Ozzy Osbourne - Einnahmen über Spotify
Bei Spotify laufen die Streams von Ozzy Osbourne vor allem über Black Sabbath. Auf das Konto der Band gehen als Hauptact rund 4,12 Milliarden Streams. Bei einer Ausschüttung von rund 0,0035 Euro pro Stream entspricht das etwa 14,42 Millionen Euro. Das ist allerdings die Summe an alle Rechteinhaber, je nach Vertrag bleiben davon 15 bis 80 Prozent bei der Band und verteilen sich dort auf ihre Mitglieder. Die Erben profitieren davon also weiter.
| Gesamte Streams als Hauptact | 4,12 Milliarden |
|---|---|
| Ausschüttung insgesamt | 14,42 Millionen Euro |
| Einnahmen pro Sekunde | 0,07 Euro |
| Einnahmen pro Tag | 6.423 Euro |
| Einnahmen pro Monat | 195.524 Euro |
| Einnahmen pro Jahr | 2,35 Millionen Euro |
| Crazy Train | 3.603.000 Euro |
|---|---|
| Take What You Want (feat. Ozzy Osbourne & Travis Scott) Feature | 3.008.000 Euro |
| No More Tears | 1.520.000 Euro |
| Mama, I'm Coming Home | 1.203.000 Euro |
| Bark at the Moon | 680.000 Euro |
| Dreamer | 618.000 Euro |
| I Don't Wanna Stop | 552.000 Euro |
| Mr. Crowley | 521.000 Euro |
| Shot in the Dark | 486.000 Euro |
| Close My Eyes Forever Feature | 347.000 Euro |
| Hellraiser | 308.000 Euro |
| Under the Graveyard | 262.000 Euro |
| Ordinary Man (feat. Elton John) | 226.000 Euro |
| Hellraiser - 30th Anniversary Edition | 174.000 Euro |
| Over the Mountain | 172.000 Euro |
| Perry Mason | 170.000 Euro |
| Flying High Again | 146.000 Euro |
| Let Me Hear You Scream | 144.000 Euro |
| Patient Number 9 (feat. Jeff Beck) | 143.000 Euro |
| See You on the Other Side | 139.000 Euro |
Rechne selbst
Davon bleiben rund 2,88 Millionen Euro bei der Band.
Berechnungsgrundlage anzeigen
Grundlage sind die Streams als Hauptact, Stand 09.09.2026, multipliziert mit rund 0,0035 Euro pro Stream. Das ist die Ausschüttung an alle Rechteinhaber, nicht das Einkommen. Bei einem Major-Vertrag bleiben davon 15 bis 25 Prozent, bei eigenem Katalog 50 bis 80 Prozent. Songs, auf denen Black Sabbath nur als Gast auftritt, bringen am Master in der Regel nichts und zählen deshalb nicht mit. Die Zahlen gehören der Band, nicht Ozzy Osbourne allein. Wie viel davon bei einer einzelnen Person ankommt, hängt von den Verträgen und den Songwriting-Anteilen ab. Die Einnahmen gehen an den Nachlass und dessen Rechteinhaber.
Wie hoch war das Vermögen von Ozzy Osbourne?
Nach unserer Schätzung kam Ozzy Osbourne zuletzt auf rund 200 Millionen Euro. Die Zahl gilt für ihn als Person: Seine Frau Sharon Osbourne arbeitete jahrzehntelang als seine Managerin, erzielte als Produzentin und Fernsehjurorin aber eigene Einnahmen.
Woraus sich die Schätzung zusammensetzt
Den größten Block bilden die Erlöse aus einem halben Jahrhundert Tonträgerverkäufen. Black Sabbath setzte nach Angaben der Stadt Birmingham, die der Band im Juni 2025 die Ehrenbürgerwürde verlieh, mehr als 75 Millionen Alben ab. Dazu kommt das Solowerk, das in den Vereinigten Staaten dreizehn Platin- und drei Goldauszeichnungen des Branchenverbands RIAA erhielt. Der zweite Block ist das Tourneegeschäft, der dritte sind die Fernseheinnahmen, der vierte Immobilien in England und Kalifornien.
