Millionen Euro
WohnsitzWeston, Connecticut, USA, dazu Redlands in West Sussex
BandThe Rolling Stones, Gitarrist seit 1962
SongrechteAutorenduo Jagger/Richards, Verlagsrechte ab 1983 bei BMG, nicht verkauft
Vorschuss Autobiografie „Life“ (2007)7,3 Mio. US-Dollar (Little, Brown and Company)
Bruttoeinnahmen Hackney Diamonds Tour 2024235,1 Mio. US-Dollar (Billboard Boxscore)
Geburtsdatum18. Dezember 1943 (82 Jahre alt)
Geboren inDartford, Grafschaft Kent, Großbritannien
NationalitätGroßbritannien
Familienstandverheiratet mit Patti Hansen (seit 1983)
BerufGitarrist, Songwriter, Gründungsmitglied der Rolling Stones
Kinder5 (Marlon, Angela, Tara, Theodora, Alexandra)

Keith Richards ist seit 1962 Gitarrist der Rolling Stones und gemeinsam mit Mick Jagger Autor nahezu aller Eigenkompositionen der Band. Sein Geld stammt aus zwei getrennten Töpfen: dem Anteil an den Bandeinnahmen und den Tantiemen, die ihm als eingetragenem Songautor zufließen. Dazu kommen ein Solowerk, eine Autobiografie mit einem der höchsten je gezahlten Buchvorschüsse und Immobilien. Wir schätzen das Vermögen von Keith Richards auf rund 420 Millionen Euro.

Keith Richards - Verdienst mit Spotify

Bei Spotify laufen die Streams von Keith Richards vor allem über die Rolling Stones. Auf das Konto der Band gehen als Hauptact rund 12,70 Milliarden Streams. Bei einer Ausschüttung von rund 0,0035 Euro pro Stream entspricht das etwa 44,46 Millionen Euro. Das ist allerdings die Summe an alle Rechteinhaber, je nach Vertrag bleiben davon 15 bis 80 Prozent bei der Band und verteilen sich dort auf ihre Mitglieder.

Gesamteinnahmen über Spotify 44,46 Millionen Euro
Streams gesamt 12,73 Milliarden Streams
Das haben die Rolling Stones über Spotify eingespielt, seit du die Seite offen hast 0,00 Euro
Gesamte Streams als Hauptact12,70 Milliarden
Ausschüttung insgesamt44,46 Millionen Euro
Einnahmen pro Sekunde0,26 Euro
Einnahmen pro Tag22.700 Euro
Einnahmen pro Monat690.994 Euro
Einnahmen pro Jahr8,29 Millionen Euro
Erfolgreichste Songs bei Spotify
Paint It, Black 6.161.000 Euro
(I Can't Get No) Satisfaction - Mono 3.338.000 Euro
Start Me Up - Remastered 2009 3.144.000 Euro
Gimme Shelter 2.915.000 Euro
Sympathy For The Devil - 50th Anniversary Edition 2.628.000 Euro
Beast Of Burden - Remastered 1994 2.266.000 Euro
Angie - Remastered 2009 1.735.000 Euro
Wild Horses - 2009 Mix 1.466.000 Euro
Miss You - Remastered 1.272.000 Euro
Brown Sugar - Remastered 2009 1.072.000 Euro
Honky Tonk Women - Mono Version 920.000 Euro
You Can't Always Get What You Want 907.000 Euro
Jumpin' Jack Flash - Mono Version 747.000 Euro
She's A Rainbow 688.000 Euro
Under My Thumb 654.000 Euro
Can't You Hear Me Knocking - 2009 Mix 533.000 Euro
Ruby Tuesday 490.000 Euro
Tumbling Dice 413.000 Euro
Anybody Seen My Baby? - Remastered 2009 318.000 Euro
Waiting On A Friend - Remastered 2009 277.000 Euro

Rechne selbst

Davon bleiben rund 8,89 Millionen Euro bei der Band.

Berechnungsgrundlage anzeigen

Grundlage sind die Streams als Hauptact, Stand 27.08.2026, multipliziert mit rund 0,0035 Euro pro Stream. Das ist die Ausschüttung an alle Rechteinhaber, nicht das Einkommen. Bei einem Major-Vertrag bleiben davon 15 bis 25 Prozent, bei eigenem Katalog 50 bis 80 Prozent. Songs, auf denen die Rolling Stones nur als Gast auftritt, bringen am Master in der Regel nichts und zählen deshalb nicht mit. Die Zahlen gehören der Band, nicht Keith Richards allein. Wie viel davon bei einer einzelnen Person ankommt, hängt von den Verträgen und den Songwriting-Anteilen ab.

