Milliarden Euro
US-Dollar
Anteil an Berkshire Hathaway13,7 % des Kapitals, 30,0 % der Stimmrechte (März 2026)
Bisher gespendetüber 60 Mrd. US-Dollar seit 2006
WohnsitzOmaha, Nebraska, USA
Geburtsdatum30. August 1930 (95 Jahre alt)
Geboren inOmaha, Nebraska, USA
NationalitätUSA
Familienstandverheiratet mit Astrid Menks (seit 2006)
BerufInvestor und Unternehmer
Voller NameWarren Edward Buffett
SpitznameOrakel von Omaha
Kinder3 (Susan Alice, Howard Graham, Peter)
Größe1.78 m
UnternehmenBerkshire Hathaway (Vorsitzender des Verwaltungsrats)

Warren Buffett hat sein Vermögen fast vollständig in einem einzigen Wertpapier gebunden, in Aktien der von ihm aufgebauten Beteiligungsholding Berkshire Hathaway. Der 1930 in Omaha geborene Investor übernahm das damals angeschlagene Textilunternehmen in den 1960er Jahren und formte daraus einen Konzern aus Versicherungen, einer Güterbahn, Energieversorgern und Industriebetrieben. Wir schätzen das Vermögen von Warren Buffett auf rund 127,8 Milliarden Euro. Wie viel davon übrig bleibt, hängt weniger von der Börse ab als von seinen eigenen Spenden, denn er überträgt seit 2006 jedes Jahr Anteile an Stiftungen.

Wie hoch ist das Vermögen von Warren Buffett?

Buffetts Vermögen ist leichter nachzurechnen als das der meisten anderen Milliardäre, weil es aus einer einzigen Position besteht, und es bewegt sich deshalb im Gleichschritt mit einem einzigen Aktienkurs.

Wie viel verdient Warren Buffett pro Sekunde?

Legt man das geschätzte Vermögen von Warren Buffett zugrunde und nimmt eine Rendite von 7 Prozent pro Jahr an, kommt Warren Buffett auf rund 283 Euro pro Sekunde, ohne dafür zu arbeiten. Das entspricht einem Stundenlohn von rund 1,02 Millionen Euro und einem Verdienst von rund 24,49 Millionen Euro pro Tag.

Verdienst pro Sekunde 283 Euro
Stundenlohn 1,02 Millionen Euro
Verdienst pro Sekunde 283 Euro
Verdienst pro Minute 17.009 Euro
Stundenlohn 1,02 Millionen Euro
Verdienst pro Tag 24,49 Millionen Euro
Einkommen pro Monat 745,51 Millionen Euro
Einkommen pro Jahr 8,95 Milliarden Euro

Woraus sich die Schätzung speist

Nach der Übertragung vom 14. Juli 2026 hielt Buffett noch 188.290 A-Aktien und 1.162 B-Aktien von Berkshire Hathaway, wie das Unternehmen mitteilte. Rund 99 Prozent seines Vermögens stecken in diesen Papieren, alles andere fällt daneben kaum ins Gewicht. Nach unserer Schätzung kommt Warren Buffett auf rund 127,8 Milliarden Euro.

Wir führen ihn damit weiter unter den zehn vermögendsten Menschen, aber deutlich hinter Elon Musk, Bernard Arnault, Jeff Bezos und Larry Ellison, die bislang nichts in vergleichbarem Umfang abgegeben haben.

Sein Anteil an Berkshire Hathaway

Im Vollmachtsformular, das Berkshire Hathaway im März 2026 bei der US-Börsenaufsicht SEC einreichte, wird Buffett mit rund 13,7 Prozent des wirtschaftlichen Kapitals und 30,0 Prozent der Stimmrechte geführt. Die Lücke erklärt die Aktienstruktur: Eine B-Aktie entspricht wirtschaftlich einem Fünfzehnhundertstel einer A-Aktie, trägt aber nur ein Zehntausendstel ihrer Stimmkraft. Weil Buffett vor jeder Spende A-Aktien umwandelt, verliert er überproportional an Einfluss.

