Millionen Euro
Bekannt ausGoldrausch in Alaska (Gold Rush)
Eigener BetriebScribner Creek, seit Staffel 15, gepachtet von den Eltern
Abgabe an die Eltern10 Prozent der Ausbeute
Beste Saison1.591 Unzen Gold, rund 6,3 Mio. US-Dollar Erlös (Staffel 16)
Familienstandliiert mit Faith Teng
BerufGoldschürfer, Mechaniker

Kevin Beets ist der älteste Sohn des Goldschürfers Tony Beets und hat den größten Teil seines Berufslebens in einem Betrieb verbracht, der ihm nicht gehört. Als Mechaniker und Vorarbeiter hielt er im Klondike die Maschinen seines Vaters am Laufen, bis er in der 15. Staffel von Goldrausch in Alaska gemeinsam mit seiner Partnerin Faith Teng die eigenen Ersparnisse in einen Schürfbetrieb am Scribner Creek steckte. Auch dieses Gelände gehört den Eltern, und von jeder Unze, die er dort fördert, gehen zehn Prozent an sie. Wir schätzen das Vermögen von Kevin Beets auf rund 3 Millionen Euro.

Wie hoch ist das Vermögen von Kevin Beets?

Woraus sich die Schätzung speist

Kevin Beets Goldausbeute Der größte Posten steht auf dem Gelände am Scribner Creek: Bagger, Planierraupen und eine Waschanlage, die er zusammen mit Faith Teng angeschafft hat. Dazu kommt, was aus zwei Saisons als eigener Betreiber nach Kosten und Abgabe übrig geblieben ist, und das, was er in den Jahren davor als Angestellter im Betrieb seines Vaters verdient und gespart hat.

Die Maschinen hat das Paar gemeinsam finanziert, der Boden gehört den Eltern. Genau diese Aufteilung entscheidet über die Größenordnung. Ein Betreiber auf gepachtetem Land verdient an jeder Unze, die er aus dem Boden holt, besitzt aber nicht den Claim, der den Wert eines Bergbaubetriebs im Klondike über Jahrzehnte trägt.

Warum das Vermögen des Vaters nicht seines ist

Der Name Beets steht in der Serie für einen Familienbetrieb mit mehreren Abschnitten im Klondike. Tony Beets hält eine eigene Mine, Schürfrechte in dreistelliger Zahl und einen Maschinenpark, der eine ganze Saison mit mehreren Waschanlagen trägt. All das gehört dem Vater und seinem Unternehmen, nicht dem Sohn. Dass Kevin Beets am Unternehmen seines Vaters beteiligt ist, ist nicht öffentlich.

Deshalb rechnen wir das Familienvermögen nicht anteilig auf ihn um. Eine spätere Nachfolge kann das ändern, ist aber kein Vermögen, das ihm heute zusteht. Bis dahin ist Kevin Beets wirtschaftlich das, was die Serie seit der 15. Staffel zeigt: ein kleiner Betreiber mit eigener Mannschaft, der seinem Vater Pacht zahlt.

Der eigene Betrieb am Scribner Creek

Ersparnisse statt Erbe

Der Scribner Creek hat in der Familie eine Geschichte. Über Jahre hatte Tony Beets das Gelände an Parker Schnabel verpachtet, der dort für eine gestaffelte Abgabe Gold förderte. Nachdem Schnabel eigenes Land gekauft hatte, übernahm der Sohn den Abschnitt, zu denselben Grundsätzen wie jeder andere Pächter.

Das Geld für den Start kam nicht vom Vater, sondern aus dem eigenen Konto. Nach Angaben aus der Serie hatten Kevin Beets und Faith Teng in der ersten Saison rund zwei Millionen US-Dollar in den Betrieb gesteckt, bezahlt aus den gemeinsamen Ersparnissen. Das ist ein Betrag für zwei Personen und keine Zahl, die allein ihm zuzurechnen wäre.

