Millionen Euro
Voller NameHaakon Magnus
Im Amt seit28. August 2026
Apanage16,2 Mio. Kronen für das Königspaar im Haushalt 2026, rund 1,4 Mio. Euro
PrivatbesitzAnteil an neun Liegenschaften der Königsfamilie, dazu die Yacht Norge
StaatsbesitzSchloss in Oslo, Bygdøy, Oscarshall und die Kroninsignien
Thronfolgeälteste Tochter Ingrid Alexandra
Geburtsdatum20. Juli 1973 (53 Jahre alt)
Geboren inOslo, Norwegen
NationalitätNorwegen
BerufKönig von Norwegen

Haakon ist seit dem 28. August 2026 König von Norwegen. Sein Vater Harald V. starb an diesem Tag in Oslo, und weil Norwegen keine Krönung kennt, war sein Sohn im selben Moment Staatsoberhaupt. Beim Geld ändert der Wechsel weniger, als es aussieht: Das meiste von dem, was königlich wirkt, gehört dem Staat und nicht ihm. Wir schätzen das Vermögen von Haakon auf rund 30 Millionen Euro.

Wie hoch ist das Vermögen von König Haakon?

Woraus sich die Schätzung speist

Vier Posten tragen die Summe. Der Anteil am privaten Immobilienbesitz der Königsfamilie, der von seinem Vater auf ihn übergeht. Die Königsyacht, die privates Eigentum des Königs ist. Das eigene Wertpapiervermögen, das er selbst offengelegt hat. Und die jährliche Apanage aus dem Staatshaushalt, die laufend zufließt.

Was fehlt, ist eine eigene Einnahmequelle außerhalb des Amtes. Es gibt kein Herzogtum, keinen Kronbesitz und keine Gesellschaft, die Erträge abwirft. Ein norwegischer König verdient nicht, er wird alimentiert, und daraus folgt die Größenordnung.

Was dem Staat gehört und nicht ihm

Das Königliche Schloss in Oslo gehört dem norwegischen Staat. Ebenso das Krongut Bygdøy und das Sommerschloss Oscarshall. Der Königsfamilie stehen sie zur Nutzung offen, verkaufen oder beleihen kann sie niemand.

Dasselbe gilt für die Kroninsignien. Krone, Zepter und Reichsapfel liegen in den staatlichen Sammlungen. Wer den Wert dieser Gegenstände in das Vermögen eines norwegischen Königs einrechnet, rechnet Staatseigentum ein. Genau daran scheitern die hohen Zahlen, die zu europäischen Monarchen kursieren. Im Vergleich dazu verfügt das britische Königshaus mit den beiden Herzogtümern über echten Ertragsbesitz, was sich am Beispiel von Prinz William gut zeigen lässt.

Die Bezüge aus dem Staatshaushalt

Was die Apanage abdeckt

König Haakon von Norwegen Vermögen Der norwegische Staat zahlt der Königsfamilie eine Apanage. Sie deckt die privaten Ausgaben, die Repräsentation, die offizielle Garderobe und den Unterhalt der privaten Immobilien. Für das Haushaltsjahr 2026 sind für das Königspaar gut 16,2 Millionen Kronen vorgesehen, das sind rund 1,4 Millionen Euro. Für das Kronprinzenpaar waren 13,5 Millionen Kronen angesetzt, zusammen also 29,7 Millionen Kronen.

Der Thronwechsel verschiebt diese beiden Linien, weil Haakon aus der einen in die andere rückt. Der Haushalt war auf eine Aufteilung zwischen König und Kronprinz gerechnet, und diese Aufteilung gibt es in dieser Form nicht mehr. Wie das Parlament das nachzieht, ist eine der ersten Geldfragen seiner Amtszeit.

Was der Hof kostet und warum das nicht sein Geld ist

Neben der Apanage steht der Betrieb des Hofes. Für 2026 sind dafür 307 Millionen Kronen im Haushalt eingestellt, im Jahr davor waren es 316,8 Millionen. Davon entfielen 2025 rund 95,5 Millionen auf den laufenden Betrieb.

Diese Summen gehen an eine Institution, nicht an eine Person. Sie zahlen Personal, Gebäudeunterhalt, Sicherheit und Reisen. In einer Vermögensrechnung haben sie nichts verloren, so wenig wie das Budget eines Ministeriums zum Vermögen des Ministers gehört. Dieselbe Unterscheidung gilt bei jedem Staatsoberhaupt, etwa bei Heinz Fischer oder Barack Obama.

Das private Erbe

Neun Immobilien, die wirklich der Familie gehören

Neben dem Staatsbesitz hält die Königsfamilie neun private Liegenschaften. Dazu gehören das hölzerne Landhaus Kongsseteren in Oslo, die Hütte Prinsehytta in Sikkilsdalen und das Sommerhaus Mågerø auf Tjøme. Diese Objekte sind verkäuflich, vererbbar und damit der harte Kern des Familienvermögens.

Haakon selbst wohnt auf Skaugum bei Asker. Der Gutshof ist die wertvollste Einzelposition des privaten Besitzes und wird auf einen dreistelligen Millionenbetrag in Kronen geschätzt.

