Millionen Euro
Millionen Euro
Vertrag bei Mercedesbis 2027
Titel im NachwuchsItalienische Formel 4 und ADAC Formel 4 (2022), Formel Regional Europa und Formel Regional Mittlerer Osten (2023)
Frühere StationenMercedes-Junior seit 2018, Prema in Formel 4, Formel Regional und Formel 2
Geburtsdatum25. August 2006 (20 Jahre alt)
Geboren inBologna, Italien
NationalitätItalien
BerufFormel-1-Fahrer
Voller NameAndrea Kimi Antonelli
SpitznameKimi

Andrea Kimi Antonelli ist ein italienischer Rennfahrer und startet seit 2025 in der Formel 1 für Mercedes. Der Weg dorthin führte über den Kartsport, die Formel 4, die Formel Regional und die Formel 2, begleitet vom Nachwuchsprogramm des Teams, dem er bereits als Zwölfjähriger angehörte. Sein Einkommen besteht aus einem für Mercedes-Verhältnisse niedrigen Grundgehalt, aus hohen Erfolgsboni und aus einigen persönlichen Werbeverträgen. Wir schätzen das Vermögen von Kimi Antonelli auf rund 9,5 Millionen Euro.

Wie hoch ist das Vermögen von Kimi Antonelli?

Antonelli steht am Anfang seiner Karriere, und das bestimmt die Größenordnung. Vor dem Aufstieg in die Formel 1 flossen im Formelsport keine nennenswerten Einnahmen, denn die Nachwuchsserien schütten kein Preisgeld aus, und die Kosten seiner Kampagnen trugen das Mercedes-Programm und der Rennstall der Familie. Erst mit dem ersten Formel-1-Vertrag begann ein Verdienst, aus dem sich überhaupt ein Vermögen aufbauen lässt. Nach unserer Schätzung kommt er auf rund 9,5 Millionen Euro.

Woraus sich die Schätzung zusammensetzt

Kimi Antonelli Gehalt Die Größenordnung lässt sich aus den bekannten Gehaltsbestandteilen herleiten. Das Grundgehalt bei Mercedes liegt bei rund 1,7 Millionen Euro pro Saison und ist damit der kleinere Teil des Pakets. Entscheidend ist die Bonusseite: Für die Saison 2026 sind Erfolgsprämien von bis zu 10 Millionen Euro angesetzt, womit der Verdienst auf der Strecke auf rund 12 Millionen Euro steigen kann. Für die Debütsaison 2025 nennt f1salaries.com einen Bonusbezug von etwa 6,5 Millionen Euro, was den Streckenverdienst jenes Jahres auf gut 8 Millionen Euro brachte.

Rechnet man beide Saisons zusammen und legt die persönlichen Sponsorenverträge mit gut einer Million Euro pro Jahr dazu, ergibt das bis zur Sommerpause 2026 eine Bruttosumme von rund 18 Millionen Euro. Davon gehen Steuern ab, dazu Anteile für Management, Beraterstab und Lebenshaltung. Übrig bleibt die Größenordnung, die wir ansetzen. Sie ist bewusst vorsichtig gewählt, weil ein großer Teil der Boni an Ergebnisse gebunden ist und nicht als Festbetrag feststeht.

Was den Vermögensaufbau bisher gebremst hat

Eine Kartkarriere kostet Geld, statt welches einzubringen. Antonelli saß mit fünf Jahren erstmals in einem Kart und fuhr ab dem siebten Lebensjahr Rennen, finanziert über das Umfeld: Sein Vater Marco Antonelli ist Sportwagenfahrer, gründete 1993 den Rennstall Antonelli Motorsport und führt das Kartteam AKM Motorsport. In den Formelklassen kamen Preisgelder praktisch nicht vor. Für die Goldmedaille bei den FIA Motorsport Games 2022 gab es vom Chassishersteller KC Motorgroup eine Förderung von 10.000 Euro, und das war in dieser Karrierephase schon eine auffällige Summe.

Damit unterscheidet sich sein Vermögensaufbau grundlegend von dem älterer Fahrer im Feld. Wer wie Nico Hülkenberg über ein Jahrzehnt Grundgehälter angesammelt hat, kommt selbst ohne Titel auf hohe Beträge. Antonelli hat dagegen erst zwei Saisons als bezahlter Formel-1-Fahrer hinter sich.

Das Gehalt bei Mercedes

Mercedes hat Antonelli mit einem Vertrag ausgestattet, der typisch ist für einen jungen Fahrer aus dem eigenen Programm: geringes Fixum, hoher variabler Anteil. Für das Team ist das ein günstiges Geschäft, solange der Fahrer schneller ist, als er kostet.

Grundgehalt und Erfolgsboni

Das Grundgehalt für die laufende Saison liegt bei rund 1,7 Millionen Euro. Im Vergleich zur Spitze des Feldes ist das ein Bruchteil: Max Verstappen verdient bei Red Bull ein Vielfaches, und auch Charles Leclerc bei Ferrari liegt deutlich darüber. Wo Antonelli im Vergleich aller Cockpits steht, zeigt die Übersicht der Gehälter der Formel-1-Fahrer.

