Millionen Euro
BandBlack Sabbath, Sänger ab 1968
FestivalOzzfest, gegründet 1996
Letzter WohnsitzBuckinghamshire, England
Geburtsdatum03. Dezember 1948
Geboren inAston, Birmingham, England
NationalitätGroßbritannien
Todesdatum22. Juli 2025 († 76 Jahre)
Verstorben inChalfont St Giles, Buckinghamshire, England
Familienstandverheiratet mit Sharon Osbourne (seit 1982)
BerufSänger, Songwriter, TV-Produzent
Voller NameJohn Michael Osbourne
SpitznameOzzy
Kinder6 (Aimee, Kelly, Jack, Jessica, Louis, Elliot)

Das Vermögen von Ozzy Osbourne Ozzy Osbourne war Sänger der Band Black Sabbath, danach über vier Jahrzehnte Solokünstler und ab 2002 die Hauptfigur einer Fernsehserie über seine eigene Familie. Geboren wurde er am 3. Dezember 1948 im Birminghamer Arbeiterviertel Aston, gestorben ist er am 22. Juli 2025 in Chalfont St Giles in der Grafschaft Buckinghamshire. Wirtschaftlich ruhte seine Laufbahn auf vier Säulen: den Tonträgerverkäufen mit der Band und als Solokünstler, dem Tourneegeschäft, dem Festival Ozzfest und den Erlösen aus dem Fernsehen. Wir schätzen sein Vermögen zum Zeitpunkt seines Todes auf rund 200 Millionen Euro.

Ozzy Osbourne - Einnahmen über Spotify

Bei Spotify laufen die Streams von Ozzy Osbourne vor allem über Black Sabbath. Auf das Konto der Band gehen als Hauptact rund 4,12 Milliarden Streams. Bei einer Ausschüttung von rund 0,0035 Euro pro Stream entspricht das etwa 14,42 Millionen Euro. Das ist allerdings die Summe an alle Rechteinhaber, je nach Vertrag bleiben davon 15 bis 80 Prozent bei der Band und verteilen sich dort auf ihre Mitglieder. Die Erben profitieren davon also weiter.

Gesamteinnahmen über Spotify 14,42 Millionen Euro
Streams gesamt 5,16 Milliarden Streams
Das haben Black Sabbath über Spotify eingespielt, seit du die Seite offen hast 0,00 Euro
Gesamte Streams als Hauptact4,12 Milliarden
Ausschüttung insgesamt14,42 Millionen Euro
Einnahmen pro Sekunde0,07 Euro
Einnahmen pro Tag6.423 Euro
Einnahmen pro Monat195.524 Euro
Einnahmen pro Jahr2,35 Millionen Euro
Erfolgreichste Songs bei Spotify
Crazy Train 3.603.000 Euro
Take What You Want (feat. Ozzy Osbourne & Travis Scott) Feature 3.008.000 Euro
No More Tears 1.520.000 Euro
Mama, I'm Coming Home 1.203.000 Euro
Bark at the Moon 680.000 Euro
Dreamer 618.000 Euro
I Don't Wanna Stop 552.000 Euro
Mr. Crowley 521.000 Euro
Shot in the Dark 486.000 Euro
Close My Eyes Forever Feature 347.000 Euro
Hellraiser 308.000 Euro
Under the Graveyard 262.000 Euro
Ordinary Man (feat. Elton John) 226.000 Euro
Hellraiser - 30th Anniversary Edition 174.000 Euro
Over the Mountain 172.000 Euro
Perry Mason 170.000 Euro
Flying High Again 146.000 Euro
Let Me Hear You Scream 144.000 Euro
Patient Number 9 (feat. Jeff Beck) 143.000 Euro
See You on the Other Side 139.000 Euro

Rechne selbst

Davon bleiben rund 2,88 Millionen Euro bei der Band.

Berechnungsgrundlage anzeigen

Grundlage sind die Streams als Hauptact, Stand 09.09.2026, multipliziert mit rund 0,0035 Euro pro Stream. Das ist die Ausschüttung an alle Rechteinhaber, nicht das Einkommen. Bei einem Major-Vertrag bleiben davon 15 bis 25 Prozent, bei eigenem Katalog 50 bis 80 Prozent. Songs, auf denen Black Sabbath nur als Gast auftritt, bringen am Master in der Regel nichts und zählen deshalb nicht mit. Die Zahlen gehören der Band, nicht Ozzy Osbourne allein. Wie viel davon bei einer einzelnen Person ankommt, hängt von den Verträgen und den Songwriting-Anteilen ab. Die Einnahmen gehen an den Nachlass und dessen Rechteinhaber.

Wie hoch war das Vermögen von Ozzy Osbourne?

Nach unserer Schätzung kam Ozzy Osbourne zuletzt auf rund 200 Millionen Euro. Die Zahl gilt für ihn als Person: Seine Frau Sharon Osbourne arbeitete jahrzehntelang als seine Managerin, erzielte als Produzentin und Fernsehjurorin aber eigene Einnahmen.

Woraus sich die Schätzung zusammensetzt

Den größten Block bilden die Erlöse aus einem halben Jahrhundert Tonträgerverkäufen. Black Sabbath setzte nach Angaben der Stadt Birmingham, die der Band im Juni 2025 die Ehrenbürgerwürde verlieh, mehr als 75 Millionen Alben ab. Dazu kommt das Solowerk, das in den Vereinigten Staaten dreizehn Platin- und drei Goldauszeichnungen des Branchenverbands RIAA erhielt. Der zweite Block ist das Tourneegeschäft, der dritte sind die Fernseheinnahmen, der vierte Immobilien in England und Kalifornien.

Dagegen zu rechnen sind die Steuerlast in Großbritannien und Kalifornien sowie ein Punkt, der bei Musikern seiner Generation regelmäßig übersehen wird: Die Aufnahmerechte an den frühen Alben lagen nicht bei den Musikern selbst, dazu weiter unten mehr. Wer ein Vermögen allein aus Verkaufszahlen hochrechnet, landet deshalb zu hoch. Denselben Abstand zwischen Katalogumsatz und tatsächlichem Erbe zeigen die Nachlässe von Elvis Presley und Whitney Houston.

Was mit dem Nachlass geschieht

Ozzy Osbourne hinterließ ein Testament. Übereinstimmenden Berichten zufolge räumte er darin seiner Frau ein lebenslanges Nutzungsrecht an seinem Nachlass ein; nach ihrem Tod soll das verbliebene Vermögen zu gleichen Teilen an die drei gemeinsamen Kinder Aimee, Kelly und Jack gehen. Die Abwicklung verteilt sich über zwei Rechtsordnungen, weil Vermögenswerte in Großbritannien und in Kalifornien liegen.

Einen Verkauf seines Musikkatalogs, wie ihn zahlreiche Kollegen in den vergangenen Jahren abgeschlossen haben, gab es nicht. In einem Interview aus dem Jahr 2020 hatte er einen solchen Schritt erwogen, zugleich aber die Sorge geäußert, die Kontrolle über die Verwendung seiner Songs zu verlieren. Zu einem Abschluss kam es nicht. Wie stark solche Rechte den Wert eines Erbes bestimmen, zeigt der Nachlass von Michael Jackson, dessen Katalogbeteiligungen das Erbe über Jahre trugen.

Black Sabbath, Solokarriere und die Rechte am Werk

Einkommen von Ozzy Osbourne Ozzy Osbourne wuchs mit fünf Geschwistern in einem kleinen Reihenhaus in Aston auf, verließ die Schule mit fünfzehn Jahren und arbeitete als Hilfsarbeiter, bevor ihn die Musik ernährte.

Die Jahre mit Black Sabbath

Black Sabbath entstand 1968 in Aston, nur wenige Straßen vom späteren Ort des Abschiedskonzerts entfernt. Gegründet wurde sie von Geezer Butler, Tony Iommi, Bill Ward und Ozzy Osbourne, der als Sänger das Gesicht der Gruppe war. Die vier prägten mit den ersten Alben ein eigenes Genre, das später Heavy Metal hieß.

1979 wurde Osbourne aus der Band entlassen. Zurück kam er mehrfach: 1997 zur Reunion der Originalbesetzung, 2013 für das gemeinsame Album „13“, das in Großbritannien und in den Vereinigten Staaten auf Platz eins der Charts einstieg, und schließlich für die Abschiedstournee, die im Februar 2017 in Birmingham endete.

Die Solojahre und die Tourneen

Die Solokarriere begann 1980 mit „Blizzard of Ozz“, dem meistverkauften Album unter seinem eigenen Namen. Es folgten „Diary of a Madman“ 1981, „Bark at the Moon“ 1983 und 1991 „No More Tears“, das die RIAA später mit fünffachem Platin auszeichnete. Später erschienen 2020 „Ordinary Man“, ausgezeichnet mit Gold, und 2022 „Patient Number 9“. Mit Band und solo zusammen verkaufte er nach Branchenangaben mehr als 100 Millionen Tonträger.

