James Dyson ist ein britischer Ingenieur, Industriedesigner und Unternehmer. Bekannt wurde er mit dem beutellosen Staubsauger, aus dem ein weltweit verkaufender Technikkonzern entstand. Anders als bei den meisten reichsten Menschen der Welt liegt sein Geld nicht in Aktien eines börsennotierten Konzerns, sondern in einer Firma, die ihm und seiner Familie allein gehört, dazu in Ackerland und in Immobilien. Wir schätzen das Vermögen von James Dyson auf rund 13 Milliarden Euro.
Wie viel verdient James Dyson pro Sekunde?
Legt man das geschätzte Vermögen von James Dyson zugrunde und nimmt eine Rendite von 7 Prozent pro Jahr an, kommt James Dyson auf rund 29 Euro pro Sekunde, ohne dafür zu arbeiten. Das entspricht einem Stundenlohn von rund 103.814 Euro und einem Verdienst von rund 2,49 Millionen Euro pro Tag.
| Verdienst pro Sekunde | 29 Euro |
|---|---|
| Verdienst pro Minute | 1.730 Euro |
| Stundenlohn | 103.814 Euro |
| Verdienst pro Tag | 2,49 Millionen Euro |
| Einkommen pro Monat | 75,84 Millionen Euro |
| Einkommen pro Jahr | 910,04 Millionen Euro |
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Grundlage ist unsere Vermögensschätzung und eine angenommene Kapitalrendite von 7 Prozent pro Jahr. Es handelt sich nicht um ein ausgezahltes Gehalt, sondern um den rechnerischen Ertrag des Vermögens.
Wie hoch ist das Vermögen von James Dyson?
Der Kern des Vermögens ist das Unternehmen Dyson, und das ist keine Aktiengesellschaft. Es gibt keine Notierung an einer Börse, keine Fonds im Aktionärskreis und keine Belegschaftsanteile. Gehalten wird die Gruppe über die Familienholding Weybourne, hinter der Dyson, seine Frau und die drei Kinder stehen. Jede Zahl zu seinem Vermögen ist deshalb eine Bewertung dieses Unternehmens und kein abgelesener Kurswert. Genau darin unterscheidet er sich von Gründern wie Bernard Arnault, deren Anteile jeden Handelstag neu bepreist werden. Bewegt sich der Markt für Haushaltstechnik, bewegt sich die Schätzung, ohne dass ein einziger Anteil den Besitzer wechselt.
Dazu kommen zwei Bestandteile, die bei anderen Technikunternehmern kaum eine Rolle spielen: ein sehr großer landwirtschaftlicher Grundbesitz in England und ein Bestand an Wohn- und Gewerbeimmobilien. Beides ist besser greifbar als die Firmenbewertung, weil dahinter Kaufverträge mit Preisen stehen. Die von ihm gegründete Stiftung und seine Hochschule rechnen wir nicht mit. Sie gehören ihm nicht und kosten ihn Geld, statt welches einzubringen.
Das Unternehmen Dyson und wem es gehört
Vom beutellosen Staubsauger zur eigenen Firma
Beim Staubsauger blieb es nicht. Ventilatoren ohne sichtbares Flügelrad, Händetrockner, Haartrockner, Luftreiniger, Kopfhörer und Leuchten kamen dazu. Das Muster ist immer dasselbe: ein bekanntes Alltagsgerät, ein Elektromotor aus eigener Entwicklung und ein hoher Preis. Schon vor dem Durchbruch hatte Dyson eine Schubkarre mit einer Kugel statt eines Rades und ein Amphibienfahrzeug namens Sea Truck entworfen.
Wer die Firma führt und wer sie erbt
Die operative Führung gab Dyson früh ab. 2001 holte er mit Martin McCourt erstmals einen angestellten Vorstandschef an die Spitze und beschränkte sich auf Technik und Eigentum, ähnlich wie das später Hasso Plattner bei SAP tat. Auf McCourt folgten Max Conze und Jim Rowan, ab 2020 führte der Deutsche Roland Krüger das Unternehmen. Im Januar 2024 gab Dyson den nächsten Wechsel bekannt: Krüger wechselte im Februar 2024 in den Verwaltungsrat der Dyson Holdings, neuer Vorstandschef wurde Hanno Kirner, zuvor Manager bei Jaguar Land Rover und Rolls-Royce.
Die Nachfolge in der Familie ist ebenfalls geregelt. Sohn Jake Dyson kam 2014 in den Verwaltungsrat, 2015 übernahm der Konzern dessen Leuchtenfirma, und die Rolle des Chefingenieurs, die lange der Vater ausfüllte, ging an den Sohn über. Er gilt als derjenige, der das Unternehmen einmal führen wird. Für die Vermögensfrage ist das der entscheidende Punkt: Es gibt keine fremden Anteilseigner, die ausgezahlt werden müssten, und der Gewinn fließt als Ausschüttung an die Familienholding. Dieselbe Bauart findet sich bei Theo Müller und bei Dietrich Mateschitz, und sie ist der Grund, warum Schätzungen zu solchen Familienfirmen weit auseinandergehen.
Was Dyson Geld gekostet hat
Das eingestellte Elektroauto
Im September 2017 kündigte Dyson an, ein eigenes Elektroauto zu entwickeln, finanziert aus seinem Privatvermögen. Geplant war ein Marktstart 2020. Entwickelt wurde ein siebensitziger Geländewagen mit der internen Bezeichnung N526, mehr als vierhundert Entwickler arbeiteten daran, und die Batterietechnik sollte aus dem 2015 zugekauften Unternehmen Sakti3 kommen. Im Oktober 2019 stellte Dyson das Projekt ein. Es habe sich kein Käufer gefunden, und die Rechnung je Fahrzeug sei nicht aufgegangen, solange andere Hersteller ihre Elektroautos mit Verlust verkauften. Im Mai 2020 bezifferte Dyson den Verlust selbst auf rund 500 Millionen Pfund aus eigener Tasche.
Für die Einordnung des Vermögens ist dieser Betrag wichtiger als jede Produktneuheit. Er zeigt, wie viel ein einzelner Eigentümer verlieren kann, ohne dass das Unternehmen ins Wanken gerät, und er erklärt einen Teil der Streuung zwischen den Schätzungen: Wer das Auto noch als Wert mitführte, lag um eine halbe Milliarde Pfund zu hoch. Anders als Elon Musk hatte Dyson weder eine Fahrzeugflotte noch Käufer, über die sich Anlaufverluste verteilen ließen.
Der Firmensitz in Singapur
Im Januar 2019 verlegte Dyson den Hauptsitz des Unternehmens von Malmesbury in Wiltshire nach Singapur. Begründet wurde der Schritt mit dem asiatischen Absatzmarkt und der Produktion in der Region. Am Eigentum änderte das nichts, die Familie hielt vorher wie nachher sämtliche Anteile, und die Entwicklung blieb auf Großbritannien und Singapur verteilt.
Dyson und seine Frau verlegten 2019 auch ihren privaten Wohnsitz nach Singapur. Im Juli 2019 kauften sie für rund 43 Millionen Pfund die drei obersten Etagen des Guoco Tower, die Wallich Residence. Im Oktober 2020 gaben sie die Wohnung für rund 36 Millionen Pfund wieder ab, dazu kam die Abgabe, die Singapur auf kurz gehaltene Wohnimmobilien erhebt. Im April 2021 wurde bekannt, dass das Ehepaar seinen Wohnsitz wieder nach Großbritannien verlegt hatte.
Grundbesitz, Immobilien und weitere Werte
Ackerland in England
Ungewöhnlich für einen Technikunternehmer ist der Umfang seines Grundbesitzes. Über die Gesellschaft Dyson Farming bewirtschaftet die Familie rund 36.000 Acre, also etwa 14.500 Hektar, verteilt auf Lincolnshire, Oxfordshire, West Berkshire, Somerset und Gloucestershire. Den Grundstock legte der Kauf des Nocton Estate in Lincolnshire im Jahr 2013: Berichtet wurden rund 150 Millionen Pfund für mehr als 6.800 Hektar, erworben über die damals Beeswax Farming genannte Gesellschaft. Ende 2014 stellte die britische Presse fest, dass Dyson damit mehr Land in England besitze als die Königin.
