Bekannt wurde Marissa Mayer als Chefin von Yahoo, als sie dort antrat, hatte sie aber schon dreizehn Jahre bei Google hinter sich: 1999 kam sie als zwanzigste Angestellte, fünf Jahre vor dem Börsengang. Was diese Jahre wert waren, deutet ausgerechnet ihr Yahoo-Vertrag an. Nur um einen Teil der Ansprüche auszugleichen, die sie beim Wechsel im Juli 2012 bei Google verfallen ließ, gewährte Yahoo ihr Aktien im Wert von 14 Millionen US-Dollar. Mit dem Verkauf des Yahoo-Kerngeschäfts an Verizon im Juni 2017 kamen eine Abfindung und ein großes Aktienpaket dazu, seit 2018 führt sie eigene Start-ups. Wir schätzen das Vermögen von Marissa Mayer auf rund 900 Millionen Euro.
Wie viel verdient Marissa Mayer pro Sekunde?
Legt man das geschätzte Vermögen von Marissa Mayer zugrunde und nimmt eine Rendite von 7 Prozent pro Jahr an, kommt Marissa Mayer auf rund 2 Euro pro Sekunde, ohne dafür zu arbeiten. Das entspricht einem Stundenlohn von rund 7.187 Euro und einem Verdienst von rund 172.485 Euro pro Tag.
| Verdienst pro Sekunde | 2 Euro |
|---|---|
| Verdienst pro Minute | 120 Euro |
| Stundenlohn | 7.187 Euro |
| Verdienst pro Tag | 172.485 Euro |
| Einkommen pro Monat | 5,25 Millionen Euro |
| Einkommen pro Jahr | 63 Millionen Euro |
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Grundlage ist unsere Vermögensschätzung und eine angenommene Kapitalrendite von 7 Prozent pro Jahr. Es handelt sich nicht um ein ausgezahltes Gehalt, sondern um den rechnerischen Ertrag des Vermögens.
Wie hoch ist das Vermögen von Marissa Mayer?
Beim Abschluss des Verkaufs an Verizon hielt sie laut den Pflichtveröffentlichungen rund 4,5 Millionen Yahoo-Aktien, Optionen und Aktieneinheiten. Beim Kurs von damals waren sie gut 236 Millionen US-Dollar wert, vor Steuern und vor Abzug der Ausübungspreise der Optionen. Zu den Google-Jahren fehlt eine solche Zahl: Wie viele Anteile sie dort hielt und wann sie verkaufte, ist allerdings nicht veröffentlicht, weil sie nicht zu den Vorstandsmitgliedern gehörte, die jeden Verkauf an die Börsenaufsicht melden müssen.
Nicht in unserer Schätzung steckt das Vermögen ihres Mannes Zachary Bogue. Er ist Anwalt und Mitgründer der Wagniskapitalgesellschaft Data Collective, die später in DCVC umbenannt wurde, und sein Anteil daran ist ein eigener Vermögensblock. Ein Teil der Zahlen, die im Netz zu Mayer kursieren, gilt für beide Ehepartner zusammen, und genau daraus entsteht ein Teil der Streuung.
Die Jahre bei Google
Die zwanzigste Angestellte
Marissa Ann Mayer wurde am 30. Mai 1975 in Wausau im US-Bundesstaat Wisconsin geboren. In Stanford studierte sie Symbolic Systems, ein Fach zwischen Informatik, Psychologie und Linguistik, und schloss einen Master in Informatik mit Schwerpunkt künstliche Intelligenz an.
1999 stieg sie bei Google ein, damals ein kleines Suchmaschinen-Start-up, als erste Softwareingenieurin des Unternehmens. Sie prägte die bewusst schlichte Startseite und leitete über ein Jahrzehnt das Produktmanagement der Suche. Ab 2010 verantwortete sie als Vice President die lokalen Dienste, Maps und die Standortdienste. Zu den Gründern Larry Page und Sergey Brin gehörte sie nie, und darin liegt der Unterschied in der Größenordnung.
Was über ihre Google-Aktien bekannt ist
Frühe Angestellte bekamen bei Google Optionen zu Preisen aus der Zeit vor dem Börsengang im Jahr 2004, deren Wert sich danach vervielfachte. Anders als bei Gründern wie Jeff Bezos oder Mark Zuckerberg ging es dabei um einen Bruchteil eines Prozents. Die genaue Zahl ihrer Anteile ist nie veröffentlicht worden, und jede Rechnung, die mit einer angenommenen Stückzahl arbeitet, ist eine Hochrechnung und keine Tatsache.
Belegt ist dagegen der Ausgleich, den Yahoo zahlte. Für die bei Google verfallenen Ansprüche erhielt sie im Juli 2012 Aktieneinheiten im Wert von 14 Millionen US-Dollar, fällig in drei Tranchen bis 2014. Laut Vertrag deckte dieser Betrag die verfallenen Ansprüche nur zum Teil. Ob sie ihre Google-Aktien nach dem Wechsel behielt oder verkaufte, ist nicht öffentlich, und genau an dieser Frage hängt, ob ihr Vermögen mit dem Kurs von Alphabet mitgewachsen ist. Wie ein angestellter Manager ohne Gründeranteil trotzdem sehr vermögend wird, zeigt Sundar Pichai, bei Apple ist es Tim Cook.
Yahoo: Vertrag, Datenlecks und Abfindung
Der Vertrag mit Yahoo
Am 17. Juli 2012 trat sie als Präsidentin und Vorstandschefin bei Yahoo an. Das Grundgehalt war der kleinste Posten ihres Vertrags, das Geld steckte in Aktien. Drei einmalige Vorgänge sind in den Pflichtveröffentlichungen mit Betrag belegt:
- 2012, Ausgleich für die bei Google verfallenen Ansprüche: 14 Millionen US-Dollar in Aktieneinheiten
- 2012, einmalige Halteprämie über fünf Jahre: 30 Millionen US-Dollar, je zur Hälfte Aktieneinheiten und leistungsabhängige Optionen
- 2017, Abfindung beim Verkauf an Verizon: 23 Millionen US-Dollar, davon 3 Millionen in bar und 20 Millionen in Aktien
Die jährlichen Vergütungstabellen der Proxy-Statements rechnen Aktien zum Wert am Tag der Zuteilung und nicht zu dem, was später tatsächlich floss, wir nennen sie deshalb nicht. Maßgeblich ist der Bestand beim Verkauf.
Die Datenlecks und ihr persönlicher Preis
Die Folgen trafen Mayer auch direkt. Im März 2017 strich der Verwaltungsrat ihren Barbonus für das Jahr 2016, und sie verzichtete auf ihre jährliche Aktienzuteilung für 2017, die nach ihrem Vertrag mindestens 12 Millionen US-Dollar wert gewesen wäre. Was nach dem Verkauf übrig blieb, vor allem die Anteile an Alibaba, dem Konzern von Jack Ma, und an Yahoo Japan, lief als Beteiligungsgesellschaft Altaba weiter.
Was beim Verkauf an Verizon zusammenkam
Am 13. Juni 2017 schloss Verizon den Kauf ab, und Mayer schied aus. Die Abfindung von 23 Millionen US-Dollar bestand nur zu einem kleinen Teil aus Geld: 3 Millionen gingen in bar an sie, rund 20 Millionen waren Aktien, deren Sperrfristen vorzeitig endeten, dazu kamen 25.000 US-Dollar für die Krankenversicherung. Die Abfindung und der Aktienbestand überschneiden sich deshalb, beide Zahlen einfach zu addieren ergibt zu viel.
Der Bestand von rund 4,5 Millionen Papieren war der eigentliche Ertrag der fünf Jahre. Er war ein Wert an einem Tag und kein Erlös, denn was davon nach Steuern blieb, hängt an den Verkaufszeitpunkten, und die sind nicht öffentlich.
Die Verfahren nach den Datenlecks
Aus den Angriffen entstanden mehrere Verfahren. Eine Sammelklage von Anlegern gegen den Konzern und frühere Führungskräfte endete mit einem Vergleich über 80 Millionen US-Dollar, den das Bundesbezirksgericht für Nordkalifornien im September 2018 genehmigte. Am 4. Januar 2019 genehmigte ein kalifornisches Gericht im Santa Clara County einen Vergleich über 29 Millionen US-Dollar in der Klage von Aktionären gegen frühere Direktoren und Manager, darunter Mayer. Gezahlt haben ihn die Versicherer der Beklagten und Verizon, die Beklagten bestritten jedes Fehlverhalten.
Eigene Firmen und Mandate
Von Lumi Labs zu Sunshine
2018 gründete sie mit dem früheren Google-Kollegen Enrique Muñoz Torres in Palo Alto das Start-up Lumi Labs, das später in Sunshine umbenannt wurde. Die Firma sammelte rund 20 Millionen US-Dollar bei Investoren wie Felicis, Norwest Venture Partners und Unusual Ventures ein, größte Geldgeberin war Mayer selbst. Weder die Adressbuch-App Sunshine Contacts von 2020 noch die Foto-App von 2024 wurde ein Erfolg.
Dazzle
2025 stellte sie Sunshine ein und brachte Vermögenswerte und Mitarbeiter in das neue Unternehmen Dazzle ein, das Assistenten auf Basis künstlicher Intelligenz entwickelt. Die Geldgeber von Sunshine erhielten dafür zusammen zehn Prozent an Dazzle. Im Dezember 2025 sammelte Dazzle 8 Millionen US-Dollar in einer ersten Runde unter Führung von Forerunner ein, beteiligt waren unter anderem Kleiner Perkins und Greycroft, bei einer Bewertung von 35 Millionen US-Dollar nach der Runde.
Eine Bewertung ist kein Erlös. Mayers Anteil an Dazzle ist ein Wert auf dem Papier, verkauft hat sie davon nichts, und für die Schätzung ist er klein gegen das, was aus Google und Yahoo stammt.
Mandate in Verwaltungsräten
2012 wurde sie in den Verwaltungsrat von Walmart gewählt, dem Konzern der Familie von Alice Walton. Im März 2024 kam AT&T dazu, im Mai 2025 Hilton und im Juni 2025 Starbucks. Solche Mandate werden jährlich vergütet und ändern an der Größenordnung ihres Vermögens wenig.
Häufige Fragen zu Marissa Mayer
Wie hoch ist das Vermögen von Marissa Mayer?
Wir schätzen es auf rund 900 Millionen Euro. Es stammt aus Anteilen aus der frühen Zeit bei Google und aus dem Aktienpaket, das sie bis zum Verkauf von Yahoo an Verizon aufgebaut hat.
Wie hoch war die Abfindung von Marissa Mayer bei Yahoo?
Sie belief sich 2017 auf 23 Millionen US-Dollar. Davon waren 3 Millionen Bargeld und rund 20 Millionen Aktien, deren Sperrfristen mit dem Ausscheiden vorzeitig endeten.
Wie viel bekam Marissa Mayer beim Wechsel von Google zu Yahoo?
Yahoo gewährte ihr im Juli 2012 Aktieneinheiten im Wert von 14 Millionen US-Dollar als Ausgleich für bei Google verfallene Ansprüche, dazu eine einmalige Halteprämie über 30 Millionen US-Dollar in Aktien und Optionen.
Was hat Marissa Mayer nach Yahoo gegründet?
2018 gründete sie Lumi Labs, später in Sunshine umbenannt. 2025 stellte sie Sunshine ein und überführte das Geschäft in das neue KI-Unternehmen Dazzle, das im Dezember 2025 eine erste Finanzierungsrunde über 8 Millionen US-Dollar abschloss.
Zählt das Vermögen von Zachary Bogue zu ihrem Vermögen?
Nein. Ihr Mann ist Mitgründer der Wagniskapitalgesellschaft DCVC, sein Anteil daran ist in unserer Schätzung nicht enthalten. Unsere Zahl bezieht sich allein auf Marissa Mayer.
Bildquellen:
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