Dagegen zu rechnen sind die Steuerlast in Großbritannien und Kalifornien sowie ein Punkt, der bei Musikern seiner Generation regelmäßig übersehen wird: Die Aufnahmerechte an den frühen Alben lagen nicht bei den Musikern selbst, dazu weiter unten mehr. Wer ein Vermögen allein aus Verkaufszahlen hochrechnet, landet deshalb zu hoch. Denselben Abstand zwischen Katalogumsatz und tatsächlichem Erbe zeigen die Nachlässe von Elvis Presley und Whitney Houston.
Was mit dem Nachlass geschieht
Ozzy Osbourne hinterließ ein Testament. Übereinstimmenden Berichten zufolge räumte er darin seiner Frau ein lebenslanges Nutzungsrecht an seinem Nachlass ein; nach ihrem Tod soll das verbliebene Vermögen zu gleichen Teilen an die drei gemeinsamen Kinder Aimee, Kelly und Jack gehen. Die Abwicklung verteilt sich über zwei Rechtsordnungen, weil Vermögenswerte in Großbritannien und in Kalifornien liegen.
Einen Verkauf seines Musikkatalogs, wie ihn zahlreiche Kollegen in den vergangenen Jahren abgeschlossen haben, gab es nicht. In einem Interview aus dem Jahr 2020 hatte er einen solchen Schritt erwogen, zugleich aber die Sorge geäußert, die Kontrolle über die Verwendung seiner Songs zu verlieren. Zu einem Abschluss kam es nicht. Wie stark solche Rechte den Wert eines Erbes bestimmen, zeigt der Nachlass von Michael Jackson, dessen Katalogbeteiligungen das Erbe über Jahre trugen.
Black Sabbath, Solokarriere und die Rechte am Werk
Die Jahre mit Black Sabbath
Black Sabbath entstand 1968 in Aston, nur wenige Straßen vom späteren Ort des Abschiedskonzerts entfernt. Gegründet wurde sie von Geezer Butler, Tony Iommi, Bill Ward und Ozzy Osbourne, der als Sänger das Gesicht der Gruppe war. Die vier prägten mit den ersten Alben ein eigenes Genre, das später Heavy Metal hieß.
1979 wurde Osbourne aus der Band entlassen. Zurück kam er mehrfach: 1997 zur Reunion der Originalbesetzung, 2013 für das gemeinsame Album „13“, das in Großbritannien und in den Vereinigten Staaten auf Platz eins der Charts einstieg, und schließlich für die Abschiedstournee, die im Februar 2017 in Birmingham endete.
Die Solojahre und die Tourneen
Die Solokarriere begann 1980 mit „Blizzard of Ozz“, dem meistverkauften Album unter seinem eigenen Namen. Es folgten „Diary of a Madman“ 1981, „Bark at the Moon“ 1983 und 1991 „No More Tears“, das die RIAA später mit fünffachem Platin auszeichnete. Später erschienen 2020 „Ordinary Man“, ausgezeichnet mit Gold, und 2022 „Patient Number 9“. Mit Band und solo zusammen verkaufte er nach Branchenangaben mehr als 100 Millionen Tonträger.
Das Tourneegeschäft trug über Jahrzehnte den größeren Teil der laufenden Einnahmen. Die als Abschied angelegte Tour „No More Tours“ lief 1992, eine gleichnamige Fortsetzung startete 2018 und wurde mehrfach verschoben. Am 1. Februar 2023 sagte er die verbliebenen Termine in Großbritannien und Kontinentaleuropa endgültig ab und erklärte seine Tourneetätigkeit für beendet. Damit versiegte die verlässlichste Einnahmequelle mehr als zwei Jahre vor seinem Tod. Ähnlich stark vom Livegeschäft abhängig waren Zeitgenossen wie Mick Jagger oder Klaus Meine mit den Scorpions.
Wem die Rechte an seinem Werk gehören
Wirtschaftlich ist die Rechtelage der interessanteste Teil des Nachlasses. Die frühen Studioalben von Black Sabbath erschienen über die Labels Vertigo und Warner Bros., nicht über eine eigene Firma der Band. Die Aufnahmerechte an diesen kommerziell wichtigsten Platten lagen damit außerhalb der Gruppe, den Musikern flossen daraus nur Künstlerbeteiligungen zu.
Um den Namen Black Sabbath führten Osbourne und Tony Iommi einen eigenen Rechtsstreit, den beide im Juni 2010 mit einem Vergleich beendeten; seither entfielen die Markenrechte je zur Hälfte auf die beiden, Geezer Butler und Bill Ward waren daran nicht beteiligt. Ein zweites Verfahren gegen den ersten Manager der Band, Jim Simpson, betraf die 1969 unter dem früheren Bandnamen Earth entstandenen Demoaufnahmen. Es endete im April 2026 mit einem Vergleich: Die Aufnahmen gehören seitdem den vier Gründungsmitgliedern beziehungsweise ihren Nachlässen.
Ozzfest, die Fernsehshow und das Abschiedskonzert
Das Festival als eigenes Geschäftsmodell
Ozzfest entstand 1996 und geht auf Sharon Osbourne zurück. Sie gründete das Festival, nachdem die Veranstalter der Lollapalooza-Tour ihren Mann als Act abgelehnt hatten. Statt bei fremden Festivals aufzutreten, betrieb die Familie damit ein eigenes: Sie stellte das Programm zusammen, vermarktete die Tour und behielt die Erlöse, statt eine Gage zu beziehen. Die erste Ausgabe bestand aus zwei Terminen am 25. und 26. Oktober 1996 in Phoenix und im kalifornischen Devore.
Danach lief Ozzfest fast jährlich bis 2018, zeitweise auch in Großbritannien und Japan. Wie flexibel das Modell war, zeigte der Jahrgang 2007: Die Tickets waren kostenlos, finanziert wurde die Tour über Sponsoren, die Bands erhielten keine Gage. Verkauft wurde das Festival nie, es blieb in der Hand der Familie. Ende Januar 2026 sagte Sharon Osbourne dem Fachmagazin Billboard, sie verhandle mit Live Nation über eine Neuauflage; als frühestmöglicher Termin wurde 2027 genannt.
Die Fernsehshow der Familie
Das anschließende Paket für die Fortsetzung wurde in zeitgenössischen Berichten mit rund 20 Millionen US-Dollar für die Familie beziffert. Gemessen am Aufwand war die Serie damit für einige Jahre die ertragreichste Einzelquelle der Familie, an der neben Ozzy und Sharon Osbourne auch die Kinder Kelly und Jack beteiligt waren.
Das Abschiedskonzert in seiner Heimatstadt
Am 5. Juli 2025 trat Ozzy Osbourne im Villa-Park-Stadion in Birmingham ein letztes Mal auf, zunächst solo und dann mit der Originalbesetzung von Black Sabbath, die zuletzt 2005 zusammen gespielt hatte. Vor Ort waren rund 45.000 Zuschauer, dazu kam eine Pay-per-View-Übertragung mit bis zu 5,8 Millionen gleichzeitigen Streams.
Die Veranstaltung brachte nach Angaben des Regisseurs Tom Morello rund 140 Millionen Pfund ein, die vollständig gespendet wurden. Empfänger waren zu gleichen Teilen das Acorns Children’s Hospice, das Birmingham Children’s Hospital und die Organisation Cure Parkinson’s. Für Osbourne selbst floss aus dem Abend nichts, sein Vermögen erhöhte sich dadurch nicht. Siebzehn Tage später starb er.
Immobilien und die Verwertung nach seinem Tod
Die Anwesen in England und Kalifornien
Der älteste Immobilienbesitz der Familie liegt in Buckinghamshire: Das denkmalgeschützte Welders House nahe dem Dorf Jordans mit rund 350 Acres Grund gehört den Osbournes seit 1993, ein Kaufpreis wurde nie öffentlich. Dort starb Ozzy Osbourne.
