Park Jae-sang, weltweit bekannt als Psy, veröffentlichte im Juli 2012 mit Gangnam Style ein Lied über den wohlhabendsten Bezirk Seouls. Die Aufnahme gehörte ihm nicht: Sie lief in Korea über sein damaliges Label YG Entertainment und international über Schoolboy Records und Universal Republic. Zu Geld gekommen ist er nicht durch die Platte, sondern durch das Viertel, das sie besingt. Im März 2017 kaufte er in Sinsa-dong mitten in Gangnam ein Geschäftshaus für 5 Milliarden Won und ließ es neu bauen; dort sitzt heute seine eigene Plattenfirma P Nation. Wir schätzen das Vermögen von Psy auf rund 75 Millionen Euro.
Psy - Verdienst mit Spotify
Psy kommt bei Spotify als Hauptact auf rund 1,64 Milliarden Streams. Bei einer Ausschüttung von rund 0,0035 Euro pro Stream entspricht das etwa 5,75 Millionen Euro. Das ist allerdings die Summe an alle Rechteinhaber, je nach Vertrag bleiben davon 15 bis 80 Prozent bei ihm.
| Gesamte Streams als Hauptact | 1,64 Milliarden |
|---|---|
| Ausschüttung insgesamt | 5,75 Millionen Euro |
| Einnahmen pro Sekunde | 0,03 Euro |
| Einnahmen pro Tag | 2.377 Euro |
| Einnahmen pro Monat | 72.343 Euro |
| Einnahmen pro Jahr | 868.040 Euro |
| Gangnam Style | 2.445.000 Euro |
|---|---|
| That That (prod.&feat. SUGA of BTS) | 1.269.000 Euro |
| Gentleman | 662.000 Euro |
| DADDY | 454.000 Euro |
| New Face | 211.000 Euro |
| I LUV IT | 130.000 Euro |
| Hangover | 88.000 Euro |
| NAPAL BAJI | 53.000 Euro |
| What Would Have Been? (Feat. Lena Park) | 49.000 Euro |
| Gangnam Style / 2 Legit 2 Quit Mashup | 27.000 Euro |
| GANJI (feat. Jessi) | 25.000 Euro |
Rechne selbst
Davon bleiben rund 1,15 Millionen Euro bei ihm.
Berechnungsgrundlage anzeigen
Grundlage sind die Streams als Hauptact, Stand 19.09.2026, multipliziert mit rund 0,0035 Euro pro Stream. Das ist die Ausschüttung an alle Rechteinhaber, nicht das Einkommen. Bei einem Major-Vertrag bleiben davon 15 bis 25 Prozent, bei eigenem Katalog 50 bis 80 Prozent. Songs, auf denen Psy nur als Gast auftritt, bringen am Master in der Regel nichts und zählen deshalb nicht mit.
Wie hoch ist das Vermögen von Psy?
Den größten Teil trägt Grundbesitz in Seoul, darunter ein Geschäftshaus für 14,85 Milliarden Won und eine Villa in Hannam-dong, deren Verkauf im Mai 2025 den jüngsten belegten Gewinn brachte. Daneben steht sein Anteil an der eigenen Plattenfirma, die seit 2019 Künstler unter Vertrag nimmt und seine Konzertreihe selbst veranstaltet. Die Musikeinnahmen verteilen sich auf zwei Phasen: bis 2017 als Vertragskünstler fremder Labels, seit 2022 mit Aufnahmen aus dem eigenen Haus.
Zehn Jahre Karriere vor dem Welterfolg
Das Debütalbum PSY From The Psycho World! erschien im Januar 2001 und brachte ihm wegen der Texte eine Geldstrafe der Regierung ein. Das dritte Album von 2002 enthielt mit Champion einen Titel, den die Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land trug. Bis 2010 hatte er sechsmal die koreanischen Charts angeführt; der heimische Markt trug ihn also lange vor jeder internationalen Aufmerksamkeit, ähnlich wie später bei BTS. Bemerkenswert am Wechsel zu YG Entertainment in jenem Jahr ist die Gegenleistung: YG nahm ihn ohne Handgeld auf. Ein Künstler mit zehn Jahren Erfolgsbilanz unterschrieb ohne Vorschuss.
Der Streit um den Wehrdienst und zwanzig Monate Pause
Von 2003 bis November 2005 leistete er 35 Monate Ersatzdienst in einem Softwarebetrieb, in Korea eine übliche Alternative zum Wehrdienst. 2007 prüfte die Staatsanwaltschaft diesen Dienst. Die schwersten Vorwürfe, erkaufte Zuteilung und fehlende Qualifikation, wurden fallengelassen. Strittig blieb, ob seine Arbeit in Ton und Planung unter die vorgeschriebene Softwareentwicklung fiel. Die Wehrverwaltung verneinte das und ordnete am 14. Juli 2007 die erneute Einberufung an; die Gerichte bestätigten das am 12. Dezember 2007 und letztinstanzlich am 21. August 2008.
