Millionen Euro
Nummer-eins-Albensechs unter eigenem Namen
Crew187 Strassenbande, seit 2006
Gerichtlich festgesetzter Tagessatz2.300 Euro, Landgericht Hamburg 2022
Label187 Strassenbande, Vertrieb über einen großen Musikkonzern
Geburtsdatum29. Juni 1988 (38 Jahre alt)
Geboren inHamburg, Deutschland
NationalitätDeutschland
BerufRapper
Voller NameKristoffer Jonas Klauß
SpitznameGzuz
Kinder3

Bei den meisten Rappern muss man das Einkommen aus Chartplatzierungen und Hallengrößen herleiten. Bei Gzuz gibt es einen härteren Anhaltspunkt: Ein Gericht hat sein Nettoeinkommen geschätzt und in einem Urteil festgehalten. Wir schätzen das Vermögen von Gzuz auf rund 9 Millionen Euro.

Gzuz - Verdienst mit Spotify

Gzuz kommt bei Spotify als Hauptact auf rund 2,18 Milliarden Streams. Bei einer Ausschüttung von rund 0,0035 Euro pro Stream entspricht das etwa 7,64 Millionen Euro. Das ist allerdings die Summe an alle Rechteinhaber, je nach Vertrag bleiben davon 15 bis 80 Prozent bei ihm.

Gesamteinnahmen über Spotify 7,64 Millionen Euro
Streams inkl. Features 5,11 Milliarden Streams
Das hat Gzuz über Spotify eingespielt, seit du die Seite offen hast 0,00 Euro
Gesamte Streams als Hauptact2,18 Milliarden
Ausschüttung insgesamt7,64 Millionen Euro
Einnahmen pro Sekunde0,02 Euro
Einnahmen pro Tag1.934 Euro
Einnahmen pro Monat58.856 Euro
Einnahmen pro Jahr706.217 Euro
Erfolgreichste Songs bei Spotify
Kokain Feature 666.000 Euro
Standard (feat. Trettmann, Gringo, Ufo361 & Gzuz) Feature 590.000 Euro
Kontrollieren Feature 536.000 Euro
Millionär Feature 516.000 Euro
Späti 493.000 Euro
Mörder Feature 467.000 Euro
Knöcheltief Feature 406.000 Euro
Mit den Jungz Feature 401.000 Euro
CL500 393.000 Euro
Donuts 375.000 Euro
Ahnma (feat. Gzuz & Gentleman) Feature 350.000 Euro
HaifischNikez Allstars Feature 332.000 Euro
¿ Warum ? 309.000 Euro
UFF Feature 307.000 Euro
Cinnamon Roll Feature 298.000 Euro
Schnapp! 270.000 Euro
G Wagon 256.000 Euro
Babylon Feature 244.000 Euro
Optimal 234.000 Euro
10 Jahre 228.000 Euro

Rechne selbst

Davon bleiben rund 1,53 Millionen Euro bei ihm.

Berechnungsgrundlage anzeigen

Grundlage sind die Streams als Hauptact, Stand 06.10.2026, multipliziert mit rund 0,0035 Euro pro Stream. Das ist die Ausschüttung an alle Rechteinhaber, nicht das Einkommen. Bei einem Major-Vertrag bleiben davon 15 bis 25 Prozent, bei eigenem Katalog 50 bis 80 Prozent. Songs, auf denen Gzuz nur als Gast auftritt, bringen am Master in der Regel nichts und zählen deshalb nicht mit.

Wie hoch ist das Vermögen von Gzuz?

Woraus sich die Schätzung speist

Vier Blöcke tragen die Zahl: sechs Nummer-eins-Alben unter eigenem Namen, das Livegeschäft mit ausverkauften Hallentourneen, die Beteiligung an der Hamburger Crew 187 Strassenbande samt ihrem Merchandise und ein Tattoostudio in Hamburg.

Gegenzurechnen sind zwei Posten, die bei ihm ungewöhnlich schwer wiegen: eine rechtskräftige Geldstrafe im sechsstelligen Bereich und eine achtmonatige Haft, in der er nicht auftreten konnte.

Die genaueste Einkommensangabe stammt vom Gericht

Gzuz Verdienst Im März 2022 verurteilte ihn das Landgericht Hamburg in zweiter Instanz zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je 2.300 Euro. Die Revision dagegen verwarf das Oberlandesgericht im September desselben Jahres, das Urteil ist damit rechtskräftig.

