Mark Cuban ist ein US-amerikanischer Unternehmer und Investor, der sein Geld mit dem Verkauf zweier Technologiefirmen verdient hat und es seither in Sport, Medien und das Gesundheitswesen steckt. Einem Millionenpublikum wurde er als Investor der US-Sendung „Shark Tank“ bekannt, dem Vorbild von „Die Höhle der Löwen“. Über zwei Jahrzehnte prägte er außerdem die NBA-Franchise Dallas Mavericks, deren Mehrheit er inzwischen abgegeben hat. Wir schätzen das Vermögen von Mark Cuban auf rund 5,35 Milliarden Euro.
Wie viel verdient Mark Cuban pro Sekunde?
Legt man das geschätzte Vermögen von Mark Cuban zugrunde und nimmt eine Rendite von 7 Prozent pro Jahr an, kommt Mark Cuban auf rund 12 Euro pro Sekunde, ohne dafür zu arbeiten. Das entspricht einem Stundenlohn von rund 42.723 Euro und einem Verdienst von rund 1,03 Millionen Euro pro Tag.
| Verdienst pro Sekunde | 12 Euro |
|---|---|
| Verdienst pro Minute | 712 Euro |
| Stundenlohn | 42.723 Euro |
| Verdienst pro Tag | 1,03 Millionen Euro |
| Einkommen pro Monat | 31,21 Millionen Euro |
| Einkommen pro Jahr | 374,51 Millionen Euro |
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Grundlage ist unsere Vermögensschätzung und eine angenommene Kapitalrendite von 7 Prozent pro Jahr. Es handelt sich nicht um ein ausgezahltes Gehalt, sondern um den rechnerischen Ertrag des Vermögens.
Wie hoch ist das Vermögen von Mark Cuban?
Die Grundlage sind zwei realisierte Firmenverkäufe, und das macht die Schätzung belastbarer als bei vielen anderen Unternehmern: Was 1990 und 1999 geflossen ist, steht fest und muss nicht bewertet werden. Dazu kommen der verbliebene Anteil an den Dallas Mavericks, das Generikageschäft Cost Plus Drugs, ein Portfolio aus mehreren Hundert Beteiligungen und die Medienfirmen, die er mit seinem früheren Geschäftspartner Todd Wagner hält. Nach unserer Schätzung kommt Cuban auf rund 5,35 Milliarden Euro.
Cuban steht seit Jahren in der Milliardärsliste von Forbes und zählt damit zu den reichsten Menschen der Welt. Ein Teil des Vermögens ist allerdings nicht frei verfügbar: Der Anteil an der Basketball-Franchise lässt sich nicht ohne Zustimmung der Liga verkaufen, und das Gesundheitsgeschäft ist ein privat gehaltenes Unternehmen ohne veröffentlichte Zahlen. Wer Cubans Vermögen einordnen will, rechnet deshalb vor allem mit den Erlösen aus den beiden Verkäufen und mit dem, was daraus geworden ist.
Die Firmenverkäufe als Grundlage des Vermögens
MicroSolutions und der erste Millionenerlös
Cuban wuchs in einer Arbeiterfamilie in Pittsburgh auf, verkaufte als Kind Müllsäcke und finanzierte sein Studium an der Indiana University unter anderem mit Disco-Kursen. Nachdem ihn ein Softwarehändler in Dallas entlassen hatte, gründete er 1983 das Systemhaus MicroSolutions, das bis zum Ende des Jahrzehnts mehr als 30 Millionen US-Dollar Jahresumsatz erreichte. 1990 verkaufte er die Firma für 6 Millionen US-Dollar an CompuServe und gab ein Fünftel des Kaufpreises an die Belegschaft weiter. Nach Steuern blieben ihm rund 2 Millionen US-Dollar, also der Betrag, mit dem alles Weitere anfing.
