Millionen Euro
Euro
Geburtsdatum19. August 1994 (32 Jahre alt)
Geboren inHamburg, Deutschland
NationalitätDeutschland
Familienstandverheiratet (seit 2025)
BerufStreamer, YouTuber, Unternehmer
Voller NameMaximilian Alexander Curt Stemmler
SpitznameTrymacs

Wie hoch ist das Vermögen von Trymacs?

An seinem Geburtstag im August 2026 machte Maximilian Stemmler etwas, das man von einem Streamer nicht erwartet: Er baute eine Präsentation auf und erklärte seinem Publikum, warum er mit seiner eigenen Chipsmarke Millionen verloren hat. Kein Drama, keine Ausrede, sondern eine Verlustrechnung. Das geschätzte Vermögen von Trymacs: 6 Millionen Euro.

Genau dieser Auftritt beschreibt seine wirtschaftliche Lage besser als jede Abonnentenzahl. Trymacs ist längst nicht mehr nur jemand, der Spiele streamt. Er ist an Lebensmittelmarken beteiligt, veranstaltet eigene Events und hält Anteile an einem Unternehmen mit dreistelligem Millionenumsatz. Und er verliert dabei auch Geld.

Die einzige harte Zahl zu seinen Einnahmen

Einkommen von Trymacs Im Oktober 2021 wurden interne Auszahlungsdaten von Twitch öffentlich. Für Trymacs stehen darin rund 1,29 Millionen US-Dollar für den Zeitraum von August 2019 bis September 2021, umgerechnet etwa 1,12 Millionen Euro. Auf die 26 Monate verteilt sind das knapp 39.000 Euro pro Monat.

Twitch-Auszahlungen pro Monat in diesem Zeitraum: 38.646 Euro.

Diese Zahl ist wichtig, weil sie nicht geschätzt ist. Sie kommt von der Plattform selbst und umfasst Abos, Bits und Werbeanteile aus dem Stream. Sie umfasst nicht seine YouTube-Einnahmen, keine Sponsorenverträge, kein Merchandise und keine Beteiligungen. Im Vergleich lagen MontanaBlack mit 2,39 Millionen Dollar und Knossi mit 2,16 Millionen Dollar darüber, Papaplatte praktisch gleichauf.

Reichweite heute und wie sie sich verschoben hat

Im August 2026 zählte sein Twitch-Kanal knapp vier Millionen Follower, womit er im laufenden Jahr zu den zwanzig meistgesehenen Kanälen weltweit gehörte. Sein YouTube-Hauptkanal stand zum selben Zeitpunkt bei rund 2,5 Millionen Abonnenten und über einer Milliarde Aufrufen, ein Zweitkanal mit Reaktionsvideos bei gut 860.000 Abonnenten. Auf Instagram und TikTok kam jeweils rund eine Million Follower dazu.

Interessanter ist der Vergleich mit seinem Höhepunkt. Im Februar 2021 hatte er über 70.000 gleichzeitige Abonnenten auf Twitch und war damit kurzzeitig weltweit die Nummer eins. Sein Zuschauerrekord aus demselben Winter steht bei knapp 294.000 gleichzeitigen Zuschauern. Im Jahr 2026 erreichte er als Höchstwert rund 45.000, im Durchschnitt etwa 11.000.

Das ist kein Absturz, sondern die Normalisierung nach einem Ausnahmejahr. Der Rekord von damals ist inzwischen um ein Vielfaches überboten worden, ein amerikanischer Streamer kam Ende 2024 auf über eine Million Abonnenten. Wer heute in Deutschland dauerhaft fünfstellige Zuschauerzahlen hält, gehört weiter zur Spitze.

Woraus die Einnahmen wirklich bestehen

Bei einem Streamer dieser Größe kommt das Geld aus vier Richtungen, die unterschiedlich zuverlässig sind. Die Abos und Spenden aus dem Stream sind der planbarste Teil, aber nicht der größte. Die Werbeeinnahmen auf YouTube hängen an der Zahl der Aufrufe und schwanken mit dem Anzeigenmarkt.

Der dritte Teil sind Sponsoren. Über Jahre lief eine Partnerschaft mit einem Hersteller von Gaming-Getränken, für den es sogar zwei eigene Sorten unter seinem Namen gibt. In seinen Streamtiteln standen zuletzt Werbepartner aus den Bereichen Ernährung, Fitness und Finanzen. Über die Höhe dieser Verträge ist nichts öffentlich, das ist in der Branche die Regel.

Der vierte Teil ist der interessanteste: Beteiligungen. Und der funktioniert nach völlig anderen Regeln als die ersten drei.

Der Unternehmer und seine Bilanz

Verdienst von Trymacs Stemmler ist Investor bei einem Berliner Unternehmen, das Lebensmittelmarken um Reichweite herum baut. Im Februar 2025 sammelte es 26 Millionen Euro in einer Finanzierungsrunde ein, an der neben Wagniskapitalgebern auch Mario Götze und der Rapper Luciano beteiligt sind.

Das erste große Produkt war eine Pizzamarke, die 2023 ohne eigene Läden startete und aus fremden Küchen lieferte. Nach eigener Aussage verdienten Stemmler und Knossi im ersten Jahr jeweils über eine Million Euro daran. Das ist eine Selbstangabe, nicht geprüft, aber die Größenordnung passt zu den Umsatzzahlen, die das Unternehmen nennt.

