Sam Altman ist ein amerikanischer Unternehmer und Investor. Seit 2019 führt er OpenAI, das Unternehmen hinter ChatGPT, als Vorstandsvorsitzender. In der Technologiebranche war er lange vorher bekannt: 2005 gründete er als Student den Ortungsdienst Loopt, ab 2011 arbeitete er als Partner beim Gründerzentrum Y Combinator, von 2014 bis 2019 leitete er es als Präsident. Sein Geld stammt nicht aus OpenAI, sondern aus Beteiligungen an jungen Technologiefirmen, deren älteste er Jahre vor der Gründung von OpenAI gekauft hat. Wir schätzen das Vermögen von Sam Altman auf rund 3,03 Milliarden Euro.
Wie viel verdient Sam Altman pro Sekunde?
Legt man das geschätzte Vermögen von Sam Altman zugrunde und nimmt eine Rendite von 7 Prozent pro Jahr an, kommt Sam Altman auf rund 6,72 Euro pro Sekunde, ohne dafür zu arbeiten. Das entspricht einem Stundenlohn von rund 24.210 Euro und einem Verdienst von rund 581.039 Euro pro Tag.
| Verdienst pro Sekunde | 6,72 Euro |
|---|---|
| Verdienst pro Minute | 403 Euro |
| Stundenlohn | 24.210 Euro |
| Verdienst pro Tag | 581.039 Euro |
| Einkommen pro Monat | 17,69 Millionen Euro |
| Einkommen pro Jahr | 212,22 Millionen Euro |
Rechne selbst
Berechnungsgrundlage anzeigen
Grundlage ist unsere Vermögensschätzung und eine angenommene Kapitalrendite von 7 Prozent pro Jahr. Es handelt sich nicht um ein ausgezahltes Gehalt, sondern um den rechnerischen Ertrag des Vermögens.
Wie hoch ist das Vermögen von Sam Altman?
Woraus sich die Schätzung speist
Drei Blöcke tragen die Summe. Der erste ist das breite Portfolio aus der Zeit bei Y Combinator, also viele kleine Einstiege in junge Firmen, von denen einige sehr groß geworden sind, darunter der Zahlungsdienstleister Stripe und der Vermittler Airbnb. Der zweite besteht aus zwei sehr großen Einzelwetten, dem Fusionsunternehmen Helion Energy und dem Biotechunternehmen Retro Biosciences. Der dritte ist die Beteiligung an Reddit, der einzigen großen Position, für die es einen Börsenkurs gibt.
Beteiligungen sind Bewertungen, keine Zahlungen
Der größte Teil dieser Summe ist nie an Altman ausgezahlt worden. Anteile an Unternehmen ohne Börsennotierung werden mit dem Preis bewertet, den Kapitalgeber zuletzt für neue Anteile bezahlt haben. Das ist ein Preis für frisches Geld und kein Verkaufspreis für Altstücke, und er kann sich in einer schlechteren Marktlage halbieren, ohne dass ein einziger Anteil den Besitzer wechselt.
Für Altman wiegt dieser Vorbehalt schwerer als für die meisten Milliardäre. Wer wie Larry Ellison oder Jeff Bezos auf einem großen Aktienpaket eines börsennotierten Konzerns sitzt, hat jederzeit einen Marktpreis. Bei Altman gilt das nur für einen kleinen Teil des Vermögens, der Rest steckt in Firmen, deren Wert aus Finanzierungsrunden abgeleitet wird.
Warum OpenAI zu seinem Vermögen kaum beiträgt
Der Fall ist in der Wirtschaft ungewöhnlich: Der Chef eines der wertvollsten Unternehmen der Welt verdient dort so wenig, dass es in seiner Vermögensrechnung nicht auftaucht.
Ein Gehalt in der Größenordnung eines Berufseinsteigers
Aus der Steuererklärung der gemeinnützigen Organisation hinter OpenAI geht für 2023 ein Jahresgehalt von 76.001 US-Dollar hervor. Damit verdient Altman als Vorstandsvorsitzender weniger als ein durchschnittlicher Softwareentwickler im Silicon Valley. Er selbst hat die Größenordnung mehrfach bestätigt und den Betrag im Wesentlichen mit der Krankenversicherung erklärt. Eine Bonusregelung, ein Aktienprogramm oder eine Erfolgsbeteiligung, wie sie bei angestellten Konzernchefs den weitaus größten Teil der Vergütung ausmachen, gibt es bei ihm nicht.
Warum er keine Anteile am eigenen Unternehmen hält
Altman begründet den Verzicht damit, dass ein Vorstandschef ohne Anteile keine Entscheidungen zugunsten des eigenen Depots treffe. Das war in der Aufbauphase auch praktisch begründet: OpenAI startete im Dezember 2015 als gemeinnützige Organisation, mitgegründet unter anderem von Elon Musk und Greg Brockman, und eine gemeinnützige Organisation hat keine Eigentümer, an die sich Anteile verteilen ließen.
Die spätere Konstruktion mit einer gewinnorientierten Tochter änderte daran zunächst nichts. Für Investoren wurden gedeckelte Gewinnansprüche geschaffen, für den Vorstandsvorsitzenden nicht.
Die Debatte um eine Beteiligung und ihr Ergebnis
Ganz unumstritten blieb das nicht. 2024 berichteten mehrere Medien, der Verwaltungsrat prüfe im Zuge des geplanten Umbaus einen Anteil von rund sieben Prozent für Altman. Dazu kam es nicht. Die Umwandlung in eine Public Benefit Corporation, die OpenAI im Herbst 2025 abschloss, brachte ihm keine Beteiligung, während Microsoft und die weiterhin bestehende Stiftung große Anteilspakete erhielten.
Belastbar bestätigt wurde das im Mai 2026 vor Gericht. In dem von Musk angestrengten Verfahren sagte Altman unter Eid aus und legte seine Beteiligungen offen; eine direkte Beteiligung an OpenAI war nicht darunter. Für die Vermögensfrage heißt das: Der Börsenwert, den OpenAI erreicht, verändert Altmans Vermögen nicht.
Woher das Geld tatsächlich kommt
Sein Vermögen ist über zwei Jahrzehnte im Wagniskapitalgeschäft entstanden, und der Anfang war ein klassischer Firmenverkauf.
Loopt und der erste realisierte Verkauf
2005 gründete Altman mit Kommilitonen den Ortungsdienst Loopt und brach dafür sein Studium in Stanford ab. Die Firma gehörte zur ersten Klasse des Gründerzentrums Y Combinator und war technisch früh dran, kommerziell aber nie erfolgreich. Im März 2012 übernahm der Finanzdienstleister Green Dot das Unternehmen für 43,4 Millionen US-Dollar.
Gemessen an heutigen Summen ist das wenig, für Altmans Vermögensaufbau war es der entscheidende Betrag: Es ist das erste Geld, das tatsächlich geflossen ist. Aus dem Erlös finanzierte er seinen eigenen Fonds Hydrazine Capital, in den unter anderem Peter Thiel investierte.
Y Combinator und die frühen Beteiligungen
Die ergiebigsten Positionen stammen aus der Zeit davor und daneben. 2009 zahlte Altman 15.000 US-Dollar für zwei Prozent an dem damals noch winzigen Zahlungsdienstleister Stripe, 2008 steckte er 100.000 US-Dollar in Airbnb. Dazu kamen frühe Einstiege bei Reddit, Instacart, Asana und Uber.
Als Präsident von Y Combinator saß er von 2014 bis 2019 an der Stelle, an der jedes Jahr Hunderte junger Firmen vorbeikamen, und konnte privat mitinvestieren. Das ist dieselbe Mechanik, von der auch Larry Page und Mark Zuckerberg als Geldgeber profitiert haben: Wer den Zugang hat, kauft billig ein.
Eigene Fonds statt eines Arbeitgebers
Nach Hydrazine Capital legte Altman mit seinen Brüdern Jack und Max den Fonds Apollo Projects auf, der auf Technologien mit langem Atem zielt. An solchen Gesellschaften verdient ein Partner zweifach, an der eigenen Einlage und an der Gewinnbeteiligung aus dem Fonds. Der Unterschied zu einem angestellten Manager ist grundsätzlich: Ein Fondspartner ist Eigentümer und kein Auftragnehmer, und das erklärt, warum ein Gehalt von 76.001 US-Dollar für ihn nebensächlich ist. Deutlich kleiner, aber nach demselben Muster arbeitet in Deutschland Frank Thelen.