Das Tourneegeschäft trug über Jahrzehnte den größeren Teil der laufenden Einnahmen. Die als Abschied angelegte Tour „No More Tours“ lief 1992, eine gleichnamige Fortsetzung startete 2018 und wurde mehrfach verschoben. Am 1. Februar 2023 sagte er die verbliebenen Termine in Großbritannien und Kontinentaleuropa endgültig ab und erklärte seine Tourneetätigkeit für beendet. Damit versiegte die verlässlichste Einnahmequelle mehr als zwei Jahre vor seinem Tod. Ähnlich stark vom Livegeschäft abhängig waren Zeitgenossen wie Mick Jagger oder Klaus Meine mit den Scorpions.

Wem die Rechte an seinem Werk gehören

Wirtschaftlich ist die Rechtelage der interessanteste Teil des Nachlasses. Die frühen Studioalben von Black Sabbath erschienen über die Labels Vertigo und Warner Bros., nicht über eine eigene Firma der Band. Die Aufnahmerechte an diesen kommerziell wichtigsten Platten lagen damit außerhalb der Gruppe, den Musikern flossen daraus nur Künstlerbeteiligungen zu.

Um den Namen Black Sabbath führten Osbourne und Tony Iommi einen eigenen Rechtsstreit, den beide im Juni 2010 mit einem Vergleich beendeten; seither entfielen die Markenrechte je zur Hälfte auf die beiden, Geezer Butler und Bill Ward waren daran nicht beteiligt. Ein zweites Verfahren gegen den ersten Manager der Band, Jim Simpson, betraf die 1969 unter dem früheren Bandnamen Earth entstandenen Demoaufnahmen. Es endete im April 2026 mit einem Vergleich: Die Aufnahmen gehören seitdem den vier Gründungsmitgliedern beziehungsweise ihren Nachlässen.

Ozzfest, die Fernsehshow und das Abschiedskonzert

Das Festival als eigenes Geschäftsmodell

Ozzfest entstand 1996 und geht auf Sharon Osbourne zurück. Sie gründete das Festival, nachdem die Veranstalter der Lollapalooza-Tour ihren Mann als Act abgelehnt hatten. Statt bei fremden Festivals aufzutreten, betrieb die Familie damit ein eigenes: Sie stellte das Programm zusammen, vermarktete die Tour und behielt die Erlöse, statt eine Gage zu beziehen. Die erste Ausgabe bestand aus zwei Terminen am 25. und 26. Oktober 1996 in Phoenix und im kalifornischen Devore.

Danach lief Ozzfest fast jährlich bis 2018, zeitweise auch in Großbritannien und Japan. Wie flexibel das Modell war, zeigte der Jahrgang 2007: Die Tickets waren kostenlos, finanziert wurde die Tour über Sponsoren, die Bands erhielten keine Gage. Verkauft wurde das Festival nie, es blieb in der Hand der Familie. Ende Januar 2026 sagte Sharon Osbourne dem Fachmagazin Billboard, sie verhandle mit Live Nation über eine Neuauflage; als frühestmöglicher Termin wurde 2027 genannt.

Die Fernsehshow der Familie

Das Vermögen der Familie Osbourne Die Serie „The Osbournes“ lief von März 2002 bis März 2005 in vier Staffeln auf MTV und zeigte den Alltag der Familie. Für die erste Staffel mit zehn Folgen erhielten die Osbournes nach Branchenberichten aus dem Jahr 2002 rund 200.000 US-Dollar. Nach dem Erfolg der Auftaktstaffel verhandelte der Sender im Mai 2002 neu.

Das anschließende Paket für die Fortsetzung wurde in zeitgenössischen Berichten mit rund 20 Millionen US-Dollar für die Familie beziffert. Gemessen am Aufwand war die Serie damit für einige Jahre die ertragreichste Einzelquelle der Familie, an der neben Ozzy und Sharon Osbourne auch die Kinder Kelly und Jack beteiligt waren.

Das Abschiedskonzert in seiner Heimatstadt

Am 5. Juli 2025 trat Ozzy Osbourne im Villa-Park-Stadion in Birmingham ein letztes Mal auf, zunächst solo und dann mit der Originalbesetzung von Black Sabbath, die zuletzt 2005 zusammen gespielt hatte. Vor Ort waren rund 45.000 Zuschauer, dazu kam eine Pay-per-View-Übertragung mit bis zu 5,8 Millionen gleichzeitigen Streams.

Die Veranstaltung brachte nach Angaben des Regisseurs Tom Morello rund 140 Millionen Pfund ein, die vollständig gespendet wurden. Empfänger waren zu gleichen Teilen das Acorns Children’s Hospice, das Birmingham Children’s Hospital und die Organisation Cure Parkinson’s. Für Osbourne selbst floss aus dem Abend nichts, sein Vermögen erhöhte sich dadurch nicht. Siebzehn Tage später starb er.

Immobilien und die Verwertung nach seinem Tod

Die Anwesen in England und Kalifornien

Der älteste Immobilienbesitz der Familie liegt in Buckinghamshire: Das denkmalgeschützte Welders House nahe dem Dorf Jordans mit rund 350 Acres Grund gehört den Osbournes seit 1993, ein Kaufpreis wurde nie öffentlich. Dort starb Ozzy Osbourne.

In Kalifornien besaß das Paar ein Anwesen im Stadtteil Hancock Park in Los Angeles, gekauft 2015 für 11,85 Millionen US-Dollar. Es wurde 2022 für 18 Millionen US-Dollar angeboten und im April 2026 erneut inseriert, diesmal für 17 Millionen US-Dollar. Immobilien sind damit der einzige Vermögensbestandteil mit öffentlich bekannten Kaufjahren und Preisen. Ähnlich verhält es sich bei Elton John und Paul McCartney.

Was nach seinem Tod erschien

Die Verwertung lief unmittelbar weiter. Am 7. Oktober 2025 erschienen gleich zwei Titel: die zweiten Memoiren „Last Rites“ bei Grand Central Publishing und die Dokumentation „Ozzy Osbourne: No Escape From Now“ bei Paramount+. Beide Projekte waren vor seinem Tod begonnen worden.

Aus dem Abschiedskonzert entstand außerdem der Konzertfilm „Back to the Beginning: Ozzy’s Final Bow“, der Anfang 2026 in die Kinos kam. Eine dort aufgenommene Fassung des Sabbath-Titels „Changes“ mit dem Sänger Yungblud erschien am 18. Juli 2025 als Benefiz-Single zugunsten derselben drei Organisationen und wurde bei der Grammy-Verleihung im Februar 2026 als beste Rockdarbietung ausgezeichnet. Für den Nachlass heißt das: Der wirtschaftliche Kern liegt in den Rechten am Werk und am Namen, nicht in laufenden Auftritten. Denselben Weg gingen die Nachlassverwalter von Falco, während im deutschsprachigen Raum nur wenige Rockmusiker wie Till Lindemann eine vergleichbare Katalogreichweite erreichen.

Häufige Fragen zu Ozzy Osbourne

Wie hoch war das Vermögen von Ozzy Osbourne?

Wir schätzen es auf rund 200 Millionen Euro. Den größten Teil machten die Erlöse aus über 100 Millionen verkauften Tonträgern aus, dazu kamen Tourneen, das Festival Ozzfest, Fernseheinnahmen und Immobilien.

Woher kam das Vermögen von Ozzy Osbourne?

Aus vier Quellen: aus Tonträgerverkäufen und Tantiemen, aus Konzerten und Tourneen, aus dem Festival Ozzfest und aus den Erlösen der Fernsehserie „The Osbournes“. Hinzu kam Immobilienbesitz in England und Kalifornien.

Wer erbt das Vermögen von Ozzy Osbourne?

Nach übereinstimmenden Berichten über sein Testament erhielt seine Frau Sharon Osbourne ein lebenslanges Nutzungsrecht am Nachlass. Nach ihrem Tod soll das verbliebene Vermögen zu gleichen Teilen an die drei gemeinsamen Kinder Aimee, Kelly und Jack gehen.

Wem gehören die Rechte an der Musik von Ozzy Osbourne?

Die Aufnahmerechte an den frühen Black-Sabbath-Alben liegen bei den Labels Vertigo und Warner Bros., nicht bei der Band. Die Markenrechte am Namen Black Sabbath teilten sich Osbourne und Tony Iommi seit einem Vergleich im Juni 2010 je zur Hälfte. Die 1969 als Earth eingespielten Demoaufnahmen gehören seit einem Vergleich im April 2026 den vier Gründungsmitgliedern beziehungsweise ihren Nachlässen. Einen Verkauf seines Katalogs gab es nicht.

Wie viel verdiente die Familie Osbourne mit ihrer Fernsehshow?

Für die erste Staffel mit zehn Folgen erhielt die Familie nach Branchenberichten rund 200.000 US-Dollar. Für die Fortsetzung wurde im Mai 2002 ein Paket verhandelt, das in Berichten mit rund 20 Millionen US-Dollar beziffert wurde.

Bildquellen:
Joe Seer + s_bukley / Bigstock.com