Larry Page gehört zu den beiden Männern, die Ende der neunziger Jahre an der Stanford University eine Suchmaschine bauten, aus der der wertvollste Werbekonzern der Welt wurde. Der Informatiker aus Michigan entwickelte gemeinsam mit Sergey Brin den Algorithmus, auf dem Google bis heute aufbaut, führte das Unternehmen zweimal als Vorstandschef und gab seinen letzten operativen Posten im Dezember 2019 ab. Sein Geld steckt seither fast vollständig in einem einzigen Papier, nämlich in Anteilen der Google-Muttergesellschaft Alphabet Inc. Wir schätzen das Vermögen von Larry Page auf rund 251,18 Milliarden Euro.
Wie hoch ist das Vermögen von Larry Page?

Wie viel verdient Larry Page pro Sekunde?
Legt man das geschätzte Vermögen von Larry Page zugrunde und nimmt eine Rendite von 7 Prozent pro Jahr an, kommt Larry Page auf rund 557 Euro pro Sekunde, ohne dafür zu arbeiten. Das entspricht einem Stundenlohn von rund 2,01 Millionen Euro und einem Verdienst von rund 48,14 Millionen Euro pro Tag.
| Verdienst pro Sekunde | 557 Euro |
|---|---|
| Verdienst pro Minute | 33.430 Euro |
| Stundenlohn | 2,01 Millionen Euro |
| Verdienst pro Tag | 48,14 Millionen Euro |
| Einkommen pro Monat | 1,47 Milliarden Euro |
| Einkommen pro Jahr | 17,58 Milliarden Euro |
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Grundlage ist unsere Vermögensschätzung und eine angenommene Kapitalrendite von 7 Prozent pro Jahr. Es handelt sich nicht um ein ausgezahltes Gehalt, sondern um den rechnerischen Ertrag des Vermögens.
Alphabet-Aktien als Kern des Vermögens
Wie groß sein Paket ist, steht in den Unterlagen, die Alphabet jedes Frühjahr für die Hauptversammlung bei der US-Börsenaufsicht einreicht. Zum Stichtag 6. April 2026 hielt Page dort 389.051.160 Aktien der Gattung Class B, dazu kommen kleinere Bestände in den beiden anderen Gattungen. Nach unserer Schätzung kommt Larry Page damit auf rund 251,18 Milliarden Euro.
Kursentwicklung und Dividende als Treiber
Der Grund für den Vermögenssprung der vergangenen Jahre ist der Kursverlauf der Alphabet-Aktie. Auf ein Plus von rund 53 Prozent im Jahr 2023 folgten gut 32 Prozent im Jahr 2024 und rund 37 Prozent im Jahr 2025. Im Januar 2026 überschritt der Börsenwert des Konzerns erstmals die Marke von vier Billionen US-Dollar, am 18. Mai 2026 markierte das Papier mit 404,47 US-Dollar ein Allzeithoch.
Dazu kommt seit kurzem eine laufende Einnahme, die es die ersten zwanzig Börsenjahre gar nicht gab. Am 25. April 2024 beschloss der Verwaltungsrat die erste Quartalsdividende der Firmengeschichte in Höhe von 0,20 US-Dollar je Aktie, seit Juni 2026 sind es 0,22 US-Dollar. Auf das gemeldete Aktienpaket gerechnet ergibt das nach unserer Rechnung gut 340 Millionen US-Dollar Dividende im Jahr, und zwar ohne dass Page dafür eine einzige Aktie abgeben muss.
Von der Stanford University zum Börsengang

Der Grundstein für das Vermögen wurde nicht in einem Unternehmen gelegt, sondern in einem Forschungsprojekt. Page, Sohn eines Informatikprofessors und einer Datenbankentwicklerin, kam nach dem Bachelor in Michigan an die Stanford University, um dort seinen Master in Informatik zu machen. Seine Doktorarbeit hat er darüber nie abgeschlossen.
Der Algorithmus und das Patent der Universität
Aus dem Forschungsprojekt entstand das Verfahren, das Seiten nach der Zahl und Güte ihrer Verlinkungen bewertet und später als PageRank bekannt wurde. Das zugehörige US-Patent 6.285.999 lief allerdings nicht auf die Gründer, sondern auf die Universität, die es am 4. September 2001 erteilt bekam und Page als Erfinder führt.
Google erhielt dafür eine exklusive Lizenz und bezahlte sie mit 1,8 Millionen eigenen Aktien. Die Universität verkaufte dieses Paket im Jahr 2005 für rund 336 Millionen US-Dollar, was bis heute zu den lukrativsten Lizenzgeschäften einer Hochschule zählt.
