Tom Holland gehört zu den bekanntesten britischen Schauspielern seiner Generation und verkörpert seit 2016 Spider-Man im Marvel-Universum. Aufgewachsen ist er in London, seine erste große Rolle spielte er als Kind am Theater, der internationale Durchbruch kam mit dem Katastrophendrama „The Impossible“. Wirtschaftlich steht er auf drei Beinen: den Gagen aus der Spider-Man-Reihe, Werbeverträgen und seit 2024 einer eigenen Getränkemarke. Wir schätzen das Vermögen von Tom Holland auf rund 35 Millionen Euro.
Wie hoch ist das Vermögen von Tom Holland?
Belastbare Zahlen zum Privatvermögen von Schauspielern gibt es nicht, öffentlich sind allein einzelne Gagen, Verträge und Unternehmensbewertungen. Aus diesen Bausteinen lässt sich eine Größenordnung ableiten, eine exakte Summe nicht. Nach unserer Schätzung kommt Tom Holland auf rund 35 Millionen Euro.
Woraus sich die Schätzung speist
Den größten Block bilden die Gagen aus seinen Auftritten als Spider-Man, deren Höhe sich über die Reihe hinweg vervielfacht hat. Dazu kommen Honorare für Kinofilme und Streamingserien außerhalb des Marvel-Universums, Einnahmen aus Werbeverträgen und der Anteil an der alkoholfreien Biermarke Bero. Ein Teil dieses Vermögens ist damit nicht liquide, denn der Wert einer Unternehmensbeteiligung steht erst dann als Geld zur Verfügung, wenn Anteile verkauft werden. Nicht eingerechnet ist das Vermögen seiner Ehefrau, der Schauspielerin Zendaya, mit der er seit Anfang 2026 verheiratet ist. Die Ehe bestätigte Holland im Juni 2026 selbst in einem Interview mit dem Esquire.
Holland lebt in England und versteuert dort. Der britische Spitzensteuersatz liegt bei 45 Prozent, dazu gehen für Agentur, Management und Anwälte üblicherweise weitere zehn bis fünfzehn Prozent vom Bruttohonorar ab. Von einer zweistelligen Millionengage bleibt nach Steuern und Beteiligten also grob die Hälfte übrig. Das ist der Grund, warum die Summe aller berichteten Gagen deutlich über dem liegt, was am Ende als Vermögen entsteht.
Warum ein Kinorekord nicht automatisch beim Hauptdarsteller ankommt
„Spider-Man: Brand New Day“ startete am Wochenende vom 31. Juli bis 2. August 2026 und spielte in Nordamerika nach den am 3. August 2026 veröffentlichten endgültigen Zahlen rund 360 Millionen Dollar ein. Damit liegt der Film über den 357 Millionen Dollar, die „Avengers: Endgame“ im Jahr 2019 erreicht hatte. Der Freitag allein brachte rund 168 Millionen Dollar und damit den besten Einzelstarttag, den das nordamerikanische Kino bislang gesehen hat. In Deutschland zählten die Kinos in den ersten fünf Tagen über 1,4 Millionen Besucher und mehr als 17,6 Millionen Euro.
Weltweit lag das Startwochenende bei rund 927 Millionen Dollar und damit auf dem zweiten Platz hinter „Avengers: Endgame“ mit rund 1,22 Milliarden Dollar. Ein weltweiter Startrekord ist es also nicht. Das erste Augustwochenende 2026 war zugleich das umsatzstärkste Kinowochenende der US-Geschichte, wozu auch Christopher Nolans „The Odyssey“ beitrug. Der Film läuft weiter, das Gesamteinspielergebnis verändert sich täglich, alle genannten Zahlen geben den Stand vom 4. August 2026 wieder.
Für den Hauptdarsteller ändert ein solcher Start zunächst wenig. Vom Ticketpreis bleibt beim Studio je nach Markt etwa die Hälfte hängen, davon gehen Produktions- und Marketingkosten ab. Ob ein Rekordstart beim Schauspieler ankommt oder beim Studio bleibt, entscheidet allein der Vertrag: Ohne Beteiligung am Einspielergebnis gibt es die Festgage und sonst nichts.
Die Gagen aus der Spider-Man-Reihe
Vom Nebenrollen-Honorar zur Millionengage
Für seinen ersten Auftritt als Spider-Man in „Captain America: Civil War“ erhielt Holland Berichten zufolge rund 250.000 Dollar. Für den ersten eigenen Film „Spider-Man: Homecoming“ stand eine Grundgage von 500.000 Dollar im Vertrag, durch erfolgsabhängige Zahlungen wuchs die Summe auf etwa 1,5 Millionen Dollar. Für „Spider-Man: Far From Home“ wurden rund vier bis fünf Millionen Dollar berichtet.