Broadcast.com und der Verkauf an Yahoo
Die Absicherung, die das Vermögen gerettet hat
Bezahlt wurde er in Aktien, nicht in Geld, und genau das wäre für ihn beinahe zum Verhängnis geworden. Wenige Monate nach dem Verkauf sicherte Cuban sein Yahoo-Paket über einen Collar ab, also über gekaufte Verkaufsoptionen, die er mit dem Verkauf von Kaufoptionen finanzierte. Als die Yahoo-Aktie im folgenden Börsencrash von rund 300 auf wenige US-Dollar fiel, blieb sein Erlös dadurch geschützt. Ohne dieses Geschäft wäre der größte Teil des Kaufpreises verschwunden, bevor Cuban ihn ausgeben konnte.
Die Dallas Mavericks: Kauf, Titel und Mehrheitsverkauf
Der Einstieg im Jahr 2000
Aus dem Yahoo-Geld kaufte Cuban im Januar 2000 für 285 Millionen US-Dollar die Mehrheit an den Dallas Mavericks, damals eines der schwächsten Teams der Liga. In Dallas spielte der Deutsche Dirk Nowitzki seine gesamte Karriere über 21 Spielzeiten, 2011 gewann die Franchise gegen die Miami Heat den NBA-Titel. Cuban saß dabei sichtbar am Spielfeldrand und wurde von der Liga wiederholt zu Geldbußen verurteilt, weil er Schiedsrichter öffentlich kritisierte. Wie die Gehälter in der Liga aussehen, zeigt die Übersicht der NBA-Gehälter.
Der Mehrheitsverkauf an die Familien Adelson und Dumont
Im Dezember 2023 gab Cuban die Mehrheit ab: Er verkaufte 58 Prozent der Franchise an Miriam Adelson sowie an Sivan und Patrick Dumont, die Familie hinter dem Kasinokonzern Las Vegas Sands. Der Bewertung von rund 3,5 Milliarden US-Dollar stimmte die NBA Ende Dezember 2023 zu. Forbes schätzt Cubans Erlös auf rund 2 Milliarden US-Dollar vor Steuern. Behalten hat er 27 Prozent, ist damit Minderheitsgesellschafter und bleibt an künftigen Wertsteigerungen beteiligt.
Wer über das sportliche Geschehen entscheidet
Entscheidend ist, was Cuban nicht behalten hat. Als Governor der Franchise ist seit dem Verkauf Patrick Dumont eingetragen, und nach den Regeln der Liga trifft der Governor die letzten Entscheidungen. Eine Abrede, nach der Cuban den sportlichen Bereich weiterführen sollte, ließ sich deshalb nicht in den Vertrag schreiben.
Wie weit das reicht, zeigte der Februar 2025: Der Tausch von Luka Dončić zu den Los Angeles Lakers kam ohne Cubans Beteiligung zustande. Nach der Entlassung von General Manager Nico Harrison am 11. November 2025, auf die Cuban intern gedrängt hatte, ist er wieder stärker eingebunden, ohne die frühere Entscheidungsgewalt zurückzuerhalten. Im Juli 2026 reichte er in Dallas eine Petition gegen Dumont ein, um Auskunft über die Pläne für eine neue Arena und ein Entertainment-Viertel zu erhalten; er zog sie kurz darauf zurück, das Verfahren wurde ohne Sachentscheidung eingestellt.
Cost Plus Drugs, Shark Tank und die Beteiligungen
Cost Plus Drugs als zweites großes Unternehmen
Im Januar 2022 startete Cuban gemeinsam mit dem Radiologen Alex Oshmyansky die Onlineapotheke Cost Plus Drugs, die Generika zum Einkaufspreis plus 15 Prozent Aufschlag verkauft, dazu eine Apothekengebühr und Versandkosten von je 5 US-Dollar. In den ersten neun Monaten kam das Unternehmen auf mehr als 25 Millionen US-Dollar Umsatz und über eine Million Kunden. Seit 2023 produziert es in einer eigenen Anlage in Dallas sterile Injektionslösungen, vor allem Medikamente von der Mangelliste der US-Arzneimittelbehörde, und verkauft Kliniken über einen Marktplatz Präparate mit 10 bis 12 Prozent Aufschlag. Cuban bezeichnet das Geschäft als profitabel; Zahlen veröffentlicht das Unternehmen nicht.
Shark Tank: Investments und der Abschied
Seit 2011 saß Cuban in der Jury von „Shark Tank“ und investierte dort nach Angaben von Forbes mehr als 22 Millionen US-Dollar in Kandidatenfirmen. Seine letzte Folge lief am 16. Mai 2025 als Finale der 16. Staffel, als Grund nannte er die Zeit mit seinen drei Kindern; die Sendung wird ohne ihn fortgesetzt. Sein letztes Investment vor dem Abschied waren gemeinsam mit Barbara Corcoran 250.000 US-Dollar für 20 Prozent an einem Lebensmittelhersteller. Wie viel die Investoren der deutschen Variante besitzen, zeigen die Artikel zu Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel und Frank Thelen.
Medien, Sport und gescheiterte Wetten
Nicht jede Wette ging auf. Cuban warb für die Kryptoplattform Voyager Digital, die 2022 zusammenbrach; eine Sammelklage von Anlegern gegen ihn und die Mavericks wies ein Bundesgericht in Florida im Dezember 2025 wegen fehlender Zuständigkeit ab, die Kläger legten Berufung ein. Vergleichbar hohe Verluste hat er auch früher hingenommen, etwa bei Beteiligungen aus dem Fernsehen, die nie ein Produkt in den Handel brachten. Ein Vergleich mit anderen Selfmade-Milliardären wie Jeff Bezos oder mit Sportinvestoren wie Michael Jordan zeigt, dass Cubans Vermögen bis heute vor allem auf einem einzigen Verkauf beruht.
Häufige Fragen zu Mark Cuban
Wie hoch ist das Vermögen von Mark Cuban?
Wir schätzen es auf rund 5,35 Milliarden Euro. Den größten Teil machen die Erlöse aus dem Verkauf von Broadcast.com und der Mehrheit an den Dallas Mavericks aus, dazu kommen der verbliebene Anteil an der Franchise, Cost Plus Drugs und ein breites Beteiligungsportfolio.
Woher kommt das Vermögen von Mark Cuban?
Aus zwei Firmenverkäufen. 1990 gab er MicroSolutions für 6 Millionen US-Dollar an CompuServe ab, 1999 kaufte Yahoo seinen Streamingdienst Broadcast.com für 5,7 Milliarden US-Dollar in Aktien. Weil Cuban dieses Aktienpaket über Optionen absicherte, überlebte der Erlös den Dotcom-Crash.
Besitzt Mark Cuban die Dallas Mavericks noch?
Nein, nicht mehr in der Mehrheit. Im Dezember 2023 verkaufte er 58 Prozent an die Familien Adelson und Dumont, 27 Prozent hat er behalten. Governor der Franchise und damit letzte Entscheidungsinstanz ist Patrick Dumont.
Warum hat Mark Cuban „Shark Tank“ verlassen?
Er wollte mehr Zeit mit seinen Kindern verbringen. Seine letzte Folge lief am 16. Mai 2025 als Finale der 16. Staffel, die Sendung läuft seither ohne ihn weiter.
Was ist Cost Plus Drugs?
Eine Onlineapotheke, die Cuban 2022 mitgegründet hat. Sie legt ihre Einkaufspreise offen, schlägt 15 Prozent auf und verlangt je 5 US-Dollar für Apothekengebühr und Versand. Inzwischen stellt das Unternehmen Medikamente in Dallas auch selbst her.
Womit verdient Mark Cuban neben den Firmenverkäufen Geld?
Mit Beteiligungen. Dazu gehören Cost Plus Drugs, die Medienfirmen 2929 Entertainment und Magnolia Pictures, der Anteil an den Dallas Mavericks, ein Minderheitsanteil am Baseballteam der Athletics und mehrere Hundert Investments aus seiner Zeit bei „Shark Tank“.
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