Die erste Saison begann schlecht. Nach neun Wochen war noch keine Unze gewaschen, seine Planierraupe vom Typ D10 stand mit einem Getriebeschaden still, und mit der Pacht war er im Rückstand. Tony Beets lieh ihm daraufhin seine eigene D11, eine Maschine im Wert von rund vier Millionen US-Dollar, und ließ die D10 reparieren. Die wertvollste Maschine auf dem Gelände des Sohnes gehörte in diesem Moment dem Vater.

Am Ende stand trotzdem ein Erfolg. Die letzten drei Wochen brachten 375,80 Unzen im Wert von gut einer Million US-Dollar, die Saison insgesamt 1.056,57 Unzen, und damit übertraf er das Ziel, das er sich gesetzt hatte.

Die zweite Saison und die Schulden bei Parker Schnabel

In der 16. Staffel verdoppelte er das Ziel auf 2.000 Unzen und verlor unterwegs mehrere Leute seiner Mannschaft, einige davon an den Betrieb von Parker Schnabel. Dazu kamen Ausfälle an der Waschanlage und eine offene Rechnung: Rund 130.000 US-Dollar schuldete er Schnabel für Gerät, das er von ihm übernommen hatte. Als Schnabel die Zahlung einforderte, brachte die nächste Wiegung 97.000 US-Dollar, und der Rest musste aus den Ersparnissen kommen.

Die Saison, deren Finale im Mai 2026 lief, endete mit 1.591 Unzen im Wert von rund 6,3 Millionen US-Dollar. Das Ziel verfehlte er um gut 400 Unzen, die Fördermenge lag dennoch um die Hälfte über dem ersten Jahr.

Zehn Prozent für die Eltern

Die Abgabe an Tony und Minnie Beets fällt auf jede Unze an, die am Scribner Creek gefördert wird, gleich wie die Saison verläuft. Beim Ergebnis der 16. Staffel sind das rund 159 Unzen, die nie bei Kevin Beets ankommen.

Von den 6,3 Millionen US-Dollar der zweiten Saison gingen damit schon vor jeder Kostenrechnung rund 630.000 US-Dollar an die Eltern. Für den Vater ist diese Abgabe reiner Ertrag, für den Sohn ist sie ein fester Posten, der auch in einem schwachen Jahr bleibt. Dasselbe Modell hat Tony Beets zuvor mit Schnabel gefahren, dort allerdings mit einem gestaffelten und höheren Satz.

Vom Mechaniker zum eigenen Betreiber

Jahre im Familienbetrieb

Kevin Beets Gold Seit seiner Jugend arbeitete Kevin Beets im Betrieb seines Vaters. Er wurde Mechaniker, später Vorarbeiter, und war über viele Staffeln derjenige, der Waschanlagen zerlegte, an einen neuen Abschnitt brachte und dort wieder aufbaute. In einem Geschäft, in dem jeder Tag Stillstand Gold kostet, ist das eine der wertvollsten Aufgaben, bezahlt wird sie aber als Arbeit und nicht als Anteil.

Wie viel der Sohn in diesen Jahren verdiente, ist nicht veröffentlicht. Klar ist die Mechanik: Als Angestellter bekam er einen Lohn, das Risiko und der Überschuss lagen beim Vater. Der Schritt an den Scribner Creek hat dieses Verhältnis umgedreht, und genau deshalb hängt sein Vermögen seit der 15. Staffel an wenigen Saisons statt an einem sicheren Gehalt.

Was das Fernsehen beiträgt

Kevin Beets gehört seit der fünften Staffel zum Personal der Serie, zunächst als Teil der Mannschaft seines Vaters, seit der 15. Staffel mit einem eigenen Handlungsstrang. Was Discovery ihm je Folge zahlt, ist nicht veröffentlicht.

Wichtiger als das Honorar ist für einen kleinen Betreiber, dass eine gefilmte Saison planbar ist. Das gilt für Rick Ness genauso, der ebenfalls vom Angestellten zum eigenen Betreiber wurde. Wie unterschiedlich das Verhältnis von Fernsehen und Gold ausfallen kann, zeigen Todd Hoffman und Dave Turin, die über mehrere Staffeln deutlich weniger Gold gefördert haben als die Familie Beets. Bei Michael Manousakis ist die Serie ebenfalls vor allem das Schaufenster eines Betriebs mit schweren Maschinen.

Wo das Risiko seines Geschäfts liegt

Umsatz ist nicht Gewinn

Die Zahl, die am Ende jeder Staffel auf der Waage steht, ist ein Bruttoerlös. Davon gehen die Abgabe an die Eltern, Diesel für die Maschinen, Löhne für die Mannschaft, Ersatzteile und Reparaturen ab, dazu die Pflicht, das Gelände nach dem Abbau wieder herzurichten. Was danach übrig bleibt, gehört dem Betrieb der beiden.

Die Schulden bei Schnabel zeigen, wie eng das in der Praxis ist. Ein Betrieb, der in einer Saison Gold für mehrere Millionen US-Dollar fördert, hatte mitten in dieser Saison Mühe, 130.000 US-Dollar aufzubringen. Das Geld steckt in Maschinen und im nächsten Abschnitt, nicht auf dem Konto.

Der Goldpreis als Hebel

Kevin Beets Vermögen In der ersten Saison brachten 375,80 Unzen gut eine Million US-Dollar, also gut 2.600 US-Dollar je Unze. In der zweiten lag der Wert bei knapp 4.000 US-Dollar je Unze. Diesen Unterschied hat kein Bagger bewirkt, sondern der Goldpreis, und der steht nicht in seiner Hand. Ein hoher Preis macht auch Gelände rentabel, das bei einem niedrigen Preis nicht gereicht hätte, ein fallender Preis lässt die festen Kosten stehen.

Davon profitiert nicht nur, wer gräbt. Eine Juwelierin wie Susanne Steiger gewinnt am selben Kurs, ohne selbst zu schürfen. Dass ein Familienbetrieb in Nordamerika ein Vermögen aufbauen kann, das vor allem im Betrieb selbst liegt, zeigt auch der Auswanderer Konny Reimann.

Häufige Fragen zum Vermögen von Kevin Beets

Wie hoch ist das Vermögen von Kevin Beets?

Wir schätzen es auf rund 3 Millionen Euro. Den größten Teil bilden sein Anteil an den Maschinen am Scribner Creek und der Überschuss aus zwei Saisons als eigener Betreiber, dazu Ersparnisse aus den Jahren im Betrieb seines Vaters.

Gehört Kevin Beets ein Teil des Familienbetriebs?

Eine Beteiligung am Unternehmen seines Vaters ist nicht öffentlich. Über Jahre war er dort als Mechaniker und Vorarbeiter angestellt, seit der 15. Staffel führt er einen eigenen Betrieb auf gepachtetem Land.

Wem gehört der Scribner Creek?

Seinen Eltern. Kevin Beets pachtet den Abschnitt und zahlt zehn Prozent seiner Ausbeute an Tony und Minnie Beets. Vorher hatte Parker Schnabel dort zu einem höheren Satz gegraben.

Wie viel Gold hat Kevin Beets gefördert?

In seiner ersten Saison als eigener Betreiber kam er auf 1.056,57 Unzen. In der Saison, deren Finale im Mai 2026 lief, waren es 1.591 Unzen im Wert von rund 6,3 Millionen US-Dollar, vor Abgabe und Kosten.

Mit wem betreibt er seine Mine?

Mit seiner Partnerin Faith Teng, die schon zuvor in der Mannschaft der Familie arbeitete. Die beiden haben den Betrieb aus gemeinsamen Ersparnissen finanziert.

Wo arbeitet Kevin Beets?

Im Klondike im kanadischen Yukon, nicht in Alaska, obwohl der deutsche Titel der Serie das nahelegt. Der Scribner Creek gehört dort zu den Abschnitten seiner Eltern.

Fotos: @Kevin Beets Goldrush/ Facebook