Die Beteiligungen, die den Wert tragen
Drei Positionen bestimmen die Größenordnung, und nur eine davon hat einen Börsenkurs.
Helion Energy als größter Einzelposten
Genau hier greift der Vorbehalt aus dem ersten Abschnitt: Helion ist nicht börsennotiert, das Unternehmen liefert bislang keinen kommerziellen Strom, und die Bewertung stammt aus Finanzierungsrunden. Im März 2026 gab Altman den Vorsitz des Aufsichtsgremiums ab, weil Helion und OpenAI über ein größeres Geschäft verhandelten und er als Chef beider Seiten befangen gewesen wäre.
Retro Biosciences und der Reaktorbauer Oklo
2022 legte Altman 180 Millionen US-Dollar in Retro Biosciences an, ein Unternehmen, das die menschliche Lebensspanne verlängern will. Auch diese Beteiligung ist eine reine Bewertung ohne Marktpreis.
Anders liegt der Fall bei Oklo, einem Entwickler kleiner Kernreaktoren. Altman brachte die Firma im Mai 2024 über seine Übernahmegesellschaft AltC an die Börse und war ihr Verwaltungsratsvorsitzender. Im April 2025 gab er den Posten ab, damit Oklo Verträge mit Betreibern von Rechenzentren schließen konnte, ohne dass sein Doppelmandat im Weg stand. Die Beteiligung selbst blieb.
Reddit als einzige große Börsenposition
Bei Reddit war Altman schon 2014 Geldgeber und für wenige Tage Vorstandschef. Vor dem Börsengang im März 2024 wiesen die Unterlagen ihm zurechenbare Gesellschaften mit rund 8,7 Prozent der Anteile aus, womit er zu den größten Eigentümern gehörte. Nach den zuletzt gemeldeten Beständen hält er gut zwölf Millionen Aktien.
Diese Position unterscheidet sich von allen anderen: Sie hat jeden Handelstag einen Preis, sie lässt sich verkaufen, und sie schwankt entsprechend deutlich. Bewertungsfragen wie bei Helion stellen sich hier nicht. Der Kontrast zu einem Anleger wie Warren Buffett, dessen Vermögen fast vollständig in einem börsennotierten Titel steckt, macht die Schwäche der Altman-Schätzung sichtbar: Je kleiner der handelbare Teil, desto größer die Bandbreite.
Häufige Fragen zu Sam Altman
Wie hoch ist das Vermögen von Sam Altman?
Wir schätzen das Vermögen von Sam Altman auf rund 3,03 Milliarden Euro. Den größten Teil machen Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen aus, allen voran Helion Energy, dazu kommen das Portfolio aus seiner Zeit bei Y Combinator und seine Reddit-Anteile.
Besitzt Sam Altman Anteile an OpenAI?
Nein. Er hält keine direkte Beteiligung an OpenAI und hat das im Mai 2026 auch vor Gericht ausgesagt. Ein 2024 diskutierter Anteil von rund sieben Prozent wurde bei der Umwandlung des Unternehmens nicht umgesetzt.
Wie viel verdient Sam Altman als Chef von OpenAI?
Für 2023 weist die Steuererklärung der gemeinnützigen Organisation ein Jahresgehalt von 76.001 US-Dollar aus. Aktienpakete oder Boni kommen nicht hinzu, das Gehalt ist für seine Vermögenslage ohne Bedeutung.
Woher stammt das Vermögen von Sam Altman?
Aus dem Wagniskapitalgeschäft. Die Grundlage war der Verkauf seiner Firma Loopt im Jahr 2012, aus dem Erlös finanzierte er eigene Fonds und frühe Beteiligungen an Stripe, Airbnb und Reddit. Später kamen die großen Einzelinvestitionen in Helion Energy und Retro Biosciences hinzu.
Welche Unternehmen hat Sam Altman gegründet?
Den Ortungsdienst Loopt, den er 2012 verkaufte, sowie die Fonds Hydrazine Capital und Apollo Projects. OpenAI hat er im Dezember 2015 mitgegründet, führt es aber als angestellter Vorstandsvorsitzender ohne Beteiligung.
Bildquellen:
Titelbild: IMAGO / Pacific Press Agency
IMAGO / Future Image