Wie hoch ist das Vermögen von Keith Richards?

Nach unserer Schätzung kommt Keith Richards auf rund 420 Millionen Euro. Den größten Teil machen die Einnahmen aus den Welttourneen der Rolling Stones aus, dazu kommen die Autorentantiemen aus den Songrechten, die er mit Mick Jagger als Duo hält, sowie Erlöse aus Tonträgern, Streaming und Merchandising. Weil Lizenzquoten und die internen Verteilungsschlüssel nicht öffentlich sind, ist diese Zahl eine Einordnung und keine Bilanz.

Belegbar sind die einzelnen Bausteine: die Bruttoeinnahmen der Tourneen, der Buchvorschuss und die Rechtelage am Songkatalog. Der letzte Punkt wird meist übergangen, obwohl er erklärt, warum das Vermögen auch in Jahren ohne Konzert wächst. In derselben Generation verdienen Paul McCartney und Elton John ihr Geld nach demselben Muster aus Bühne und Katalog.

Tantiemen aus der Autorenschaft und Gagen von der Bühne

Gage von Keith Richards Fast alle Eigenkompositionen der Rolling Stones sind auf das Autorenduo Jagger/Richards eingetragen, unabhängig davon, wer welchen Teil beigesteuert hat. Die Konstruktion besteht seit den frühen 1960er-Jahren, die Tantiemen daraus teilen die beiden untereinander auf. Sie ist der Hauptgrund dafür, dass beide wirtschaftlich weit vor allen anderen Musikern der Band liegen.

Der Unterschied zwischen beiden ist entscheidend. Eine Gage von der Bühne entsteht nur, wenn gespielt wird; sie hängt an Terminen, Hallen und Tickets. Eine Autorentantieme fällt dagegen bei jeder Nutzung des Werks an, bei jeder Radioausspielung, jedem Streaming-Abruf, jeder Coverversion und jeder Lizenzierung für Film oder Werbung, also auch dann, wenn niemand mehr auf einer Bühne steht. Nach europäischem und US-Recht läuft sie siebzig Jahre über den Tod des Autors hinaus weiter.

Davon zu trennen sind die Leistungsschutzrechte, die Vergütung für die Ausspielung der Aufnahme selbst; sie steht den Musikern zu, nicht den Autoren. Im Dezember 2020 übertrugen Jagger, Richards, Charlie Watts und Ron Wood deren Wahrnehmung an BMG. Für Richards summieren sich damit drei Ströme: Bandanteil, Autorentantieme und Leistungsschutzvergütung.

Wem die Rechte am Katalog gehören

Der Katalog der Rolling Stones ist rechtlich dreigeteilt. Aufnahmen und Verlagsrechte von 1963 bis 1971 liegen bei ABKCO, die Werke von 1971 bis 1983 bei EMI Music Publishing, alles ab 1983 verwaltet BMG. Der Vertrieb ab „Sticky Fingers“ und neue Veröffentlichungen laufen über die Universal Music Group.

Wichtig ist die Abgrenzung zwischen Vertretung und Eigentum: BMG verwaltet die Rechte und rechnet sie ab, gekauft hat das Unternehmen sie nicht. Ein Verkauf des Katalogs hat bis heute nicht stattgefunden. Richards sagte im März 2022, er und Jagger hätten einen Verkauf nicht ernsthaft besprochen; Jagger bezifferte den Katalog im September 2023 gegenüber dem Wall Street Journal auf rund 500 Millionen US-Dollar und schloss einen Verkauf aus. Im Vermögen von Richards steckt damit kein Verkaufserlös, sondern ein Zahlungsstrom und ein Wert ohne Marktpreis. Welche Preise aufgerufen werden, zeigen Rechtegeschäfte anderer Bands wie ABBA oder die Nachlasseinnahmen von Elvis Presley.