Die erste Finanzierung und der Gang an die Nasdaq
Die erste Finanzierung kam im August 1998 von Andy Bechtolsheim, einem Mitgründer von Sun Microsystems, der einen Scheck über 100.000 US-Dollar ausstellte, bevor die Firma überhaupt existierte. Gegründet wurde die Google Inc. wenige Wochen später, im Juni 1999 folgten 25 Millionen US-Dollar von den Wagniskapitalgebern Kleiner Perkins und Sequoia. Page setzte bewusst auf mehrere Geldgeber statt auf einen einzigen großen, um die Kontrolle über das Unternehmen zu behalten.
Der Börsengang wurde am 18. August 2004 bepreist, tags darauf startete der Handel an der Nasdaq. Der Ausgabepreis lag bei 85 US-Dollar je Aktie, das Emissionsvolumen bei rund 1,67 Milliarden US-Dollar. Page war zu diesem Zeitpunkt bereits einmal Vorstandschef gewesen, von der Gründung bis 2001, danach übernahm Eric Schmidt die operative Führung und Page kehrte 2011 auf den Posten zurück.
Die Umwandlung in Alphabet
Am 10. August 2015 kündigte Page den größten Umbau der Firmengeschichte an, vollzogen wurde er am 2. Oktober 2015. Über die Suchmaschine, YouTube und Android wurde eine Holding namens Alphabet Inc. gesetzt, unter der seither auch die kapitalintensiven Wetten wie Waymo, DeepMind, Calico und Wing hängen. Page wurde Vorstandschef der neuen Holding, Sergey Brin Präsident, Eric Schmidt Verwaltungsratsvorsitzender, und Sundar Pichai rückte an die Spitze von Google.
Kontrolle ohne Amt: warum Page Alphabet weiter bestimmt
Für die Vermögensfrage ist dieser Punkt der wichtigste und zugleich der am häufigsten missverstandene. Page hat zwar keine Aufgabe mehr im Tagesgeschäft, an der Macht über den Konzern hat sich dadurch aber nichts geändert.
Der Rückzug aus dem operativen Geschäft
Am 3. Dezember 2019 gaben Page und Brin in einem gemeinsamen Brief bekannt, dass sie ihre Führungsposten bei Alphabet abgeben. Page legte den Vorstandsvorsitz nieder, Brin das Amt des Präsidenten, das anschließend ersatzlos gestrichen wurde. Sundar Pichai führt seither Google und Alphabet in Personalunion.
Beide Gründer blieben allerdings im Verwaltungsrat von Alphabet und damit in dem Gremium, das den Vorstandschef bestellt und abberuft. Page tritt seit dem Wechsel kaum noch öffentlich auf, er fehlte bereits bei der Hauptversammlung 2019 und gibt so gut wie keine Interviews mehr.
Die drei Aktiengattungen von Alphabet
Möglich macht das eine Konstruktion, die schon beim Börsengang angelegt wurde. Alphabet hat drei Gattungen: Die börsennotierte Class A unter dem Kürzel GOOGL trägt eine Stimme je Aktie, die ebenfalls börsennotierte Class C unter GOOG gar keine, und die nicht handelbare Class B, die überwiegend bei den Gründern liegt, trägt zehn Stimmen je Aktie.
Die Rechnung dazu steht in den Hauptversammlungsunterlagen mit Stichtag 6. April 2026. Von den 835.779.041 ausstehenden Class-B-Aktien entfielen 389.051.160 auf Page und 358.939.978 auf Brin, woraus sich 27,4 Prozent der Stimmen für Page und 25,3 Prozent für Brin ergeben. Gemeinsam kommen die beiden damit auf 52,7 Prozent und halten die Stimmenmehrheit.
Wirtschaftlich sieht das Verhältnis völlig anders aus. Zum 15. Juli 2026 waren rund 12,2 Milliarden Alphabet-Aktien im Umlauf, verteilt auf etwa 5,87 Milliarden Class A, 835 Millionen Class B und 5,53 Milliarden Class C. Page gehören damit gut drei Prozent des Kapitals, beiden Gründern zusammen rund sechs Prozent. Sie besitzen also ein Zwanzigstel des Konzerns und entscheiden trotzdem über jede Abstimmung, was Alphabet von Konzernen wie Apple oder Amazon deutlich unterscheidet und Vorbild für spätere Börsengänge war, etwa bei Mark Zuckerberg.
