Millionen Euro
MarkePOMPÖÖS, 1990 gegründet und geschützt
Lizenzpartner (Auswahl)Lidl, bonprix, Masterhand, Eglo, Duni, Casa Padrino
Teleshopping (früher)HSE24, QVC Deutschland, QVC UK
ImmobilieVilla „Château Pompöös“ in Kirchheim an der Weinstraße
Geburtsdatum30. Mai 1965 (61 Jahre alt)
Geboren inMaulbronn-Zaisersweiher, Deutschland
Nationalitätdeutsch
Familienstandgeschieden von Dieter Schroth (seit 2023)
BerufModedesigner
Voller NameHarald Glöckler
SpitznamePrinz Pompöös

Harald Glööckler gilt als Modedesigner, sein Geschäft war über Jahrzehnte aber vor allem eines: die Verwertung des eigenen Namens. Wir schätzen sein Vermögen auf rund 10 Millionen Euro. Getragen wird diese Schätzung von Lizenzeinnahmen aus Kooperationen mit Handels- und Industriepartnern, von den Teleshopping-Jahren ab 2004 sowie von Fernsehgagen, Büchern und dem Verkauf eigener Bilder. Die Marke POMPÖÖS gründete er 1990 gemeinsam mit seinem damaligen Lebenspartner und Manager Dieter Schroth.

Wie hoch ist das Vermögen von Harald Glööckler?

Wir schätzen das Vermögen von Harald Glööckler auf rund 10 Millionen Euro. Der größte Teil stammt aus vier Jahrzehnten Markengeschäft: Glööckler entwirft und vergibt Rechte, hergestellt und vertrieben werden die Produkte von Lizenznehmern. Dazu kommen die Erlöse aus den Verkaufssendungen im Teleshopping, Gagen aus Fernsehformaten sowie Einnahmen aus Büchern und Malerei.

Dämpfend wirken bekannte Ausgabenposten. Für Schönheitsoperationen gab Glööckler nach eigenen Angaben rund 600.000 Euro aus. Und ein erheblicher Teil des Vermögens steckt in einer Immobilie: Seine Villa in der Pfalz bot er im Sommer 2023 zum Verkauf an, im September 2025 war sie nach Recherchen der „Stuttgarter Zeitung“ noch nicht verkauft. Das ist gebundenes Kapital, das sich nicht kurzfristig in Geld verwandeln lässt.

Das Geschäftsmodell: Lizenzen statt eigener Fabrik

Der wirtschaftliche Kern der Karriere ist nicht das Nähen von Kleidern, sondern das Lizenzieren eines Markenzeichens. Glööcklers Signet, eine Krone mit dem Schriftzug POMPÖÖS, wanderte über Verträge auf Produkte, die andere Unternehmen herstellen und verkaufen. Für den Designer bedeutet das geringes Kapitalrisiko: Er trägt keine Fabrik, keine Lager und keine Filialen, sondern erhält einen Anteil am Umsatz seiner Partner.

Belegt sind zahlreiche solcher Kooperationen. 2011 entwarf er eine Schmuckkollektion für den Discounter Lidl, 2012 folgten Damenmode und Accessoires für den Versandhändler bonprix sowie eine eigene Tapetenkollektion. 2013 kam eine Herrenlinie mit dem Label Masterhand hinzu, 2014 die Leuchtenserie „Glööckler by Eglo“ und im Januar 2015 eine Serviettenkollektion für den Hersteller Duni. Unter dem Namen „Pompöös by Casa Padrino“ liefen Möbel, Wohnaccessoires und Dekoration. 2012 entwarf er außerdem ein Fertighaus mit dem Namen „Petit Palais“.

Dieses Modell erklärt, warum die Produktpalette so breit ist: Mode, Schmuck, Tapeten, Taschen, Geschirr, Bettwäsche, Sonnenbrillen, Servietten, Hundebekleidung. Andere Designer wie Karl Lagerfeld oder Wolfgang Joop haben ihre Namen ähnlich verwertet, während etwa Philipp Plein stärker auf eigene Stores setzt. Wie sich die Vermögen in der Branche verteilen, zeigt unsere Übersicht der reichsten Modedesigner der Welt.

 

 

Wer ist Harald Glööckler?

Gage Dschungelcamp Harald Glööckler Harald Glööckler wurde am 30. Mai 1965 in Maulbronn-Zaisersweiher geboren, bürgerlich heißt er Harald Glöckler. Seine Eltern betrieben eine Gastwirtschaft, der Vater war gelernter Metzger. Glööckler absolvierte eine Lehre zum Einzelhandelskaufmann und arbeitete zunächst als Verkäufer in der Herrenabteilung eines Modehauses in Mühlacker.

Seine Kindheit beschreibt er selbst als traumatisch, geprägt von einem gewalttätigen und alkoholkranken Vater. Als er 13 Jahre alt war, starb seine Mutter nach einem Treppensturz. Behördlich wurde der Fall als Unfall eingestuft, Glööckler selbst hat die Umstände öffentlich immer anders geschildert. Sein Vorbild war nach eigener Darstellung die Großmutter, eine „echte Diva“.

Bekannt wurde er ab den 1990er-Jahren mit strassbesetzten Kreationen und einer Bühnenpräsenz, die er später konsequent als Werbefläche für die eigene Marke nutzte. 2003 erhielt er den von der Berliner Zeitung „B.Z.“ verliehenen Kulturpreis Berliner Bär.

Von Stuttgart nach Berlin: der Aufbau der Marke

Das Vermögen von Harald Glööckler Am 30. November 1987 eröffnete Glööckler zusammen mit Dieter Schroth das Modegeschäft „Jeans Garden“ in Stuttgart, das später in „Pompöös“ umbenannt wurde. 1990 gründeten die beiden das Modelabel gleichen Namens und ließen es schützen. 1994 folgte die erste eigene Modenschau im Stuttgarter Neuen Schloss, begleitet von einem Lied mit dem Titel „Pompöös Is My Life“.

1995 gewann er Gina Lollobrigida und Chaka Khan als Kundinnen, bei seiner zweiten Modenschau in der Stuttgarter Alten Reithalle traten neben Khan auch Grace Bumbry auf. 1997 lud die Messe Interstoff Asia ihn zu einer Schau nach Hongkong ein.

Dann kam der erste große Rückschlag: 1998 zog sich ein stiller Teilhaber im Streit aus dem Unternehmen zurück, das Stuttgarter Geschäft musste schließen. Glööckler eröffnete daraufhin im selben Jahr eine Galerie mit eigenen Gemälden. Diese Episode zeigt, wie stark ein Namensgeschäft von der Finanzierung durch Partner abhängt.

Im Jahr 2000 zog er nach Berlin. 2002 stattete er die Weihnachtsrevue „Jingle Bells“ im Friedrichstadt-Palast aus und entwarf dafür rund 350 Kostüme. In dieser Phase entstand die Prominenz, aus der sich das spätere Lizenzgeschäft speiste.

Teleshopping: die Jahre bei HSE24 und QVC

Die zweite tragende Säule war der Verkauf über das Fernsehen. 2004 traf Glööckler in Berlin den Geschäftsführer des Teleshopping-Senders HSE24 und begann dort, zunächst Mode und später auch Heimtextilien und Einrichtungsgegenstände zu verkaufen. 2008 kamen Auftritte bei QVC UK hinzu, 2009 beim japanischen Shop Channel. Seine letzte HSE24-Sendung lief im Juni 2010, ab Januar 2011 stand er bei QVC Deutschland unter Vertrag.

Anders als bei einer Lizenz flossen hier Umsätze direkt, und Glööckler moderierte die Sendungen selbst mit. Mitte der 2010er-Jahre endeten die Verkaufssendungen bei QVC. Damit fiel die Einnahmequelle weg, die ihn über ein Jahrzehnt getragen hatte. Eigene Kollektionen im Fernsehverkauf haben auch andere Prominente aufgebaut, etwa Sylvie Meis.

Fernsehen, Bücher und Musik

2010 und 2011 saß Glööckler in der Jury der RTL-Tanzsendung „Let’s Dance“, die damals von Daniel Hartwich moderiert wurde. 2012 zeigte VOX die Dokumentation „Herr Glööckler zieht um“, vom 3. Juli bis 21. August 2012 lief dort die Personality-Doku „Glööckler, Glanz und Gloria“, deren zweite Staffel im März und April 2013 folgte. Im November 2013 kündigte er an, außerhalb seiner Verkaufssendungen nicht mehr im Fernsehen auftreten zu wollen.

Dabei blieb es nicht. 2016 saß er in der Jury der RTL-II-Castingshow „Curvy Supermodel“, im Februar 2018 zeigte der SWR einen Besuch des Formats „Krause kommt“ in seiner Pfälzer Villa. Anfang 2022 nahm er an der 15. Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ teil und belegte den vierten Platz. Wie viel die Teilnehmer damals bekamen, haben wir bei den Gagen im Dschungelcamp 2022 aufgeschlüsselt, moderiert wurde die Staffel von Sonja Zietlow.

Im Juli 2023 startete bei RTL+ und RTL Zwei die Serie „Herr Glööckler sucht das Glück“. Die zweite Staffel lief im November 2024 an und wurde nach zwei Folgen wegen niedriger Einschaltquoten abgesetzt. Im Oktober 2024 übernahm er einen Jurystuhl bei der Sport1-Sendung „My Style Rocks“, im März 2025 war er in der RTL-Show „Du gewinnst hier nicht die Million“ von Stefan Raab zu Gast, der seine Jury-Auftritte zuvor mehrfach parodiert hatte.

Daneben verdient Glööckler mit Büchern. Sein Ratgeber Jede Frau ist eine Prinzessin erschien 2012, 2024 folgte die Autobiografie „Desaströös bis POMPÖÖS“ im Molino Verlag. 2019 eröffnete er das „POMPÖÖS Café“ im Kurpark von Bad Dürkheim, 2020 erschien die Single „Wir sind VIP“.