Die Königsyacht gehört ihm, gefahren wird sie vom Staat

Die Yacht Norge ist ein Sonderfall und zeigt die Konstruktion des ganzen Vermögens im Kleinen. Das Schiff wurde 1937 gebaut, 1947 von Norwegern gekauft und Haakon VII. zum 75. Geburtstag geschenkt. 1991 ging es nach dem Tod von Olav V. an Harald V. über, und mit dem Thronwechsel geht es an den neuen König.

Eigentümer ist der König persönlich, betrieben, gewartet und bemannt wird die Yacht aber von der norwegischen Marine. Der Besitz steht also in seiner Bilanz, die laufenden Kosten trägt der Staat. Ein Vermögensgegenstand ohne Unterhaltslast ist wirtschaftlich etwas anderes als eine Privatyacht.

Was schon zu Lebzeiten verteilt wurde

Das Erbe ist zum Teil vorweggenommen. Ein Ferienanwesen auf der Insel Hankø, das Harald V. selbst von seinem Vater geerbt hatte, gab er 2001 an seine Tochter Märtha Louise weiter, ausdrücklich als Vorschuss auf ihren Erbteil.

Für die Vermögensfrage heißt das: Der Nachlass ist kleiner als der Bestand, den die Familie einmal hielt, und er verteilt sich auf zwei Kinder. Wer den gesamten Familienbesitz dem neuen König zurechnet, rechnet zu hoch.

Was die Zahl nach oben begrenzt

Die eigene Offenlegung

Der wertvollste Anhaltspunkt kommt von ihm selbst. Als Kronprinz legte er 2016 offen, rund neun Millionen Kronen in Fonds im In- und Ausland zu halten, also einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag in Euro.

Das ist bemerkenswert wenig für einen Thronfolger und der beste Beleg dafür, dass in Norwegen kein stiller Kapitalstock hinter dem Amt steht. Wer eine dreistellige Millionenzahl für ihn ansetzt, muss erklären, woher sie kommen soll.

Ein Amt ohne Nebeneinkünfte

Ein regierender norwegischer Monarch nimmt keine Aufträge an, hält keine Aufsichtsratsmandate und schreibt keine Bücher gegen Honorar. Die Rolle ist wirtschaftlich abgeschlossen, und das unterscheidet sie von fast jeder anderen Prominenz.

Was in anderen Königshäusern die Zahl treibt, sind Verträge außerhalb des Amtes. Genau diese Möglichkeit steht einem amtierenden Staatsoberhaupt nicht offen. Denselben Bruch zeigen die Laufbahnen von Angela Merkel und Olaf Scholz, deren Bezüge im Amt festgeschrieben waren und deren Einnahmen erst danach frei verhandelbar wurden. Wie stark der Unterschied ist, zeigt der Weg von Prinz Harry und Meghan Markle, deren Einnahmen erst nach dem Rückzug aus den royalen Pflichten entstanden. Wie Amtsbezüge und Privatvermögen sonst zusammenspielen, zeigen die Beispiele in der Übersicht der reichsten Politiker, und wo Königshäuser im Vergleich zu anderen Bekannten stehen, die Übersicht der reichsten Promis.

Die Nachfolge ist geregelt

Norwegen hat die Thronfolge 1990 auf das Erstgeburtsrecht ohne Rücksicht auf das Geschlecht umgestellt. Damit rückt seine älteste Tochter Ingrid Alexandra an die erste Stelle der Thronfolge und wird Kronprinzessin.

Wirtschaftlich ist das kein Nebenschauplatz. Mit dem Rang wechselt auch die Apanagelinie, aus der die nächste Generation bezahlt wird. Dass eine Frau erstmals als Thronfolgerin in diese Linie einrückt, ist die eigentliche Neuerung dieses Wechsels.

Häufige Fragen zum Vermögen von König Haakon

Wie hoch ist das Vermögen von König Haakon?

Wir schätzen es auf rund 30 Millionen Euro. Die Summe besteht aus seinem Anteil am privaten Immobilienbesitz der Familie, der Königsyacht, einem eigenen Wertpapiervermögen und der laufenden Apanage.

Gehört ihm das Schloss in Oslo?

Nein. Das Königliche Schloss, das Krongut Bygdøy und das Sommerschloss Oscarshall gehören dem norwegischen Staat und werden der Königsfamilie nur zur Nutzung überlassen. Dasselbe gilt für Krone, Zepter und Reichsapfel.

Wie viel Apanage bekommt der König?

Für 2026 waren für das Königspaar gut 16,2 Millionen Kronen vorgesehen, rund 1,4 Millionen Euro. Davon werden private Ausgaben, Repräsentation und der Unterhalt der privaten Immobilien bestritten.

Was kostet das norwegische Königshaus insgesamt?

Für 2026 stehen 307 Millionen Kronen im Haushalt, im Jahr davor waren es 316,8 Millionen. Dieses Geld geht an den Hof als Institution und ist kein Einkommen des Königs.

Was besitzt die Königsfamilie privat?

Neun Liegenschaften, darunter Kongsseteren in Oslo, Prinsehytta in Sikkilsdalen und das Sommerhaus Mågerø auf Tjøme. Dazu kommt die Yacht Norge, die dem König persönlich gehört und von der Marine betrieben wird.

Wer folgt ihm auf den Thron?

Seine älteste Tochter Ingrid Alexandra. Norwegen stellte die Thronfolge 1990 auf das geschlechtsunabhängige Erstgeburtsrecht um.

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