Was Larry Page außerhalb von Alphabet besitzt

Flugtaxis und Luftfahrtprojekte
Bereits 2010 finanzierte Page das Unternehmen Zee Aero, aus dem später Kitty Hawk hervorging. Die Firma baute unter anderem den einsitzigen Flyer und das Fluggerät Heaviside, brachte aber nie ein Produkt auf den Markt und kündigte am 21. September 2022 ihre Auflösung an.
Ein Teil der Arbeit lebt weiter: 2019 hatten Kitty Hawk und Boeing das Gemeinschaftsunternehmen Wisk Aero gegründet, das an einem autonomen Lufttaxi arbeitet. Nach dem Ende von Kitty Hawk übernahm Boeing Wisk Ende Mai 2023 vollständig, Page ist dort nicht mehr beteiligt.
Weiter läuft dagegen die Firma Opener, die sich im Oktober 2023 in Pivotal umbenannte. Sie verkauft seit dem 9. Januar 2024 ein einsitziges Elektrofluggerät namens Helix, das ab 190.000 US-Dollar kostet, die ersten Auslieferungen begannen im Juni 2024. Gescheitert ist dagegen Planetary Resources, ein Unternehmen für Asteroidenbergbau, das Page mitfinanzierte und das 2018 nach ausbleibender Anschlussfinanzierung verkauft wurde.
Immobilien, Yacht und eine Insel
Sein Wohnsitz ist seit Jahren Palo Alto in Kalifornien, wo er über mehrere Gesellschaften eine ganze Reihe benachbarter Grundstücke zusammengekauft hat. Das Fachmagazin Robb Report taxierte den Immobilienbesitz auf über 250 Millionen US-Dollar. Auf dem Wasser fährt Page seit 2011 die 59 Meter lange Yacht Senses, für die ein Kaufpreis von rund 45 Millionen US-Dollar genannt wird.
Dazu kam 2020 die Mehrheit an der Fidschi-Insel Tavarua, die als Surfresort betrieben wird. Im Februar 2021 wurde zudem bekannt, dass ihm Neuseeland eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung erteilt hat.
Die Stiftung der Familie Page
Seine Philanthropie läuft über die 2006 gegründete Carl Victor Page Memorial Foundation, die nach seinem 1996 verstorbenen Vater benannt ist. Ihr Vermögen wuchs von 2,9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2018 auf 6,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021.
Auffällig ist, wohin das Geld fließt: Zwischen 2012 und 2022 gingen nahezu alle ausgeschütteten Mittel an sogenannte Donor Advised Funds, also Sammelkonten, die nicht offenlegen müssen, wer am Ende Empfänger ist. Erst 2023 vergab die Stiftung 13 Zuwendungen über zusammen 66 Millionen US-Dollar direkt an Organisationen. Über die Verwendung des Geldes ist damit deutlich weniger bekannt als etwa bei Bill Gates.
Häufige Fragen zu Larry Page
Wie hoch ist das Vermögen von Larry Page?
Das Vermögen von Larry Page wird auf rund 251,18 Milliarden Euro geschätzt. Es besteht nahezu vollständig aus Aktien der Google-Muttergesellschaft Alphabet und schwankt deshalb mit deren Börsenkurs.
Woher stammt das Vermögen von Larry Page?
Die Grundlage ist die Gründung von Google im Jahr 1998 gemeinsam mit Sergey Brin. Beim Börsengang 2004 hielten die beiden Gründer noch die Mehrheit am Unternehmen, und Page hat seinen Anteil seither nur langsam abgebaut.
Welche Rolle hat Larry Page heute bei Alphabet?
Er sitzt im Verwaltungsrat und ist kontrollierender Aktionär, hat aber seit Dezember 2019 keine operative Aufgabe mehr. Über die Aktien der Gattung Class B mit zehnfachem Stimmrecht halten er und Sergey Brin gemeinsam die Stimmenmehrheit an Alphabet.
Womit verdient Larry Page neben Alphabet Geld?
Laufende Einnahmen bringt vor allem die Alphabet-Dividende, die es seit 2024 gibt. Daneben finanziert er Luftfahrtunternehmen wie Pivotal und hält Immobilien in Kalifornien sowie eine Mehrheit an der Fidschi-Insel Tavarua.
Bildquellen:
Fotos Larry Page: Herkko Hietanen / Flickr [CC-BY-NC-ND 2.0]
Google-Komplex: bennymarty / Bigstock.com
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