Mit „Spider-Man: No Way Home“ stieg die Gage auf rund zehn Millionen Dollar. Das ist das Zwanzigfache der Grundgage seines ersten eigenen Films, und dazwischen liegen gerade einmal vier Jahre. Bestätigt hat keine dieser Zahlen ein Studio, sie stammen aus Branchenberichten, werden dort aber seit Jahren übereinstimmend genannt. Einen ähnlichen Verlauf kennt man von den Hauptdarstellern anderer Großserien, etwa von Daniel Radcliffe und Emma Watson, deren Honorare von Film zu Film neu verhandelt wurden.
Gewinnbeteiligung statt Festgage
Der Sprung von 500.000 auf rund 1,5 Millionen Dollar bei „Spider-Man: Homecoming“ war keine Nachverhandlung, sondern das Ergebnis erfolgsabhängiger Bonuszahlungen, die an das Einspielergebnis gekoppelt waren. Dieses Modell ist in Franchise-Verträgen üblich: eine vergleichsweise niedrige Festgage für den ersten Film, dazu Schwellenwerte, ab denen zusätzliche Zahlungen fällig werden. Wie viel eine solche Klausel wert sein kann, zeigte sich bei Robert Downey Jr., dessen Marvel-Verträge über die Jahre von der reinen Festgage auf eine Beteiligung am Einspielergebnis umgestellt wurden.
Bei „Spider-Man: No Way Home“ enthielt Hollands Paket nach Branchenberichten ebenfalls erfolgsabhängige Zahlungen. Der Film spielte weltweit rund 1,9 Milliarden Dollar ein. Wie sehr solche Klauseln zählen, machte Scarlett Johansson 2021 öffentlich, als sie Disney wegen der zeitgleichen Streamingauswertung von „Black Widow“ verklagte und argumentierte, das habe ihre an das Kino-Einspielergebnis gekoppelte Beteiligung geschmälert; der Streit wurde im September 2021 beigelegt. Eine reine Festgage schützt vor solchen Auseinandersetzungen, kostet aber im Erfolgsfall viel Geld.
Was für den jüngsten Auftritt belegt ist
Für „Spider-Man: Brand New Day“ liegt keine bestätigte Angabe vor. Berichtet wird eine Festgage in einer Spanne von 15 bis 20 Millionen Dollar, Quelle dafür sind Sekundärberichte und keine Studioangabe. Zu einer prozentualen Beteiligung am Einspielergebnis kursieren ebenfalls Zahlen, sie lassen sich jedoch auf keine belastbare Quelle zurückführen und werden hier deshalb nicht als belegt geführt.
Belegt ist damit nur die Richtung: Die Festgage liegt nach allen vorliegenden Berichten deutlich über der des Vorgängerfilms. Ob und in welcher Höhe Holland am Rekordstart beteiligt ist, lässt sich derzeit nicht sagen. Bei Schauspielern der obersten Kategorie wie Tom Cruise oder Leonardo DiCaprio sind Beteiligungen ab dem ersten eingespielten Dollar seit Langem dokumentiert, bei Holland ist dieser Schritt bislang nicht belegt.
Bero und das Geschäft neben der Kamera
Die alkoholfreie Biermarke
Holland kündigte die alkoholfreie Biermarke Bero am 13. Oktober 2024 an, der Marktstart in den USA folgte drei Tage später. Er ist Mitgründer und Gesicht der Marke, aufgebaut hat er sie gemeinsam mit dem Getränkeunternehmer John Herman und mit Rückendeckung des Investors Imaginary Ventures. Holland lebt seit 2022 ohne Alkohol, das ist der erklärte Hintergrund der Gründung.
Im ersten Jahr im Handel erreichte Bero nach Unternehmensangaben knapp zehn Millionen Dollar Umsatz. Anfang 2026 kam eine Finanzierungsrunde dazu, bei der BetterCo Holdings einstieg, eine Beteiligungsgesellschaft des Private-Equity-Hauses Paine Schwartz Partners; Altinvestor Imaginary Ventures erhöhte seinen Anteil. Die Runde bewertet Bero mit über 100 Millionen Dollar, das Volumen der Investition wurde nicht offengelegt. Als Ziel für 2026 nannte das Management einen Umsatz von rund 30 Millionen Dollar.
Wie hoch Hollands Anteil an Bero ist, wurde nie veröffentlicht. Selbst eine Minderheitsbeteiligung wäre bei dieser Bewertung rechnerisch siebenstellig, es handelt sich dabei aber um einen Buchwert an einem jungen Unternehmen und nicht um verfügbares Geld.
Werbevertrag und eigene Produktionsfirma
Seit 2025 ist Holland globaler Markenbotschafter für Prada Beauty und war das Gesicht der Herrenduft-Einführung Prada Paradigme, die im August 2025 in den Handel kam. Honorare für solche Verträge werden nicht veröffentlicht, üblich sind in dieser Liga mehrjährige Vereinbarungen mit einem einstelligen Millionenbetrag pro Jahr. Belegt ist der Vertrag, nicht die Summe.
Im Dezember 2024 gründete Holland gemeinsam mit seinem Bruder Harry Holland und Will South die Produktionsfirma Billy17, die zugleich einen Produktionsvertrag mit Sony Pictures abschloss. Eine eigene Produktionsfirma verschiebt die Rolle vom bezahlten Darsteller zum Miteigentümer an Projekten, wie es etwa Brad Pitt über Jahre vorgemacht hat. Zahlen zu Umsatz oder Gewinn von Billy17 liegen bislang nicht vor.
Rollen außerhalb der Marvel-Reihe
Kinofilme und Streamingserien
Für das Videospiel-Abenteuer „Uncharted“ aus dem Jahr 2022 gehen die Angaben zur Gage auseinander, genannt werden zwei bis fünf Millionen Dollar. Sein Co-Star Mark Wahlberg soll für dieselbe Produktion ein Vielfaches erhalten haben. Das zeigt, dass Holland außerhalb der Marvel-Reihe zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der obersten Gagenklasse verhandelte.
Für die Serie „The Crowded Room“ bei Apple TV+, veröffentlicht 2023, wurden rund vier Millionen Dollar berichtet. Holland war dort zugleich als ausführender Produzent beteiligt, was neben der Darstellergage eine zweite Einnahmequelle ergibt. Für seine Streamingfilme bei Netflix und Apple aus den Jahren 2020 und 2021 sind keine Gagen öffentlich.
Die Bühnenarbeit im Londoner West End
Von Mai bis August 2024 spielte Holland am Duke of York’s Theatre in London den Romeo in einer Inszenierung von Jamie Lloyd. Nach der Ankündigung im Februar 2024 waren die Vorstellungen innerhalb von zwei Stunden ausverkauft, der Andrang legte den Vorverkauf zeitweise lahm.
Gagen am West End werden nicht veröffentlicht und liegen grundsätzlich um Größenordnungen unter Filmhonoraren. Ein Theaterengagement dieser Art ist für einen Filmschauspieler kein Geschäft, sondern eine Investition in das eigene Profil. Für das Vermögen spielt diese Station praktisch keine Rolle, für die Verhandlungsposition bei künftigen Rollen durchaus.
Häufige Fragen zu Tom Holland
Wie hoch ist das Vermögen von Tom Holland?
Wir schätzen es auf rund 35 Millionen Euro. Den größten Teil machen die Gagen aus der Spider-Man-Reihe aus, dazu kommen Honorare für Filme und Serien außerhalb des Marvel-Universums, Werbeverträge und der Anteil an der Biermarke Bero.
Wie viel verdient Tom Holland als Spider-Man?
Die berichteten Gagen reichen von rund 250.000 Dollar für den ersten Auftritt in „Captain America: Civil War“ über 500.000 Dollar Grundgage für „Spider-Man: Homecoming“ bis zu rund zehn Millionen Dollar für „Spider-Man: No Way Home“. Für den jüngsten Film wird eine Spanne von 15 bis 20 Millionen Dollar berichtet, bestätigt ist sie nicht.
Ist Tom Holland am Einspielergebnis der Filme beteiligt?
Bei den früheren Spider-Man-Filmen enthielt sein Vertrag nach Branchenberichten erfolgsabhängige Bonuszahlungen, die an das Einspielergebnis gekoppelt waren. Ob für den jüngsten Film eine prozentuale Gewinnbeteiligung vereinbart wurde, ist nicht belegt.
Wie viel hat „Spider-Man: Brand New Day“ zum Start eingespielt?
Der Film startete am Wochenende vom 31. Juli bis 2. August 2026 und kam in Nordamerika nach den am 3. August 2026 veröffentlichten endgültigen Zahlen auf rund 360 Millionen Dollar, weltweit auf rund 927 Millionen Dollar. Wie viel davon bei Tom Holland ankommt, ist nicht belegt.
Womit verdient Tom Holland neben der Schauspielerei Geld?
Vor allem mit der alkoholfreien Biermarke Bero, die er im Oktober 2024 mitgegründet hat und die Anfang 2026 in einer Finanzierungsrunde mit über 100 Millionen Dollar bewertet wurde. Dazu kommen der Werbevertrag mit Prada Beauty und die im Dezember 2024 gegründete Produktionsfirma Billy17.