Katja Krasavice ist eine der wirtschaftlich erfolgreichsten Musikerinnen im deutschsprachigen Raum. Die 1996 in Teplice geborene Wahl-Leipzigerin begann 2014 als Webvideoproduzentin, unterschrieb im Juli 2019 bei Warner Music und veröffentlichte zwischen 2020 und 2023 vier Studioalben, die alle auf Platz eins der deutschen Albumcharts einstiegen. Dazu kommen ein Spiegel-Bestseller, eine eigene Getränkemarke, eine Jurygage aus dem Fernsehen und ein kostenpflichtiges Abomodell im Netz, das nach ihren eigenen Angaben ihre größte Einnahmequelle ist. Wir schätzen das Vermögen von Katja Krasavice auf rund 14 Millionen Euro.
Katja Krasavice - Verdienst mit Spotify
Katja Krasavice kommt bei Spotify als Hauptact auf rund 385,24 Millionen Streams. Bei einer Ausschüttung von rund 0,0035 Euro pro Stream entspricht das etwa 1,35 Millionen Euro. Das ist allerdings die Summe an alle Rechteinhaber, je nach Vertrag bleiben davon 15 bis 80 Prozent bei ihr.
| Gesamte Streams als Hauptact | 385,24 Millionen |
|---|---|
| Ausschüttung insgesamt | 1,35 Millionen Euro |
| Einnahmen pro Tag | 189 Euro |
| Einnahmen pro Monat | 5.761 Euro |
| Einnahmen pro Jahr | 69.132 Euro |
| Sex Tape | 168.000 Euro |
|---|---|
| CASINO | 167.000 Euro |
| HIGHWAY (feat. ELIF) | 126.000 Euro |
| Doggy | 117.000 Euro |
| Onlyfans | 89.000 Euro |
| Raindrops | 73.000 Euro |
| MILLION DOLLAR A$$ (feat. Fler) | 67.000 Euro |
| GUCCI GIRL | 45.000 Euro |
| Frauen | 41.000 Euro |
| NUDES | 34.000 Euro |
| You're My Heart, You're My Soul | 32.000 Euro |
| ONE NiGHT STAND (ONS) Feature | 30.000 Euro |
| SUGAR DADDY | 29.000 Euro |
| RODEO | 24.000 Euro |
| FRIENDZONE | 23.000 Euro |
| Bitch (feat. Ikkimel) | 23.000 Euro |
| ALLES SCHON GESEHEN | 22.000 Euro |
| Narben | 20.000 Euro |
| WER BIST DU | 18.000 Euro |
| FRÜHSTÜCK ANS BETT | 18.000 Euro |
Rechne selbst
Davon bleiben rund 269.668 Euro bei ihr.
Berechnungsgrundlage anzeigen
Grundlage sind die Streams als Hauptact, Stand 16.06.2026, multipliziert mit rund 0,0035 Euro pro Stream. Das ist die Ausschüttung an alle Rechteinhaber, nicht das Einkommen. Bei einem Major-Vertrag bleiben davon 15 bis 25 Prozent, bei eigenem Katalog 50 bis 80 Prozent. Songs, auf denen Katja Krasavice nur als Gast auftritt, bringen am Master in der Regel nichts und zählen deshalb nicht mit.
Wie hoch ist das Vermögen von Katja Krasavice?
Die Schätzung stützt sich auf vier Bausteine, die sich in ihrer Größenordnung deutlich unterscheiden. Den laufenden Kern bilden die Erlöse aus dem Abomodell, das seit 2020 monatlich Geld einbringt. Dazu kommen die Erträge aus vier Nummer-eins-Alben, die sie ab dem zweiten Werk über ein eigenes Label veröffentlicht hat, ein einmaliges Fernsehhonorar aus dem Jahr 2023 und die Erlöse aus ihrer Getränkemarke. Werbekooperationen und Buchtantiemen kommen hinzu, spielen im Vergleich aber eine kleinere Rolle.