Am 17. Dezember 2007 rückte er ein und blieb zwanzig Monate, bis Juli 2009. Zwischen dem vierten Album von 2006 und PSYFIVE von 2010 liegen dadurch vier Jahre ohne Veröffentlichung, und in dieser Zeit geriet sein damaliges Management in Zahlungsschwierigkeiten.
Was ihm an Gangnam Style gehörte
Die Eigentumsfrage beantwortet das Kleingedruckte der Veröffentlichung: Hersteller- und Urheberrechtsvermerk der Single tragen Schoolboy Records und Universal Republic, in Korea war YG Entertainment Rechteinhaber. Psy war Vertragskünstler, nicht Eigentümer. Für die Erlösteilung mit YG galt nach übereinstimmenden Berichten ein Schlüssel von sieben zu drei zu seinen Gunsten, günstig für einen etablierten Künstler, aber eine Beteiligung und kein Eigentum. Dieselbe Unterscheidung prägt die Bilanz anderer Musiker: Taylor Swift spielte ihre frühen Alben neu ein, weil ihr die Originale nicht gehörten, und Beyoncé verdient an ihrem Werk mehr, seit sie es selbst hält.
Als Texter und Mitkomponist hält Psy dagegen die Urheberrechte am Stück. Die trugen in Korea wenig bei: Der koreanische Urheberrechtserlös aus dem Onlinevertrieb des Titels wurde 2012 mit 36 Millionen Won angegeben, geteilt mit dem Mitkomponisten Yoo Gun-hyung. Gemessen an den 7,85 Milliarden Won, die er im Februar 2012 mit seiner Frau für ein Geschäftshaus in Hannam-dong zahlte, ist das ein Verhältnis von mehr als zweihundert zu eins. International lief es besser, weil die Vergütungssätze dort höher liegen. Was ein eigener Songkatalog wert sein kann, zeigt Ed Sheeran, bei dem die Verlagsrechte den größten Einzelblock bilden.
Verkauft hat Psy davon nichts: Seit seinem Debüt 2001 ist weder ein Katalog- oder Masterverkauf noch die Abtretung von Anteilen an seinen Kompositionen veröffentlicht. Verschoben hat sich die Lage über das eigene Haus. Sein neuntes Album erschien 2022 über P Nation, seither hält er an den neuen Aufnahmen die Herstellerrechte selbst; die Alben bis PSY 8th 4X2=8 von 2017 liegen unverändert bei den früheren Labels.
Im November 2012 trat er bei Madonna im Madison Square Garden auf, Britney Spears ließ sich den Tanz zeigen, und für Hangover von 2014 holte er Snoop Dogg dazu.
P Nation: die eigene Plattenfirma und die Konzertreihe
Wem das Label gehört
Psy ist Gründer und Mehrheitsgesellschafter mit rund sechzig Prozent. Zwei Großunternehmen halten je etwa zehn Prozent: SK Telecom zahlte dafür im April 2019 fünf Milliarden Won, die Beteiligungsgesellschaft DY Holdings kam in ähnlicher Größenordnung dazu. Für die Vermögensfrage zählt die Richtung: Beide Beteiligungen sind aus neu ausgegebenen Anteilen entstanden, das Geld floss in die Firma und nicht an ihn, und aus eigenem Bestand hat er nie etwas abgegeben. Was ihm gehört, ist damit ein Beteiligungswert, den er nur bei einem Verkauf oder Börsengang heben könnte. Die laufende Geschäftsführung liegt seit Herbst 2024 bei einem Angestellten.
Wer dort unter Vertrag steht
Die ersten Verpflichtungen im Januar 2019 waren die Rapperin Jessi sowie Hyuna und Dawn von Cube Entertainment. Alle drei verließen das Haus 2022 wieder. Geblieben und dazugekommen sind unter anderem:
- Hwasa, die 2023 während eines Auftritts bei seiner Konzertreihe unterschrieb
- Crush, seit 2019 im Haus, mit mehreren Alben über das Label
- Heize, seit September 2020
- die Boygroup TNX, 2022 als erste eigene Gruppe aufgebaut
- Baby Don’t Cry, 2025 gestartet
Anfang 2026 standen acht Künstler unter Vertrag. Eine Gruppe aufzubauen kostet Jahre an Vorleistung, bevor der erste Won zurückkommt, und der Abgang dreier bekannter Namen in einem Jahr zeigt, wie kurz solche Verträge laufen.
Summer Swag: Veranstalter statt Gebuchter
Seine Konzertreihe im Sommer, in Korea als Heumppeok Show bekannt, läuft seit 2011. Die Rolle dabei entscheidet über den Ertrag: Seine eigene Firma ist Veranstalterin und Ausrichterin, er wird also nicht gebucht. 2026 waren vierzehn Termine in neun Städten angesetzt.
Das dreht Chance und Risiko um. Ein gebuchter Künstler bekommt eine feste Gage; ein Veranstalter trägt Hallenmiete, Bühnenbau, Technik und Versicherung vor und behält dafür den Überschuss aus Tickets, Merchandise und Sponsoring. Bei einer Reihe, deren Markenkern eine aufwendige Wasseranlage ist, sind diese Vorkosten hoch, und eine ausgefallene Saison trifft ihn voll. Lady Gaga steht für die Gegenbauart, bei der ein Promoter das Risiko trägt.
Grundbesitz in Seoul
| Jahr | Objekt | Vorgang | Betrag |
|---|---|---|---|
| 2008 | Villa in Hannam-dong, Yongsan-gu | Kauf | rund 2,6 Milliarden Won |
| 2012 | Geschäftshaus Hannam-dong, mit Ehefrau | Kauf | 7,85 Milliarden Won |
| 2014 | Grundstück Cheongdam-dong, mit Mutter | Verkauf | 2,15 Milliarden Won |
| 2017 | Geschäftshaus Sinsa-dong, Gangnam-gu | Kauf | 5,0 Milliarden Won |
| 2018 | Wohnhaus hinter dem Sinsa-dong-Haus | Kauf | 2,675 Milliarden Won |
| 2018 | Geschäftshaus Changcheon-dong, Sinchon | Kauf | 14,85 Milliarden Won |
| 2025 | Villa in Hannam-dong, Yongsan-gu | Verkauf | 4,8 Milliarden Won |
Wie aus zwei Käufen ein Neubau wurde
Der Vorgang in Sinsa-dong gilt Maklerhäusern als Lehrbuchfall. Er kaufte zuerst das Haus an der Hauptstraße, ein Jahr später das Wohnhaus dahinter und legte beide Grundstücke zusammen. Auf der größeren Fläche entstand ein Neubau, fertig im April 2020; erst die Größe erlaubt eine wirtschaftliche Bebauung. Das Ergebnis ist die heutige Adresse seiner Plattenfirma: Sein Label arbeitet in einem Haus, das ihm gehört.
Die Villa in Hannam-dong zeigt dieselbe Mechanik ohne Umbau: gekauft im August 2008 für rund 2,6 Milliarden Won, verkauft im Mai 2025 für 4,8 Milliarden Won, nach siebzehn Jahren also mit mehr als 2 Milliarden Won Gewinn.
Was davon Kredit ist
Der Bestand ist zu einem erheblichen Teil fremdfinanziert, was in Aufstellungen über Prominentenimmobilien meist unerwähnt bleibt. Auf dem Haus in Sinsa-dong lagen beim Kauf 2017 drei Milliarden Won Kredit, auf dem in Hannam-dong 2012 rund 2,8 Milliarden, in Changcheon-dong kamen zum Darlehen Mieterkautionen in Milliardenhöhe. Wer die Kaufpreise addiert, rechnet Schulden mit; unsere Schätzung setzt den Grundbesitz netto an.
Häufige Fragen zu Psy
Wie hoch ist das Vermögen von Psy?
Wir schätzen das Vermögen von Psy auf rund 75 Millionen Euro. Den größten Teil tragen Geschäftshäuser und Wohnungen in Seoul, nach Abzug der eingetragenen Kredite. Dazu kommen sein Mehrheitsanteil an P Nation, die Urheberrechte an seinen Kompositionen und die Erträge seiner Konzertreihe.
Wem gehört die Aufnahme von Gangnam Style?
Nicht ihm. Der Titel erschien über YG Entertainment, international über Schoolboy Records und Universal Republic, und diese Unternehmen halten die Rechte an der Aufnahme. Psy war als Vertragskünstler beteiligt, nach übereinstimmenden Berichten zu siebzig Prozent. Als Texter und Mitkomponist hält er die Urheberrechte am Stück selbst.
Hat Psy jemals Rechte an seiner Musik verkauft?
Nein, ein Katalog- oder Masterverkauf ist zu ihm nicht veröffentlicht. Auch an seiner Plattenfirma P Nation, an der er rund sechzig Prozent hält, hat er nichts aus eigenem Bestand abgegeben. Die Minderheiten von SK Telecom und DY Holdings von je rund zehn Prozent sind aus neu ausgegebenen Anteilen entstanden, das Geld floss dabei in die Firma.
Ist Psy Veranstalter seiner eigenen Konzertreihe?
Ja. Seine Firma tritt als Veranstalterin und Ausrichterin der Reihe auf. Er bekommt keine feste Gage, sondern trägt die Vorkosten für Bühne, Technik und Hallen und behält den Überschuss. Chance und Risiko liegen damit bei ihm und nicht bei einem fremden Promoter.
Bildquellen:
Universal Music