Ein Tagessatz entspricht rund einem Dreißigstel des monatlichen Nettoeinkommens. 2.300 Euro Tagessatz bedeuten also, dass das Gericht bei ihm von etwa 69.000 Euro netto im Monat ausging, hochgerechnet gut 800.000 Euro im Jahr, und zwar nach Steuern.

Diese Zahl ist aus zwei Gründen wertvoller als jede Selbstauskunft. Sie stammt von einer Stelle, die keinen Anlass hat zu übertreiben oder zu untertreiben, und sie wurde in einem Verfahren mit anwaltlicher Vertretung festgesetzt, in dem eine zu hohe Schätzung angreifbar gewesen wäre. Zwei Jahre zuvor hatte dasselbe Verfahren in erster Instanz noch mit 1.700 Euro je Tagessatz gerechnet. Das Einkommen ist in dieser Zeit also gestiegen.

Die Alben

Sechs Mal auf Platz eins

Diese Alben sind unter seinem Namen erschienen, mit der höchsten Platzierung in den deutschen Charts:

  • High & Hungrig (2014, mit Bonez MC) – Platz 9
  • Ebbe & Flut (2015) – Platz 2
  • High & Hungrig 2 (2016, mit Bonez MC) – Platz 1
  • Wolke 7 (2018) – Platz 1
  • Gzuz (2020) – Platz 1
  • Große Freiheit (2022) – Platz 1
  • High & Hungrig 3 (2023, mit Bonez MC) – Platz 1
  • Freitag der 13 (2024) – Platz 2
  • Scherbenhaus (2025) – Platz 1

Neun Veröffentlichungen in elf Jahren, davon sechs auf Platz eins und zwei weitere auf Platz zwei. In dieser Dichte schafft das im deutschen Rap kaum jemand.

Bemerkenswert ist der Zeitpunkt eines dieser Alben. High & Hungrig 3 erschien im Mai 2023, also während seiner Haftzeit, und stieg trotzdem auf Platz eins ein. Wirtschaftlich ist das der Beleg dafür, dass sein Geschäft nicht an seiner Anwesenheit hängt, sondern an einem Katalog und einer Marke, die weiterlaufen.

Was ein Nummer-eins-Album heute noch einbringt

Die Platzierung selbst ist dabei weniger wert, als sie klingt. Für einen Charteinstieg auf Platz eins genügen im deutschen Markt heute deutlich weniger Verkäufe als in den Neunzigern, weil sich Streams nur zu einem Bruchteil auf Verkaufseinheiten anrechnen lassen.

Der eigentliche Wert liegt woanders: Ein Nummer-eins-Album ist die Eintrittskarte in die nächste Hallengröße. Wer regelmäßig oben einsteigt, verkauft Tickets im Vorverkauf aus, und dort wird das Geld verdient. Denselben Zusammenhang beschreiben die Artikel zu Casper und Luciano.

Der Titel, der ihn über die Szene hinaus bekannt machte

Seine bis heute meistverkaufte Beteiligung ist kein eigener Titel. Für die Rückkehrsingle einer Hamburger Rapgruppe stand er 2016 als Gastsänger auf der Aufnahme, der Titel wurde mit dreifach Gold ausgezeichnet und kam damit auf über 600.000 Einheiten.

Wirtschaftlich ist ein solcher Gastauftritt der schlechteste und zugleich wertvollste Deal, den ein Rapper machen kann. Schlecht, weil ein Feature meist gegen ein festes Honorar läuft und der Gast an den Verkäufen anschließend nicht mehr beteiligt ist. Wertvoll, weil er damit vor einem Publikum steht, das ihn sonst nie gehört hätte, und dieses Publikum später eigene Tickets kauft.

Genau dieser Effekt erklärt, warum Rapper Features fast nie ablehnen. Wie stark er wirkt, zeigen die Artikel zu RAF Camora und Sido.

Was neben der Musik dazukommt

Die Bühne trägt den größten Teil

Für die Tournee des Jahres 2026 wurden nach Veranstalterangaben über 50.000 Tickets verkauft, mehrere Termine waren im Vorverkauf ausverkauft, darunter die Porsche-Arena in Stuttgart, das Zenith in München und die Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf. Für den Herbst folgte eine Tour durch mehrere europäische Länder.

