• Geschätztes hinterlassenes Vermögen von Prince: 265 Millionen Euro
  • Geburtsdatum: 7. Juni 1958
  • Geburtsort: Minneapolis, Minnesota, USA
  • Todestag: 21. April 2016 in Chanhassen, Minnesota, USA
  • Nationalität: USA
  • Vollständiger Name: Prince Rogers Nelson
  • Beruf: Sänger, Musiker, Schauspieler, Tänzer, Komponist
  • Familienstand: geschieden – die Ehe mit Mayte Garcia wurde 1998 annulliert, 2006 von Manuela Testolini geschieden
  • Kinder: 1 Sohn (bereits im Kindesalter verstorben)
  • Größe: 1,58 m

Prince Rogers NelsonDer Tod von Prince hat die internationale Musikgemeinde erst kürzlich erschüttert. Prince ruht noch nicht einmal in Frieden, da werden schon die ersten Stimmen laut, was denn nun mit dem Erbe des gut 265 Millionen schweren Popsängers passieren wird. Princes Tod kam schließlich ganz überraschend. Noch weiß man nicht, woran der Sänger gestorben ist. Bekannt ist nur, dass er sich zuvor wegen einer Grippe im Krankenhaus hatte behandeln lassen. Ein Gewaltverbrechen oder Suizid soll jedoch nicht zum Tod eines der berühmtesten Sänger der aktuellen Musikwelt geführt haben. Da Princes einziges Kind bereits verstorben ist und er vor seinem Tod auch keine Partnerin an seiner Seite hatte, könnte Tyka Nelson, die Schwester von Prince nun einen Teil seines Vermögens erben. Sie war es auch, die bestätigte, dass Prince kein Testament gehabt hat. Neben Tyka hat Prince noch fünf Halbgeschwister, die sich nun ebenfalls Chancen auf ein stolzes Erbe errechnen können.

Da ein Testament eben fehlt, sieht das Gesetzt im US-Bundesstaat Minnesota, in dem Prince geboren wurden und auch vor seinem Tod lebte, vor, dass seine sechs lebenden Halb- und Geschwister ein jeweils gleichwertiges Anrecht auf sein Erbe haben. Zwischen Halb- und vollbürtigen Geschwistern wird in den Augen des Gesetzes also nicht unterschieden. Dabei geht es nicht nur um das Vermögen, was Prince bisher anhäufen konnte. Denn auch die Rechte an seiner Musik und die damit in Zukunft verbundenen Lizenzgebühren würden dann in die Kassen der Erben fließen. Dabei dürft es sich durchaus um beachtliche Summen handeln, da allein in den ersten drei Tagen nach Princes Tod 600.000 Alben und gut 2.3 Millionen Songs des Künstlers weltweit heruntergeladen wurden. Der Tod eines so ikonischen Sängers, der die Musikwelt mit seinem ganz eigenen Stil geprägt hat, wird die Weltöffentlichkeit also noch eine ganze Weile beschäftigen.

Das Leben eines verstorbenen Superstars Prince

Prince SängerPrince wurde als Kind eines Halbitalieners und einer Afro-Amerikanerin geboren. Den Namen Prince wählte sein Vater für ihn aus, da er selbst schon als Jazz-Pianist als „Prince Rogers“ aufgetreten war. Dies sollte signalisieren, dass sein Sohn einmal alle seine persönlichen Ambitionen erfüllen werden könnte, was dem Vater selbst hingegen leider nicht gelungen war. Prince scheint dieser Name im Laufe der bis zu einem Tod andauernden Karriere jedenfalls Glück gebracht zu haben. Dabei war die Beziehung zu seinem Vater nicht die beste, da er später von der Familie wegzog und Prince und seine Mutter zurückließ. Allerdings blieb dem jungen Musiker noch das Klavier seines Vaters, auf dem er sich das Klavierspielen dann selbst beibrachte. Während seine Mutter neu liiert war, musizierten Prince und seine Stiefgeschwister viel. Demnach war es auch nicht verwunderlich, dass Prince seine erste Band zusammen mit seinen Familienmitgliedern, nämlich mit einigen seiner Cousins, gründete. Sie waren unter dem Bandnamen „Phoenix“ bekannt. So konnte Prince nach und nach immer mehr Kontakt im Musikgeschäft in seiner Heimat Minnesota knüpfen. So lernte er auch den aus England stammenden Chris Moon kennen. Dieser wiederum sollte eine entscheidende Rolle im Leben von Prince spielen. Denn der Brite riet ihm dazu, seinen Bühnenamen von „Prince Rogers“ zu „Prince“ zu ändern. Außerdem war er maßgeblich an dem erstem Plattvertrag beteiligt. Der Sänger wurde bei Warner Bros. Records unter Vertrag genommen und erhielt für seine ersten drei Alben eine Gage von umgerechnet 160.000 Euro. Im Vergleich zu den Summen, die Prince später verdienen sollte, waren das natürlich nur Peanuts.

Prince, der ewige Individualist und Rebel

Prince hinterlassenes VermögenWährend seine Plattenfirma Prince gerne das Image eines neuen Stevie Wonder aufgezwängt hätte, war das nicht die Richtung, die der Künstler selbst einschlagen wollte. Erst als er sich von diesem Pfad verabschiedete, konnte er national und auch international wirklich bahnbrechende Erfolge feiern. 1984 war mit Sicherheit das für Prince kommerziell erfolgreichste Karrierejahr. Denn damals erschien „Purple Rain.“ Auch jetzt zu Princes Tod erinnert sich die Welt wieder an den lila Regen, der ihn zu einem echten Superstar gemacht hat. Keines seiner Alben konnte Prince weltweit mehr verkaufen als dieses. Im Laufe seiner Karriere erfand sich der Künstler, der schon früh mit mehreren American Music Awards ausgezeichnet wurde, dann immer wieder neu. Genau wie P. Diddy auch, machte Prince verschiedene Phasen durch, in denen er nicht mehr mit seinem alten Künstlernamen/ Namen angesprochen werden wollte. So folgte von 1993 bis 2000 seine namenlose Zeit, während der er nur noch unter einem völlig unaussprechbaren Symbol bekannt war.

Gerade zum Ende seiner Karriere hin hatte sich Prince allerdings immer mehr von der Musikindustrie abgegrenzt. Erst im März 2016 hatte der Künstler bei Random House einen Vertrag für seine Memoiren unterzeichnet. Ob diese nun erscheinen werden, bleibt abzuwarten. Prince wird jedoch für immer für seine stilistische Vielfalt in Erinnerung bleiben. Es gibt kaum einen Künstler, der sich so schwer nur einem Genre zuordnen lässt wie Prince. Schon immer galt der daher als Rebell und Pionier der Musikindustrie, der auch für viele andere Künstler weltweit ein Vorbild und eine echte Ikone war. Selbst aus Schauspieler und Filmregisseur ist das Multitalent immer wieder in Erscheinung getreten, so dass die Lücke, die der Künstler nun hinterlässt, nur schwer zu füllen sein wird.

https://www.youtube.com/watch?v=0wA28BYbOME

Bildquellen:
Zeichnung: thierry ehrmann / Flickr [CC-BY 2.0]
Fotos: Peter Tea / Flickr [CC-BY-ND 2.0]

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.