Das zweite Produkt war eine Chipsmarke, die 2024 in über zehntausend Supermärkten stand. Genau die ist gescheitert, und die Begründung ist lehrreich: Der Abgabepreis für zehn Millionen Tüten war fest vereinbart, der Kartoffelpreis nicht. Nach der schlechten Ernte kostete jede verkaufte Tüte Geld. Seine Worte dazu: Man habe mit den Chips Millionen verloren.

Der Fall zeigt auch, wo die Grenze der Reichweite liegt. Ein Streamer kann ein Produkt in die Regale bringen, indem er es seinem Publikum zeigt. Er kann damit aber keine Einkaufspreise verhandeln und keine Ernte beeinflussen. Genau an diesen beiden Punkten entscheidet sich in der Lebensmittelbranche der Gewinn, und beide liegen außerhalb dessen, was Bekanntheit leisten kann.

Dieses Muster erklärt, warum sein Vermögen schwer zu beziffern ist. Wer als Gesellschafter in Konsumgütern steckt, hat keinen Gehaltszettel, sondern Anteile, deren Wert mit dem Geschäft schwankt. Der Schwerpunkt verlagerte sich 2026 auf eine Kette für Hähnchengerichte, für die er im August selbst in der Filialküche stand.

Events, Formate und was sie kosten

Auch außerhalb der Kamera hat er investiert, und zwar mit gemischten Ergebnissen. Sein Boxkampf in einer Kölner Arena 2022 zog rund 14.000 Besucher vor Ort und eine sechsstellige Zahl in den Livestream, kostete aber nach Branchenangaben etwa 700.000 Euro. Ein Fußballevent im selben Jahr lief gut, ein zweiter Anlauf zum Jahresende blieb hinter den Erwartungen und spielte vor halbleeren Rängen.

Sein eigenes Survival-Format produziert er für rund 80.000 Euro pro Staffel, ein Bruchteil dessen, was vergleichbare Reihen bei großen Anbietern kosten. Der entscheidende Punkt dabei ist nicht der Preis, sondern die Rechteverteilung: Ein Sender zahlt die Produktion und zeigt es zuerst, die Rechte bleiben bei ihm. Das ist die Vertragsstruktur, die aus einem Auftragnehmer einen Eigentümer macht.

Seine Teilnahme an einer bekannten Survivalreihe eines Streamingdienstes hat ihn nach eigener Rechnung mindestens 200.000 Euro gekostet, weil drei Wochen ohne Streams drei Wochen ohne Einnahmen bedeuten. Dazu kommen ein eigenes Fußballteam im Hamburger Amateurbereich und die Präsidentschaft eines Teams in einer Showliga, deren Ligapräsident Bastian Schweinsteiger ist.

Die Sammelkarten und was daraus wurde

Groß geworden ist er 2021 mit dem Öffnen von Sammelkarten vor laufender Kamera. Wirtschaftlich war das für ihn ein Verlustgeschäft: Nach eigenen Angaben hat er rund 130.000 Euro in Karten gesteckt, deren Restwert er heute bei etwa 25.000 Euro sieht. Geöffnete Karten verlieren fast ihren gesamten Sammlerwert.

Der Gewinn lag anderswo. Die Reichweite aus diesem Winter ist die Basis für alles, was danach kam. Er selbst warnt in Streams regelmäßig davor, das nachzumachen, und vergleicht es mit Glücksspiel. In der deutschen Debatte über Kartenöffnungen und Jugendschutz wird er als einer der Treiber des damaligen Hypes genannt, ein Verfahren gegen ihn ist nicht bekannt.

Häufige Fragen zum Vermögen von Trymacs

Was hat Trymacs bei Twitch verdient?

Aus den geleakten Auszahlungsdaten ergeben sich rund 1,29 Millionen US-Dollar zwischen August 2019 und September 2021, also knapp 39.000 Euro pro Monat. Für die Zeit danach gibt es keine belegten Zahlen.

Ist er zu Kick gewechselt?

Nein. Er streamt weiter auf Twitch als Partner. Ein Kanal auf der Konkurrenzplattform existiert, ist aber leer. Über ein Angebot oder eine Vertragssumme ist nichts belegt.

Womit verdient er heute am meisten?

Das ist nicht öffentlich. Die einzige belegte Einnahmequelle ist das Streaming, der wirtschaftlich größte Hebel sind aber Beteiligungen an Lebensmittelmarken.

Hat er Geld verloren?

Ja, und er redet darüber. Die Chipsmarke kostete nach seiner Aussage einen Millionenbetrag, der Boxkampf rund 700.000 Euro, die Sammelkarten über hunderttausend Euro.

Hat er eigene Firmen?

Stand Sommer 2026 führt er nach den Registereintragungen keine eigene deutsche Gesellschaft als Geschäftsführer. Zwei frühere Gesellschaften sind abgewickelt, aus einer dritten ist er Ende 2023 ausgestiegen. Sein Merchandise wird von einem externen Betrieb geführt.

Warum ist die Vermögenszahl nur eine Schätzung?

Weil kein Jahresabschluss und keine Selbstauskunft existiert. Belegt sind einzelne Einnahmen und einzelne Verluste, nicht der Saldo.

Bildquellen:
@Trymacs / Instagram