Die Rolling Stones als Einnahmequelle

Tourneen und ihre Einspielergebnisse

Die Rolling Stones verdienen ihr laufendes Geld vor allem auf der Bühne. Die Tournee zum Album „Hackney Diamonds“ führte zwischen April und Juli 2024 durch Nordamerika, nach Angaben von Billboard Boxscore spielte die Band dort 235,1 Millionen US-Dollar brutto bei 847.800 verkauften Tickets ein, bei einem Durchschnittspreis von 277,28 US-Dollar je Ticket. Pollstar führte die Tournee im Dezember 2024 als umsatzstärkste Nordamerika-Tournee des Jahres.

Die beiden Konzerte im MetLife Stadium in New Jersey am 23. und 26. Mai 2024 brachten zusammen 29,2 Millionen US-Dollar ein, laut Billboard der höchste Wert in der Boxscore-Historie der Band. Es war zugleich ihre sechste Tournee jenseits von 200 Millionen US-Dollar und die zehnte über 100 Millionen. Diese Größenordnung erreichen sonst nur wenige Acts, etwa Madonna oder Jon Bon Jovi.

Garantiert ist dieser Strom nicht. Eine für 2026 erwogene Stadiontournee durch Großbritannien und Europa kam nicht zustande, Richards erklärte im Mai 2026 gegenüber Associated Press, in diesem Jahr werde nicht getourt. Ein Jahr ohne Konzerte fällt für die Bandeinnahmen aus, für die Tantiemen nicht.

Wie sich die Einnahmen in der Band verteilen

Die Verteilung innerhalb der Band ist nur teilweise dokumentiert, und die belegten Punkte gehen in dieselbe Richtung. Die Autorentantiemen fließen ausschließlich an Jagger und Richards, weil nur sie als Autoren eingetragen sind; alle anderen verdienen an den Aufnahmen und den Konzerten, nicht am Werk. Belegt ist außerdem, dass Gitarrist Ron Wood, 1975 dazugestoßen, bis 1990 ein monatliches Gehalt als Angestellter der Bandorganisation bezog und erst danach an der wirtschaftlichen Struktur beteiligt wurde. Die Prozentsätze sind nicht öffentlich.

Vom Gründungsmitglied zum Kern der Besetzung

Keith Richards wurde am 18. Dezember 1943 in Dartford in der Grafschaft Kent geboren. Mick Jagger kannte er aus der Grundschulzeit, 1961 trafen sich die beiden am Bahnhof von Dartford wieder. 1962 formierten sich die Rolling Stones, im Juli desselben Jahres spielten sie im Londoner Marquee Club ihr erstes Konzert unter diesem Namen.

Der erste Nummer-eins-Hit in Großbritannien gelang 1964 mit „It’s All Over Now“, 1965 folgte mit „(I Can’t Get No) Satisfaction“ der Durchbruch, dessen Riff von Richards stammt. Prägend wurden danach „Beggars Banquet“ 1968, „Let It Bleed“ 1969, „Sticky Fingers“ 1971 und „Exile on Main St.“ 1972. Aus dieser Frühphase stammt der Teil des Katalogs, an dem die Band selbst am wenigsten verdient.

Die Besetzung hat mehrfach gewechselt. Brian Jones verließ die Band 1969 und starb wenige Wochen später, ihm folgte Mick Taylor, der 1974 ausstieg und 1975 durch Ron Wood ersetzt wurde; Bassist Bill Wyman ging 1993. Schlagzeuger Charlie Watts, ab 1963 Teil der Band, starb am 24. August 2021 im Alter von 80 Jahren in London, auf seine eigene Empfehlung übernahm Steve Jordan das Schlagzeug. Am 10. Juli 2026 erschien mit „Foreign Tongues“ das 25. Studioalbum, auf dem auch Aufnahmen des verstorbenen Charlie Watts zu hören sind.

Einnahmen neben den Rolling Stones

Solowerk und die eigene Band

Vermögen von Keith Richards Nachdem Mick Jagger 1987 eigene Solowege verfolgte, stellte Richards mit Schlagzeuger Steve Jordan die Band X-Pensive Winos zusammen, mit Waddy Wachtel, Ivan Neville, Charley Drayton und Bobby Keys. 1988 erschien das Debütalbum „Talk Is Cheap“, 1992 folgte „Main Offender“, beide mit eigener US-Tournee. 2015 kam mit „Crosseyed Heart“ das dritte Soloalbum heraus, erneut mit Jordan als Ko-Autor und Produzent. Kommerziell blieben sie deutlich hinter den Bandalben zurück und sind im Vermögen ein Nebenposten, so wie bei Phil Collins und Klaus Meine.