Dieser Anteil sinkt jedes Jahr. Zum Beginn seiner Spenden im Jahr 2006 besaß er 474.998 A-Aktien, im Juli 2026 waren es noch 188.290 Stück. In seinem Aktionärsbrief vom 10. November 2025 nannte er erstmals einen Endpunkt und kündigte an, sich innerhalb von rund acht Jahren, also bis Ende 2034, von sämtlichen Berkshire-Aktien zu trennen.

Berkshire Hathaway als tragende Vermögensposition

Warren Buffett und Berkshire Hathaway Berkshire Hathaway ist keine Fondsgesellschaft, sondern eine Holding, die Unternehmen ganz kauft und daneben ein großes Aktiendepot hält. Der Kern ist das Versicherungsgeschäft: Prämien fließen zu, bevor Schäden ausgezahlt werden, und dieses zinsfrei überlassene Kapital investiert die Holding weiter. Genau dieser Mechanismus hat den Aufbau über Jahrzehnte finanziert.

Die eigenen Tochtergesellschaften

Vollständig zum Konzern gehören der Autoversicherer GEICO, die Rückversicherungssparte Berkshire Hathaway Reinsurance, die Güterbahn BNSF, der Energieversorger Berkshire Hathaway Energy mit rund 5,4 Millionen Netzkunden, die Autohof-Kette Pilot und der Lebensmittelgroßhändler McLane, dazu Industriebetriebe wie Precision Castparts und Duracell.

Die Größenordnung zeigt der Jahresabschluss 2025. Allein die Versicherungssparte wies dort Prämieneinnahmen von rund 88,9 Milliarden Dollar aus, die Bahntochter BNSF führte 4,4 Milliarden Dollar als Dividende an die Konzernmutter ab. Diese Zuflüsse sind der Grund, warum Berkshire Beteiligungen kaufen kann, ohne Kapital am Markt aufnehmen zu müssen.

Die großen Aktienbeteiligungen

Neben den Töchtern hält Berkshire ein Aktiendepot, das im 13F-Bericht zum ersten Quartal 2026 mit 263,1 Milliarden Dollar über 29 Positionen ausgewiesen wurde. Die fünf größten Posten machten davon rund 67 Prozent aus: Apple mit rund 22 Prozent des Depotwerts, American Express mit 17,4 Prozent, Coca-Cola mit 11,6 Prozent, Bank of America mit 9,5 Prozent und Chevron mit 6,6 Prozent.

Gemessen an den Zielunternehmen fallen die Anteile sehr unterschiedlich aus. An Coca-Cola hielt Berkshire zum Ende des ersten Quartals 2026 rund 9,3 Prozent der ausstehenden Aktien, am Ölkonzern Occidental Petroleum laut SEC-Meldungen rund 23,6 Prozent, bei Apple dagegen nur etwa 1,6 Prozent. Anders als bei Tim Cook oder Mark Zuckerberg stammt Buffetts Vermögen nicht aus einer eigenen Firmengründung, sondern aus Anteilen an fremden Unternehmen.

Der Wechsel an der Konzernspitze

Bei der Hauptversammlung am 3. Mai 2025 kündigte Buffett an, den Posten des Vorstandsvorsitzenden zum Jahresende abzugeben. Einen Tag später bestellte der Verwaltungsrat einstimmig Greg Abel zum Nachfolger, bis dahin als Vizechef für das Nichtversicherungsgeschäft zuständig. Buffetts letzter Arbeitstag als Konzernchef war der 31. Dezember 2025, Abel übernahm am 1. Januar 2026. Damit endete eine Amtszeit von 60 Jahren.

Buffett blieb Vorsitzender des Verwaltungsrats. Operative Entscheidungen liegen seither bei Abel, Buffett schreibt nach eigener Ankündigung nur noch die Briefe an die Aktionäre. An seinem Vermögen ändert der Wechsel nichts, weil dieses an den Aktien hängt und nicht am Amt.

Die Karriere von Warren Buffett

Warren Edward Buffett kam am 30. August 1930 in Omaha im Bundesstaat Nebraska zur Welt. Sein Vater Howard Buffett war Wertpapierhändler und später Kongressabgeordneter, das Umfeld war von Anfang an ein kaufmännisches.

