Unterschied zwischen einem Erbe, das abgewickelt wird, und einem, das weiterarbeitet. Eine Marke braucht keinen lebenden Träger, sondern Rechteinhaber, Produkte und einen Vertrieb. Wie weit das tragen kann, zeigt Michael Jordan, dessen Schuhlinie Jahrzehnte nach dem Karriereende mehr einbringt als seine Spielerzeit, und David Beckham, der seine Bekanntheit noch zu Lebzeiten in Beteiligungen umgebaut hat.

Die zwanzig Jahre bei den Lakers

Das verdiente Kobe Bryant in seiner Karriere Bryant kam 1996 direkt von der High School in die NBA, wurde von den Charlotte Hornets gezogen und noch am Draftabend nach Los Angeles abgegeben. Dort blieb er bis zu seinem letzten Spiel im April 2016, zwanzig Saisons bei einem einzigen Verein. Er gewann mit den Lakers mehrere Meisterschaften und wurde 2008 zum wertvollsten Spieler der Liga gewählt.

Was von einem NBA-Gehalt übrig bleibt

Seine NBA-Gehälter summierten sich über die gesamte Karriere auf 323.312.307 US-Dollar. In seinen letzten Jahren gehörte er zu den bestbezahlten Spielern der Liga; wie das Gehaltsgefüge dort aufgebaut ist, steht in unserer Übersicht zu den NBA-Gehältern.

Von einer solchen Summe bleibt weniger übrig, als sie vermuten lässt. In Kalifornien treffen der Spitzensatz der Bundeseinkommensteuer und die höchste Landeseinkommensteuer der Vereinigten Staaten zusammen. Dazu kommt die Jock Tax: Jeder Bundesstaat, in dem ein Auswärtsspiel stattfindet, besteuert den Anteil des Jahresgehalts, der auf die dort geleisteten Arbeitstage entfällt. Ein Spieler gibt deshalb jede Saison Erklärungen in mehreren Staaten ab. Rechnet man Agentenprovision und Beiträge zur Spielergewerkschaft hinzu, bleibt als Faustregel etwa die Hälfte.

Das erklärt, warum Karrieregehalt und Vermögen bei Sportlern regelmäßig weit auseinanderliegen. Bei europäischen Profis wie Dennis Schröder kommt hinzu, dass der Wohnsitz darüber entscheidet, wo die Werbeeinnahmen versteuert werden.

Die Werbeverträge

Schon als Anfänger hatte Bryant einen Ausrüstervertrag mit Adidas, 2003 wechselte er zu Nike. Dazu warben über die Jahre unter anderem McDonald’s, Sprite, Nintendo, Mercedes-Benz und Hublot mit ihm.

Werbung und Lizenzen brachten ihm über die Karriere gerechnet einen dreistelligen Millionenbetrag ein und lagen damit in derselben Größenordnung wie seine Gehälter. Der entscheidende Unterschied: Anders als das Gehalt endete dieses Einkommen nicht mit dem letzten Spiel. Wo der Werbewert die eigene Disziplin überdauert, wird er zum eigentlichen Vermögensmotor, wie sich bei Tiger Woods und Floyd Mayweather ablesen lässt.

Die Marke nach seinem Tod

Der Bruch mit Nike und die neue Vereinbarung

Die Zusammenarbeit mit Nike dauerte bis zu seinem Tod und darüber hinaus. 2021 ließ der Nachlass die Partnerschaft auslaufen, weil die Verfügbarkeit der Produkte als zu stark eingeschränkt bewertet wurde. 2022 kam eine neue, langfristig angelegte Vereinbarung zustande; die Erlöse aus den Modellen für Gianna fließen an die Mamba & Mambacita Sports Foundation.