In Kalifornien besaß das Paar ein Anwesen im Stadtteil Hancock Park in Los Angeles, gekauft 2015 für 11,85 Millionen US-Dollar. Es wurde 2022 für 18 Millionen US-Dollar angeboten und im April 2026 erneut inseriert, diesmal für 17 Millionen US-Dollar. Immobilien sind damit der einzige Vermögensbestandteil mit öffentlich bekannten Kaufjahren und Preisen. Ähnlich verhält es sich bei Elton John und Paul McCartney.
Was nach seinem Tod erschien
Die Verwertung lief unmittelbar weiter. Am 7. Oktober 2025 erschienen gleich zwei Titel: die zweiten Memoiren „Last Rites“ bei Grand Central Publishing und die Dokumentation „Ozzy Osbourne: No Escape From Now“ bei Paramount+. Beide Projekte waren vor seinem Tod begonnen worden.
Aus dem Abschiedskonzert entstand außerdem der Konzertfilm „Back to the Beginning: Ozzy’s Final Bow“, der Anfang 2026 in die Kinos kam. Eine dort aufgenommene Fassung des Sabbath-Titels „Changes“ mit dem Sänger Yungblud erschien am 18. Juli 2025 als Benefiz-Single zugunsten derselben drei Organisationen und wurde bei der Grammy-Verleihung im Februar 2026 als beste Rockdarbietung ausgezeichnet. Für den Nachlass heißt das: Der wirtschaftliche Kern liegt in den Rechten am Werk und am Namen, nicht in laufenden Auftritten. Denselben Weg gingen die Nachlassverwalter von Falco, während im deutschsprachigen Raum nur wenige Rockmusiker wie Till Lindemann eine vergleichbare Katalogreichweite erreichen.
Häufige Fragen zu Ozzy Osbourne
Wie hoch war das Vermögen von Ozzy Osbourne?
Wir schätzen es auf rund 200 Millionen Euro. Den größten Teil machten die Erlöse aus über 100 Millionen verkauften Tonträgern aus, dazu kamen Tourneen, das Festival Ozzfest, Fernseheinnahmen und Immobilien.
Woher kam das Vermögen von Ozzy Osbourne?
Aus vier Quellen: aus Tonträgerverkäufen und Tantiemen, aus Konzerten und Tourneen, aus dem Festival Ozzfest und aus den Erlösen der Fernsehserie „The Osbournes“. Hinzu kam Immobilienbesitz in England und Kalifornien.
Wer erbt das Vermögen von Ozzy Osbourne?
Nach übereinstimmenden Berichten über sein Testament erhielt seine Frau Sharon Osbourne ein lebenslanges Nutzungsrecht am Nachlass. Nach ihrem Tod soll das verbliebene Vermögen zu gleichen Teilen an die drei gemeinsamen Kinder Aimee, Kelly und Jack gehen.
Wem gehören die Rechte an der Musik von Ozzy Osbourne?
Die Aufnahmerechte an den frühen Black-Sabbath-Alben liegen bei den Labels Vertigo und Warner Bros., nicht bei der Band. Die Markenrechte am Namen Black Sabbath teilten sich Osbourne und Tony Iommi seit einem Vergleich im Juni 2010 je zur Hälfte. Die 1969 als Earth eingespielten Demoaufnahmen gehören seit einem Vergleich im April 2026 den vier Gründungsmitgliedern beziehungsweise ihren Nachlässen. Einen Verkauf seines Katalogs gab es nicht.
Wie viel verdiente die Familie Osbourne mit ihrer Fernsehshow?
Für die erste Staffel mit zehn Folgen erhielt die Familie nach Branchenberichten rund 200.000 US-Dollar. Für die Fortsetzung wurde im Mai 2002 ein Paket verhandelt, das in Berichten mit rund 20 Millionen US-Dollar beziffert wurde.
Bildquellen:
Joe Seer + s_bukley / Bigstock.com