Die frühen Jahre und die Partnerships

Warren Buffett Vermögen Seine ersten Aktien kaufte Buffett mit elf Jahren im Büro seines Vaters. 1951 ging er an die Columbia University in New York, wo er bei Benjamin Graham hörte, dem Begründer der Substanzwertanlage, und von 1954 bis 1956 arbeitete er anschließend in dessen Investmentfirma Graham-Newman.

Als Graham sein Geschäft 1956 auflöste, gründete Buffett am 5. Mai desselben Jahres in Omaha seine erste eigene Partnerschaft. Das Startkapital lag bei 105.100 Dollar, aufgebracht von sieben Kommanditisten aus Familie und Bekanntenkreis, Buffett selbst steuerte 100 Dollar bei. Bis zur Auflösung 1969 wuchs das verwaltete Vermögen der Partnerships auf rund 105 Millionen Dollar.

Die Übernahme von Berkshire Hathaway

Berkshire Hathaway war ursprünglich eine Textilfabrik in Neuengland. Buffett kaufte ab 1962 Aktien, weil sie unter dem Substanzwert notierten, und übernahm 1965 die Kontrolle. Die Textilproduktion wurde später eingestellt, den Kauf hat er im Rückblick selbst als Fehler bezeichnet. Die Hülle blieb jedoch bestehen und wurde zum Vehikel für alles Weitere: Erste Zukäufe waren Versicherer, später kamen Handels- und Industriebetriebe hinzu, etwa 1983 der Möbelhändler Nebraska Furniture Mart und 2003 der Fertighausbauer Clayton Homes.

Die prägenden Investments

Zwischen 1988 und 1994 kaufte Berkshire für rund 1,3 Milliarden Dollar Aktien von Coca-Cola, eine Position, die der Konzern bis heute hält und aus der er jedes Jahr Dividenden bezieht. Beim Versicherer GEICO ging Buffett schrittweise vor: Erste Anteile hatte er bereits 1951 erworben, 1996 übernahm Berkshire für 2,3 Milliarden Dollar die restlichen Aktien und damit das gesamte Unternehmen.

Der größte Einzelerfolg der späten Jahre war Apple, wo Berkshire 2016 einstieg und die Position auf einen zweistelligen Milliardenbetrag ausbaute, der sich anschließend vervielfachte. Nicht alles ging auf: Kraft Heinz führte 2019 zu einer Abschreibung in Milliardenhöhe, die Beteiligungen an US-Fluggesellschaften löste Berkshire 2020 mit Verlust auf.

Gehalt, Spenden und Lebensstil

An seinem eigenen Konzern verdiente Buffett auffällig wenig, gemessen an dem, was in amerikanischen Vorstandsetagen üblich ist. Er hat mehrfach erklärt, sein Geld über den Wert seiner Anteile verdienen zu wollen und nicht über eine Vergütung.

Das Grundgehalt bei Berkshire Hathaway

Die Höhe steht in den Vergütungsberichten, die Berkshire jedes Jahr bei der SEC einreicht. Buffetts Grundgehalt als Vorstandsvorsitzender lag bei 100.000 Dollar im Jahr und ist seit 1980 unverändert geblieben. Der Vergütungsausschuss hält in den Unterlagen fest, dass Buffett selbst keine Erhöhung wünsche, weshalb seit Einrichtung des Ausschusses im Jahr 2004 keine vorgeschlagen wurde.

Hinzu kamen Kosten für Personen- und Objektschutz, die den ausgewiesenen Gesamtbetrag auf gut 400.000 Dollar hoben und die er dem Konzern laut den Unterlagen selbst erstattete. Konzernchefs vergleichbar großer US-Unternehmen liegen dagegen regelmäßig im zweistelligen Millionenbereich, wie die Übersicht zu den bestbezahlten CEOs zeigt.

Giving Pledge und die jährlichen Übertragungen

Im Juni 2006 sagte Buffett zu, den größten Teil seiner Berkshire-Aktien zu verschenken, und begann noch im selben Jahr mit den Übertragungen. 2010 rief er gemeinsam mit Bill Gates die Kampagne „The Giving Pledge“ ins Leben, in der sich Vermögende verpflichten, den Großteil ihres Besitzes zu verschenken. Andere Milliardäre wie Carlos Slim haben sich ihr nie angeschlossen. Empfänger von Buffetts Spenden waren über Jahre die Gates Foundation sowie vier Familienstiftungen: die Susan Thompson Buffett Foundation, benannt nach seiner 2004 gestorbenen ersten Frau, dazu die Sherwood Foundation, die Howard G. Buffett Foundation und die Novo Foundation seiner drei Kinder.