Der eigentliche Hebel sind die Prämien. Pole Positions, Podien, Siege und die Platzierung in der Weltmeisterschaft lösen Zahlungen aus, die das Fixum um ein Mehrfaches übersteigen können. Schon in der Debütsaison lag der Bonusanteil über dem Grundgehalt, und mit einer Titelchance verschiebt sich das Verhältnis weiter. Der Verdienst auf der Strecke kann dadurch auf rund 12 Millionen Euro pro Saison steigen.

Der Weg ins Mercedes-Cockpit

Am 31. August 2024 gab Mercedes bekannt, dass Antonelli ab 2025 neben George Russell fahren würde. Er übernahm damit das Cockpit von Lewis Hamilton, der zu Ferrari wechselte, und war der erste Mercedes-Rookie seit 1954. Motorsportchef Toto Wolff hatte ihn bereits im Alter von zwölf Jahren an das Nachwuchsprogramm gebunden.

Der erste Formel-1-Vertrag lief zunächst über ein Jahr, im Oktober 2025 folgte die Verlängerung für die Saison 2026. Im Juli 2026 bestätigte Wolff, dass Mercedes auch 2027 mit Antonelli und Russell antreten wird. Damit reicht die Bindung an das Team bis 2027.

Die Debütsaison in der Formel 1

Sein erstes Rennen fuhr Antonelli beim Großen Preis von Australien 2025 im Alter von 18 Jahren und 203 Tagen, als drittjüngster Starter der Formel-1-Geschichte und als erster Italiener seit 2021. Er wurde Vierter und war damit der zweitjüngste Punktesammler der Königsklasse. Beim Großen Preis von Japan 2025 stellte er zwei weitere Altersrekorde auf, als jüngster Fahrer mit einer Führungsrunde und mit der schnellsten Rennrunde.

Die Saison verlief danach zweigeteilt. Auf das erste Podium beim Großen Preis von Kanada 2025 folgte eine europäische Phase mit Ausfällen und Rennen außerhalb der Punkte, ehe er im Herbst wieder aufholte: In São Paulo wurde er Zweiter, in Las Vegas Dritter. Für die Bonuszahlungen zählen genau diese Ergebnisse, und sie erklären, warum sein Verdienst schon im ersten Jahr deutlich über dem Fixum lag.

Erfolge, die Boni auslösen

In seiner zweiten Saison sprang Antonelli an die Spitze. Beim Großen Preis von China 2026 holte er die Pole und den ersten Grand-Prix-Sieg und unterbot dabei den Altersrekord von Sebastian Vettel für den jüngsten Polesetter deutlich. Bis zur Sommerpause 2026 gewann er sechs Rennen: China, Japan, Miami, Kanada, Monaco und Belgien. In Monaco fuhr er als jüngster Sieger dieses Rennens einen Grand Chelem, also Pole, Sieg, schnellste Runde und Führung in jeder Runde.

Zur Sommerpause 2026 führte er die Fahrerwertung mit 219 Punkten an, 50 Punkte vor dem Zweiten. Für einen Vertrag mit hohem Bonusanteil ist das der Idealfall, weil die Prämien für Siege und für die Meisterschaftsplatzierung gleichzeitig greifen.

Vom Kartsport in die Formel 1

Antonellis Aufstieg verlief schneller als bei fast allen Fahrern seiner Generation. Zwischen dem ersten internationalen Karttitel und dem ersten Formel-1-Start lagen zehn Jahre, und eine komplette Nachwuchsklasse ließ er dabei aus.

Kartsport und die Mercedes-Nachwuchsförderung

2014 wurde er in einem Sommercamp des italienischen Automobilclubs von Giovanni Minardi entdeckt und von Minardi Management unter Vertrag genommen. Die Bindung an Mercedes entstand Anfang 2018 und wurde im April 2019 öffentlich gemacht. Im selben Jahr fuhr er in der Klasse OK-Junior für die Rosberg Racing Academy von Nico Rosberg und gewann sechs internationale Titel.

2020 stieg er in die Seniorenklasse OK auf und wurde zwei Wochen nach seinem 14. Geburtstag jüngster Europameister der Kartgeschichte. Der Weltverband ernannte ihn im selben Jahr zum Rookie of the Year, ein Jahr später verteidigte er den Titel.

Titel in der Formel 4 und der Formel Regional

Sein Debüt im Formelsport gab er 2021 mit 15 Jahren für Prema in der italienischen Formel 4. Ein Jahr später gewann er dort den Titel und dazu die ADAC-Formel-4-Meisterschaft, mit 13 Saisonsiegen als Rookie. Insgesamt verließ er die Formel 4 mit 26 Siegen und 24 Pole Positions aus 57 Starts. 2023 folgten zwei Titel in einem Jahr, die Formel Regional Mittlerer Osten für Mumbai Falcons und die Formel Regional Europa für Prema. Damit war er der erste europäische Fahrer seit Alain Prost 1979, der in einer Saison zwei Meisterschaften auf diesem Niveau gewann.

