Armin Laschet gehört seit den 1980er-Jahren zum politischen Personal der CDU. Er saß im Aachener Stadtrat, im Deutschen Bundestag, im Europäischen Parlament und im Landtag von Nordrhein-Westfalen, war Landesminister, von 2017 bis 2021 Ministerpräsident und ein Jahr lang Bundesvorsitzender seiner Partei. Sein Einkommen stammt seit dem Ende der Zeit als Journalist fast vollständig aus öffentlichen Ämtern und Mandaten, dazu kommen vergütete Posten in Stiftungsgremien. Wir schätzen das Vermögen von Armin Laschet auf rund 1,2 Millionen Euro.
Das Gehalt von Armin Laschet als Bundestagsabgeordneter
Seit der konstituierenden Sitzung des 20. Deutschen Bundestages am 26. Oktober 2021 ist Laschet wieder Mitglied des Bundestages. Bei der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 gewann er das Direktmandat im Wahlkreis Aachen I und zog erneut ins Parlament ein. Die Abgeordnetenentschädigung, umgangssprachlich Diät genannt, ist im Abgeordnetengesetz festgeschrieben und liegt für ein einfaches Mandat bei 11.833 Euro im Monat.
Am 21. Mai 2025 wählte der Auswärtige Ausschuss des Bundestages Laschet in seiner konstituierenden Sitzung zum Vorsitzenden, in der Wahlperiode davor leitete er den Unterausschuss Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung. Seither ist er nicht mehr einfacher Abgeordneter: Nach § 11 Abs. 2 des Abgeordnetengesetzes erhalten die Vorsitzenden von Ausschüssen eine Amtszulage von 15 Prozent der Entschädigung. Damit steigt seine Entschädigung auf 13.608 Euro im Monat. Mit der steuerfreien Kostenpauschale ergibt das 228.909 Euro brutto im Jahr, nach Steuern bleiben davon 168.299 Euro.
Woraus sich die monatliche Zahlung zusammensetzt
iWoher die Zahlen stammen
Alle Beträge sind gesetzlich festgelegt und stammen nicht aus Schätzungen. Der Zähler verteilt das Amtsgehalt gleichmäßig über die Amtszeit und lässt Pauschalen sowie zwischenzeitliche Anpassungen außen vor. Die Aufschlüsselung darunter zeigt die volle Monatszahlung inklusive Pauschalen.
Angaben nach Abgeordnetengesetz, Bundesministergesetz und ParlStG.
Wie sich diese Bezüge zu denen von Ministern und Regierungschefs verhalten, ordnet die Übersicht zum Gehalt von Politikern in Deutschland ein. Den Spitzenwert auf Bundesebene setzt das Gehalt des Bundeskanzlers, das seit 2025 Friedrich Merz bezieht.
Wie hoch ist das Vermögen von Armin Laschet?
Nach unserer Schätzung kommt Armin Laschet auf rund 1,2 Millionen Euro. Den Kern bilden drei Jahrzehnte Bezüge aus Mandaten und Ämtern, also Bundestag, Europäisches Parlament, Landtag, Landesregierung und Staatskanzlei, dazu die Vergütungen aus Stiftungsgremien. Ein eigenes Unternehmen, eine nennenswerte Beteiligung oder ein großes Erbe sind bei ihm nicht bekannt. Damit verlief sein Vermögensaufbau anders als bei Christian Lindner, der vor der politischen Laufbahn ein Internetunternehmen gründete, und erst recht anders als bei Gerhard Schröder, der nach dem Kanzleramt in die Wirtschaft wechselte.
Vergütete Nebentätigkeiten neben dem Mandat
Abgeordnete müssen Tätigkeiten und Einkünfte neben dem Mandat nach den Verhaltensregeln des Bundestages anzeigen, die Angaben stehen öffentlich auf der Abgeordnetenseite des Bundestages. Bei Laschet sind mehrere vergütete Gremienposten ausgewiesen. Den größten Posten bildet der Vorsitz im Kuratorium der RAG-Stiftung, den er am 2. Dezember 2022 von Jürgen Großmann übernahm und für den 60.000 Euro im Jahr angegeben sind. Die RAG-Stiftung finanziert die Ewigkeitslasten des ausgelaufenen Steinkohlenbergbaus und verwaltet dafür ein Vermögen im zweistelligen Milliardenbereich. Dazu kommen 30.000 Euro jährlich für das Kuratorium der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und 25.200 Euro jährlich für das Kuratorium der Brost-Stiftung. Für den Beirat der Deutschen Postcode Lotterie ist ein deutlich kleinerer Betrag ausgewiesen.