Bei Hallen dieser Größe liegt der Kartenumsatz je Abend im hohen fünf- bis niedrigen sechsstelligen Bereich. Davon gehen Veranstalter, Produktion, Crew und Vermittlung ab, und der Künstleranteil ist entsprechend kleiner. Über eine ganze Tournee bleibt trotzdem deutlich mehr übrig als aus einem Album.

Marke, Merchandise und das Tattoostudio

Gzuz Vermögen Die 187 Strassenbande betreibt seit 2016 ein Tattoostudio in Hamburg, in dem auch das Merchandise der Crew verkauft wird. Dazu kommen die Erlöse aus dem Merchandisegeschäft der Tourneen.

Für die Vermögensfrage ist die Crew der entscheidende Unterschied zu einem Solokünstler. Wer allein arbeitet, trägt jede Produktion und jede Werbung selbst. Wer Teil eines eingeführten Namens ist, teilt die Kosten und verkauft Merchandise, das für alle Mitglieder gleichzeitig funktioniert. Der Preis dafür ist, dass auch die Erlöse geteilt werden. Wie sich das bei einer anderen Konstellation auswirkt, zeigt der Artikel zu 187 Strassenbande.

Die Veröffentlichungen laufen über einen der großen Musikkonzerne. Wem die Aufnahmen gehören, ist nicht offengelegt. Das ist der Punkt, der die Schätzung nach oben begrenzt, denn ein Vertragskünstler behält je Abruf ein Vielfaches weniger als der Eigentümer seiner Master. Wie stark das wirkt, zeigt Kool Savas, der die Rechteebene selbst hält.

Was die Verurteilung gekostet hat

Die Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je 2.300 Euro ergibt 414.000 Euro. In der ersten Instanz hatte das Amtsgericht Hamburg im September 2020 noch 300 Tagessätze zu 1.700 Euro verhängt, also 510.000 Euro.

Dazu kommt die Haft. Er trat sie im Januar 2023 an und wurde im September desselben Jahres entlassen, also nach rund acht Monaten. Bereits von 2010 bis 2013 hatte er eine dreijährige Haftstrafe verbüßt, damals vor seinem Durchbruch.

Wirtschaftlich sind das zwei sehr verschiedene Ausfälle. Die erste Haft kostete ihn nichts, weil es noch nichts zu verlieren gab, und die Crew machte daraus sogar ein Geschäft: Sie spielte eine Solidaritätstour und verkaufte Merchandise mit seinem Namen. Die zweite Haft fiel dagegen in seine ertragreichste Phase, in der ein Abend auf der Bühne einen sechsstelligen Umsatz bedeutet. Weitere Beispiele stehen in der Übersicht der reichsten Rapper und beim Vergleich mit Capital Bra.

Häufige Fragen zum Vermögen von Gzuz

Wie hoch ist das Vermögen von Gzuz?

Wir schätzen es auf rund 9 Millionen Euro. Grundlage sind sechs Nummer-eins-Alben, ausverkaufte Hallentourneen, das Merchandisegeschäft der Crew und ein gerichtlich festgesetzter Tagessatz als Einkommensanker.

Was verdient er im Monat?

Das Landgericht Hamburg setzte 2022 einen Tagessatz von 2.300 Euro fest. Ein Tagessatz entspricht rund einem Dreißigstel des Monatsnettos, das Gericht ging also von etwa 69.000 Euro netto im Monat aus.

Wie hoch war seine Geldstrafe?

414.000 Euro, also 180 Tagessätze zu je 2.300 Euro, festgesetzt vom Landgericht Hamburg im März 2022. In erster Instanz waren es 510.000 Euro gewesen.

Wie lange war Gzuz in Haft?

Rund acht Monate, von Januar bis September 2023. Zuvor hatte er von 2010 bis 2013 eine dreijährige Strafe verbüßt, damals vor seinem musikalischen Durchbruch.

Wie viele Nummer-eins-Alben hat er?

Sechs unter eigenem Namen, drei davon gemeinsam mit Bonez MC. Dazu kommen zwei weitere Alben auf Platz zwei.

Womit verdient er sein Geld?

Der größte Teil kommt aus dem Livegeschäft und dem Merchandise. Streaming und Tonträger tragen weniger, als die Chartplatzierungen vermuten lassen, weil je Abruf nur Bruchteile eines Cents ausgeschüttet werden.

Bildquellen:
IMAGO / Jan Huebner + Torsten Helmke