Die Autobiografie als dokumentierte Einzelzahlung

Die Rechte an Richards‘ Lebenserinnerungen wurden im Oktober 2007 im Umfeld der Frankfurter Buchmesse versteigert. Den Zuschlag erhielt der US-Verlag Little, Brown and Company, der die englischsprachigen Weltrechte gemeinsam mit Weidenfeld & Nicolson erwarb. Der Vorschuss lag bei 7,3 Millionen US-Dollar, rund 4,3 Millionen Pfund, und zählt zu den höchsten Summen, die je für eine Musikerbiografie gezahlt wurden.

Das Buch erschien am 26. Oktober 2010 unter dem Titel „Life“, geschrieben mit dem Journalisten James Fox, und verkaufte sich nach Verlagsangaben über eine Million Mal. Weil ein Vorschuss gegen die Tantiemen verrechnet wird, dürfte er bei dieser Auflage verdient worden sein. 2014 folgte das Kinderbuch „Gus & Me“, illustriert von seiner Tochter Theodora Richards.

Werbung, Filmrollen und weitere Nebeneinnahmen

Werbeverträge hat Richards selten geschlossen. Der bekannteste war die ab März 2008 geschaltete Kampagne „Core Values“ für Louis Vuitton, fotografiert von Annie Leibovitz; das Honorar wurde nicht veröffentlicht, Richards gab an, es an das Klimaprojekt The Climate Project weiterzugeben.

Als Schauspieler trat er 2007 in „Pirates of the Caribbean: Am Ende der Welt“ und 2011 in „Fremde Gezeiten“ auf, jeweils als Captain Teague, dem Vater der von Johnny Depp gespielten Hauptfigur; die Gagen sind nicht beziffert. Dazu kommen Erlöse aus Konzert- und Dokumentarfilmen, darunter der Chuck-Berry-Film „Hail! Hail! Rock ’n‘ Roll“ von 1987, bei dem Richards die musikalische Leitung hatte.

Immobilien in England, den USA und der Karibik

Sein ältester Besitz ist das denkmalgeschützte Landhaus Redlands in West Wittering in West Sussex, das er 1966 für 20.000 Pfund kaufte und bis heute hält. Der Hauptwohnsitz liegt in Weston im US-Bundesstaat Connecticut, wo er mit seiner Frau Patti Hansen 1990 ein Haus auf knapp acht Hektar errichten ließ. Dazu kommt eine Villa auf der Privatinsel Parrot Cay in den Turks- und Caicosinseln.

Für diese beiden Objekte sind keine Kaufpreise öffentlich, der Bestand lässt sich deshalb nicht belastbar beziffern. Dass Immobilien bei Musikern dieser Generation ein erheblicher Vermögensteil sind, zeigt sich auch bei Ozzy Osbourne.

Häufige Fragen zu Keith Richards

Wie hoch ist das Vermögen von Keith Richards?

Wir schätzen es auf rund 420 Millionen Euro. Die Schätzung stützt sich auf die Tourneeeinnahmen der Rolling Stones, die Autorentantiemen aus dem Songkatalog und die Erlöse aus Tonträgern und Streaming.

Woher kommt das Vermögen von Keith Richards?

Aus dem Anteil an den Bandeinnahmen, den Tantiemen für die auf das Duo Jagger/Richards eingetragenen Songs, den Erlösen aus Tonträgern und Streaming sowie Nebeneinnahmen aus Soloalben, Büchern, Werbung und Filmrollen.

Wie verdient Keith Richards an den Songs der Rolling Stones?

Als Ko-Autor erhält er Verlags- und Aufführungstantiemen, die bei jeder Nutzung eines Songs anfallen: Radioausspielungen, Streaming-Abrufe, Coverversionen, Lizenzierungen für Film und Werbung. Sie sind unabhängig davon, ob die Band auftritt, und laufen nach dem Tod des Autors siebzig Jahre weiter.

Haben die Rolling Stones ihre Songrechte verkauft?

Nein. BMG vertritt die Verlagsrechte von Jagger und Richards ab 1983, das ist eine Verwaltung und kein Verkauf. Richards erklärte im März 2022, ein Verkauf sei nicht ernsthaft besprochen worden; Jagger bezifferte den Katalog im September 2023 auf rund 500 Millionen US-Dollar und schloss einen Verkauf aus.

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