Der Sprung in die Formel 2

Die Formel 3 übersprang Mercedes für ihn komplett. 2024 fuhr Antonelli direkt in der Formel 2, wieder für Prema, und beendete die Saison mit 113 Punkten auf dem sechsten Platz. Zwei Siege gelangen ihm dabei, im Sprintrennen von Silverstone und im Hauptrennen von Budapest. Für einen Fahrer ohne Formel-3-Erfahrung reichte das, um den Aufstieg zu rechtfertigen.

Woher der Rufname Kimi kommt

Eine häufige Verwechslung betrifft den Zweitnamen. Antonelli ist nicht nach Kimi Räikkönen benannt, obwohl er unter genau diesem Rufnamen antritt. Den Vorschlag machte der frühere Rennfahrer Enrico Bertaggia gegenüber seinem Vater. Sein Idol ist ein anderer: Die Startnummer 12 wählte er in Anlehnung an Ayrton Senna.

Sponsoren und die Rolle der Familie

Neben dem Teamgehalt ist die Werbeseite der zweite Einnahmeblock, und sie wächst bei jungen Fahrern mit den Ergebnissen. Der Beraterstab um Gwen Lagrue auf Mercedes-Seite und Minardi Management auf seiner eigenen steuert diese Verträge.

Persönliche Markenverträge

Kimi Antonelli Vermögen Persönlich zugeordnet werden Antonelli Verträge mit dem Schweizer Uhrenhersteller IWC Schaffhausen, dem Getränkehersteller Monster Energy und dem Rennausrüster Alpinestars, dazu die Unterstützung durch das Kartteam AKM Motorsport aus dem Umfeld der Familie. In Summe liegen diese Einnahmen bei gut einer Million Euro pro Jahr und damit noch unter dem Grundgehalt.

Dazu kommt die Arbeit als Werbegesicht für Partner des Mercedes-Teams, darunter der Ausrüster Adidas, der Finanzkonzern UBS, die Hotelgruppe Marriott Bonvoy und die Brillenmarke Police. Diese Auftritte laufen über den Teamvertrag und sind kein eigener Einnahmeposten in gleicher Höhe. 2026 übernahm er zudem die Rolle des Entwicklungsfahrers für ein limitiertes Straßenmodell von Mercedes-AMG, das seine Signatur trägt.

Das Kartteam der Familie

Die Familie ist nicht nur Umfeld, sondern Geschäft. Der Vater führt AKM Motorsport mit Sitz in San Marino, die Mutter Veronica arbeitet seit 1997 im Motorsport und im Team mit. 2023 gründeten Vater und Sohn gemeinsam das Kartteam AKM Motorsport by Kart Republic, in dem Antonelli als Fahrercoach und Chassistester auftritt. Ein Vermögensposten von Gewicht ist das bislang nicht, wohl aber ein Hinweis darauf, wohin sein Geld nach der Fahrerkarriere fließen könnte. Bei ehemaligen Fahrern wie Gerhard Berger hat genau dieser Schritt vom Cockpit ins Unternehmen den größeren Teil des Vermögens erzeugt.

Häufige Fragen zu Kimi Antonelli

Wie hoch ist das Vermögen von Kimi Antonelli?

Wir schätzen es auf rund 9,5 Millionen Euro. Den größten Teil machen das Grundgehalt bei Mercedes und die Erfolgsboni aus, dazu kommen die persönlichen Sponsorenverträge.

Woher kommt das Vermögen von Kimi Antonelli?

Fast vollständig aus der Formel 1. Aus dem Kartsport und den Nachwuchsklassen flossen keine nennenswerten Einnahmen, weil dort kein Preisgeld ausgeschüttet wird und die Kosten vom Mercedes-Nachwuchsprogramm und vom Umfeld der Familie getragen wurden.

Wie viel verdient Kimi Antonelli bei Mercedes?

Sein geschätztes Grundgehalt liegt bei rund 1,7 Millionen Euro pro Saison. Über Erfolgsprämien für Poles, Siege und die Meisterschaftsplatzierung kann der Verdienst auf der Strecke auf rund 12 Millionen Euro steigen.

Welche Sponsoren hat Kimi Antonelli?

Persönlich sind ihm IWC Schaffhausen, Monster Energy, Alpinestars und AKM Motorsport zugeordnet. Als Werbegesicht des Mercedes-Teams tritt er außerdem für Partner wie Adidas, UBS und Marriott Bonvoy auf.

Wie kam Kimi Antonelli zu Mercedes?

Er gehört dem Nachwuchsprogramm des Teams seit 2018 an, öffentlich gemacht wurde die Verpflichtung im April 2019. Am 31. August 2024 gab Mercedes bekannt, dass er ab 2025 das Cockpit von Lewis Hamilton übernimmt.

Bildquellen:
IMAGO: Marco Canoniero / PsnewZ