Insgesamt hat Buffett seit 2006 Aktien im Wert von mehr als 60 Milliarden Dollar verschenkt, davon rund 48 Milliarden Dollar an die Gates Foundation. Allein im Juni 2025 übertrug er Anteile im Wert von rund 6 Milliarden Dollar, die größte Einzelspende seit Beginn. Bei der Übertragung am 14. Juli 2026 ging erstmals seit zwei Jahrzehnten nichts mehr an die Gates Foundation: Von den 12 Millionen B-Aktien erhielt die Susan Thompson Buffett Foundation 9 Millionen, die drei Kinderstiftungen je 1 Million.

Was nach seinem Tod geschehen soll, hat Buffett im Aktionärsbrief vom 10. November 2025 beschrieben. Er will die Übertragungen an die Stiftungen seiner Kinder beschleunigen, weil diese selbst nicht mehr jung sind und das Vermögen noch zu Lebzeiten verteilen sollen; Ersatztreuhänder sind für den Fall benannt, dass eines der Kinder ausfällt. Praktisch das gesamte Vermögen soll auf diesem Weg gemeinnützigen Zwecken zufließen und nicht als Erbe an die Familie.

Das Haus in Omaha

Buffett wohnt seit 1958 im selben Haus an der Farnam Street in Omaha, einem 1921 errichteten Gebäude im niederländischen Kolonialstil. Gekauft hat er es für 31.500 Dollar, nachdem er es zuvor einige Jahre für 175 Dollar im Monat gemietet hatte. Maklerschätzungen liegen heute im niedrigen einstelligen Millionenbereich, gemessen an seinem Vermögen ein verschwindend kleiner Posten.

Der Verzicht auf Repräsentation ist die Kehrseite der Spendenzusagen: Was nicht ausgegeben wird, bleibt im Depot und kann später übertragen werden. Auch darin unterscheidet er sich von manchen anderen Namen auf der Liste der reichsten Menschen der Welt.

Häufige Fragen zu Warren Buffett

Wie hoch ist das Vermögen von Warren Buffett?

Wir schätzen es auf rund 127,8 Milliarden Euro. Nahezu der gesamte Betrag steckt in Aktien von Berkshire Hathaway, andere Vermögenswerte fallen daneben kaum ins Gewicht.

Woher stammt das Vermögen von Warren Buffett?

Aus seinem Anteil an der Beteiligungsholding Berkshire Hathaway, die er ab 1965 aufgebaut hat. Der Konzern besitzt Versicherer, eine Güterbahn und Industriebetriebe und hält daneben ein Aktiendepot mit Positionen wie Apple und Coca-Cola.

Wie viel verdiente Warren Buffett als Vorstandschef von Berkshire Hathaway?

Sein Grundgehalt lag bei 100.000 Dollar im Jahr und war seit 1980 unverändert. Inklusive der von Berkshire getragenen Sicherheitskosten wies der Vergütungsbericht zuletzt gut 400.000 Dollar aus, die er dem Konzern nach eigenen Angaben erstattete.

Wie viel Prozent von Berkshire Hathaway gehören Warren Buffett?

Nach den bei der SEC eingereichten Unterlagen vom März 2026 sind es rund 13,7 Prozent des Kapitals und 30,0 Prozent der Stimmrechte. Der Anteil sinkt mit jeder jährlichen Spende weiter.

Wie viel hat Warren Buffett bereits gespendet?

Seit 2006 hat er Berkshire-Aktien im Wert von mehr als 60 Milliarden Dollar an Stiftungen übertragen. Bis Ende 2034 will er sich von den restlichen Anteilen trennen.

Bildquellen:
Titelbild: Fortune Live Media / Flickr [CC-BY-ND 2.0]
Berkshire Hathaway: thetaxhaven / Flickr [CC-BY 2.0]

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.