Tim Cook führt Apple seit August 2011 und gehört damit zu den am längsten amtierenden Konzernchefs der Technologiebranche. Er ist kein Gründer, sondern ein angestellter Manager, der sein Geld über Grundgehalt, Bonus und Aktienzuteilungen verdient hat. Genau das macht seinen Fall ungewöhnlich gut nachvollziehbar, denn Apple weist die Bezüge seines Vorstandschefs jedes Jahr im Proxy Statement an die US-Börsenaufsicht bis auf den Dollar genau aus. Wir schätzen das Vermögen von Tim Cook auf rund 2,42 Milliarden Euro.
Wie viel verdient Tim Cook pro Sekunde?
Legt man das geschätzte Vermögen von Tim Cook zugrunde und nimmt eine Rendite von 7 Prozent pro Jahr an, kommt Tim Cook auf rund 5,36 Euro pro Sekunde, ohne dafür zu arbeiten. Das entspricht einem Stundenlohn von rund 19.300 Euro und einem Verdienst von rund 463.209 Euro pro Tag.
| Verdienst pro Sekunde | 5,36 Euro |
|---|---|
| Verdienst pro Minute | 322 Euro |
| Stundenlohn | 19.300 Euro |
| Verdienst pro Tag | 463.209 Euro |
| Einkommen pro Monat | 14,1 Millionen Euro |
| Einkommen pro Jahr | 169,19 Millionen Euro |
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Grundlage ist unsere Vermögensschätzung und eine angenommene Kapitalrendite von 7 Prozent pro Jahr. Es handelt sich nicht um ein ausgezahltes Gehalt, sondern um den rechnerischen Ertrag des Vermögens.
Wie hoch ist das Vermögen von Tim Cook?
Woraus sich die Schätzung zusammensetzt
Den mit Abstand größten Posten bilden Apple-Aktien und das, was von den Erlösen früherer Aktienverkäufe übrig geblieben ist. Dazu kommen die über die Jahre ausgezahlten Bar-Boni, zwei Immobilien in Kalifornien und die üblichen Kapitalanlagen, über die Cook öffentlich nichts sagt. Nach unserer Schätzung kommt er auf rund 2,42 Milliarden Euro.
Die Zahl ist als Größenordnung zu lesen und nicht als Kontostand. Weder die Steuerlast auf den Aktienzuteilungen noch die Anlage der Verkaufserlöse sind öffentlich, und beides bewegt sich bei einem Vermögen dieser Größe in dreistelliger Millionenhöhe. Belegbar ist dagegen die Einnahmeseite, und die ist bei Cook außergewöhnlich gut dokumentiert.
Warum ein Manager anders reich wird als ein Gründer
Der Vergleich mit den Gründern der großen Technologiekonzerne ist der eigentlich lehrreiche Punkt dieses Artikels. Jeff Bezos, Bill Gates und Mark Zuckerberg haben ihre Unternehmen aufgebaut und hielten dabei zeitweise zweistellige Prozentanteile am Grundkapital. Auch Elon Musk verdankt sein Vermögen fast ausschließlich Anteilen an Firmen, die er selbst mit aufgebaut hat. Cook hat nie einen Gründeranteil besessen. Sein Aktienbestand entspricht deutlich weniger als einem Promille der ausstehenden Apple-Aktien, obwohl Apple in seiner Amtszeit zum wertvollsten Unternehmen der Welt aufgestiegen ist.
Der zweite Grund ist steuerlicher Natur. Aktienzuteilungen an Führungskräfte gelten in den USA im Moment der Übertragung als Arbeitseinkommen und werden sofort versteuert, in Kalifornien mit Bundes- und Staatssteuer zusammen bei rund der Hälfte. Ein Gründer dagegen hält seine Anteile unversteuert, solange er sie nicht verkauft. Deshalb steht Cook trotz einer Vergütung, die seit Jahren im zweistelligen Millionenbereich liegt, nicht in derselben Größenordnung wie die Namen auf den vorderen Plätzen der reichsten Menschen der Welt.
Was Tim Cook bei Apple verdient
Grundgehalt, Bonus und Aktienzuteilungen

Das Grundgehalt ist dabei der kleinste und der stabilste Teil. Es liegt seit 2016 unverändert bei 3 Millionen Dollar im Jahr und ist damit für einen Konzern dieser Größe eher niedrig angesetzt, wenn auch weit entfernt von den 100.000 Dollar, die sich Warren Buffett bei Berkshire Hathaway auszahlen lässt. Der Barbonus hängt an Umsatz- und Ergebniszielen, die der Vergütungsausschuss vorher festlegt, und wurde für das Geschäftsjahr 2025 in voller Höhe ausgezahlt. Den Ausschlag gibt aber die Aktienkomponente, die mehrheitlich an die Kursentwicklung von Apple im Vergleich zu den übrigen Unternehmen im S&P 500 gekoppelt ist.
