Millionen Euro
WohnortHouston, Texas, USA
Erste Tankstelle (2021)rund 4 Mio. US-Dollar Kaufpreis, davon 1 Mio. Eigenkapital
Streaming-PlattformenTwitch (seit 2016), Kick (seit 2023)
Geburtsdatum02. Dezember 1993 (32 Jahre alt)
Geboren inHouston, Texas, USA
NationalitätUSA
Familienstandverheiratet
BerufStreamerin, Unternehmerin, Investorin
Voller NameKaitlyn Michelle Siragusa
SpitznameAmouranth

Kaitlyn Siragusa ist als Amouranth mit Livestreams und Abo-Inhalten für Erwachsene bekannt geworden, und ihr Geld steckt heute in Dingen, die mit dem Internet wenig zu tun haben: in Tankstellen, einer Firma für Poolartikel, Aktien und Bitcoin. Die US-Amerikanerin aus Houston verdient an zwei Plattformtypen zugleich, an Streamingdiensten wie Twitch und Kick und an OnlyFans, und legt die Erlöse seit 2021 sichtbar außerhalb dieser Plattformen an. Für ihre erste Tankstelle zahlte sie im November 2021 rund vier Millionen US-Dollar, davon nur eine Million aus eigener Tasche. Wir schätzen das Vermögen von Amouranth auf rund 30 Millionen Euro.

Wie hoch ist das Vermögen von Amouranth?

Einkommen von Amouranth Nach unserer Schätzung kommt Amouranth auf rund 30 Millionen Euro. Verdient hat sie das Geld mit Reichweite, gehalten wird es in Sachwerten. Eine Tankstelle, die an Circle K vermietet ist, bringt weniger Aufmerksamkeit als ein einziger Stream, aber sie hängt nicht an den Regeln einer Plattform. Genau dieser Gedanke zieht sich durch ihre Anlagen seit Ende 2021.

Den laufenden Kern bilden die Einnahmen aus dem Streaming und aus dem Abogeschäft. Dazu kommen Beteiligungen an mehreren Tankstellenobjekten, eine übernommene Handelsfirma, Aktienpositionen und ein Bitcoin-Bestand, den sie im November 2024 selbst öffentlich gemacht hat. Weil sie in Texas lebt, fällt auf ihr Einkommen keine Einkommensteuer des Bundesstaats an, die Bundessteuer der USA trifft ihre Einnahmen aber im höchsten Satz. Ein Teil ihrer Käufe ist ausdrücklich auf diesen Steuereffekt hin gebaut.

Zwei Plattformtypen, ein Geschäftsmodell

Beim Streaming verdient sie an Abonnements ihres Kanals, an Spenden der Zuschauer, an Werbung und an Verträgen mit den Plattformen. Beim Abogeschäft auf OnlyFans zahlen Nutzer einen monatlichen Preis, die Plattform behält davon 20 Prozent ein, der Rest geht an die Anbieterin. Beide Modelle ergänzen sich: Die Streams bringen Aufmerksamkeit, das Abogeschäft macht daraus den größeren Teil des Umsatzes. Ihre eigenen Angaben zu Monatseinnahmen hat sie mehrfach öffentlich gemacht, sie sind Selbstauskünfte ohne unabhängige Bestätigung.

Wie abhängig dieses Modell von einer einzelnen Plattform ist, hat sie selbst erlebt. Im Mai 2021 strich Twitch ihr ohne Begründung die Werbeeinnahmen und gab sie danach nur zu einem Bruchteil des früheren Satzes zurück. Bis Oktober 2021 wurde ihr Kanal fünfmal zeitweise gesperrt. Kurz darauf begann sie mit den Käufen außerhalb des Netzes.

Vom Kostümdesign zum Streaming

Ihr Handwerk stammt nicht aus der Kamera, sondern aus der Nähstube. Siragusa studierte Mode- und Kostümdesign in Houston und trat parallel als Figur auf Kindergeburtstagen und in Krankenhäusern auf. Aus dieser Arbeit entstand ein eigener kleiner Betrieb für Themenfeiern.