Ehrenämter und Gremien ohne Vergütung
Der weitaus größere Teil seiner Posten ist unentgeltlich. Laschet ist Vorstandsmitglied der Konrad-Adenauer-Stiftung, Präsidiumsmitglied der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen und Präsident der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik. Am 5. Dezember 2025 übernahm er den Vorsitz des Direktoriums der Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen, dem er seit 2022 angehört. In die Parlamentarische Versammlung des Europarates wurde er im Januar 2022 als Vizepräsident gewählt. Hinzu kommen Lehraufträge, unter anderem seit 2024 an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Der Weg durch die Ämter und was er einbrachte
Journalist und Aachener Kommunalpolitiker
Laschet trat 1979 in die CDU ein, machte 1981 Abitur und studierte Rechts- und Staatswissenschaften in München und Bonn. Nach dem ersten Staatsexamen 1987 volontierte er bei einem Münchner Radiosender und arbeitete als freier Journalist für Hörfunk und Fernsehen. Von 1991 bis 1994 war er Chefredakteur der KirchenZeitung Aachen, zwischen 1995 und 1999 leitete er den katholischen Einhard-Verlag. Zahlen zu seinen Einkünften aus dieser Zeit sind nicht veröffentlicht. 1989 wurde er in den Aachener Stadtrat gewählt, ein Ehrenamt, das lediglich eine Aufwandsentschädigung einbringt.
Bundestag, Europaparlament und Landtag
Bei der Bundestagswahl 1994 gewann Laschet den Wahlkreis Aachen-Stadt und gehörte dem 13. Deutschen Bundestag von der konstituierenden Sitzung am 10. November 1994 bis zum Ende der Wahlperiode am 26. Oktober 1998 an. 1998 unterlag er der SPD-Kandidatin Ulla Schmidt und verlor das Mandat wieder. Von 1999 bis 2005 saß er im Europäischen Parlament. Ein eigenes europäisches Abgeordnetenstatut gab es damals noch nicht: Bis 2009 bezahlten die Mitgliedstaaten ihre Europaabgeordneten, deutsche Mandatsträger erhielten deshalb dieselbe Entschädigung wie Mitglieder des Bundestages. Erst seit dem 14. Juli 2009 zahlt das Parlament seine Abgeordneten selbst. Wie hoch die Bezüge auf europäischer Ebene inzwischen liegen, zeigt der Artikel zu Ursula von der Leyen. Von 2010 bis 2021 gehörte Laschet dem Landtag von Nordrhein-Westfalen an, ab 2017 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Aachen II. Sein Landtagsmandat legte er am 27. Oktober 2021 nieder.
Landesminister, Ministerpräsident und CDU-Vorsitz
Im Januar 2021 setzte sich Laschet in der Wahl um den CDU-Bundesvorsitz gegen Norbert Röttgen und Friedrich Merz durch, angetreten war er im Team mit Jens Spahn. Das Amt trat er am 22. Januar 2021 an, im April 2021 nominierte ihn die Union zum Kanzlerkandidaten. Bei der Bundestagswahl am 26. September 2021 kam die Union auf 24,1 Prozent und landete hinter der SPD von Olaf Scholz. Am 7. Oktober 2021 kündigte Laschet seinen Rückzug vom Parteivorsitz an, am 25. Oktober 2021 legte er das Amt des Ministerpräsidenten nieder, um in den Bundestag zu wechseln. Hendrik Wüst wurde am 27. Oktober 2021 zu seinem Nachfolger gewählt. Den Parteivorsitz gab Laschet am 22. Januar 2022 an Friedrich Merz ab, den ein Bundesparteitag an diesem Tag wählte und den die anschließende Briefwahl am 31. Januar 2022 bestätigte.
Die Altersversorgung von Armin Laschet
Für die Zeit im Bundestag gilt § 20 des Abgeordnetengesetzes. Je Mandatsjahr entstehen 2,5 Prozent der Abgeordnetenentschädigung als Anspruch auf Altersentschädigung, gedeckelt bei 65 Prozent nach 26 Jahren. Entscheidend ist dabei, dass ausschließlich Bundestagsjahre zählen. Aus der Wahlperiode von 1994 bis 1998 und aus der Zeit seit dem 26. Oktober 2021 sind bei Laschet bislang rund neun Mandatsjahre zusammengekommen, und weil sein Mandat weiterläuft, wächst der Anspruch mit jedem weiteren Mandatsjahr um 2,5 Prozent der Entschädigung. Seine Jahre im Europäischen Parlament und im Landtag begründen getrennte Ansprüche nach europäischem beziehungsweise nach Landesrecht und werden nicht dazugezählt. Genau an dieser Stelle biegen viele Aufstellungen falsch ab.