Das „Château Pompöös“ und Berichte über die Finanzen

Ab Juli 2015 lebte Glööckler in einer Villa in Kirchheim an der Weinstraße, die er „Château Pompöös“ nannte: Baujahr 1925, rund 300 Quadratmeter Wohnfläche, elf Zimmer und ein knapp 1.800 Quadratmeter großes Grundstück mit beheizbarem Pool. Im Sommer 2023 kündigte er den Verkauf an.

Die „Stuttgarter Zeitung“ berichtete am 4. September 2025, dass sich mehr als zwei Jahre später noch kein Käufer gefunden habe. Nach diesem Bericht waren nacheinander drei Maklerfirmen mit dem Verkauf befasst, den Kaufpreis nennt das Exposé nur auf Anfrage. Von den befragten Immobilienfachleuten wurden der energetische Zustand des Hauses – Ölheizung, Effizienzklasse H, ein Energiebedarf von 254 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr – sowie die dörfliche Lage als mögliche Hürden genannt. Glööckler selbst sagte in einem Instagram-Video zum Preis: „Über Geld rede ich nicht.“

Über die finanzielle Lage gibt es Berichte, aber keine belegten Zahlen. t-online berichtete am 29. November 2024, dass über ein Kleinanzeigen-Portal Möbel und Dekorationsstücke aus einer Berliner Wohnung angeboten wurden, die auf Pressefotos in Glööcklers Räumen zu sehen gewesen seien, und dass in sozialen Netzwerken darüber spekuliert wurde, ob er Geld brauche. Eine Stellungnahme des Designers lag der Redaktion nach eigenen Angaben nicht vor. Ein Insolvenzverfahren ist damit nicht belegt, und die Berichte bleiben Berichte.

Privates: die Trennung von Dieter Schroth

Dieter Schroth war weit mehr als der Lebensgefährte: Der Herrenausstatter gründete 1987 das erste Geschäft mit, führte das Management und war Mitgründer des Labels. Seit dem 11. Februar 2015 lebte das Paar in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, ab Juli 2015 gemeinsam in der Pfalz.

Seit 2022 lebten die beiden räumlich getrennt. Im Februar 2023 beantragte Glööckler die Aufhebung der Lebenspartnerschaft, nach acht Jahren offizieller Verbindung und insgesamt 35 gemeinsamen Jahren. Schroth sagte damals der „Bild“-Zeitung, er habe die Trennung nicht gewollt, die Freundschaft bleibe aber bestehen. Im August 2023 meldete die dpa, dass Glööckler die Pfalz verlässt und wieder nach Berlin zieht.

Häufige Fragen zu Harald Glööckler

Wie hoch ist das Vermögen von Harald Glööckler?

Wir schätzen es auf rund 10 Millionen Euro. Den größten Teil machen Lizenzeinnahmen aus vier Jahrzehnten Markengeschäft aus, dazu kommen die Erlöse aus den Teleshopping-Jahren, Fernsehgagen sowie Einnahmen aus Büchern und Bildverkäufen. Ein erheblicher Teil steckt in der Pfälzer Villa, die seit 2023 zum Verkauf steht.

Womit verdient Harald Glööckler sein Geld?

Vor allem mit der Vergabe von Rechten an seinem Markenzeichen. Produziert und verkauft werden die Produkte von Lizenzpartnern, Glööckler liefert Entwurf und Namen. Hinzu kommen Fernsehauftritte, Bücher und der Verkauf eigener Gemälde.

Was ist die Marke Pompöös?

Pompöös ist das 1990 von Glööckler und Dieter Schroth gegründete und geschützte Label. Sein Erkennungsmerkmal ist ein Kronenmotiv mit dem Schriftzug POMPÖÖS. Über Lizenzverträge kam das Zeichen unter anderem auf Schmuck, Tapeten, Leuchten, Servietten, Möbel und Mode.

Welche Lizenzpartner von Harald Glööckler sind belegt?

Belegt sind eine Schmuckkollektion für Lidl im Jahr 2011, Damenmode für bonprix und eine Tapetenkollektion 2012, eine Herrenlinie mit Masterhand 2013, die Leuchtenserie „Glööckler by Eglo“ 2014 und eine Serviettenkollektion für Duni im Januar 2015. Möbel und Wohnaccessoires liefen unter „Pompöös by Casa Padrino“.

Was ist über das „Château Pompöös“ bekannt?

Es handelt sich um eine 1925 erbaute Villa in Kirchheim an der Weinstraße mit rund 300 Quadratmetern Wohnfläche, elf Zimmern und einem knapp 1.800 Quadratmeter großen Grundstück. Glööckler kündigte den Verkauf im Sommer 2023 an. Laut „Stuttgarter Zeitung“ vom 4. September 2025 war das Haus zu diesem Zeitpunkt noch nicht verkauft.

Wann trennte sich Harald Glööckler von Dieter Schroth?

Die beiden lebten seit 2022 räumlich getrennt, im Februar 2023 beantragte Glööckler die Aufhebung der seit dem 11. Februar 2015 bestehenden eingetragenen Lebenspartnerschaft. Zuvor waren sie 35 Jahre ein Paar und führten das Unternehmen gemeinsam.

Bildquellen:
MPF / PR Photos