Woraus sich die Schätzung speist
Der Schwerpunkt hat sich über die Jahre verschoben. Bis 2019 kam das Geld aus der Reichweite eines Videokanals, seither aus drei Bereichen, die unabhängig voneinander laufen: dem Abomodell, dem Musikgeschäft in Eigenregie und dem Handel mit eigenen Produkten. Diese Verschiebung ist auch der Grund, warum wir die Schätzung gegenüber früheren Ständen angehoben haben, denn die drei tragenden Blöcke sind erst nach 2020 entstanden.
Das Abomodell als wichtigste Einnahmequelle
Katja Krasavice betreibt seit 2020 ein kostenpflichtiges Abomodell auf einer internationalen Plattform. Wirtschaftlich funktioniert das nach einem einfachen Prinzip: Nutzer zahlen einen monatlichen Abopreis, der Betreiber behält davon 20 Prozent ein, der Rest geht an die Anbieterin. Weil weder Label noch Verlag noch Sender dazwischenstehen, ist die Erlösquote je eingenommenem Euro deutlich höher als im Musikgeschäft.
Zur Größenordnung hat sie sich selbst geäußert. Am Rande des OMR-Festivals sagte sie im Mai 2023 im Gespräch mit Kai Pflaume: „Seitdem ich diese Plattform habe, verdiene ich im Monat nicht unter sechsstellig.“ Genaue Abonnentenzahlen nannte sie nicht, und eine unabhängige Bestätigung dieser Selbstauskunft gibt es nicht. Träfe die eigene Angabe zu, blieben ihr nach dem Plattformanteil von 20 Prozent monatlich rund 80.000 Euro und mehr, womit das Abomodell der größte laufende Posten wäre.
Vier Nummer-eins-Alben und der Wechsel auf ein eigenes Label
Musik ist bei Katja Krasavice kein Nebengeschäft, sondern der Bereich mit der größten öffentlichen Wirkung. Zwischen 2020 und 2023 erschienen vier Studioalben in Folge, jedes davon stieg in Deutschland auf Platz eins ein. Damit steht sie in einer Reihe mit den kommerziell erfolgreichsten deutschen Rapkünstlerinnen, etwa Shirin David und Loredana.
Vom Videokanal zum Plattenvertrag
Im Juli 2019 wurde bekannt, dass Warner Music sie unter Vertrag genommen hatte. Kurz darauf löschte sie sämtliche Videos ihres alten Kanals und führte nur noch einen reinen Musikkanal weiter. Die Phase als Webvideoproduzentin war damit wirtschaftlich abgeschlossen, das Publikum aus dieser Zeit blieb aber die Basis für alles Weitere.
Die Alben und ihre Chartplatzierungen
Das Debütalbum „Boss Bitch“ erschien am 17. Januar 2020 über Warner Music und stieg auf Platz eins der deutschen Albumcharts ein, in Österreich und der Schweiz ebenfalls in die vorderen Ränge. Es folgten „Eure Mami“ am 29. Januar 2021, „Pussy Power“ am 11. Februar 2022 und „Ein Herz für Bitches“ am 1. September 2023, alle drei ebenfalls auf Platz eins in Deutschland. Vor der Veröffentlichung des vierten Albums wurden nach Angaben vom März 2023 innerhalb von vier Stunden 8.000 Albumboxen vorbestellt.
Als Erscheinungstermin für ihr fünftes Studioalbum „Bundeskanzlerin“ wurde der 28. August 2026 angekündigt, auch dieses Werk läuft über ihr eigenes Label mit Warner als Vertriebspartner. In den Jahren davor erschienen mehrere Singles, darunter Kooperationen mit Fler und mit Felix Jaehn.
| Jahr | Name | Erscheinungsdatum | Label |
|---|---|---|---|
| 2023 | Ein Herz für Bitches | 1. September 2023 | Warner Music (WMG) |
| 2022 | Pussy Power | 11. Februar 2022 | Warner Music (WMG) |
| 2021 | Eure Mami | 29. Januar 2021 | Warner Music (WMG) |
| 2020 | Boss Bitch | 17. Januar 2020 | Warner Music (WMG) |
Warum das eigene Label wirtschaftlich der wichtigste Schritt war
Der interessanteste Punkt ihrer Musikkarriere steht nicht in den Charts, sondern im Kleingedruckten der Veröffentlichungen. „Boss Bitch“ erschien 2020 noch unter dem Label Warner. Ab „Eure Mami“ von 2021 tragen alle Alben ihr eigenes Label als Herausgeber, Warner ist nur noch für den Vertrieb zuständig. Im Dezember 2021 machte sie das Label auch nach außen sichtbar und nahm mit Marwin Balsters den ersten Künstler unter Vertrag.
Für die Erlösverteilung ist das ein erheblicher Unterschied. In einem klassischen Künstlervertrag trägt das Label Produktion, Marketing und Vorschuss und behält dafür den weit größeren Teil der Einnahmen. Bei einem reinen Vertriebsdeal trägt die Künstlerin die Kosten selbst, bekommt dafür aber den Löwenanteil der Erlöse aus Streaming, Tonträgern und Lizenzen. Das erhöht Risiko und Marge zugleich, und bei vier aufeinanderfolgenden Nummer-eins-Alben ist dieser Tausch für sie mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgegangen.
Bühne und Tourneen
Als Livekünstlerin trat sie erstmals im Frühjahr 2020 in Erscheinung. Die Karsten Jahnke Konzertdirektion setzte die „BO$$ BITCH“-Tour mit elf Terminen in Deutschland und Österreich an, unter anderem in Berlin, Hamburg, Köln, München und Wien. Ab dem 12. März 2020 wurden die verbleibenden Termine wegen der beginnenden Pandemie abgesagt, ein Teil der Shows fand noch statt.
Bücher, Fernsehgagen und eigene Marken
Neben der Musik hat Katja Krasavice über die Jahre mehrere voneinander unabhängige Einnahmequellen aufgebaut. Zwei davon lassen sich mit belegten Zahlen unterlegen, eine dritte nur der Größenordnung nach.
Die Bitch Bibel als Spiegel-Bestseller
Am 3. Juni 2020 erschien ihre Autobiografie „Die Bitch Bibel“ im riva Verlag. Der Band umfasst 208 Seiten und stieg noch im selben Monat auf Platz zwei der Spiegel-Bestsellerliste im Bereich Sachbuch ein. Zur Gesamtauflage und zur Höhe der Tantiemen hat der Verlag keine Zahlen veröffentlicht, ein zweites Buch ist bislang nicht erschienen.
Die Jurygage bei DSDS
Von Anfang 2023 an saß Katja Krasavice in der Jury der 20. Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ bei RTL, gemeinsam mit Dieter Bohlen, Pietro Lombardi und Leony. Nach übereinstimmenden Medienberichten vom März 2023 erhielt sie für 25 Drehtage rund 800.000 Euro und war damit die zweithöchstbezahlte Jurorin der Staffel. Der Sender hat diese Zahlen nicht bestätigt.
Ihre erste größere Fernsehrolle lag fünf Jahre früher: Im August 2018 nahm sie an der sechsten Staffel von „Promi Big Brother“ bei Sat.1 teil und belegte Platz sechs. Zur Gage dieser Teilnahme gibt es keine belastbare Angabe, üblich sind bei solchen Formaten aber deutlich kleinere Beträge, wie die veröffentlichten Promi-Big-Brother-Gagen zeigen. Im Dezember 2021 trat sie bei der ZDF-Gala „Ein Herz für Kinder“ auf und spendete 50.000 Euro, ein Jahr später bei derselben Veranstaltung 100.000 Euro aus den Erlösen ihrer Getränkemarke.
Sugar Mami und die Getränkekooperationen
Im Sommer 2022 brachte Katja Krasavice unter dem Namen Sugar Mami einen eigenen Softdrink auf den Markt, der unter anderem über Lidl vertrieben wurde. Im Juli 2022 nannte sie selbst rund zehn Millionen verkaufte Dosen zu einem Verkaufspreis von 1,19 Euro, was einem Handelsumsatz von etwa zwölf Millionen Euro entspricht. Das ist der Umsatz im Handel und nicht ihr Anteil daran, denn Produktion, Abfüllung, Logistik und Handelsspanne gehen davon ab. Wie hoch ihre Marge je Dose ausfällt, ist nicht öffentlich.
Das Getränk wurde später auch außerhalb Deutschlands vertrieben. Im Juni 2024 kündigte der Getränkehersteller Unibev zudem eine Sonderedition seiner Eisteemarke BraTee an, die in Kooperation mit Katja Krasavice vermarktet wurde. BraTee war ursprünglich das Produkt von Capital Bra. Getränkemarken dieser Art sind im deutschen Rap seit Jahren ein eigenständiges Geschäftsfeld und für manche Künstler ertragreicher als der Tonträgerverkauf, wie auch das Beispiel von Apache 207 zeigt.
Reichweite als Grundlage der Werbeerlöse
Die soziale Reichweite ist bei ihr heute kein eigenes Geschäftsmodell mehr, sondern der Verteiler für alles andere. Der ursprüngliche YouTube-Kanal lief von 2014 bis 2019 und wurde nach dem Plattenvertrag geleert, seither betreibt sie einen reinen Musikkanal. Instagram ist der wichtigste Kanal für Produktankündigungen und Kooperationen, vergleichbar mit dem Modell von Nicole Dobrikov. Einzelne Werbehonorare sind nicht dokumentiert, dieser Posten fällt in der Schätzung deshalb klein aus.
Häufige Fragen zu Katja Krasavice
Wie hoch ist das Vermögen von Katja Krasavice?
Nach unserer Schätzung kommt Katja Krasavice auf rund 14 Millionen Euro. Den größten Teil machen die laufenden Erlöse aus ihrem Abomodell aus, dazu kommen vier Nummer-eins-Alben, eine Fernsehgage und die eigene Getränkemarke.
Womit verdient Katja Krasavice ihr Geld?
Den größten laufenden Beitrag liefert nach ihren eigenen Angaben ein kostenpflichtiges Abomodell im Netz. Dazu kommen Erlöse aus vier Nummer-eins-Alben, die Jurygage aus dem Fernsehen, Tantiemen aus ihrem Buch und die Erträge aus ihrer Getränkemarke.
Wie viel verdient Katja Krasavice mit ihrem Abomodell?
Im Mai 2023 sagte sie am Rande des OMR-Festivals selbst, sie verdiene mit der Plattform monatlich „nicht unter sechsstellig“. Die Plattform behält üblicherweise 20 Prozent der Umsätze ein, den Rest erhält die Anbieterin.
Wie viel bekam Katja Krasavice als DSDS-Jurorin?
Nach Medienberichten vom März 2023 erhielt sie für 25 Drehtage der 20. Staffel rund 800.000 Euro. Der Sender hat diese Zahl nicht bestätigt.
Auf welchem Label erscheinen die Alben von Katja Krasavice?
Das Debüt „Boss Bitch“ erschien 2020 über Warner Music. Seit „Eure Mami“ von 2021 veröffentlicht sie über ihr eigenes Label, Warner übernimmt dabei nur noch den Vertrieb. Diese Konstruktion verschiebt den Erlösanteil deutlich zu ihren Gunsten.
Wie erfolgreich war das Buch von Katja Krasavice?
Ihre Autobiografie „Die Bitch Bibel“ erschien im Juni 2020 im riva Verlag und stieg im selben Monat auf Platz zwei der Spiegel-Bestsellerliste im Bereich Sachbuch ein.
Bildquellen:
@Katja Krasavice / Facebook