| Leistung | Höhe |
|---|---|
| Übergangsgeld nach dem Mandateine Monatsdiät je Mandatsjahr, höchstens 18 Monate | bis 213.002 Euro |
| Altersentschädigung, Höchstsatz65 Prozent der Diät nach 26 Mandatsjahren | 7.692 Euro im Monat |
iWoher die Zahlen stammen
Die Altersentschädigung steigt je Mandatsjahr um 2,5 Prozent der Abgeordnetenentschädigung und ist bei 65 Prozent nach 26 Mandatsjahren gedeckelt. Die Ansprüche nach dem Ausscheiden sind gesetzlich geregelt. Übergangsgeld und Altersentschädigung der Abgeordneten hängen an der Zahl der Mandatsjahre, das Ruhegehalt der Regierungsmitglieder an der Amtszeit. Individuelle Ansprüche werden nicht veröffentlicht.
- Übergangsgeld nach dem Mandat§ 18 AbgG
- Altersentschädigung, Höchstsatz§ 20 AbgG
Angaben nach Abgeordnetengesetz, Bundesministergesetz und ParlStG.
Ein Ruhegehalt nach § 15 des Bundesministergesetzes steht Laschet nicht zu, denn dieser Anspruch setzt die Mitgliedschaft in der Bundesregierung voraus. Ihr gehörte er nie an, anders als etwa Angela Merkel, die vor dem Kanzleramt zwei Bundesministerien führte. Für die Jahre als Landesminister und als Ministerpräsident gilt stattdessen nordrhein-westfälisches Landesrecht mit eigenen Voraussetzungen und einer eigenen Kasse des Landes.
Für das Landtagsmandat kommt eine Besonderheit hinzu. Nordrhein-Westfalen zahlt seinen Abgeordneten seit der Reform von 2005 keine staatlich finanzierte Altersentschädigung mehr. Die Abgeordneten erwerben ihre Ansprüche über ein Versorgungswerk, in das ein eigener Beitrag fließt. Laschets Landtagszeit von 2010 bis 2021 fällt vollständig unter dieses System.
Häufige Fragen zu Armin Laschet
Wie hoch ist das Vermögen von Armin Laschet?
Wir schätzen es auf rund 1,2 Millionen Euro. Es stammt im Wesentlichen aus den Bezügen von drei Jahrzehnten in öffentlichen Ämtern und Mandaten sowie aus vergüteten Posten in Stiftungsgremien.
Wie viel verdient Armin Laschet als Bundestagsabgeordneter?
Die Abgeordnetenentschädigung liegt für ein einfaches Mandat bei 11.833 Euro im Monat. Als Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses kommt bei Laschet seit dem 21. Mai 2025 eine Amtszulage von 15 Prozent nach § 11 Abs. 2 des Abgeordnetengesetzes hinzu, damit sind es 13.608 Euro im Monat. Zusammen mit der steuerfreien Kostenpauschale ergibt das 228.909 Euro brutto im Jahr.
Welche Nebeneinkünfte hat Armin Laschet?
Nach den veröffentlichungspflichtigen Angaben beim Deutschen Bundestag sind für den Vorsitz im Kuratorium der RAG-Stiftung 60.000 Euro im Jahr ausgewiesen, für das Kuratorium der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung 30.000 Euro und für das Kuratorium der Brost-Stiftung 25.200 Euro. Die übrigen Gremienposten übt er ehrenamtlich aus.
Wie lange war Armin Laschet Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen?
Der Landtag wählte ihn am 27. Juni 2017 zum Ministerpräsidenten. Am 25. Oktober 2021 legte er das Amt nieder, um in den Bundestag zu wechseln. Nachfolger wurde am 27. Oktober 2021 Hendrik Wüst.
Bekommt Armin Laschet eine Ministerpension des Bundes?
Nein. Das Ruhegehalt nach § 15 des Bundesministergesetzes erhält nur, wer der Bundesregierung angehört hat, und Laschet war nie Bundesminister. Seine Ansprüche entstehen aus dem Bundestagsmandat nach dem Abgeordnetengesetz sowie aus den nordrhein-westfälischen Ämtern nach Landesrecht.
Bildquellen:
Titelbild: Olaf Kosinsky [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
Raimond Spekking [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons