Milliarden Euro
WohnsitzeLondon und Gstaad (Schweiz)
Zahlung an die britische Steuerbehörde (2023)652,6 Millionen Pfund
Geburtsdatum28. Oktober 1930 (95 Jahre alt)
Geboren inIpswich, England
NationalitätEngland
Familienstandverheiratet mit Fabiana Flosi (seit 2012)
BerufUnternehmer, ehemaliger Formel-1-Chef
Voller NameBernard Charles Ecclestone
SpitznameBernie
Kinder4 (Tamara, Deborah, Petra, Ace)

Bernie Ecclestone hat aus der Formel 1 ein weltweites Fernsehgeschäft gemacht und daran über vier Jahrzehnte selbst am meisten verdient. Der Brite kaufte 1971 das Rennteam Brabham, bündelte danach die Fernseh-, Werbe- und Streckenverträge der Rennserie in eigenen Gesellschaften und trennte sich später in mehreren Schritten von seinen Anteilen an der Formel-1-Holding. Wir schätzen das Vermögen von Bernie Ecclestone auf rund 2,25 Milliarden Euro. Der größte Teil davon stammt nicht aus Gehältern, sondern aus diesen Anteilsverkäufen, dazu kommen Immobilien in drei Ländern und der Erlös aus einer Sammlung historischer Rennwagen.

Wie viel verdient Bernard Ecclestone pro Sekunde?

Legt man das geschätzte Vermögen von Bernard Ecclestone zugrunde und nimmt eine Rendite von 7 Prozent pro Jahr an, kommt Bernard Ecclestone auf rund 5 Euro pro Sekunde, ohne dafür zu arbeiten. Das entspricht einem Stundenlohn von rund 17.994 Euro und einem Verdienst von rund 431.867 Euro pro Tag.

Verdienst pro Sekunde 5 Euro
Stundenlohn 17.994 Euro
Verdienst pro Sekunde 5 Euro
Verdienst pro Minute 300 Euro
Stundenlohn 17.994 Euro
Verdienst pro Tag 431.867 Euro
Einkommen pro Monat 13,14 Millionen Euro
Einkommen pro Jahr 157,74 Millionen Euro

Wie hoch ist das Vermögen von Bernie Ecclestone?

Bernie Ecclestone Vermögen Vier Bausteine tragen die Schätzung: die Erlöse aus den Verkäufen seiner Formel-1-Anteile zwischen 1999 und 2017, Immobilien in Großbritannien, der Schweiz und Brasilien, der Verkauf seiner Rennwagensammlung und die daraus gespeisten Kapitalanlagen. Nach unserer Schätzung kommt Ecclestone auf rund 2,25 Milliarden Euro. Ein Gehalt bezieht er seit dem Ende seiner Zeit als Geschäftsführer der Formel 1 nicht mehr. Geprägt ist seine Vermögenslage vor allem von einer einzigen Zahlung.

Die Nachzahlung an die britische Steuerbehörde

Am 12. Oktober 2023 bekannte sich Ecclestone vor dem Southwark Crown Court in London in einem Punkt des Betrugs durch falsche Angaben schuldig. Er hatte Ermittlern der Steuerbehörde HMRC am 7. Juli 2015 erklärt, er habe nur einen einzigen Trust errichtet, jenen zugunsten seiner Töchter, und sei an keinem weiteren Trust als Errichter oder Begünstigter beteiligt. Das traf nicht zu. Zu den Konstruktionen, hinter denen er stand, gehörte ein Trust, der eine Gesellschaft hielt; über deren Konten wurden 2010 rund 416 Millionen Pfund aus der Schweiz nach Singapur überwiesen. Das Gericht verhängte 17 Monate Haft und setzte die Strafe für zwei Jahre zur Bewährung aus.

Parallel dazu schloss Ecclestone mit der HMRC eine zivilrechtliche Vereinbarung über 652,6 Millionen Pfund, die Steuern, Zinsen und Strafzuschläge für 18 Steuerjahre zwischen 1994 und 2022 abdeckt. Ein Teil der Summe entfällt auf einen Zuschlag für nicht berichtigte Auslandssachverhalte, den die Behörde mit dem Höchstsatz von 200 Prozent ansetzte. Damit ist diese Zahlung der größte einzelne Abfluss in Ecclestones Vermögensgeschichte und der Grund, warum seine Vermögenslage anders zu beurteilen ist als in den Jahren davor. Geld gekostet hatte ihn auch ein Verfahren in Deutschland: Ein Prozess am Landgericht München I endete am 5. August 2014, das Gericht stellte ihn gegen eine Geldauflage von 100 Millionen US-Dollar ein.