Sicherheitskosten und Privatflüge stehen einzeln in der Tabelle
Die 1,76 Millionen Dollar unter „sonstige Vergütung“ schlüsselt Apple bis auf den Dollar auf. Für persönliche Sicherheitsdienste fielen 887.870 Dollar an, für die private Nutzung von Firmenflugzeugen 789.991 Dollar. Dazu kommen 57.692 Dollar Urlaubsabgeltung, 21.000 Dollar Arbeitgeberbeitrag zur betrieblichen Altersvorsorge und 2.964 Dollar für eine Risikolebensversicherung.
Der Verwaltungsrat verpflichtet Cook aus Sicherheits- und Effizienzgründen dazu, sowohl dienstlich als auch privat ausschließlich Privatflugzeuge zu nutzen. Beide Posten sind damit keine Gehaltsbestandteile im engeren Sinn, sondern von Apple getragene Kosten, die das Unternehmen als geldwerten Vorteil ausweisen muss. Wie sich die Bezüge im Vergleich zur übrigen Führungsriege verteilen, zeigt unsere Übersicht zu den Gehältern der Apple-Top-Manager.
Die Vergütung über die Geschäftsjahre
Apple rechnet in Geschäftsjahren, die jeweils Ende September enden. Nach dem Höchstwert im Geschäftsjahr 2022 baten Cook und der Verwaltungsrat gemeinsam um eine Senkung der Zielvergütung, für das Geschäftsjahr 2024 hob der Vergütungsausschuss den Zielwert der Aktienzuteilung dann wieder von 40 auf 50 Millionen Dollar an.
- Geschäftsjahr 2022: rund 99,4 Millionen US-Dollar
- Geschäftsjahr 2023: rund 63,2 Millionen US-Dollar
- Geschäftsjahr 2024: rund 74,6 Millionen US-Dollar
- Geschäftsjahr 2025: 74,29 Millionen US-Dollar
Im Vergleich der großen Technologiekonzerne ist das viel, aber nicht einmalig. Sundar Pichai kam bei Alphabet in einzelnen Jahren auf deutlich höhere Summen, weil dort die Aktienpakete in größeren Abständen und dafür in einem Stück zugeteilt werden.
Aktienbestand und Verkäufe über die Börse
Wie viele Apple-Aktien Tim Cook hält
Weil Cook als Insider meldepflichtig ist, lässt sich sein Bestand tagesgenau nachlesen. Nach seiner Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC hielt er am 2. April 2026 direkt 3.280.418 Apple-Aktien. Zu den Kursen, die dieselbe Meldung für seine Verkäufe an diesem Tag nennt, entsprach das gut 820 Millionen US-Dollar.
Dazu kommen noch nicht zugeteilte Aktienrechte aus laufenden Vergütungsprogrammen, die erst mit Ablauf der jeweiligen Frist in echte Aktien umgewandelt werden. Am 1. April 2026 flossen ihm auf diesem Weg 131.576 Aktien aus drei fälligen Tranchen zu, einen Teil davon behielt Apple direkt zur Deckung der Lohnsteuer ein.
Die Verkäufe laufen über 10b5-1-Pläne
Cook verkauft nicht spontan. Seine Verkäufe laufen über Pläne nach Regel 10b5-1 der US-Börsenaufsicht, bei denen Zeitpunkt und Stückzahl im Voraus festgelegt werden. Das schützt vor dem Vorwurf, Insiderwissen genutzt zu haben, nimmt dem Verkäufer im Gegenzug aber jeden Spielraum. Der Verkauf vom 2. April 2026 über 64.949 Aktien zu Kursen zwischen 250,73 und 256,10 Dollar brachte rund 16,5 Millionen Dollar ein und lief über einen bereits am 24. Mai 2024 aufgesetzten Plan.
Solche Verkäufe wiederholen sich seit Jahren in ähnlicher Größe, meist im Anschluss an die Zuteilungstermine im Frühjahr und im Herbst. Forbes beziffert die Summe aller Apple-Aktien, die Cook im Lauf seiner Zeit an der Konzernspitze veräußert hat, auf mehr als eine Milliarde Dollar. Ein erheblicher Teil davon ging als Steuer wieder ab, der Rest bildet den zweiten großen Block seines Vermögens neben dem verbliebenen Aktienbestand.