Die Episode zeigt die Verhandlungsmacht eines Nachlasses. Ein Rechteinhaber kann eine Lizenz auslaufen lassen, ohne dass die Nachfrage verschwindet, und dieselbe Nachfrage ist bei der nächsten Verhandlung sein wichtigstes Argument. Ein aktiver Spieler hat diese Freiheit nicht, weil er auf Ausrüstung und Sichtbarkeit angewiesen ist.

Bücher, Filme und die eigene Produktion

2016 gründete Bryant mit Granity Studios ein eigenes Medienunternehmen. Dort entstanden der Kurzfilm „Dear Basketball“, der 2018 mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, das Sachbuch „The Mamba Mentality“ und eine Jugendbuchreihe. Entscheidend ist dabei nicht die Zahl der Titel, sondern wo die Rechte liegen: Sie gehören dem Unternehmen und damit dem Nachlass.

Das ist der Unterschied zu einem Werbevertrag: Der zahlt ein Honorar und endet. Ein Katalog, dessen Rechte im eigenen Haus liegen, erzeugt Einnahmen, solange die Titel verkauft werden, und lässt sich im Ganzen verkaufen.

Die Beteiligung, die alles überragt

Das Vermögen von Kobe Bryant 2014 investierte Bryant rund 6 Millionen US-Dollar in den Sportgetränkehersteller BodyArmor und hielt damit etwa zehn Prozent des Unternehmens. Er war zu diesem Zeitpunkt noch aktiver Spieler, und die Marke war klein.

2021 kaufte Coca-Cola BodyArmor, auf den Nachlass entfielen dabei rund 400 Millionen US-Dollar. Diese eine Beteiligung war damit mehr wert als alles, was Bryant in zwanzig Jahren NBA nach Steuern verdient hatte, und sie ist der Grund, warum sein Nachlass höher ausfällt als sein Vermögen zu Lebzeiten.

Der Fall zeigt, wie sich Sportlervermögen und Unternehmervermögen unterscheiden. Ein Gehalt ist sicher und nach oben begrenzt, eine Beteiligung unsicher und nach oben offen. Bryant hat seinen Einsatz aus gesichertem Einkommen bestritten und konnte das Risiko deshalb tragen. In den Ranglisten der reichsten Menschen der Welt stehen aus genau diesem Grund Unternehmer und keine Angestellten, auch keine hoch bezahlten.

2016 gründete er mit dem Unternehmer Jeff Stibel die Investmentgesellschaft Bryant Stibel mit Schwerpunkt auf Technologie, Medien und Konsumgütermarken. Sie besteht fort und hält Anteile an mehreren Unternehmen.

Häufige Fragen zu Kobe Bryant

Wie hoch ist das hinterlassene Vermögen von Kobe Bryant?

Der Nachlass wird auf rund 500 Millionen Euro geschätzt. Zu seinen Lebzeiten war der Wert niedriger, weil die Beteiligung an BodyArmor erst 2021 verkauft wurde.

Wie viel hat Kobe Bryant in der NBA verdient?

Seine Gehälter summierten sich über zwanzig Saisons auf 323.312.307 US-Dollar. Nach Steuern, Jock Tax und Abgaben blieb davon etwa die Hälfte.

Was war seine erfolgreichste Beteiligung?

BodyArmor. Er stieg 2014 mit rund 6 Millionen US-Dollar ein; beim Verkauf an Coca-Cola 2021 entfielen rund 400 Millionen US-Dollar auf seinen Nachlass.

Woraus verdient der Nachlass heute noch Geld?

Aus Lizenzen an Name, Signatur und Marken, aus der Vereinbarung mit Nike und aus den Rechten bei Granity Studios.

Wer erbte das Vermögen von Kobe Bryant?

Seine Frau Vanessa Bryant und die Töchter Natalia, Bianka und Capri. Tochter Gianna kam bei demselben Unfall ums Leben.

Wann und wie starb Kobe Bryant?

Am 26. Januar 2020 bei einem Helikopterabsturz in Calabasas, Kalifornien. Neben ihm und seiner Tochter Gianna starben sieben weitere Menschen.

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