So viel verdienen die MLB-Profis wirklich

Der Baseball Sport und gerade die US-Superliga MLB (Major League Baseball) begeistert in den USA Millionen von Menschen. Kein Wunder, dass die Superstars der 30 MLB-Teams unglaubliche Gehälter kassieren und schnell ein hohes Vermögen aufgebaut haben. In Europa ist der Baseball-Sport dagegen eher noch in den Kinderschuhen. Anders als NFL, NBA und NHL kennt die MLB keinen Salary Cap. Ein Team darf so viel ausgeben wie es will, zahlt oberhalb einer Schwelle aber eine Strafsteuer, die Competitive Balance Tax, im Sprachgebrauch meist Luxury Tax genannt. Für 2026 liegt diese Schwelle bei 244 Millionen US-Dollar. Topverdiener der Saison ist Kyle Tucker von den Los Angeles Dodgers mit 55 Millionen US-Dollar.

MLB Gehälter: die Topverdiener der Liga

Diese Baseball-Spieler verdienen in der laufenden MLB-Saison am meisten Geld. Die Werte beziffern die Summe, die einem Spieler in dieser Saison tatsächlich ausbezahlt wird.

Kein Salary Cap, sondern vier Steuerstufen

Wer die Schwelle überschreitet, zahlt auf den überschießenden Betrag eine Abgabe, und die Abgabe steigt mit jeder weiteren Stufe. Wiederholungstäter zahlen höhere Sätze als Teams, die erstmals darüber liegen. Für 2026 sind die Stufen so gestaffelt:

  • Erste Stufe: 244 Millionen US-Dollar
  • Zweite Stufe: 264 Millionen US-Dollar
  • Dritte Stufe: 284 Millionen US-Dollar
  • Vierte Stufe: 304 Millionen US-Dollar

Weil es keine harte Obergrenze gibt, klaffen die Kaderkosten in der MLB weiter auseinander als in jeder anderen großen US-Liga. Ein Team kann das Dreifache eines anderen ausgeben, wenn es die Steuer in Kauf nimmt.

Warum Shohei Ohtani nicht an der Spitze steht

Der teuerste Vertrag der Sportgeschichte taucht in dieser Liste nicht oben auf, und das ist kein Fehler. Ohtani unterschrieb Ende 2023 bei den Los Angeles Dodgers über zehn Jahre und 700 Millionen US-Dollar, ließ sich aber fast die komplette Summe stunden. Während der Vertragslaufzeit fließen ihm nur rund 2 Millionen US-Dollar pro Jahr zu, der Rest wird ab 2034 ausgezahlt.

Die Liste zeigt die tatsächliche Auszahlung einer Saison und nicht das Vertragsvolumen. Deshalb stehen Spieler mit hohen Unterschriftsboni oben, während gestundete Verträge weit unten landen.

Wie sich die Liga im Vergleich einordnet

Die MLB hat mit 26 Spielern im aktiven Kader mehr Profis unter Vertrag als die NBA und arbeitet ohne Deckel, in der Spitze bleiben die Gehälter aber hinter der NBA zurück. Wer die Ligen vergleichen will, findet die aktuellen Werte in unseren Listen zur NBA, zur NFL und zur NHL.


Bildquelle: Yastremska / Bigstock.com

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