Wie reich ist der Designer Harald Glööckler?

Harald Glööckler hat ein geschätztes Vermögen von 8 Millionen Euro. Man kann den Glamour Star auch buchen, für einen Tag kostet das 25.000 Euro. Er tritt auch als Werbefigur für Produkte auf und verlangt dafür ein Minimum von 200.000 Euro. Damit er für etwas wirbt, kann dies bis zu einer Million Euro kosten. Ihm fiel das Geld aber nicht in den Schoß, er hat es mit viel Fleiß verdient. Sein Vorbild war seine Großmutter. Glööckler designt Produkte, andere produzieren sie für ihn. So kann man nicht nur Mode von ihm kaufen sondern auch Tapeten, Schmuck, Lampen und vieles mehr. Eine Handytasche vom pompösen Designer kostet 6,90 Euro, es gibt aber auch ein Gemälde für 40.000 Euro.

Harald Glööckler (geboren als Harald Glöckler), ist einer der schillerndsten Paradiesvögel Deutschlands. Er ist kaum zu übersehen mit den dunklen Haaren und dem intensiv schwarzen Bart, den offensichtlichen operativen Eingriffen und den Glitzersteinchen im Gesicht. 95% der Deutschen kennen Harald Glööckler. Ganz offen bekennt er seine Vorliebe für Glitzer, Glamour, Gold und Prunk. Dies spiegelt sich auch in seinen vielfältigen Kreationen unter dem Namen „Pompöös“ wieder. Und davon gibt es viele: Neben Damenbekleidung hat er schon Accessoires, Schmuck, Tapeten, Pralinen, Taschen, Hundebekleidung, Geschirr, Bettwäsche, Sonnenbrillen und Servietten mit seinem typischen Design veredelt. Im Jahr 2012 designte er sogar ein Fertighaus, das „Petit Palais“, in dem man sich für 400.000 Euro täglich wie ein Königskind fühlen darf. Darüber hinaus ist Harald Glööckler ein leidenschaftlicher Maler, der seine Kunstwerke auch immer wieder auf Vernissagen präsentiert.

Der Aufstieg des Harald Glööckler

Das Leben des Harald Glööckler begann alles andere als glamourös. Seine Eltern hatten eine Gastwirtschaft, die Familie lebte in einfachen Verhältnissen. Die Kindheit von Harald Glööckler war von den Aggressionen seines Vaters überschattet. Laut Glööckler eskalierte die Situation, als er 14 Jahre alt war. Sein Vater war Alkoholiker und soll damals seine Mutter die Treppe heruntergestoßen haben. Die Mutter erlag ihren schweren Verletzungen. Harald Glööckler soll anschließend nie mehr mit seinem Vater, bis zu dessen Tod 1992, gesprochen haben.

Das Vermögen von Harald GlööcklerDoch schon früher bemerkte Harald, dass er sein Leben anders gestalten wollte, als seine Eltern. Sein Leben sollte ausschweifend und lebensfroh sein. Er wollte sich mit schönen Dingen umgeben und andere Menschen daran teilhaben lassen. Als ihm klar wurde, dass so ein Lebensstil nur mit viel Geld zu finanzieren ist, setzte er alles daran, beruflich erfolgreich zu werden. Nach dem Tod seiner Mutter nahm er sich fest vor, die Welt zum Guten zu verändern. Jede Frau sollte sich wie eine Prinzessin fühlen können. Inspiriert wurde er von alten Hollywoodfilmen, Bücher über den Rokoko und die Königshäuser. Seine Vorbilder sind bis heute Pierre Cardin, Salvador Dali, Yves Saint Laurent, Rockefeller und Vanderbilt.

1987 eröffnete Harald Glööckler sein erstes eigenes Modegeschäft in der Stuttgarter Eberhardstraße. Im Jahr 1994 veranstaltete er seine erste Modenschau mit seinen eigenen Haute-Couture-Kreationen. Danach startete Glööckler voll durch. Seine Marke „Pompöös“ hatte er schon 1990 erfunden und schützen lassen. Deutsche und internationale Prominente wurden auf den außergewöhnlichen Designer aufmerksam und pushten seine Karriere. So traten bei seiner Modenschau im Jahr 1995 Gina Lollobrigida, Grace Bumbry und Chaka Khan auf. 1996 bekam Glööckler den Auftrag, das Stuttgarter Renitenz-Theater auszustatten. Im Jahr 2000 zog Harald Glööckler nach Berlin. Im gleichen Jahr präsentierte er auf dem Kurfürstendamm seine Kreationen auf dem „längsten Laufsteg der Welt“, auf dem unter anderem auch Brigitte Nielsen als Model fungierte. Zwei Jahre später stattete er den traditionsreichen Friedrichstadtpalast mit Kostümen für die Weihnachtsrevue „Jingle Bells“ aus.

Der Homeshopping-König

2004 begann Glööcklers Karriere beim Homeshopping-Sender HSE 24. Bereits in der ersten Sendung war der geplante Umsatz nach 20 Minuten erreicht. Bis zum Jahr 2010 präsentierte und verkaufte er dort zuerst Bekleidung, später auch Accessoires und Dekorationsartikel. Im Januar 2011 wechselte Glööckler zum Homeshopping-Kanal QVC. Aufgrund seiner wachsenden Prominenz konnte man ihn bald auch in anderen TV-Sendungen bewundern. So nahm er für die RTL-Tanzsendung „Let’s dance“ 2010 und 2011 auf einem der Jurystühle Platz. In den Jahren 2012 und 2013 bekam er sogar seine eigene Personality-Doku mit dem Titel „Glööckler, Glanz und Gloria“, die in zwei Staffeln auf VOX gezeigt wurde.

2013 verkündete Glööckler jedoch überraschend, dass er sich außerhalb seiner Verkaufssendungen auf QVC, nicht mehr im Fernsehen zeigen möchte. Doch die Öffentlichkeit scheut er trotzdem nicht. So entwarf er 2014 eine Kostüm-Kollektion für die Eislauf-Show „Holiday on Ice“ und nimmt auf Preisverleihungen Ehrungen für seine Kreationen entgegen. Die Präsentationen neuer Projekte inszeniert er stets auf die bewährte pompööse Art und Weise. Mit Ende 2016 lief sein Vertrag mit QVC aus, den er auch nicht verlängerte.  Sein Kunstbuch Glööckler Explosion erschien im Eigenverlag und ist für 998 Euro erhältlich. Harald Glööcklers Buch Jede Frau ist eine Prinzessin kann man für 27,80 Euro kaufen.

Gediegenheit statt Glamour: Harald Glööckler privat

Auch wenn der Designer exzentrische Auftritte liebt: Privat mag es Harald Glööckler beständig und ruhig. Seit über 25 Jahren ist er mit seinem Lebensgefährten Diether Schroth zusammen. Seit 11. Februar 2015 lebt das Paar in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Berlin war auch einige Jahre lang der Lebensmittelpunkt der beiden. Nach der Heirat zog es sie in ruhigere Gefilde. Im Jahr ihrer Hochzeit kauften sie ein Anwesen bei Bad Dürkheim in Kirchheim an der Weinstraße. Man kann annehmen, dass das neue Haus genauso prunkvoll ausgestattet sein wird wie ihr damaliges Berliner Luxusappartement. Das verfügte immerhin über 1.400 Quadratmeter, hatte 22 Zimmer, 9 Bäder und 3 Küchen. Stolze 20.000 Euro soll die Luxusherberge pro Monat an Kaltmiete gekostet haben.

Anlässlich seines 50. Geburtstags gab Glööckler bekannt, auf Botox verzichten zu wollen. Ob er damit tatsächlich nur das Mittel zur Faltenglättung meint oder ob er allgemein auf Schönheits-OPs verzichten möchte, ist nicht bekannt. Letztere sollen ihn bis jetzt immerhin rund 100.000 Euro gekostet haben. Man darf also gespannt sein, ob er diesen Vorsatz durchhält und was der„pompööse“ Designer noch alles kreieren wird.

Bildquellen:
MPF / PR Photos

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