• Geschätztes Vermögen von Ferdinand Piech: circa 35 Milliarden Euro
  • Geburtsdatum: 17. April 1937
  • Geburtsort: Wien, Österreich
  • Staatsangehörigkeit: Österreich
  • Familienstand: verheiratet mit Ursula Piech (seit 1984)
  • Beruf: Großaktionär, Manager, Unternehmer und Großaktionär bei der Porsche Automobil Holding SE
  • Kinder: 12 Kinder (ehelich und unehelich)

Der Porsche und Piech Familienclan, zu dem auch Ferdinand Piech und seine 12 Kinder gehören, liegen im Ranking der reichsten 100 Österreicher ganz weit vorne. Vor allem im letzten Jahr ist der Familienbesitz durch günstige wirtschaftliche Entwicklungen bereits deutlich angewachsen und soll sich auf nunmehr 65 Milliarden Euro belaufen, was Ferdinand Piech ganz klar zu einem der reichsten Familienmitglieder macht. Auch wenn Piech mit dem VW-Skandal zu kämpfen hatte, scheint dies seinem Vermögen von ca. 35 Milliarden Euro also nicht geschadet zu haben. Der versierte Manager wird wohl auch bei den weiteren Entwicklungen im VW-Konzern die wichtigsten Strippen mit ziehen.

Durch Porsche ist der Familienclan schließlich mit über 50 Prozent an VW beteiligt und hat somit das Sagen bei dem Autobauer. In der Vergangenheit war Piech sogar schon selbst bei VW aktiv gewesen. Denn am 1. Januar 1993 übernahm er zeitweilig die Rolle des Vorstandsvorsitzenden. Als Enkel von Ferdinand Porsche wurde die Liebe zu Autos dem heutigen Milliardär quasi schon in die Wiege gelegt, so dass es ganz logisch war, dass der Österreicher in dieser Branche auch selbst eine Karriere anstreben würde.

Das Leben eines Auto-Milliardärs

Das Vermögen von Ferdinand PiechDas Maschinenbaustudium an der ETH Zürich passt also wunderbar ins Bild. Dabei machte Piech schon in seinen frühen Jahren mit seiner Diplomarbeit auf sich aufmerksam, deren Thema die Entwicklung eines leistungsstarken Formel-1-Motors gewesen war. Im Anschluss an sein überaus erfolgreiches Studium stieg Piech bei Porsche ein. Er leitete ab 1965 erst die Entwicklungsabteilung, bevor er dann 1971 zum technischen Geschäftsführer ernannt wurde. Ferdinand Piech hat sich also nie auf seinem Familienerbe ausgeruht, sondern immer wieder auf ein Neues bewiesen, dass er viel Knowhow in dieser nicht gerade leicht zu durchblickenden Branche mitbringt. 1972 kam es dann zu einem Familienbeschluss, der besagte, dass alle Familienmitglieder aus ihren Geschäftsführerrollen bei Porsche ausscheiden mussten.

Doch das konnte den jungen Ferdinand nicht stoppen. Er eröffnete kurzerhand sein eigenes Konstruktionsbüro und bediente Kunden wie Daimler-Benz, für die er das Fünfzylinder-Dieselaggregat, welches unter der Bezeichnung OM 617 bekannt war, entwickeln konnte. Der nächste Karriereschritt war dann seine Tätigkeit bei Audi, bevor Piech 1993 in seine neue Rolle bei VW schlüpfte. Dabei hatte Piech VW während seiner gesamten Amtszeit nachhaltig verändert. Dank der Hilfe des Österreichers konnte der Konzern zum ersten Mal in das hochpreisige Automobilsortiment einsteigen. VW brachte nicht nur den Phaeton heraus, sondern kaufte Rolls-Roye Motor Cars auf, um sich so die Marken Lamborghini, Bently und Bugatti Automobiles sichern zu können und zu einem noch größeren Player in der Automobilindustrie zu werden.

Auch die Produkterweiterung um den New Beetle erfolgte unter Piech, der zudem zur Übernahme der Marke Ducati beitrug und den VW-Konzern somit auch im Zweiradgeschäft ankommen ließ. Erst im April 2015 hatte sich Piech von VW in nahezu allen Belangen verabschiedet, weil dies die Mitglieder des Aufsichtsrates dies forderten, da eine vertrauensvolle Basis für die Zusammenarbeit mit dem VW-Vorstandsvorsitzenden, Martin Winterkorn, nicht mehr gegeben war. Umso größer dürfte Piechs Unmut über die aktuellen Entwicklungen bei VW sein.

Privates zu Ferdinand Piech

Ferdinand Piech sagt von sich selbst, dass er 12 Kinder aus insgesamt vier verschiedenen Beziehungen hat. In Bezug auf ihren Anteil am Piech-Erbe sind die nicht-ehelichen Kinder dabei schlechter gestellt als Piechs eheliche Kinder. Zahlreiche Auszeichnungen wurden dem versierten Unternehmer ebenfalls bereits zu teil. So konnte er sich den Ehrendoktortitel der TU Wien 1984 sichern und wurde 1999 auch noch zum Ehrendoktor der ETH Zürich ernannt, wo der Milliardär einst auch studiert hatte. Inzwischen ist Ferdinand Piech sogar Ehrenbürger von Zwickau, Braunschweig, Wolfsburg und Ingolstadt. 2011 zeichnete ihn die Automobilwoche als „Autostar des Jahrzehnts“ aus, wobei einer de reichsten Menschen Österreichs sicherlich noch viele solche Ehrungen verdient hätte.

Bildquelle:
AUDI AG / Flickr [CC-NC-ND 2.0]

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