Das ist kein Hobby, sondern ein Wertspeicher mit Ertrag. Angebaut werden Getreide, Kartoffeln und Erdbeeren, dazu betreibt der Betrieb Biogasanlagen und beheizte Gewächshäuser. Britisches Ackerland schwankt im Wert deutlich weniger als eine Firmenbewertung, und es lässt sich vererben, ohne dass jemand Anteile verkaufen muss. Wie stark Grundbesitz eine Schätzung tragen kann, zeigt auch das Vermögen von König Charles III.
Häuser, Jacht und Flugzeuge
2003 erwarb Dyson das georgianische Anwesen Dodington Park in Gloucestershire mit rund 300 Acre Park; der Kaufpreis wurde mit 15 bis 20 Millionen Pfund berichtet. Dazu kommen ein Haus in London, das 1999 gekaufte Weingut Domaine des Rabelles in der Provence und ein Bestand an Gewerbe- und Wohnimmobilien, den die Familienholding hält. Im Februar 2023 wurde öffentlich, dass allein in Großbritannien 31 Objekte dazugehören, deren Wert mit mindestens 287 Millionen Pfund angegeben wurde.
Bei den beweglichen Werten fallen die 1930 gebaute Jacht Nahlin auf, die Dyson 2006 kaufte und bis 2010 in Hamburg herrichten ließ, sowie zwei Langstreckenjets vom Typ Gulfstream G650ER. Solche Posten fallen für die Schätzung kaum ins Gewicht, sie zeigen aber, wohin ein Teil der Ausschüttungen fließt. Unter den britischen Unternehmern ist Dyson damit ähnlich sichtbar wie Richard Branson.
Stiftung und Hochschule
Zwei Einrichtungen tragen seinen Namen und gehören ausdrücklich nicht zu seinem Vermögen. Die 2002 gegründete James Dyson Foundation fördert die Ingenieurausbildung und gab unter anderem 8 Millionen Pfund an die Universität Cambridge (2014), 12 Millionen Pfund an das Imperial College London (2015) und 35 Millionen Pfund an die Schule Gresham’s (2023).
2017 eröffnete Dyson auf dem Firmengelände in Malmesbury das Dyson Institute of Engineering and Technology. Studierende zahlen dort keine Gebühren, sondern bekommen ein Gehalt und arbeiten parallel im Unternehmen. Beides sind Ausgaben und keine Vermögenswerte, und beides mindert die Schätzung eher, als dass es sie hebt.
Häufige Fragen zu James Dyson
Wie hoch ist das Vermögen von James Dyson?
Wir schätzen es auf rund 13 Milliarden Euro. Den größten Teil macht der Wert des Unternehmens Dyson aus, das der Familie vollständig gehört. Dazu kommen der landwirtschaftliche Grundbesitz und die Immobilien der Familienholding.
Woher kommt das Vermögen von James Dyson?
Aus dem Verkauf von Haushaltsgeräten. Den Anfang machte der beutellose Staubsauger, dessen erste Erlöse aus einem Lizenzvertrag nach Japan kamen. Später kamen Ventilatoren, Händetrockner, Haartrockner, Luftreiniger und Leuchten dazu.
Wem gehört das Unternehmen Dyson?
James Dyson und seiner Familie, gehalten über die Holding Weybourne. Das Unternehmen ist nicht an der Börse notiert, es gibt keine fremden Anteilseigner, und der Gewinn bleibt vollständig in der Familie.
Was kostete James Dyson das eingestellte Elektroauto?
Nach seinen eigenen Angaben rund 500 Millionen Pfund. Das Projekt lief von September 2017 bis Oktober 2019 und wurde eingestellt, weil sich kein Käufer fand und sich pro Fahrzeug kein Gewinn erzielen ließ.
Wie viel Land besitzt James Dyson?
Über die Gesellschaft Dyson Farming bewirtschaftet die Familie rund 36.000 Acre, also etwa 14.500 Hektar, in fünf englischen Grafschaften. Den Grundstock legte der Kauf des Nocton Estate in Lincolnshire im Jahr 2013.
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Titelbild: Michiel Hendryckx [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
Eva Rinaldi [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons