Millionen Euro
WohnsitzGreenville bei Wilmington, Delaware
Pension als ehemaliger US-Präsident 2026253.100 US-Dollar / Jahr
Gehalt als US-Präsident (2021 bis 2025)400.000 US-Dollar / Jahr
Gehalt als Vizepräsident (2009 bis 2017)230.000 US-Dollar / Jahr
Vorschuss für die Präsidentschafts-Memoiren (2025)rund 10 Millionen US-Dollar
Geburtsdatum20. November 1942 (83 Jahre alt)
Geboren inScranton, Pennsylvania, Vereinigte Staaten
NationalitätUSA
Familienstandverheiratet mit Jill Biden (seit 1977)
BerufPolitiker, ehemaliger US-Präsident (2021 bis 2025)
Voller NameJoseph Robinette Biden, Jr.
SpitznameJoe
Kinder4 (Hunter, Ashley, Beau †, Naomi †)

Joseph Robinette Biden Jr. war von Januar 2021 bis Januar 2025 der 46. Präsident der Vereinigten Staaten, davor 36 Jahre Senator für Delaware und acht Jahre Vizepräsident. Am 20. Januar 2025 endete seine Amtszeit, ins Weiße Haus folgte ihm Donald Trump. Sein Geld verdiente der Demokrat allerdings nicht im höchsten Amt, sondern in den vier Jahren zwischen Vizepräsidentschaft und Präsidentschaft, als Buchverträge, Vortragshonorare und eine Professur zusammenkamen. Wir schätzen das Vermögen von Joe Biden auf rund 12 Millionen Euro.

Wie hoch ist das Vermögen von Joe Biden?

Nach unserer Schätzung kommt Joe Biden auf rund 12 Millionen Euro. Damit liegt er deutlich über den Werten, die verbreitete Vermögensportale führen, und das hat einen einfachen Grund: Diese Zahlen stammen überwiegend aus der Zeit vor dem Sommer 2025 und berücksichtigen weder den Vertrag für seine Präsidentschafts-Memoiren noch die Wertentwicklung seiner beiden Häuser in Delaware.

Woraus sich das Vermögen zusammensetzt

Joe Biden Vermögen Der größte sichtbare Posten sind die Immobilien. Dazu kommen die Erlöse aus den Buchverträgen und den Vortragsreisen der Jahre 2017 bis 2019, die über die veröffentlichten Steuererklärungen des Ehepaars belegt sind, sowie der Vorschuss für die Memoiren aus dem Jahr 2025. Auf der Einnahmenseite stehen außerdem gleich mehrere Pensionen: aus 36 Jahren im Senat, aus der Vizepräsidentschaft und aus der Präsidentschaft.

Was US-Politiker von Amtsträgern anderer Staaten unterscheidet, ist die Quellenlage. Gehälter und Ruhestandsbezüge sind gesetzlich festgelegt, Senatoren und Vizepräsidenten geben jährlich Vermögensmeldungen ab, und Biden hat als Präsidentschaftskandidat seine Steuererklärungen bis zurück ins Jahr 1998 veröffentlicht. Bei Staatsoberhäuptern ohne solche Pflichten, etwa bei Wladimir Putin, bleibt jede Schätzung dagegen ein Näherungswert.

Unsicher bleibt die Höhe der Verbindlichkeiten. Auf beiden Häusern lagen Hypotheken, und wie viel davon getilgt ist, geht aus den öffentlichen Unterlagen nicht hervor. Unsere Schätzung setzt die Immobilien deshalb nicht mit dem Marktwert, sondern deutlich darunter an.

Vom ärmsten Senator zum Millionär

Über Jahrzehnte war Biden das Gegenteil eines reichen US-Politikers. Das Center for Responsive Politics führte ihn 2005 auf Platz 570 von 585 erfassten Amtsträgern, 2007 auf Platz 626 von 639. In seiner Vermögensmeldung für das Jahr 2008 stand ein Nettovermögen von minus 106.000 US-Dollar, weil Hypotheken und Kredite die ausgewiesenen Vermögenswerte überstiegen. Aktien hielt er nach den Meldungen nicht. Von den Größenordnungen vermögender US-Politiker wie Michael Bloomberg war er damit weit entfernt.

Der Bruch kam nicht mit einem Amt, sondern mit dem Ausscheiden aus einem Amt. Zwischen dem Ende der Vizepräsidentschaft im Januar 2017 und dem Beginn des Präsidentschaftswahlkampfs 2019 verdiente das Ehepaar Biden mehr als in den zwei Jahrzehnten davor zusammen. Ein ähnliches Muster zeigt sich bei europäischen Regierungschefs erst mit deutlich kleineren Summen, etwa bei Gerhard Schröder oder Angela Merkel.

Gehalt als US-Präsident und die Bezüge nach dem Amt

Das Amt selbst hat Biden nicht reich gemacht: Die Vergütung ist seit 2001 unverändert, die Nebenposten sind zweckgebunden.

Das Präsidentengehalt und die Aufwandspauschalen

Joe Biden Gehalt als Präsident Das Gehalt des US-Präsidenten liegt bei 400.000 US-Dollar pro Jahr und ist in Titel 3, Paragraf 102 des United States Code festgeschrieben. Der Betrag wurde 1999 vom Kongress von 200.000 auf 400.000 US-Dollar verdoppelt und gilt in dieser Höhe seit dem Amtsantritt von George W. Bush im Januar 2001. Er ist regulär zu versteuern.

Dazu kommt eine Aufwandspauschale von 50.000 US-Dollar jährlich, die nach derselben Vorschrift ausdrücklich nicht zum steuerpflichtigen Einkommen zählt. Über die jährlichen Haushaltsgesetze finanziert der Kongress außerdem ein Reisebudget von 100.000 US-Dollar und einen Repräsentationsetat von 19.000 US-Dollar. Beide sind an den Dienstbetrieb gebunden und stehen nicht zur privaten Verfügung. Im Vergleich dazu bezieht ein deutscher Regierungschef weniger, wie der Artikel zu Olaf Scholz zeigt.

Was einem ehemaligen US-Präsidenten zusteht

Die Bezüge nach dem Amt sind der eigentlich interessante Teil, und sie sind bis auf den Cent geregelt. Grundlage ist der Former Presidents Act von 1958. Er sichert jedem ehemaligen Präsidenten eine Pension auf Lebenszeit zu, deren Höhe an die Vergütungsstufe Executive Level I gekoppelt ist, also an das Gehalt eines Ministers. Für das Jahr 2026 entspricht das 253.100 US-Dollar jährlich, ausgezahlt monatlich über das Finanzministerium.

Hinzu kommen Personal- und Bürokosten. In den ersten 30 Monaten nach dem Amtsende darf ein ehemaliger Präsident bis zu 150.000 US-Dollar pro Jahr für Gehälter seiner Mitarbeiter abrechnen, danach sinkt der Rahmen auf 96.000 US-Dollar. Kein einzelner Mitarbeiter darf dabei über der Stufe Executive Level II bezahlt werden. Büroräume und deren Ausstattung stellt die Bundesbehörde General Services Administration.

Für Reise- und Sicherheitskosten sieht das Gesetz einen Rahmen von bis zu einer Million US-Dollar jährlich für den ehemaligen Präsidenten vor, für dessen Ehepartnerin bis zu 500.000 US-Dollar. Der Personenschutz durch den Secret Service gilt seit dem Former Presidents Protection Act, den der Kongress im Dezember 2012 beschloss, wieder auf Lebenszeit; eine Regelung aus dem Jahr 1994 hatte ihn zuvor auf zehn Jahre nach dem Amtsende begrenzt. Ebenfalls enthalten ist der Zugang zur Krankenversicherung des Bundes. Ein Anspruchspaket dieser Art ist international die Ausnahme, wie ein Blick auf den Pensionsanspruch von Heinz Fischer zeigt.

Die Gehälter als Senator und Vizepräsident

Biden gewann die Senatswahl in Delaware im November 1972 mit 29 Jahren und zog im Januar 1973 in den Senat ein, den er bis Januar 2009 fünfmal wiedergewählt vertrat. Sein Senatorengehalt stieg in diesen 36 Jahren von 42.500 US-Dollar im Jahr 1973 auf 174.000 US-Dollar im Jahr 2009. Als Vizepräsident unter Barack Obama bezog er von 2009 bis 2017 rund 230.000 US-Dollar jährlich.

Bücher, Vorträge und die Professur

Die vier Jahre zwischen den beiden Ämtern sind der finanziell entscheidende Abschnitt seiner Biografie. Alle Beträge daraus sind über die veröffentlichten Steuererklärungen belegt.

Der Buchvertrag mit Flatiron Books

Joe Biden Verdienst Im April 2017 gaben Joe und Jill Biden einen Vertrag über drei Sachbücher mit dem Verlag Flatiron Books bekannt, vermittelt über die Agentur CAA. Zwei Bücher entfielen auf ihn, ein drittes schrieben beide gemeinsam. Der Umfang des Weltrechte-Pakets wurde in Branchenberichten mit rund acht Millionen US-Dollar angegeben. Das erste Buch, „Promise Me, Dad“, erschien im November 2017 und behandelt das Jahr 2015, in dem sein Sohn Beau starb.

Wie stark dieser Vertrag wirkte, zeigen die Steuerunterlagen. 2017 wies das Ehepaar ein Einkommen von 11 Millionen US-Dollar aus, 2018 weitere 4,6 Millionen, zusammen 15,6 Millionen US-Dollar in zwei Jahren. Bücher und die dazugehörigen Auftritte machten davon 13,3 Millionen US-Dollar aus. Abgerechnet wurde über die eigene Firma CelticCapri Corp., die 2017 rund 9,5 Millionen und 2018 rund 2,7 Millionen US-Dollar einnahm.

Vortragshonorare zwischen den Ämtern

Zwischen dem Amtsende im Januar 2017 und Januar 2019 hielt Biden 49 bezahlte Vorträge. 30 davon gehörten zur Buchtour und brachten zusammen 1,8 Millionen US-Dollar, die einzelnen Honorare lagen meist zwischen 40.000 und 65.000 US-Dollar, im Einzelfall bei 8.040 und im Spitzenfall bei 234.820 US-Dollar.

Die 19 übrigen Auftritte, vielfach an Universitäten, wurden mit 66.000 bis 190.000 US-Dollar vergütet und summierten sich auf 2,4 Millionen US-Dollar. Belegte Einzelbeträge sind 190.000 US-Dollar an der Drew University und 180.000 US-Dollar an der Vanderbilt University. Vergleichbare Honorare sind auch für Hillary Clinton dokumentiert.

Die Professur an der University of Pennsylvania

Von 2017 an trug Biden an der University of Pennsylvania den Titel Benjamin Franklin Presidential Practice Professor und leitete das in Washington angesiedelte Penn Biden Center. Die Universität zahlte ihm dafür 371.159 US-Dollar im Jahr 2017 sowie 540.484 US-Dollar für 2018 und den Beginn des Jahres 2019, insgesamt also mehr als 900.000 US-Dollar. Reguläre Kurse hielt er nicht, die Tätigkeit bestand aus etwa einem Dutzend öffentlicher Auftritte. Das durchschnittliche Professorengehalt an der Universität lag im Studienjahr 2017/18 bei 217.411 US-Dollar.

Der Vertrag für die Präsidentschafts-Memoiren

Im Juli 2025 wurde bekannt, dass Biden seine Memoiren über die vier Jahre im Weißen Haus an die Hachette Book Group verkauft hat, erscheinen soll es im Imprint Little, Brown. Am 15. Juli 2026 gab der Verlag Titel und Termin bekannt: „Promise Me, America“ soll am 17. November 2026 erscheinen, zeitgleich in Großbritannien bei John Murray. Den Vorschuss bezifferte das Wall Street Journal auf einen Betrag im Bereich von zehn Millionen US-Dollar, vermittelt hat erneut die Agentur CAA, bei der Biden seit Februar 2025 unter Vertrag steht. Zur Einordnung: Barack und Michelle Obama erzielten für ihr gemeinsames Paket rund 60 Millionen US-Dollar, Bill Clinton 15 Millionen.

Immobilien als größter Vermögensposten

Der Großteil des Vermögens steckt nicht in Wertpapieren, sondern in zwei Häusern, die beide in Delaware liegen.

Das Anwesen in Greenville

1996 kauften Joe und Jill Biden rund vier Acres Land in Greenville, einem Vorort von Wilmington, und ließen dort ein Haus mit gut 6.850 Quadratfuß Wohnfläche an einem See errichten. Das Grundstück ist bis heute sein Hauptwohnsitz. Newsweek bezifferte den Wertzuwachs gegenüber dem Einstandspreis Anfang 2025 auf rund 398 Prozent.

Das Strandhaus in Rehoboth Beach

Im Juni 2017, wenige Monate nach dem Ende der Vizepräsidentschaft und im Jahr des Buchvertrags, kauften die Bidens ein zweites Haus in Rehoboth Beach an der Atlantikküste. Der Kaufpreis lag bei 2,74 Millionen US-Dollar für das dreigeschossige Haus im Cape-Cod-Stil, etwa einen Block vom Strand entfernt. Newsweek führte den Wert Anfang 2025 mit 6,1 Millionen US-Dollar, also mehr als dem Doppelten des Kaufpreises. Beide Objekte erklären, warum unsere Schätzung höher liegt als die Zahlen, die für Amtsträger wie Emmanuel Macron genannt werden.

Häufige Fragen zu Joe Biden

Wie hoch ist das Vermögen von Joe Biden?

Wir schätzen das Vermögen von Joe Biden auf rund 12 Millionen Euro. Den größten Anteil machen die beiden Häuser in Delaware aus, dazu kommen die Erlöse aus zwei Buchverträgen, aus Vortragshonoraren und aus mehreren Pensionen.

Was steht einem ehemaligen US-Präsidenten finanziell zu?

Nach dem Former Presidents Act von 1958 erhält jeder ehemalige US-Präsident eine Pension in Höhe der Vergütungsstufe Executive Level I, für 2026 sind das 253.100 US-Dollar jährlich. Dazu kommen ein Budget für Personal von 150.000 US-Dollar in den ersten 30 Monaten und danach 96.000 US-Dollar, Büroräume über die General Services Administration, ein Rahmen von bis zu einer Million US-Dollar für Reise- und Sicherheitskosten, der Zugang zur Krankenversicherung des Bundes sowie Personenschutz durch den Secret Service auf Lebenszeit.

Wie viel verdiente Joe Biden als US-Präsident?

Das Präsidentengehalt beträgt unverändert 400.000 US-Dollar pro Jahr, festgelegt in Titel 3, Paragraf 102 des United States Code. Dazu kommen eine steuerfreie Aufwandspauschale von 50.000 US-Dollar sowie zweckgebundene Etats für Reisen und Repräsentation.

Womit hat Joe Biden das meiste Geld verdient?

Mit Büchern. Der Vertrag mit Flatiron Books aus dem Jahr 2017 und die damit verbundenen Vortragsreisen brachten 13,3 Millionen US-Dollar in zwei Jahren, der Vorschuss für die Präsidentschafts-Memoiren liegt nach Angaben des Wall Street Journal im Bereich von zehn Millionen US-Dollar. Kein politisches Amt hat ihm annähernd so viel eingebracht.

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