Immobilien, Spendenzusage und die Rolle bei Apple
Zwei Immobilien in Kalifornien
Cook wohnt seit 2010 in einem Haus in Palo Alto mit rund 220 Quadratmetern Wohnfläche, für das er nach öffentlichen Grundbuchdaten 1,9 Millionen US-Dollar bezahlt hat. Gemessen an seinem Einkommen ist das ein auffällig bescheidener Wohnsitz. 2018 kam ein rund 925 Quadratmeter großes Anwesen im Madison Club im südkalifornischen La Quinta für 10,1 Millionen Dollar dazu, das ihm öffentlich allerdings erst im September 2021 zugeordnet wurde.
Die Zusage, das Vermögen zu verschenken
Im März 2015 sagte Cook dem Magazin Fortune, er wolle sein Vermögen noch zu Lebzeiten vollständig weggeben. Ausnehmen wollte er davon die Ausbildung seines damals zehnjährigen Neffen. Statt einfach Schecks auszustellen, wolle er dafür erst einen systematischen Ansatz entwickeln.
Belegte Einzelspenden hat Cook seither nur in wenigen Fällen öffentlich gemacht, und eine Stiftung unter seinem Namen gibt es nicht. Die Zusage steht damit weiterhin als Absichtserklärung im Raum. Für die Vermögensschätzung ändert sie vorerst nichts, weil bislang kein nennenswerter Teil des Bestands übertragen wurde.
Vom Vorstandschef zum Executive Chairman
Am 20. April 2026 teilte Apple mit, dass Cook zum 1. September 2026 Executive Chairman des Verwaltungsrats wird und John Ternus, bis dahin Senior Vice President für Hardware Engineering, die Position des Vorstandsvorsitzenden übernimmt. Bis zu diesem Termin führt Cook das Unternehmen weiter. In der neuen Funktion soll er nach Angaben des Konzerns unter anderem den Kontakt zu Regierungen und Behörden halten.
Zur Vergütung in dieser Rolle machte Apple in der Mitteilung keine Angaben. Cook ist seit 1998 bei Apple, kam von Compaq und arbeitete davor zwölf Jahre bei IBM. An der Konzernspitze löste er im August 2011 Firmenmitgründer Steve Jobs ab, der wenige Wochen später starb. Der zweite Mitgründer Steve Wozniak hatte das operative Geschäft bereits 1985 verlassen.
Häufige Fragen zu Tim Cook
Wie hoch ist das Vermögen von Tim Cook?
Wir schätzen es auf rund 2,42 Milliarden Euro. Den größten Teil machen sein verbliebener Apple-Aktienbestand und die Erlöse aus früheren Aktienverkäufen aus, dazu kommen die über die Jahre ausgezahlten Bar-Boni und zwei Immobilien in Kalifornien.
Wie viel verdient Tim Cook bei Apple?
Für das Geschäftsjahr 2025 wies Apple im Proxy Statement 74.294.811 US-Dollar aus: 3 Millionen Dollar Grundgehalt, 57,54 Millionen Dollar Aktienzuteilungen, 12 Millionen Dollar Barbonus und 1,76 Millionen Dollar sonstige Bestandteile, darunter Sicherheitsdienste und Privatflüge.
Woher stammt das Vermögen von Tim Cook?
Nahezu vollständig aus seiner Tätigkeit für Apple. Cook ist angestellter Manager und kein Gründer, er hat weder ein eigenes Unternehmen verkauft noch nennenswerte Beteiligungen außerhalb von Apple öffentlich gemacht.
Wie viele Apple-Aktien hält Tim Cook?
Nach seiner SEC-Meldung vom 2. April 2026 waren es 3.280.418 Aktien im Direktbesitz. Der Bestand verändert sich laufend, weil regelmäßig Aktienrechte fällig werden und Cook einen Teil davon über 10b5-1-Pläne wieder verkauft.
Was will Tim Cook mit seinem Geld machen?
Im März 2015 kündigte er gegenüber Fortune an, sein Vermögen zu Lebzeiten vollständig zu spenden, nachdem er die Ausbildung seines Neffen finanziert habe. Einen konkreten Plan dafür hat er bis heute nicht veröffentlicht.
Foto: Apple
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