Cosplay als Startkapital

Bekannt wurde sie zunächst in der Cosplay-Szene, mit selbst genähten Kostümen, Auftritten auf Messen in den USA und in China und Siegen bei Kostümwettbewerben. Nähen hatte sie von einer Tante gelernt, die als Näherin arbeitete. Diese Bekanntheit war die Grundlage für alles, was danach kam, denn Twitch sprach sie gezielt an, damit sie beim Anfertigen ihrer Kostüme live streamt.

Twitch, ASMR und die ersten Sperren

Ab 2016 streamte sie regelmäßig auf Twitch. Aus den Nähstreams wurden bald Formate mit Tanz, ASMR und die sogenannten Hot-Tub-Streams, die der Plattform immer wieder Diskussionen über ihre Richtlinien bescherten. Wirtschaftlich war diese Phase wichtig, weil sie ihr eine Zuschauerschaft brachte, die sie auf andere Angebote mitnehmen konnte. Bei den ersten Streamer Awards gewann sie die Kategorie für ASMR.

OnlyFans als größte Einnahmequelle

Den größten Teil ihres Vermögens hat sie über OnlyFans aufgebaut. Im April 2022 kündigte sie an, sich von der Plattform zurückzuziehen und sich auf Twitch zu konzentrieren, Anfang 2023 äußerte sie sich aber erneut öffentlich zu ihren Einnahmen dort. 2023 kamen Auftritte bei weiteren Anbietern aus dem Erwachsenenbereich und Verträge als Markenbotschafterin hinzu. Zu den Konditionen dieser Verträge ist nichts veröffentlicht.

Tankstellen, Aktien und Firmen: wie Amouranth investiert

Seit Ende 2021 hat Amouranth ihr Geld in rascher Folge in Anlagen gesteckt, die sie auf ihren eigenen Kanälen mit Beträgen offengelegt hat. Das Muster ist fast immer dasselbe: wenig Eigenkapital, viel Kredit und ein steuerlicher Vorteil als Teil der Rechnung.

Die erste Tankstelle und der Steuereffekt

Verdienst von Amouranth Im November 2021 kaufte sie eine Tankstelle für rund vier Millionen US-Dollar, brachte davon eine Million selbst auf und finanzierte den Rest über einen Kredit. Das Objekt ist an Circle K vermietet, die Mieteinnahmen laufen also unabhängig davon, wie viele Menschen ihre Streams sehen. Den eigentlichen Reiz sah sie in der beschleunigten Abschreibung: Nach ihrer eigenen Rechnung sparte sie damit für 2021 rund 1,1 Millionen US-Dollar Einkommensteuer, mehr als ihr Eigenanteil am Kauf.

Nach diesem Muster folgten 2022 weitere Tankstellenobjekte, meist als Minderheitsanteil in Gemeinschaftsinvestments mit anderen Anlegern. Einzelne Kaufpreise dieser Objekte hat sie genannt, ihr eigener Anteil daran liegt jeweils deutlich darunter.

Eine Firma für aufblasbare Poolartikel

Im Januar 2022 übernahm sie ein Unternehmen, das aufblasbare Poolartikel und schwimmende Leuchten herstellt und an Händler wie Amazon und Costco liefert. Der Kaufpreis lag nach ihren Angaben bei über zehn Millionen US-Dollar, mindestens die Hälfte davon über ein zinsgünstiges Darlehen finanziert. Selbst sagte sie zu, über sieben Jahre rund sieben Millionen US-Dollar einzubringen. Den Namen der Firma hat sie nicht veröffentlicht.

Aktien, Esports und eine eigene Agentur

Im März 2022 kaufte sie Aktien von Activision Blizzard für knapp zwei Millionen US-Dollar, als Wette darauf, dass die Übernahme durch Microsoft zustande kommt. Im Juli 2023 bezifferte sie ihren Kursgewinn auf rund 261.000 US-Dollar und verkaufte die Hälfte der Position. Im Juni 2022 legte sie außerdem rund eine Million US-Dollar in Aktien von Amazon an, dem Mutterkonzern von Twitch.

Im Sommer 2022 gründete sie in Houston die Agentur Real Work, die Creatorinnen persönliche Assistenz, Vertrieb und Rechteschutz vermittelt. Im Juni 2024 stieg sie mit einem erheblichen Anteil bei der Esports-Organisation Wildcard ein. Im Oktober 2025 kaufte Wildcard die Anteile zurück, nach Angaben der Organisation zu einem höheren Preis als beim Einstieg. Den Betrag nannten beide Seiten nicht.

Wer sich für ähnliche Wege interessiert: Logan Paul hat seine Reichweite in eigene Marken übersetzt, MrBeast in ein ganzes Firmengeflecht, Kim Kardashian in ein Modeunternehmen und Pamela Reif in eigene Produktfirmen.

Streamingverträge, Bitcoin und Sicherheit

Die jüngeren Vorgänge zeigen beide Seiten ihres Modells, die Verhandlungsmacht gegenüber den Plattformen und das Risiko, das mit öffentlich gezeigtem Reichtum einhergeht.

Der Vertrag mit Kick

Am 19. Juni 2023 unterschrieb sie bei Kick, der Plattform, die zur selben Zeit einen deutlich größeren Vertrag mit dem Streamer xQc abschloss. Anders als bei ihm war ihr Vertrag nicht exklusiv, sie durfte also weiter auch auf Twitch streamen. Zum Volumen ist nichts veröffentlicht. Selbst sagte sie, der Vertrag habe ihre Einnahmen über alle Kanäle hinweg ungefähr verdoppelt. Deutsche Streamer wie MontanaBlack, Knossi und Trymacs haben mit ähnlichen Plattformfragen zu tun, und Ninja wechselte schon 2019 gegen Bezahlung die Plattform.

Bitcoin und der Überfall auf ihr Haus

Im November 2024 zeigte sie auf X einen Kontoauszug mit ihrem Bitcoin-Bestand, der damals einen zweistelligen Millionenwert in US-Dollar hatte. Am 2. März 2025 drangen drei bewaffnete Männer in ihr Haus in Houston ein und verlangten Zugang zu ihren Kryptowerten. Ihr Ehemann schoss auf die Täter, die daraufhin flohen. An die Kryptowerte kamen sie nicht, mitgenommen wurde nach ihren Angaben nur ein Laptop. Die Polizei nahm in den Wochen danach mehrere Tatverdächtige fest.

Wirtschaftlich blieb der Überfall damit ohne Verlust, er zeigt aber die Kehrseite eines Geschäfts, das von öffentlich gezeigten Zahlen lebt. Wie andere Creatorinnen mit eigenem Abomodell, etwa Katja Krasavice, macht sie ihre Einnahmen zum Teil ihrer Marke, und das zieht nicht nur Zuschauer an.

Häufige Fragen zu Amouranth

Wie hoch ist das Vermögen von Amouranth?

Wir schätzen das Vermögen von Amouranth auf rund 30 Millionen Euro. Es stammt aus Streaming und aus dem Abogeschäft auf OnlyFans und steckt zu einem großen Teil in Tankstellenobjekten, einer Handelsfirma, Aktien und Bitcoin.

Womit verdient Amouranth ihr Geld?

Mit Livestreams auf Twitch und Kick, mit Abo-Inhalten auf OnlyFans und mit Verträgen als Markenbotschafterin. Dazu kommen Mieteinnahmen aus Tankstellen, Erträge aus Aktien und Beteiligungen sowie ihre Agentur Real Work.

Wie viel zahlte Amouranth für ihre erste Tankstelle?

Rund vier Millionen US-Dollar im November 2021. Eine Million brachte sie selbst auf, den Rest finanzierte sie über einen Kredit. Die Tankstelle ist an Circle K vermietet.

Wie viel verdiente Amouranth mit Activision-Aktien?

Sie kaufte im März 2022 Aktien für knapp zwei Millionen US-Dollar. Im Juli 2023 nannte sie einen Kursgewinn von rund 261.000 US-Dollar und verkaufte die Hälfte ihrer Position.

Hat Amouranth einen Vertrag mit Kick?

Ja, sie unterschrieb im Juni 2023 einen nicht exklusiven Vertrag. Zum Volumen ist nichts veröffentlicht, nach ihren eigenen Worten hat er ihre Einnahmen ungefähr verdoppelt.

Was wurde aus der Beteiligung an Wildcard?

Sie stieg im Juni 2024 bei der Esports-Organisation ein. Im Oktober 2025 kaufte Wildcard die Anteile mit Gewinn für sie zurück, einen Betrag nannten beide Seiten nicht.

Bildquellen:
@amouranthofficial / Instagram