Die Formel 1 als Grundlage des Vermögens

Vom erfolglosen Fahrer zum Teambesitzer

Ecclestone wurde am 28. Oktober 1930 in Ipswich geboren, verließ die Schule mit 16 Jahren und arbeitete zunächst bei den örtlichen Stadtwerken. Er fuhr selbst Rennen und war 1958 für den Großen Preis von Monaco und den Großen Preis von Großbritannien gemeldet, qualifizierte sich aber in beiden Fällen nicht für den Start. Danach wechselte er die Seite: Er führte das Team Connaught, managte den späteren Weltmeister Jochen Rindt und kaufte 1971 das Team Brabham, das er bis 1988 hielt.

Rennteams waren damals ein überschaubares Geschäft. Die Formel 1 war ein Sport für Liebhaber mit Zeit und Geld, die Gehälter der Formel-1-Fahrer lagen weit unter dem Niveau, das später Fahrer wie Fernando Alonso oder Ralf Schumacher erreichten. Die Übertragungsrechte verhandelte jeder Veranstalter für sich. Genau diese Zersplitterung wurde zu Ecclestones Geschäftsmodell.

Fernsehrechte und Kommerzialisierung

Niki Lauda Verdienst

Bernie Ecclestone und Niki Lauda

Ab den 1970er Jahren bündelte Ecclestone die Interessen der Teams und verhandelte die Fernseh- und Sponsorenverträge zentral. Die dafür gegründete Formula One Promotions and Administration verteilte die Einnahmen nach einem festen Schlüssel: 47 Prozent gingen leistungsabhängig an die Teams, 30 Prozent an den Automobil-Weltverband FIA, 23 Prozent behielt Ecclestones Gesellschaft. Der Schlüssel wurde in den 1990er Jahren mehrfach geändert, das Prinzip blieb: Wer die Rechte zentral vermarktet, verdient an jedem Rennen mit.

Für die Rennserie war dieser Umbau die Voraussetzung des heutigen Milliardengeschäfts, für Ecclestone war er die Grundlage seines Vermögens. Er saß an der Stelle, an der die Fernsehgelder eingesammelt und wieder ausgeschüttet wurden, und er behielt die Rechte an dieser Vermarktung auch dann noch, als die Mehrheit an der Rennserie längst anderen gehörte.

Die Verkäufe der Anteile

1999 begann Ecclestone, seine Beteiligung an der Holding SLEC abzugeben: 37,5 Prozent gingen für 725,5 Millionen US-Dollar an Finanzinvestoren. Dieses Paket verkauften die Investoren im Jahr 2000 für 1,65 Milliarden US-Dollar an den deutschen Medienkonzern EM.TV weiter. 2001 zog die Kirch-Gruppe eine Option auf weitere 25 Prozent, dafür flossen 987,5 Millionen US-Dollar. Nach dem Zusammenbruch von Kirch landete die Mehrheit bei den finanzierenden Banken und ab 2006 beim Finanzinvestor CVC Capital Partners.

Geschäftsführer blieb Ecclestone trotzdem, weil er sich die operative Kontrolle bei jedem Verkauf vertraglich absicherte. Am 23. Januar 2017 endete das: Liberty Media schloss die Übernahme der Formel 1 ab, der Unternehmenswert lag bei 8,0 Milliarden US-Dollar, der Eigenkapitalwert bei 4,4 Milliarden US-Dollar. Ecclestone hielt zu diesem Zeitpunkt noch rund 5,3 Prozent an der Holding Delta Topco.

Chase Carey übernahm die operative Führung, Ecclestone erhielt den Ehrentitel Chairman Emeritus, der im Januar 2020 auslief. Die Führung der Rennserie übernahm 2021 Stefano Domenicali. Wie sich die Einkommen auf der anderen Seite der Boxenmauer entwickelt haben, zeigt die Übersicht der reichsten Formel-1-Fahrer.

Sammlungen und Immobilien

Die Sammlung historischer Rennwagen

Über Jahrzehnte kaufte Ecclestone Grand-Prix-Wagen aus der Geschichte der Formel 1 zusammen, darunter Fahrzeuge aus den 1950er Jahren und Autos früherer Weltmeister. Im März 2025 verkaufte er die Sammlung von 69 Wagen an Mark Mateschitz, den Sohn des Red-Bull-Gründers Dietrich Mateschitz. In Berichten über den Verkauf wurden rund 500 Millionen Pfund genannt, Forbes bezifferte den Erlös mit 646 Millionen US-Dollar, ein offiziell bestätigter Kaufpreis liegt nicht vor.

Als Grund nannte Ecclestone, er wolle seiner Frau die Sammlung nicht als Verpflichtung hinterlassen; der Käufer kündigte an, die Fahrzeuge zusammenzuhalten und öffentlich zu zeigen. Aus einem der größten schwer verkäuflichen Posten seines Vermögens wurde damit Geld, und das ist für eine Vermögenseinordnung die belastbarste Art von Vorgang.

Immobilien und Wohnsitze

2004 verkaufte Ecclestone sein Anwesen an den Kensington Palace Gardens in London, einer der teuersten Wohnstraßen Europas, an den Stahlunternehmer Lakshmi Mittal. Der Kaufpreis lag bei rund 57 Millionen Pfund. Zu seinen Wohnsitzen gehören ein Haus in London und ein Chalet in Gstaad im Kanton Bern, wo er nach der schweizerischen Pauschalbesteuerung veranlagt wird.

2012 kauften Ecclestone und seine Frau eine Kaffeefarm in Amparo im brasilianischen Bundesstaat São Paulo. Die Fazenda Ycatu umfasst rund 200 Hektar Anbaufläche, der Kaffee wird unter einer eigenen Marke vermarktet. Dazu kamen über die Jahre Privatjets und Yachten; die Yacht Petara gab er 2025 ab, weil sie nach seinen Angaben nur wenige Tage im Jahr genutzt wurde.

Beteiligungen außerhalb der Formel 1

Ecclestones Geschäfte blieben nicht auf die Rennserie beschränkt, außerhalb war er aber seltener erfolgreich. Das Team Brabham, 1971 gekauft, gab er 1988 ab, nachdem er den Schwerpunkt längst auf die Vermarktung der Formel 1 verlagert hatte.

Im September 2007 kaufte er gemeinsam mit Flavio Briatore den Londoner Fußballklub Queens Park Rangers. Der Kaufpreis betrug 1,5 Millionen Euro, zusätzlich wurden Verbindlichkeiten von 19,5 Millionen Euro getilgt. Im August 2011 verkauften die beiden 66 Prozent der Klubholding für 35 Millionen Pfund an den malaysischen Unternehmer Tony Fernandes. Andere Vorhaben kamen nicht zustande, etwa der Versuch, 2010 mit einem Luxemburger Kapitalfonds die Mehrheit am schwedischen Autohersteller Saab zu übernehmen.

Für das Vermögen war das alles nebensächlich. Es entstand fast vollständig in der Formel 1, und zwar auf einem anderen Weg als bei Teamchefs wie Toto Wolff oder Motorsportberatern wie Helmut Marko: nicht über ein Gehalt, sondern über Rechte und Anteile an der Serie selbst.

Häufige Fragen zu Bernie Ecclestone

Wie hoch ist das Vermögen von Bernie Ecclestone?

Wir schätzen das Vermögen von Bernie Ecclestone auf rund 2,25 Milliarden Euro. Die Schätzung stützt sich auf die Erlöse aus den Verkäufen seiner Formel-1-Anteile, den Immobilienbesitz in drei Ländern und den Verkauf seiner Rennwagensammlung, abzüglich der Zahlung an die britische Steuerbehörde.

Woher stammt das Vermögen von Bernie Ecclestone?

Aus der zentralen Vermarktung der Formel 1. Ecclestone verhandelte ab den 1970er Jahren die Fernseh- und Sponsorenverträge der Rennserie und war an der Formel-1-Holding beteiligt. Diese Anteile gab er zwischen 1999 und 2017 in mehreren Schritten ab.

Wie viel musste Bernie Ecclestone an die britische Steuerbehörde zahlen?

652,6 Millionen Pfund. Die Vereinbarung mit der HMRC umfasst Steuern, Zinsen und Strafzuschläge für 18 Steuerjahre zwischen 1994 und 2022. Bekannt wurde sie im Oktober 2023, als Ecclestone sich vor dem Southwark Crown Court in einem Punkt des Betrugs schuldig bekannte und zu 17 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt wurde.

Was brachte der Verkauf seiner Formel-1-Sammlung?

Ein offiziell bestätigter Kaufpreis liegt nicht vor. In Berichten über den Verkauf der 69 Fahrzeuge an Mark Mateschitz im März 2025 wurden rund 500 Millionen Pfund genannt, Forbes bezifferte den Erlös mit 646 Millionen US-Dollar. Es war damit die teuerste bekannte Transaktion mit klassischen Automobilen.

Welche Rolle hat Bernie Ecclestone in der Formel 1?

Keine. Mit dem Abschluss der Übernahme durch Liberty Media am 23. Januar 2017 gab er die Geschäftsführung ab. Den Ehrentitel Chairman Emeritus trug er noch bis Januar 2020, eine Funktion war damit nicht verbunden.

Bildquelle:
Mandoga Media / PR Photos